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Individualsoftware für die Zerspanung

CNC-Software für das Stück, das es fertig nicht gibt

CAD und CAM sind gekauft, die Maschine steht. Dazwischen liegt der Teil, den jeder Betrieb anders macht: Programme prüfen und auseinanderhalten, Werkzeuge und Schnittwerte pflegen, Rüstblätter schreiben, Zeiten kalkulieren, Rückmeldungen auswerten. Genau dieses Stück entwickeln wir auf Ihren Ablauf. Nicht als CAM-Ersatz, sondern als das, was zwischen den gekauften Systemen fehlt.

CNC-Portalfräse mit Frässpindel über einer auf dem Nutentisch aufgespannten Aluminiumplatte, Späne auf dem Tisch, daneben Schaftfräser in Spannzangenhaltern und ein Messschieber
Was entstehtEin eigenes Programm für Ihre Fertigung, entwickelt aus Ihrem tatsächlichen Ablauf.
WofürNC-Programme prüfen und verwalten, Rüstblätter, Stammdaten, Kalkulation, Auswertung.
SteuerungenDokumentierter G-Code direkt. Zyklenorientierte Steuerungen nach technischer Prüfung.
BetriebLäuft im eigenen Netz, ohne Zwang zur Cloud. Einrichtung über Fernwartung.

Wo die Zeit tatsächlich verloren geht

Nicht an der Spindel. Die zerspant, was im Programm steht. Verloren geht die Zeit davor und danach, und sie taucht in keiner Auswertung auf, weil sie niemand erfasst.

Programme, die niemand zuordnetDie Datei heißt teil3 unterstrich neu unterstrich final. Welche Fassung bei der letzten Serie tatsächlich gelaufen ist, weiß genau ein Kollege, und der hat Urlaub. Beim nächsten Auftrag wird lieber neu programmiert als gesucht.
Schnittwerte aus dem KopfVorschub, Drehzahl und Zustellung stehen auf einem Zettel am Schrank oder nirgends. Wer neu anfängt, tastet sich heran. Werkzeugkosten schwanken, ohne dass jemand sagen kann, woran es lag.
Rüstzeit als BlindpostenKalkuliert wird die Spanzeit, bezahlt wird die Maschine. Rüsten, Werkzeugwechsel, Messen und Nacharbeit stehen in keinem Angebot und machen bei kleinen Losgrößen den größeren Teil aus.
Fehler, die man am Werkstück siehtEilgang unterhalb der Werkstückoberkante, falsche Werkzeugnummer, vergessene Nullpunktverschiebung. Eine Prüfung der NC-Datei vor dem Start dauert Sekunden. Der Fehler ohne Prüfung kostet Werkzeug, Werkstück und im schlechten Fall die Spindel.
DER UMFANG

Was so ein Programm übernehmen kann

Nicht alles auf einmal. Sinnvoll ist der Baustein, der bei Ihnen am meisten Zeit frisst, und danach der nächste. Was oben steht, entscheidet Ihr Ablauf.

  • Programm- und Revisionsverwaltung — welches NC-Programm gehört zu welchem Teil, welcher Zeichnungsstand, welche Aufspannung, welche Maschine. Mit Verlauf, damit die gelaufene Fassung auffindbar bleibt.
  • Prüfung vor dem Start — die NC-Datei gegen feste Regeln lesen: Eilgang unterhalb der Werkstückoberkante, unbekannte Werkzeugnummern, fehlende Nullpunktverschiebung, offene Korrekturen, Vorschub jenseits der hinterlegten Grenzen.
  • Nachbearbeitung und Postprozessor — Ausgabe des CAM an Ihre Steuerung anpassen: Werkzeugnummern zuordnen, Kopf und Fuß setzen, Kommentare vereinheitlichen, Sicherheitsebenen erzwingen.
  • Werkzeug-, Material- und Schnittwertdaten — eine gepflegte Stelle statt Zettel und Erfahrung. Standzeiten mitschreiben, damit Werkzeugkosten je Teil sichtbar werden.
  • Rüstblatt — das Papier zur Aufspannung: Werkzeugliste, Nullpunkt, Reihenfolge, Spannmittel, Prüfmaße. Erzeugt aus denselben Daten wie das Programm, deshalb nie veraltet.
  • Kalkulation aus Bearbeitungsdaten — Bahnlängen, Werkzeugwechsel, Rüst- und Messzeiten ergeben zusammen mit dem Maschinenstundensatz einen Preis, der auf Zahlen beruht und nicht auf Erfahrung allein.
  • Verschachtelung bei Plattenbearbeitung — Teile auf Platte oder Zuschnitt anordnen, Restplatten berücksichtigen, Ausbeute als Zahl.
  • Rückmeldung und Auswertung — Laufzeit, Standzeit und Ausschuss je Auftrag zurückschreiben, damit die nächste Kalkulation aus gemessenen Werten entsteht.
Warum Stammdaten der Kern sind und nicht ein Nebenschauplatz
Stammdaten einmal gepflegt, überall benutzt Werkzeugliste Materialtabelle Schnittwerte Aufspannungen Stundensätze Programm aus dem CAM kommt als NC-Datei herein, oft von wechselnden Quellen Programmprüfung Eilgang, Werkzeugnummern, Nullpunkt, fehlende Befehle Rüstblatt Aufspannung, Werkzeuge, Nullpunkt, Reihenfolge Maschine Programm und Papier gehören zusammen, mit Revisionsstand Rückmeldung Laufzeit, Standzeit, Ausschuss je Auftrag gemessene Zeiten und Standzeiten

Werkzeuge, Schnittwerte und Aufspannungen werden einmal gepflegt und speisen Prüfung, Rüstblatt und Kalkulation. Der orange Rückweg schließt den Kreis: gemessene Zeiten und Standzeiten fließen zurück in die Stammdaten, statt in einem Protokoll zu versanden.

Welche Steuerungen sich ansprechen lassen

Die Antwort hängt an der Steuerung und an dem, was der Hersteller offenlegt. Was in Ihrem Fall geht, prüfen wir vor jeder Zusage, und wir sagen ab, wenn es sich nicht belastbar erzeugen lässt.

SteuerungWas möglich istEinschätzung
Dokumentierter G-Code
Fanuc-kompatibel, LinuxCNC, Mach, GRBL
Programme erzeugen, prüfen und anpassen, Übertragung an die Maschine, Rückmeldung auslesen.Machbar. Der übliche Fall in kleineren Betrieben.
Zyklenorientierte Steuerungen
etwa Sinumerik, Heidenhain-Klartext
Verwaltung, Prüfung und Kalkulation ohne Einschränkung. Das Erzeugen von Zyklenprogrammen hängt an der Steuerungsgeneration.Prüfung vor der Zusage, Umfang je Baujahr verschieden.
Ältere Maschinen mit serieller ÜbertragungProgramme verteilen, Warteschlange, Übertragungsprotokoll, Nachweis welcher Stand wann an welche Maschine ging.Machbar. Häufig der größte Zeitgewinn im ganzen Betrieb.
Maschinen mit geschlossenem HerstellersystemVerwaltung, Rüstblatt, Stammdaten und Kalkulation laufen daneben. Die Steuerung selbst bleibt unangetastet.Machbar, ohne Eingriff in die Maschine.

Wie wir dabei vorgehen

Vier Schritte, jeder mit einem Ergebnis, das Sie beurteilen können. Kein Vorhaben, das ein halbes Jahr im Dunkeln läuft.

1Ablauf aufnehmenSchriftlich, anhand von drei echten Aufträgen. Welches Programm kam woher, wer hat was geprüft, wie lange dauerte Rüsten und Nacharbeit. Erst danach steht fest, ob sich eine eigene Entwicklung überhaupt trägt.
2Kleinster nützlicher BausteinMeist die Programm- und Revisionsverwaltung oder die Prüfung vor dem Start, weil beides sofort wirkt und keine bestehende Software ablöst.
3Parallel mitlaufen lassenDer bestehende Weg bleibt. Das neue Programm läuft daneben, die Ergebnisse werden verglichen. Umgestellt wird, wenn es besser ist, nicht wenn es fertig ist.
4Ausbauen nach BedarfDer nächste Baustein kommt, wenn der vorige trägt. Sie entscheiden nach jedem Schritt, ob weitergebaut wird.

Was diese Leistung ausdrücklich nicht ist

  • Kein CAM-Ersatz. Werkzeugwege für Freiformflächen zu berechnen ist ein eigenes Fachgebiet mit jahrzehntelanger Entwicklung dahinter. Ihr CAM bleibt, was es ist.
  • Keine Simulation und keine Kollisionsprüfung als Sicherheitszusage. Eine regelbasierte Prüfung der NC-Datei findet typische Fehler, sie ersetzt weder eine Simulation noch das vorsichtige Einfahren des ersten Teils.
  • Kein Nachbau eines vorhandenen Systems und keine Umgehung von Lizenzen. Vorhandene Software wird nicht entsperrt, nicht weitergegeben und nicht nachgebildet.
  • Keine Wartung fremder CAD- oder CAM-Systeme. Wir betreuen, was wir selbst gebaut haben.
  • Kein Ortstermin. Aufnahme, Entwicklung und Einrichtung laufen schriftlich und über Fernwartung.
  • Keine Aussage zur Maschinensicherheit. Schutzeinrichtungen, Konformität und Gefährdungsbeurteilung bleiben Sache des Betreibers. Software ersetzt keine Verriegelung.

Wann sich das rechnet und wann nicht

Die ehrliche Rechnung vorweg, damit niemand Aufwand in etwas steckt, das sich nicht trägt.

Dafür spricht

Sie fertigen Wiederholteile und suchen regelmäßig nach dem richtigen Programmstand. Mehrere Maschinen, mehrere Programmierer. Kleine Losgrößen, bei denen Rüsten und Messen den größeren Teil ausmachen. Werkzeugkosten, die niemand einem Teil zuordnen kann. Ein Ablauf, der bei Krankheit oder Urlaub ins Stocken gerät, weil er in einem Kopf steckt.

Dagegen spricht

Eine Maschine, ein Programmierer, überwiegend Einzelteile aus eigener Zeichnung. Ein vorhandenes ERP oder Branchensystem, das den Ablauf bereits abdeckt und nur nicht eingerichtet wurde. In beiden Fällen ist die Einrichtung des Vorhandenen die günstigere Antwort, und wir sagen Ihnen das im ersten Schritt.



Erzählen Sie uns, was zwischen CAM und Span passiert

Drei echte Aufträge genügen als Grundlage. Daraus sehen wir, welcher Baustein bei Ihnen am meisten Zeit spart und ob sich eine eigene Entwicklung überhaupt trägt.

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Häufig gestellte Fragen

Ersetzt das unser CAM-System?

Nein, und das ist Absicht. Die Berechnung von Werkzeugwegen ist ein eigenes Fachgebiet, in dem seit Jahrzehnten entwickelt wird. Eine Eigenentwicklung lohnt sich in dem Bereich davor und danach: Programme verwalten und prüfen, Rüstblätter erzeugen, Stammdaten pflegen, kalkulieren, Rückmeldungen auswerten. Genau dort gibt es selten etwas Fertiges, das zum eigenen Ablauf passt.

Wir haben ein ERP. Warum reicht das nicht?

Oft reicht es, dann sagen wir das. ERP-Systeme können Aufträge, Zeiten und Material, kennen aber die NC-Datei nicht. Sobald es um Programmstände, Werkzeugzuordnung, Schnittwerte oder eine Prüfung der Datei vor dem Start geht, endet der Zuständigkeitsbereich meist. Eine Eigenentwicklung setzt dort an und gibt die Ergebnisse an das ERP weiter, statt daneben ein zweites System aufzubauen.

Können Sie unsere alte Maschine anbinden?

Häufig ja, und häufig ist genau das der größte Zeitgewinn. Maschinen mit serieller Programmübertragung lassen sich mit einem Verteil- und Protokollweg versehen, sodass nachvollziehbar bleibt, welcher Programmstand wann an welche Maschine ging. Ob es im Einzelfall geht, prüfen wir vorher an der tatsächlichen Steuerung.

Was kostet eine solche Entwicklung?

Das hängt am Umfang, und den kennt vor der Aufnahme des Ablaufs niemand. Deshalb steht am Anfang die schriftliche Aufnahme anhand echter Aufträge. Danach nennen wir den Aufwand für den ersten Baustein schriftlich, bevor entwickelt wird. Jeder weitere Baustein wird einzeln entschieden.

Wem gehört das Programm am Ende?

Sie erhalten eine dauerhafte Lizenz für den Einsatz im eigenen Betrieb, dazu den Quelltext. Weiterentwicklung und Betreuung laufen als Service. Kein Abonnement, an dem die Lauffähigkeit hängt: Das Programm läuft weiter, auch wenn die Betreuung endet.

Prüft die Software das Programm so, dass nichts mehr passieren kann?

Nein, und wer das zusagt, sagt zu viel zu. Eine regelbasierte Prüfung liest die NC-Datei und findet typische Fehler: Eilgang unterhalb der Werkstückoberkante, unbekannte Werkzeugnummern, fehlende Nullpunktverschiebung, Vorschub außerhalb der hinterlegten Grenzen. Sie kennt weder Ihre Spannmittel noch den Zustand der Maschine. Das erste Teil wird weiterhin vorsichtig eingefahren.

Wie lange dauert es, bis wir etwas benutzen können?

Der erste Baustein ist auf Wochen ausgelegt, nicht auf Monate. Genau dafür wird er klein geschnitten. Ein Vorhaben, das ein halbes Jahr braucht, bevor jemand es anfassen kann, entwickelt sich in die falsche Richtung, und das merkt man dann zu spät.


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