Gang-Sheets, die sich selbst packen
Zwanzig Aufträge auf einen Meter Film, möglichst dicht, ohne dass hinterher jemand die Motive verwechselt. Und danach die Frage, was jeder einzelne Auftrag an Film, Tinte und Pulver gekostet hat. Beides ist heute Handarbeit im Grafikprogramm und eine Schätzung in der Rechnung. Beides lässt sich rechnen.
Wo die Zeit tatsächlich verloren geht
Nicht am Drucker. Der druckt, was auf dem Bogen liegt. Die Zeit geht beim Zusammenstellen des Bogens verloren, und das Geld beim Abrechnen danach.
Was so ein Programm übernehmen kann
Nicht alles auf einmal. Sinnvoll ist der Baustein, der bei Ihnen am meisten Zeit oder Film frisst, und danach der nächste.
- Motive einlesen und prüfen — Auflösung gegen Ausgabegröße, Farbraum, Transparenz und harte Kanten im Alphakanal, Mindestabstand zum Rand, zu dünne Linien, die im Transfer verschwinden. Was durchfällt, wird benannt, nicht stillschweigend gedruckt.
- Automatisches Packen — Anordnung auf feste Bahnbreite mit Mindestabstand, Drehung erlaubt oder gesperrt, gleiche Größen gruppiert. Nachdrucke und Kleinstmotive füllen die Lücken, statt einen eigenen Bogen zu brauchen.
- Trennschnitte und Kennungen — Neben jedem Block eine Auftragskennung als Markierung, dazu Schnittlinien für das Zerteilen. Wer den Bogen zerschneidet, braucht keine Liste daneben.
- Verbrauch je Auftrag zurückrechnen — Bedruckte Fläche, belegte Bahnlänge und der Anteil am gemeinsamen Bogen je Auftrag. Damit steht in der Rechnung eine gerechnete Zahl statt einer Schätzung.
- Nachdruck und Reklamation — Einzelne Motive erneut einplanen, mit Grund und Kostenstelle. So wird sichtbar, welcher Kunde, welches Motiv oder welche Filmcharge die Fehlerquote treibt.
- Auftragsbuch und Kalkulation — Welcher Auftrag lag auf welchem Bogen, wann wurde er gedruckt, was hat er verbraucht. Der Wiederholauftrag ist dann kein neuer Vorgang, sondern ein Klick.
Beispieldarstellung einer Bedienoberfläche. Jede Farbe steht für einen Auftrag, neben jedem Block liegt die Kennung, rechts die zurückgerechneten Anteile.
Was sich anbinden lässt
Der Bogen entsteht bei uns, gedruckt wird weiterhin über Ihr RIP. Was darüber hinaus geht, prüfen wir vorher.
| Weg | Was möglich ist | Einschätzung |
|---|---|---|
| Übergabe an das RIP als Datei | Fertiger Bogen in der eingestellten Bahnbreite, Auflösung und Farbraum wie vom RIP erwartet. | Machbar. Der Regelfall. |
| Bestellungen aus dem Shop | Aufträge und Motive automatisch übernehmen, statt Dateien aus E-Mails zu sammeln. | Machbar, hängt am Shop-System. |
| Schneidplotter für Konturschnitt | Konturen und Passermarken für einen nachgelagerten Schnitt erzeugen. | Teilweise, nach Prüfung. |
| Direkte Druckeransteuerung | Ohne RIP zu drucken hieße Farbmanagement und Kopfsteuerung selbst zu bauen. | Nicht Gegenstand. |
Wie wir dabei vorgehen
Vier Schritte, jeder mit einem Ergebnis, das Sie beurteilen können. Kein Vorhaben, das ein halbes Jahr im Dunkeln läuft.
Der Rückweg ist der Punkt, an dem aus einer Anordnung eine Abrechnung wird: die tatsächlich belegte Fläche je Auftrag geht in die Kalkulation zurück.
Was diese Leistung ausdrücklich nicht ist
- – Kein RIP-Ersatz Farbmanagement, Rasterung und Ansteuerung des Druckkopfes bleiben beim vorhandenen RIP. Dort steckt jahrelange Entwicklung, die sich nicht nebenbei nachbauen lässt.
- – Keine Farbverbindlichkeit Ob ein Rot auf dem Textil so aussieht wie auf dem Bildschirm, entscheidet Ihr Farbprofil und Ihre Presse, nicht die Anordnung auf dem Bogen.
- – Kein Nachbau vorhandener Software und keine Umgehung von Lizenzen Vorhandene Programme werden nicht entsperrt, nicht weitergegeben und nicht nachgebildet.
- – Keine Aussage zu Haltbarkeit und Waschbeständigkeit Film, Pulver, Presszeit und Textil bleiben Ihr Fachwissen.
- – Keine Wartung fremder RIP- oder Druckersoftware Wir betreuen, was wir selbst gebaut haben.
- – Kein Ortstermin Aufnahme, Entwicklung und Einrichtung laufen schriftlich und über Fernwartung.
Wann sich das rechnet und wann nicht
Die ehrliche Rechnung vorweg, damit niemand Aufwand in etwas steckt, das sich nicht trägt.
Sie sammeln Aufträge zu Gang-Sheets. Viele kleine Motive von vielen Kunden. Sie rechnen nach Fläche ab und ahnen, dass die Kleinstaufträge nicht tragen. Motive kommen über einen Shop oder per Mail und müssen einsortiert werden. Nachdrucke gehen unter.
Sie drucken überwiegend große Einzelmotive, die den Bogen ohnehin füllen, oder Sie haben ein RIP mit brauchbarer Sammelfunktion, das nur nicht eingerichtet ist. Dann ist die Einrichtung des Vorhandenen die günstigere Antwort.
Verwandte Leistungen
Dieselbe Arbeitsweise, anderer Gegenstand. Der Kern ist überall derselbe: Geometrie lesen, anordnen, rechnen, ausgeben.
Erzählen Sie uns, wie bei Ihnen ein Bogen entsteht
Drei echte Bögen genügen als Grundlage. Daraus sehen wir, wie viel Film die Handarbeit kostet und ob sich eine eigene Entwicklung überhaupt trägt.
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Häufig gestellte Fragen
Ersetzt das unser RIP?
Nein, und das wäre auch kein sinnvolles Ziel. Farbmanagement und Kopfsteuerung sind ein eigenes Fachgebiet. Was fehlt, ist die Stufe davor: aus vielen Einzelaufträgen einen dichten, sortierbaren, abrechenbaren Bogen zu machen. Genau die bauen wir.
Wie dicht packt das im Vergleich zur Handarbeit?
Das hängt an Ihren Motiven. Seriös lässt sich das nur an Ihren eigenen Aufträgen zeigen: zehn echte Bögen nachrechnen und dem tatsächlichen Verbrauch gegenüberstellen. Danach kennen Sie die Zahl für Ihren Betrieb.
Kann jeder Auftrag eine eigene Kennung auf dem Bogen bekommen?
Ja, und das ist einer der Punkte, die im Alltag am meisten bringen. Neben jedem Block steht eine kurze Kennung, dazu die Schnittlinien. Beim Zerteilen braucht niemand mehr eine Liste daneben, und die Verwechslungsgefahr sinkt deutlich.
Wir bekommen Motive über unseren Shop. Lässt sich das anbinden?
Meistens ja. Bestellungen und Dateien werden übernommen, geprüft und landen direkt in der Sammelstelle für den nächsten Bogen. Ob es im Einzelfall geht, hängt am Shop-System und wird vorher geprüft.
Was kostet eine solche Entwicklung?
Das hängt am Umfang, und den kennt vor der Aufnahme des Ablaufs niemand. Am Anfang steht die schriftliche Aufnahme anhand echter Aufträge, danach nennen wir den Aufwand für den ersten Baustein schriftlich.
Wem gehört das Programm am Ende?
Sie erhalten eine dauerhafte Lizenz für den Einsatz im eigenen Betrieb, dazu den Quelltext. Weiterentwicklung und Betreuung laufen als Service.