Trostruf
Telefonnummer mit täglicher Andacht und Psalm - für Menschen ohne Smartphone
Eine Festnetz-Nummer, die einsame oder kranke Gemeindemitglieder anrufen können. Sie hören eine kurze Andacht oder einen Psalm, können danach ein Gebetsanliegen hinterlassen, das per E-Mail an den Seelsorger geht. Für Menschen, die kein Smartphone haben und auch keines wollen.
Warum es eine Telefon-Andacht braucht
Die Diskussion um "digitale Gemeinde" konzentriert sich fast ausschließlich auf Menschen, die ohnehin online sind. Der Instagram-Auftritt, der Gottesdienst-Livestream, der Newsletter-Verteiler - das erreicht jene, die täglich ein Smartphone in der Hand haben.
Gleichzeitig gibt es in jeder Gemeinde Menschen, die kein Smartphone haben, nicht wollen und dabei bleiben werden: 78-jährige Witwe ohne Internet-Anschluss, Demenz-Erkrankte im Anfangsstadium, Krankenhaus-Patienten, Menschen in betreuten Wohnformen. Die rufen gerne an. Ein Telefon kennen sie. Ein Telefon funktioniert auch im zweiten Stock des Altersheims.
Trostruf ist eine einfache Telefonnummer. Wer anruft, hört eine kurze Andacht von zwei bis drei Minuten - ein Psalm, ein Bibelwort, ein Gebet. Danach kann der Anrufer optional eine kurze Nachricht hinterlassen - ein Gebetsanliegen, einen Wunsch nach Besuch. Diese Nachricht wird automatisch an den Gemeinde-Seelsorger geschickt, der sich dann meldet.
Was wir konkret für Sie bauen
Deutsche Festnetz-Nummer
Keine kostenpflichtige 0900-Nummer. Ein normaler Festnetz-Anschluss in Ihrer Region, zum Festnetz-Ortstarif erreichbar. Für den Anrufer im Grundumfang der Telefon-Flatrate enthalten.
Tägliche Andacht als Tonaufnahme
Der Gemeinde-Seelsorger oder Ehrenamtliche sprechen einmal pro Tag eine kurze Andacht ein (zwei bis drei Minuten). Alternativ: professionelle Sprecher-Stimme vertont einen schriftlichen Text automatisch.
Psalm-Archiv als Auswahl
Alternativ zum Tages-Impuls kann der Anrufer "Psalm-Menu" wählen: Psalm 23, 91, 121, 139 und andere Klassiker aus der Seelsorge-Tradition, einmal eingesprochen, dauerhaft abrufbar.
Kurze Nachricht aufsprechen
Nach der Andacht die Ansage "Wenn Sie ein Anliegen haben, sprechen Sie es jetzt auf". Anrufer hinterlässt bis zu zwei Minuten.
Nachricht geht per Mail an den Seelsorger
Die aufgenommene Nachricht wird als Audiodatei plus automatisches Transkript an den Seelsorger der Gemeinde gemailt. Der kann zurückrufen oder vorbeikommen.
Rund um die Uhr erreichbar
Auch nachts, auch am Sonntag - die Andacht steht, die Nachrichten-Aufnahme läuft. Der Seelsorger hört am nächsten Werktag rein, im Notfall ist ein Nachtbereitschafts-Umsprung auf Notruf möglich.
Keine App, kein Smartphone nötig
Reine Telefon-Lösung. Wählen - zuhören - auflegen oder Nachricht hinterlassen. So einfach wie das Telefon selbst.
Einfache Statistik
Wir sehen, wie viele Anrufe pro Tag eingehen, wann die Spitzen sind, wie viele Nachrichten hinterlassen werden. Keine Anrufer-Daten im Detail, nur aggregierte Zahlen.
Wie Trostruf funktioniert
Schritt 1 — Anrufer wählt die Nummer: Normale Festnetz-Nummer. Der Anrufer hört eine kurze Begrüßung der Gemeinde.
Schritt 2 — Andacht anhören: Standardmäßig läuft die Tages-Andacht. Alternativ kann der Anrufer "Drücken Sie 2 für einen Psalm, 3 für ein klassisches Gebet" wählen.
Schritt 3 — Nachricht hinterlassen (optional): Nach der Andacht die Frage: "Möchten Sie ein Anliegen hinterlassen? Dann sprechen Sie nach dem Signal". Zwei Minuten Aufnahmezeit.
Schritt 4 — Nachricht geht an den Seelsorger: Per E-Mail an eine festgelegte Gemeinde-Adresse. Als Audio und als Transkript. Der Seelsorger hört rein, ruft zurück oder besucht.
Schritt 5 — Nachts oder im Urlaub des Seelsorgers: Anrufe gehen immer durch. Der Seelsorger ruft am nächsten Werktag zurück. Im längeren Urlaubsfall wird eine Vertretungsadresse hinterlegt.
Für wen sich Trostruf eignet
Gemeinden mit älteren, kranken oder in Altersheimen lebenden Gemeindemitgliedern, die nicht mehr über digitale Kanäle erreichbar sind. Besonders gut passend für Diakonische Werke mit Besuchsdienst-Teams, für Krankenhausseelsorge-Bezirke und für Kirchengemeinden mit stark überaltertem Kern. Weniger sinnvoll: rein junge Gemeinden ohne ältere Zielgruppe.
Trostruf für Ihre Gemeinde einrichten
Wir klären im Gespräch ab, wie Ihre Gemeinde-Struktur aussieht - Besuchsdienst, Altersheim-Betreuung, Krankenhaus-Seelsorge - und bauen eine Telefon-Andacht, die zu Ihrer Art der Seelsorge passt.
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Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Wer spricht die Andachten ein?
Die Gemeinde entscheidet. Entweder der Pastor/Pfarrer täglich selbst - das ist persönlich und wirksam, aber Aufwand. Oder ein rotierendes Team von Ehrenamtlichen. Oder ein Textautor schreibt, eine professionelle Sprecher-Stimme liest vor (KI-Vertonung mit Bibel-aussprache-trainierter Stimme).
Wie wird die Nummer bekannt gemacht?
Aufkleber an Altersheim-Eingänge, Gemeindebrief-Rückseite, Visitenkarten beim Besuchsdienst, Aushang am schwarzen Brett der Gemeinde, Durchsage im Gottesdienst. Die meisten Anrufer kommen über persönliche Empfehlung vom Besuchsdienst.
Was kostet der Anrufer?
Bei einem deutschen Festnetz-Anschluss: Festnetz-Ortstarif. In den meisten Telefon-Flatrates ohne zusätzliche Gebühr enthalten. Bei Mobilfunk-Anruf: der Mobilfunk-Flatrate-Tarif, ebenfalls meist enthalten.
Was ist mit Datenschutz?
Die Telefonnummer des Anrufers wird nicht gespeichert, nicht in der Mail übermittelt - nur die Sprachaufzeichnung der Nachricht. Der Anrufer ist damit anonym, außer er nennt seinen Namen in der Nachricht. Vor der Aufnahme gibt es eine klare Ansage.
Kann der Anrufer ein Seelsorge-Gespräch führen?
Nicht live mit dem Telefon allein - das Telefon ist ein Anrufbeantworter für Anliegen. Für Seelsorge-Gespräche ruft der Seelsorger zurück oder besucht. Das ist Absicht: Live-Gespräch braucht volle Aufmerksamkeit, nicht eine geteilte 24h-Hotline.
Was ist mit Menschen, die Suizid-Gedanken äußern?
Der Anrufbeantworter hat am Anfang und Ende eine Ansage, dass Trostruf kein Notruf ist und bei lebensbedrohlichen Gedanken die Telefonseelsorge (0800-1110111) oder den Notruf (112) gewählt werden sollte. Nachrichten mit Suizid-Andeutung werden im Transkript markiert und der Seelsorger wird sofort alarmiert.
Was kostet der Telefon-Anschluss für die Gemeinde?
Eine deutsche Festnetz-Nummer liegt bei 5 bis 15 Euro pro Monat (abhängig vom Anbieter), enthält meist gebührenfreie Eingangsgespräche. Dazu kommen unsere Einrichtungs- und laufenden Betriebskosten - das besprechen wir im Einzelfall.
