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Webentwicklung26. Juni 2026 · 9 Min. Lesezeit

Was brauche ich für eine eigene Website? Die komplette Checkliste

Schreibtisch mit Notizbuch und Checkliste für eine neue Website, daneben ein Laptop bei Tageslicht

Wer zum ersten Mal eine Website plant, unterschätzt fast immer, wie viele Teile dazugehören. Es ist nicht nur das Design. Eine Website braucht eine Adresse, einen Ort zum Liegen, Inhalte, rechtliche Pflichtangaben und etwas Technik, die im Hintergrund läuft. Diese Checkliste zeigt vollständig, was Sie wirklich brauchen, was Sie selbst liefern müssen und was Pflicht ist, damit Sie vor dem Start nichts vergessen.

Die gute Nachricht: Sie müssen nicht alles auf einmal haben. Vieles lässt sich später ergänzen. Aber je klarer Sie vorher wissen, welche Bausteine gebraucht werden, desto schneller, günstiger und reibungsloser entsteht die Seite, egal ob Sie selbst bauen oder bauen lassen.

Bevor es losgeht: Ziel und Inhalt klären

Der wichtigste Baustein ist keine Technik, sondern eine Entscheidung: Was soll die Seite erreichen? Bevor Sie über Domain oder Design nachdenken, klären Sie drei Fragen:

  • Wofür ist die Seite da? Anfragen bekommen, Termine füllen, verkaufen oder einfach gefunden werden und Vertrauen schaffen.
  • Wer soll sie lesen? Privatkunden, Unternehmen, eine bestimmte Region. Das prägt Ton, Inhalt und Aufbau.
  • Was soll der Besucher tun? Anrufen, schreiben, buchen, kaufen. Diese eine Handlung ist das Ziel jeder Seite.

Wer diese Fragen vorab beantwortet, spart sich später teure Umbauten. Alles Weitere baut darauf auf.

Die Basis-Bausteine: Adresse, Ort und Sicherheit

Das ist das technische Fundament. Ohne diese vier Teile gibt es keine Website:

  • Domain: Ihre Internetadresse, etwa ihrname.de. Eine eigene Domain wirkt seriös und bleibt Ihre, auch beim Anbieterwechsel.
  • Hosting (Webspace): Der Ort, an dem die Seite liegt und von dem sie ausgeliefert wird. Bei einem deutschen Anbieter sind Datenschutz und kurze Ladewege gleich mit dabei.
  • SSL-Zertifikat: Sorgt für die verschlüsselte Verbindung und das Schloss-Symbol im Browser. Heute Standard und bei guten Hostern inklusive.
  • E-Mail-Adresse: Eine Adresse an der eigenen Domain, etwa [email protected], wirkt professioneller als eine Freemail-Adresse.

Domain, Hosting und E-Mail gehören zusammen und lassen sich in einem Schritt einrichten. Mehr dazu auf unserer Seite Domain und E-Mail.

Inhalte, die Sie selbst liefern müssen

Diese Bausteine kann Ihnen niemand abnehmen, denn nur Sie kennen Ihr Angebot. Je vollständiger sie vorliegen, desto schneller entsteht die Seite:

  • Texte: Was bieten Sie an, für wen, warum bei Ihnen. Kurz und klar ist besser als lange Textwüsten.
  • Logo: Falls vorhanden. Wenn nicht, lässt sich ein schlichtes Logo unkompliziert erstellen.
  • Bilder: Eigene Fotos, Produktbilder oder passendes Bildmaterial. Echte Bilder wirken stärker als austauschbare Stockfotos.
  • Kontaktdaten: Adresse, E-Mail, Telefonnummer und, falls relevant, Öffnungszeiten.
  • Referenzen: Kundenstimmen oder Projektbeispiele schaffen Vertrauen, sind aber kein Muss zum Start.

Ein Tipp aus der Praxis: Sammeln Sie diese Inhalte in einem Ordner, bevor die Seite gebaut wird. Fehlende Texte und Bilder sind der häufigste Grund, warum ein Website-Projekt ins Stocken gerät.

Pflicht: das Rechtliche

Hier gibt es keinen Spielraum. Diese Angaben sind gesetzlich vorgeschrieben, und Fehler führen schnell zu Abmahnungen:

  • Impressum: Pflicht nach Paragraf 5 DDG für geschäftliche Seiten, mit vollständigen Anbieterangaben.
  • Datenschutzerklärung: Pflicht nach DSGVO. Sie erklärt, welche Daten wie verarbeitet werden.
  • Cookie-Einwilligung: Nötig, sobald nicht zwingend erforderliche Cookies oder Tracker eingesetzt werden. Eine datensparsame Seite kommt oft ganz ohne aufdringliches Banner aus.
  • Barrierefreiheit (BFSG): Seit dem 28. Juni 2025 Pflicht für viele Angebote an Verbraucher, etwa Shops und Buchungssysteme. Kleinstunternehmen sind teils ausgenommen.

Das Rechtliche wirkt trocken, ist aber der Teil, an dem selbst gebaute Seiten am häufigsten angreifbar werden. Wer hier sauber arbeitet, schläft ruhiger.

Technik, die im Hintergrund mitlaufen muss

Diese Punkte sieht niemand, sie entscheiden aber darüber, ob die Seite trägt und gefunden wird:

  • Backups: Regelmäßige Sicherungen, damit nach einem Fehler nichts verloren ist.
  • Tempo: Schnelle Ladezeiten im grünen Bereich der Core Web Vitals. Langsame Seiten verlieren Besucher.
  • Mobile Darstellung: Die Seite muss auf dem Handy genauso gut funktionieren wie am Rechner.
  • Auffindbarkeit: Saubere Struktur und strukturierte Daten, damit Suche und KI-Antwortsysteme die Seite verstehen.
  • Sichere E-Mail-Zustellung: Korrekte SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge, damit das Kontaktformular ankommt und nicht im Spam landet.

Warum eine technisch gut gebaute Seite trotzdem unsichtbar bleiben kann, lesen Sie in Website wird bei Google nicht gefunden.

Optional, je nach Vorhaben

Diese Bausteine brauchen nicht alle, sondern nur die, deren Funktion zum Ziel passt:

  • Kontaktformular: Senkt die Hürde, Sie zu erreichen. Für die meisten Seiten sinnvoll.
  • Buchungs- oder Terminsystem: Wenn Kunden direkt Termine vereinbaren sollen.
  • Online-Shop: Wenn Sie Produkte verkaufen. Bringt eigene rechtliche und technische Anforderungen mit.
  • Blog oder Ratgeber: Stärkt die Auffindbarkeit und zeigt Fachwissen.
  • Mehrsprachigkeit oder Newsletter: Nur, wenn Zielgruppe oder Marketing es wirklich verlangen.

Die komplette Checkliste auf einen Blick

Vor dem Start (Strategie)
  • Ziel der Seite festgelegt
  • Zielgruppe definiert
  • gewünschte Handlung des Besuchers klar
Basis (Technik-Fundament)
  • Domain gewählt und registriert
  • Hosting beziehungsweise Webspace
  • SSL-Zertifikat
  • E-Mail-Adresse an der Domain
Inhalte (von Ihnen)
  • Texte zum Angebot
  • Logo und Bilder
  • Kontaktdaten und Öffnungszeiten
Pflicht (Recht)
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Einwilligung, falls nötig
  • Barrierefreiheit nach BFSG, falls betroffen
Technik (im Hintergrund)
  • Backups eingerichtet
  • Tempo und mobile Darstellung geprüft
  • Auffindbarkeit und strukturierte Daten
  • sichere E-Mail-Zustellung

Selbst zusammenstellen oder bauen lassen?

Die Liste zeigt: Eine Website besteht aus vielen Teilen, und besonders Recht und Technik im Hintergrund kosten Einarbeitung. Wer Zeit und Lust mitbringt, kann vieles selbst übernehmen. Wer die eigene Zeit lieber ins Kerngeschäft steckt, gibt die Punkte gezielt ab. Was für Sie sinnvoller ist, haben wir in Website selbst bauen oder bauen lassen ehrlich gegenübergestellt.

Unser Ansatz dabei: Wir setzen die komplette Liste sauber um und übergeben Ihnen eine Seite, die Ihnen gehört. Nach dem Modell Lizenz plus Service erhalten Sie die Website als einmalige Investition, Pflege und Erweiterung gibt es optional per Fernwartung. Unser Grundsatz: Eigentum wo es Sinn macht, Service wo er gebraucht wird.

Wir kümmern uns um die ganze Liste

Von Domain und Hosting über Texte, Recht und Technik bis zur fertigen, schnellen und auffindbaren Seite, die Ihnen gehört. Einstieg per Fernwartung oder als eigenes Projekt.

Website anfragen

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Häufig gestellte Fragen

Was brauche ich mindestens für eine eigene Website?

Vier Dinge sind die unverzichtbare Basis: eine Domain (die Internetadresse), ein Hosting beziehungsweise Webspace, auf dem die Seite liegt, ein SSL-Zertifikat für die sichere Verbindung und die Inhalte selbst, also Texte und Bilder. Dazu kommt rechtlich verpflichtend ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Alles Weitere ist je nach Vorhaben optional.

Brauche ich zwingend eine eigene Domain?

Für einen seriösen Auftritt ja. Eine eigene Domain wie ihrname.de wirkt professioneller als eine Subdomain eines Anbieters, stärkt die Marke und bleibt Ihre, auch wenn Sie den Anbieter wechseln. Sie ist günstig und gehört zur Grundausstattung jeder geschäftlichen Website.

Was muss rechtlich auf jede Website?

Pflicht sind ein vollständiges Impressum nach Paragraf 5 DDG und eine Datenschutzerklärung nach DSGVO. Sobald nicht notwendige Cookies oder Tracker genutzt werden, kommt eine Einwilligung hinzu. Viele Angebote an Verbraucher fallen seit Juni 2025 zusätzlich unter die Barrierefreiheits-Pflicht nach BFSG. Fehlt das Pflichtteil, drohen Abmahnungen.

Welche Inhalte muss ich selbst liefern?

Die inhaltlichen Bausteine kommen von Ihnen: Texte zu Ihrem Angebot, ein Logo, Fotos oder Bildmaterial, Ihre Kontaktdaten und, falls relevant, Öffnungszeiten und Referenzen. Je klarer diese Inhalte vorliegen, desto schneller und günstiger entsteht die Seite, egal ob Sie selbst bauen oder bauen lassen.

Kann ich klein anfangen und später erweitern?

Ja, und das ist oft der sinnvollste Weg. Eine schlanke Startseite mit Angebot, Kontakt und Pflichtteil reicht für den Anfang. Buchungssystem, Shop, Blog oder Newsletter lassen sich später ergänzen, wenn die Seite Ihnen gehört und auf einer sauberen Basis steht. Wichtig ist, dass die Grundlage erweiterbar gebaut ist.

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