CNC-Software für das Stück, das es fertig nicht gibt
CAD und CAM sind gekauft, die Maschine steht. Dazwischen liegt der Teil, den jeder Betrieb anders macht: Programme prüfen und auseinanderhalten, Werkzeuge und Schnittwerte pflegen, Rüstblätter schreiben, Zeiten kalkulieren, Rückmeldungen auswerten. Genau dieses Stück entwickeln wir auf Ihren Ablauf. Nicht als CAM-Ersatz, sondern als das, was zwischen den gekauften Systemen fehlt.
Wo die Zeit tatsächlich verloren geht
Nicht an der Spindel. Die zerspant, was im Programm steht. Verloren geht die Zeit davor und danach, und sie taucht in keiner Auswertung auf, weil sie niemand erfasst.
Was so ein Programm übernehmen kann
Nicht alles auf einmal. Sinnvoll ist der Baustein, der bei Ihnen am meisten Zeit frisst, und danach der nächste. Was oben steht, entscheidet Ihr Ablauf.
- Programm- und Revisionsverwaltung — welches NC-Programm gehört zu welchem Teil, welcher Zeichnungsstand, welche Aufspannung, welche Maschine. Mit Verlauf, damit die gelaufene Fassung auffindbar bleibt.
- Prüfung vor dem Start — die NC-Datei gegen feste Regeln lesen: Eilgang unterhalb der Werkstückoberkante, unbekannte Werkzeugnummern, fehlende Nullpunktverschiebung, offene Korrekturen, Vorschub jenseits der hinterlegten Grenzen.
- Nachbearbeitung und Postprozessor — Ausgabe des CAM an Ihre Steuerung anpassen: Werkzeugnummern zuordnen, Kopf und Fuß setzen, Kommentare vereinheitlichen, Sicherheitsebenen erzwingen.
- Werkzeug-, Material- und Schnittwertdaten — eine gepflegte Stelle statt Zettel und Erfahrung. Standzeiten mitschreiben, damit Werkzeugkosten je Teil sichtbar werden.
- Rüstblatt — das Papier zur Aufspannung: Werkzeugliste, Nullpunkt, Reihenfolge, Spannmittel, Prüfmaße. Erzeugt aus denselben Daten wie das Programm, deshalb nie veraltet.
- Kalkulation aus Bearbeitungsdaten — Bahnlängen, Werkzeugwechsel, Rüst- und Messzeiten ergeben zusammen mit dem Maschinenstundensatz einen Preis, der auf Zahlen beruht und nicht auf Erfahrung allein.
- Verschachtelung bei Plattenbearbeitung — Teile auf Platte oder Zuschnitt anordnen, Restplatten berücksichtigen, Ausbeute als Zahl.
- Rückmeldung und Auswertung — Laufzeit, Standzeit und Ausschuss je Auftrag zurückschreiben, damit die nächste Kalkulation aus gemessenen Werten entsteht.
Werkzeuge, Schnittwerte und Aufspannungen werden einmal gepflegt und speisen Prüfung, Rüstblatt und Kalkulation. Der orange Rückweg schließt den Kreis: gemessene Zeiten und Standzeiten fließen zurück in die Stammdaten, statt in einem Protokoll zu versanden.
Welche Steuerungen sich ansprechen lassen
Die Antwort hängt an der Steuerung und an dem, was der Hersteller offenlegt. Was in Ihrem Fall geht, prüfen wir vor jeder Zusage, und wir sagen ab, wenn es sich nicht belastbar erzeugen lässt.
| Steuerung | Was möglich ist | Einschätzung |
|---|---|---|
| Dokumentierter G-Code Fanuc-kompatibel, LinuxCNC, Mach, GRBL | Programme erzeugen, prüfen und anpassen, Übertragung an die Maschine, Rückmeldung auslesen. | Machbar. Der übliche Fall in kleineren Betrieben. |
| Zyklenorientierte Steuerungen etwa Sinumerik, Heidenhain-Klartext | Verwaltung, Prüfung und Kalkulation ohne Einschränkung. Das Erzeugen von Zyklenprogrammen hängt an der Steuerungsgeneration. | Prüfung vor der Zusage, Umfang je Baujahr verschieden. |
| Ältere Maschinen mit serieller Übertragung | Programme verteilen, Warteschlange, Übertragungsprotokoll, Nachweis welcher Stand wann an welche Maschine ging. | Machbar. Häufig der größte Zeitgewinn im ganzen Betrieb. |
| Maschinen mit geschlossenem Herstellersystem | Verwaltung, Rüstblatt, Stammdaten und Kalkulation laufen daneben. Die Steuerung selbst bleibt unangetastet. | Machbar, ohne Eingriff in die Maschine. |
Wie wir dabei vorgehen
Vier Schritte, jeder mit einem Ergebnis, das Sie beurteilen können. Kein Vorhaben, das ein halbes Jahr im Dunkeln läuft.
Was diese Leistung ausdrücklich nicht ist
- – Kein CAM-Ersatz. Werkzeugwege für Freiformflächen zu berechnen ist ein eigenes Fachgebiet mit jahrzehntelanger Entwicklung dahinter. Ihr CAM bleibt, was es ist.
- – Keine Simulation und keine Kollisionsprüfung als Sicherheitszusage. Eine regelbasierte Prüfung der NC-Datei findet typische Fehler, sie ersetzt weder eine Simulation noch das vorsichtige Einfahren des ersten Teils.
- – Kein Nachbau eines vorhandenen Systems und keine Umgehung von Lizenzen. Vorhandene Software wird nicht entsperrt, nicht weitergegeben und nicht nachgebildet.
- – Keine Wartung fremder CAD- oder CAM-Systeme. Wir betreuen, was wir selbst gebaut haben.
- – Kein Ortstermin. Aufnahme, Entwicklung und Einrichtung laufen schriftlich und über Fernwartung.
- – Keine Aussage zur Maschinensicherheit. Schutzeinrichtungen, Konformität und Gefährdungsbeurteilung bleiben Sache des Betreibers. Software ersetzt keine Verriegelung.
Wann sich das rechnet und wann nicht
Die ehrliche Rechnung vorweg, damit niemand Aufwand in etwas steckt, das sich nicht trägt.
Sie fertigen Wiederholteile und suchen regelmäßig nach dem richtigen Programmstand. Mehrere Maschinen, mehrere Programmierer. Kleine Losgrößen, bei denen Rüsten und Messen den größeren Teil ausmachen. Werkzeugkosten, die niemand einem Teil zuordnen kann. Ein Ablauf, der bei Krankheit oder Urlaub ins Stocken gerät, weil er in einem Kopf steckt.
Eine Maschine, ein Programmierer, überwiegend Einzelteile aus eigener Zeichnung. Ein vorhandenes ERP oder Branchensystem, das den Ablauf bereits abdeckt und nur nicht eingerichtet wurde. In beiden Fällen ist die Einrichtung des Vorhandenen die günstigere Antwort, und wir sagen Ihnen das im ersten Schritt.
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Dieselbe Arbeitsweise, anderer Gegenstand. Was hier für die Zerspanung steht, gilt für jede Maschine mit einem wiederkehrenden Ablauf.
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Drei echte Aufträge genügen als Grundlage. Daraus sehen wir, welcher Baustein bei Ihnen am meisten Zeit spart und ob sich eine eigene Entwicklung überhaupt trägt.
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Häufig gestellte Fragen
Ersetzt das unser CAM-System?
Nein, und das ist Absicht. Die Berechnung von Werkzeugwegen ist ein eigenes Fachgebiet, in dem seit Jahrzehnten entwickelt wird. Eine Eigenentwicklung lohnt sich in dem Bereich davor und danach: Programme verwalten und prüfen, Rüstblätter erzeugen, Stammdaten pflegen, kalkulieren, Rückmeldungen auswerten. Genau dort gibt es selten etwas Fertiges, das zum eigenen Ablauf passt.
Wir haben ein ERP. Warum reicht das nicht?
Oft reicht es, dann sagen wir das. ERP-Systeme können Aufträge, Zeiten und Material, kennen aber die NC-Datei nicht. Sobald es um Programmstände, Werkzeugzuordnung, Schnittwerte oder eine Prüfung der Datei vor dem Start geht, endet der Zuständigkeitsbereich meist. Eine Eigenentwicklung setzt dort an und gibt die Ergebnisse an das ERP weiter, statt daneben ein zweites System aufzubauen.
Können Sie unsere alte Maschine anbinden?
Häufig ja, und häufig ist genau das der größte Zeitgewinn. Maschinen mit serieller Programmübertragung lassen sich mit einem Verteil- und Protokollweg versehen, sodass nachvollziehbar bleibt, welcher Programmstand wann an welche Maschine ging. Ob es im Einzelfall geht, prüfen wir vorher an der tatsächlichen Steuerung.
Was kostet eine solche Entwicklung?
Das hängt am Umfang, und den kennt vor der Aufnahme des Ablaufs niemand. Deshalb steht am Anfang die schriftliche Aufnahme anhand echter Aufträge. Danach nennen wir den Aufwand für den ersten Baustein schriftlich, bevor entwickelt wird. Jeder weitere Baustein wird einzeln entschieden.
Wem gehört das Programm am Ende?
Sie erhalten eine dauerhafte Lizenz für den Einsatz im eigenen Betrieb, dazu den Quelltext. Weiterentwicklung und Betreuung laufen als Service. Kein Abonnement, an dem die Lauffähigkeit hängt: Das Programm läuft weiter, auch wenn die Betreuung endet.
Prüft die Software das Programm so, dass nichts mehr passieren kann?
Nein, und wer das zusagt, sagt zu viel zu. Eine regelbasierte Prüfung liest die NC-Datei und findet typische Fehler: Eilgang unterhalb der Werkstückoberkante, unbekannte Werkzeugnummern, fehlende Nullpunktverschiebung, Vorschub außerhalb der hinterlegten Grenzen. Sie kennt weder Ihre Spannmittel noch den Zustand der Maschine. Das erste Teil wird weiterhin vorsichtig eingefahren.
Wie lange dauert es, bis wir etwas benutzen können?
Der erste Baustein ist auf Wochen ausgelegt, nicht auf Monate. Genau dafür wird er klein geschnitten. Ein Vorhaben, das ein halbes Jahr braucht, bevor jemand es anfassen kann, entwickelt sich in die falsche Richtung, und das merkt man dann zu spät.