Website bauen lassen: Ablauf in sieben Schritten und was Sie liefern müssen

Wer zum ersten Mal eine Website bauen lässt, rechnet mit Programmierarbeit und wird dann von etwas anderem überrascht: Der Bau selbst geht meist schnell. Die Zeit vergeht bei Inhalten, Entscheidungen und Korrekturen. Dieser Beitrag zeigt den Ablauf in sieben Schritten und was bei jedem Schritt von Ihnen kommt.
Die sieben Schritte
- Ziel klären. Was soll die Seite leisten: Anfragen, Bewerbungen, Termine, Verkauf? Ein Satz reicht. Er entscheidet, welche Seiten überhaupt gebraucht werden.
- Anfrage und Angebot. Sie beschreiben Betrieb, Ziel und Umfang. Zurück kommt ein schriftliches Angebot mit Seitenliste, Leistungen, Preis und Termin.
- Inhalte sammeln. Logo, Fotos, Stichpunkte, Angaben für Impressum und Datenschutz. Wer hier vorbereitet ist, spart die meiste Zeit.
- Entwurf. Sie sehen Aufbau und Gestaltung an einer echten Beispielseite, möglichst auf dem Handy. Grundsatzänderungen sind jetzt günstig, später nicht mehr.
- Bau und Korrektur. Alle Seiten entstehen, Texte stehen an ihrem Platz, Formulare werden angeschlossen. Sie korrigieren gesammelt, nicht in zehn Einzelmails.
- Abnahme. Sie prüfen die fertige Seite und bestätigen sie. Das ist mehr als eine Formalität, dazu gleich mehr.
- Start und Übergabe. Die Seite geht unter Ihrer Domain online. Sie erhalten Zugänge, Dateien und eine Anleitung.
Was Sie liefern müssen
| Was | Wofür | Wenn es fehlt |
|---|---|---|
| Logo als Datei | Kopfzeile, Vorschaubild, Drucksachen | Wird aus einem Foto nachgezogen oder neu gestaltet |
| Stichpunkte zu Leistungen | Grundlage für die Texte | Texte bleiben allgemein und treffen niemanden |
| Eigene Fotos | Betrieb, Team, Arbeitsergebnisse | Agenturbilder, die man sofort als solche erkennt |
| Firmendaten | Impressum, Datenschutz, Kontakt | Die Seite darf nicht online gehen |
| Domain-Zugang | Anschluss der neuen Seite | Start verzögert sich, siehe unten |
| Eine entscheidende Person | Freigaben ohne Rundlauf | Jede Korrektur dauert eine Woche länger |
Gute Texte müssen Sie nicht selbst schreiben. Stichpunkte in Ihren eigenen Worten reichen meist, wenn der Auftragnehmer die Texte mit übernimmt. Klären Sie das im Angebot, denn genau daran unterscheiden sich viele Preise.
Wie lange es dauert
Als grobe Richtwerte: Eine einzelne Seite ist in Tagen machbar, eine Unternehmensseite mit etwa zehn Unterseiten in einigen Wochen, wenn alle Inhalte vorliegen. Ein Shop oder eine Seite mit Buchung dauert länger. Der größte Hebel liegt bei Ihnen: Fehlen Fotos oder Freigaben, steht das Projekt still, auch wenn technisch alles fertig ist.
Warum die Abnahme zählt
Ein Website-Bau ist in der Regel ein Werkvertrag. Dort ist die Abnahme nach § 640 BGB der Wendepunkt: Mit ihr wird die Vergütung fällig, und die Beweislast für Mängel verschiebt sich zu Ihnen. Prüfen Sie deshalb vorher auf Handy und Rechner:
- Kommt eine Testanfrage aus dem Formular wirklich an?
- Stimmen Adresse, Öffnungszeiten, Namen und Preise?
- Funktionieren alle Links, auch im Fußbereich?
- Sind Impressum und Datenschutzerklärung vollständig?
- Sind Sie selbst Inhaber der Domain, und haben Sie die Zugänge?
Vier Dinge, die Projekte bremsen
- Die Domain liegt beim alten Dienstleister und niemand hat den Zugang. Klären Sie das zuerst.
- Mehrere Entscheider ohne eine Person, die am Ende Ja sagt.
- Inhalte kommen erst, wenn die Seite fertig ist. Dann wird doppelt gearbeitet.
- Neue Wünsche im Bau. Sammeln Sie sie für eine zweite Stufe nach dem Start.
Was vor dem Start alles zusammenkommen muss, zeigt unsere Checkliste für die eigene Website. Mit welchen Summen Sie rechnen sollten, steht unter Was kostet eine Website.
Bei uns steht der Festpreis mit Seitenliste und Termin schriftlich fest, bevor wir beginnen. Texte schreiben wir aus Ihren Stichpunkten, und Sie erhalten am Ende eine dokumentierte Übergabe.
Website anfragenHäufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, eine Website bauen zu lassen?
Eine einzelne Seite ist in Tagen machbar, eine Unternehmensseite mit etwa zehn Unterseiten in einigen Wochen. Das setzt voraus, dass Inhalte und Freigaben rechtzeitig kommen. Ein Shop oder eine Buchungsfunktion braucht länger.
Muss ich die Texte selbst schreiben?
Nein, wenn das Angebot sie einschließt. Stichpunkte in Ihren eigenen Worten reichen meist als Grundlage. Prüfen Sie im Angebot, ob Texte enthalten sind, denn das ist einer der häufigsten Preisunterschiede.
Ist eine Anzahlung üblich?
Ja, Teilzahlungen nach vereinbarten Schritten sind üblich. Das Gesetz kennt Abschlagszahlungen für bereits erbrachte Leistungen in § 632a BGB. Halten Sie im Angebot fest, wann welcher Teil fällig wird.
Was passiert, wenn ich nach dem Start etwas ändern möchte?
Kleine Änderungen sollten Sie nach der Übergabe selbst vornehmen können. Größere Umbauten werden meist neu angeboten. Fragen Sie vorher, was Sie selbst ändern können und wie Sie das tun.
Quellen: § 640 BGB, Abnahme, § 632a BGB, Abschlagszahlungen. Alle Angaben Stand 02.11.2026. Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung.