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Modul der naturwerk©-Initiative · Pilot

naturwerk© Mikroplastik-Sammler Probe-Kit, Mikroskop-Befundung, technische Datenakte

Mikroplastik-Partikel in Luft, Regen oder Oberflächengewässern mit passiven Sammlern orientierend dokumentieren. Filter-Membranen kommen ins Manufaktur-Backoffice für die manuelle Mikroskop-Befundung — Sie bekommen eine PDF-Datenakte mit Partikelzahl, Größenklassen und Foto-Beleg. Citizen-Science-Screening, kein akkreditiertes Labor. Damit aus „da liegt überall Plastik" eine strukturierte Datenform wird.

Privat-Kit Manufaktur-Mikroskop-Befundung PDF-Datenakte inklusive
Mikroplastik-Sammler-Stand mit Filter-Membran auf einer Wiese vor einer Industrieanlage
Pilotprodukt · Wichtige Hinweise: Die Mikroskop-Befundung ist ein orientierendes Citizen-Science-Screening mit Nile-Red-Färbung. Sie ersetzt kein akkreditiertes Umweltlabor, keine FTIR-/Raman-Polymer-Identifikation auf Stoff-Ebene, keine quantitative Luft-Konzentrationsaussage in Partikeln pro Kubikmeter, keine amtliche Messung, kein Gutachten und keine Rechtsberatung. Die Datenakte ist kein Beweis, sondern ein orientierender Anlass-Anhang. Partikel kleiner als 50 µm werden nicht zuverlässig erfasst. Genauigkeit hängt von Standort, Sammeldauer, Filter-Handling und Kontaminations-Vermeidung. Rechtliche Bewertung erfolgt ausschließlich durch zuständige Behörden, Anwältinnen und Anwälte oder Gerichte. Für gerichtsverwertbare Quantifizierung empfehlen wir akkreditierte Labore (FTIR oder Pyrolyse-GC, Mehrkosten 80 bis auf Anfrage pro Probe).
Das Problem

Wenn Plastik unsichtbar in Luft, Wasser und Boden landet

Reifenabrieb auf der Bundesstraße, Bauschutt-Staub von Großbaustellen, Faser-Eintrag aus Textilfabriken, gealterte Plastikfolien aus der Landwirtschaft, Granulat aus Sportplätzen — Mikroplastik gelangt auf zahllosen Wegen in Luft, Niederschlag und Gewässer. Im Hausstaub, in Pollen, im Regen und im Bach. Spürbar wird es nicht. Orientierend messbar schon.

Wer einen Verdacht hat, hört oft: „Belegen Sie das mal." Genau das ist der Punkt. Ohne Probe-Daten bleibt jede Aussage subjektiv. Mit einer dokumentierten Sammelkampagne wird aus „da liegt doch überall Plastik" ein Datensatz mit Standort, Partikelzahl, Größenklasse und Mikroskop-Beleg — eine orientierende Datenbasis für eine Beschwerde, eine Schul-Projektarbeit oder die Beauftragung eines akkreditierten Labors. Die Datenakte ist ein Anlass-Anhang, kein Beweis.

Was der Sammler dokumentiert

  • Aerosol-Filter mit Partikelzahl und Größenklassen-Histogramm
  • Regenproben mit Partikelfracht je Liter Niederschlag (Schätzung)
  • Wasserproben mit Partikelfracht je Stunde Sammeldauer (Schätzung)
  • Mikroskop-Foto-Belege je Filter (4 bis 40-fache Vergrößerung)
  • Polymer-Hinweis durch Nile-Red-Färbung als Screening-Indikator
  • Standort-, Wetter- und Zeitstempel-Daten zur Kontextualisierung
Funktionsweise

Vom Probe-Kit bis zur technischen Datenakte

1

Sammler aufstellen

Sammler-Stand kommt vorkonfiguriert per Paket. Sie wählen Aerosol, Regen oder Wasser. Aufstellung an Außensims, Balkon, Garten, Bach. Wir prüfen die Position vorab per Foto, damit die Probe sauber wird.

2

Filter belegen

Aerosol läuft 24 Stunden, Regen sammelt ein Niederschlags-Ereignis, Wasser-Filter steht 7 bis 14 Tage. Sie protokollieren Start und Ende auf der mitgelieferten Akte. Mehrere Wiederholungen ergeben ein orientierendes Bild.

3

Rücksendung im vorfrankierten Kuvert

Filter kommen in versiegelten Probenröhrchen ins Manufaktur-Backoffice. Versand ist im Set enthalten (DHL Päckchen S). Sie tracken die Sendung in der Web-App.

4

Mikroskop-Befundung

Manufaktur-Mitarbeitende werten anhand einer dokumentierten Verfahrensanweisung im Mikroskop mit Kamera aus, sortieren verdächtige Partikel nach drei Größenklassen und färben mit Nile Red für einen Screening-Polymer-Hinweis. Foto-Belege werden je Filter dokumentiert.

5

Technische Datenakte

Sie erhalten eine PDF-Akte mit Standort-Karte, Partikelzahlen, Größenklassen-Diagramm, Mikroskop-Fotos, Nile-Red-Polymer-Hinweis und Methoden-Beschreibung. Gleichzeitig im Web-Dashboard einsehbar. Datenakte ist ein orientierender Anlass-Anhang, kein Beweis.

6

Optional: Labor-Anschluss

Für eine spezifische Polymer-Identifikation auf Stoff-Ebene vermitteln wir an akkreditierte Labore mit FTIR oder Pyrolyse-GC. Filter werden dorthin direkt weitergeleitet, Sie zahlen die Labor-Kosten separat (typisch 80 bis auf Anfrage pro Probe je nach Verfahren).

Hardware

Was im Probe-Kit steckt

Wir setzen auf etablierte Filter-Membranen aus der Umweltforschung und einfache, robuste Sammler-Konstruktionen, die jeder aufstellen kann. Eigentum statt Abo: Die Sammler-Stände gehören nach dem Kauf vollständig Ihnen, Filter werden bei Bedarf nachbestellt.

Manufaktur-Befundung erfolgt mit dokumentierter Verfahrensanweisung. Methoden-Beschreibung und Beispiel-Datenakten stellen wir auf Anfrage zur Verfügung. Eine formale Akkreditierung des Verfahrens beanspruchen wir ausdrücklich nicht — die Befundung ist ein Citizen-Science-Screening.

KomponenteFunktion
Aerosol-Sammler-StandPassiver 24-h-Sammler mit 50-mm-Filter-Halter, UV-fest
Regen-Trichter mit 0,45-µm-MembranFiltration des Niederschlags mit definierter Porengröße
Wasser-SchwimmsammlerSchwimmkörper mit Mantel-Filter
Polycarbonat-Filter-Membran0,45 µm Porengröße, partikelarm vorbehandelt
Probenröhrchen aus GlasVersiegelt für kontaminationsfreien Versand
Probenahme-Akte (Druck)Vorgedruckt mit Wetter, Sammeldauer, Standort-Skizze
Manufaktur-Mikroskop mit Kamera4 bis 40-fache Vergrößerung, 5-MP-Sensor
Nile-Red-FärbesetPolymer-Indikator-Färbung als Screening-Verfahren (kein FTIR-/Raman-Ersatz)
Zielgruppen

Wer den Mikroplastik-Sammler heute schon einsetzt

Anwohner an Verkehrsachsen

Reifenabrieb gilt als eine der relevanten Mikroplastik-Quellen. Eine Sammelkampagne über zwei Wochen liefert orientierende Daten zu Partikelzahlen am Wohnstandort — als Datenbasis für Petitionen oder Gespräche, nicht als quantitative Konzentrations-Aussage.

Schulen und Bildungs-Einrichtungen

Projektwochen zu Umwelt-Sensorik werden konkret und erlebbar: Schüler stellen Sammler auf, dokumentieren, sehen Ergebnisse unter dem Mikroskop. Lernziel: Methodenkompetenz und kritische Datenarbeit — als Lern-Material, nicht als amtliche Messung.

Naturschutz und Umweltverbände

Belastung in Schutzgebieten, Gewässer-Randstreifen, Mooren und Heideflächen lässt sich orientierend erheben. Datenakten werden Anhang zu Stellungnahmen in Genehmigungs-Verfahren — die rechtliche Bewertung erfolgt durch die zuständige Stelle.

Imkervereine

Bei Verdacht auf Mikroplastik-Eintrag in Tracht-Pflanzen oder Wasser-Quellen lassen sich Belastungs-Hinweise identifizieren. Eine Wirkungs-Bewertung im Einzelfall erfolgt durch Fachstellen.

Eltern-Beiräte

Schulhöfe, Kunstrasenplätze, Spielplätze: Eine Aerosol-Sammlung über mehrere Tage liefert orientierende Daten zur Pausenhof-Realität — als Diskussions- und Anlass-Basis für Sanierungs-Anträge.

Bürgerinitiativen

Vor Bauleitplanverfahren zu Logistik-Hubs, Industrie-Erweiterungen oder Sport-Anlagen mit Kunstrasen liefert eine orientierende Vor-Bau-Sammlung den Ist-Zustand. Wichtig für Einwendungen — als Datenbasis, nicht als Beweis.

Datenschutz

Daten gehören dem Messenden

Standortdaten der Probenahme, Mikroskop-Fotos und Datenakten werden verschlüsselt auf einem Server in Deutschland (Hetzner Falkenstein) verarbeitet. Da wir Zwecke und Methode (Befundungs-Workflow, Reporting) selbst bestimmen, sind wir Verantwortlicher i.S.v. Art. 4 Nr. 7 DSGVO; bei reinen Speicher- und Übermittlungs-Diensten verarbeiten wir gemäß Art. 28 DSGVO als Auftragsverarbeiter. Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschrechte (Art. 15–17 DSGVO) gelten jederzeit.

Filter-Proben werden nach 6 Monaten als Sondermüll entsorgt; auf Wunsch geben wir Filter zurück. Mikroskop-Fotos sind ausschließlich Filter-Aufnahmen ohne Personen-Bezug. Standorte werden auf öffentlichen Karten auf 100 Meter gerundet. Selbst-Befundung mit eigenem Mikroskop ist möglich, dann verlassen die Filter Ihren Haushalt nie.

Was wir vermeiden

  • Keine Bilder oder Videos vom Sammler-Standort
  • Das System ist nicht zur Anwesenheitskontrolle bestimmt
  • Keine Weitergabe der Datenakten an Dritte ohne Ihre ausdrückliche Anweisung
  • Keine Werbe-Cookies, keine Tracking-Pixel im Mess-Dashboard
  • Karten-Veröffentlichung im Initiativen-Set nur nach explizitem Konsens, Standorte gerundet
Onboarding

Vom ersten Kontakt bis zur ersten Datenakte

1

Standort-Beschreibung

Per E-Mail beschreiben Sie Standort, Verdacht und gewünschte Probenart. Wir empfehlen Sammler-Typ, Position und Anzahl der Wiederholungen.

2

Bestellung und Versand

Vorkonfiguriertes Set mit Sammler, Filtern, Probenröhrchen und Akte kommt per Paket. Lieferzeit aktuell 4 bis 6 Wochen, weil noch Pilot-Serie.

3

Aufstellung mit Foto-Check

Sie stellen den Sammler auf, schicken ein Foto der Position. Wir geben grünes Licht oder schlagen Korrektur vor.

4

Probenahme

Nach Anleitung werden Filter belegt. Sie protokollieren auf der Probenahme-Akte. Filter werden im Probenröhrchen versiegelt.

5

Rücksendung

Filter gehen vorfrankiert per DHL Päckchen S an die Manufaktur. Sie tracken die Sendung in der Web-App.

6

Datenakte erhalten

Nach 2 bis 3 Wochen Befundung kommt die PDF-Datenakte per Mail. Web-Dashboard ist gleichzeitig aktualisiert. Datenakte ist ein orientierender Anlass-Anhang, kein Beweis — die rechtliche Bewertung trifft die zuständige Stelle.

Teil der naturwerk©-Initiative

Der Mikroplastik-Sammler ist eines von mehreren Bürger-Tech-Modulen unter der Marke naturwerk© — der Manufaktur-Linie der Netzhandwerker für bezahlbare Sensorik gegen Umweltbelastung. Weitere Module: Drift-Wächter gegen Pestizid-Drift, Lärm-Wächter, Licht-Wächter, Spritzalarm-PWA für Crowdsourcing, Pestizid-Scanner als Manufaktur-Service, Gülle-Wächter für Ammoniak und H₂S, Bienenfeind-Karte für Imker.

„Wir machen Belastungen messbar — sachlich, dokumentiert und nachvollziehbar."

Alle naturwerk©-Module ansehen →

Beschreiben Sie Ihr Anliegen

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.

Häufig gestellte Fragen

Was sammelt das Mikroplastik-Modul konkret?

Drei Probenarten sind möglich: Luft-Aerosol über einen passiven 24-Stunden-Sammler mit 50-mm-Filter, Regen über einen Trichter-Sammler mit 0,45-µm-Membran und Oberflächenwasser aus Bach, Teich oder Regenrinne über eine Schwimmfilter-Vorrichtung. Jede Probe wird mit Standortdaten, Wetter und Sammeldauer dokumentiert und kommt vorfrankiert ins Manufaktur-Backoffice für die manuelle Mikroskop-Befundung. Das Ergebnis ist ein Citizen-Science-Screening — kein normgerechter Quantifizierungs-Wert.

Wer wertet die Filter aus und nach welchem Verfahren?

Die Befundung erfolgt manuell im Manufaktur-Mikroskop mit angeschlossener Kamera (4–40-fache Vergrößerung) durch unsere Manufaktur-Mitarbeitenden anhand einer dokumentierten Verfahrensanweisung. Verdächtige Partikel werden nach Größenklassen 50–100 µm, 100–500 µm und 500–1.000 µm sortiert und mit Nile-Red-Färbung als Screening-Indikator behandelt. Eine spezifische Polymer-Identifikation auf Stoff-Ebene leistet die Box ausdrücklich nicht — dafür braucht es FTIR- oder Raman-Mikrospektroskopie in einem akkreditierten Labor; wir vermitteln auf Anfrage. Die Methode ist ein orientierendes Screening; sie ersetzt keine validierte Lab-Analyse.

Was ist im Privat-Probekit für auf Anfrage

Sie bekommen einen passiven Aerosol-Sammler-Stand mit Stativ und 5 Filter-Membranen (24 Stunden je Membran), eine vorgedruckte Probenahme-Akte, vorfrankiertes Rücksende-Set (DHL Päckchen), Mikroskop-Befundung im Manufaktur-Backoffice für eine Probe nach Wahl, eine PDF-Datenakte mit Partikelzahlen, Größenklassen und Foto-Beleg sowie einen Web-App-Zugang zur Probenverwaltung. Versand bundesweit per Paket.

Wie funktioniert das Schul- und Verein-Set auf Anfrage

Drei Sammler-Stationen werden parallel an drei Standorten betrieben (etwa Schulhof, Klassenzimmer-Fenster, Pausenhof-Bach). Es gibt 15 Filter-Membranen für ausreichend Probenmaterial über zwei Schulhalbjahre. Die Befundung umfasst alle 15 Filter im Mikroskop, eine Datenakte mit Vergleich der drei Standorte sowie eine Begleitmappe für Schüler-Projekte mit didaktischen Hinweisen. Geeignet für Projektwochen zu Umwelt-Sensorik (Klassen 7 bis 12) — als Lern- und Methoden-Material, nicht als amtliche Messung.

Was leistet das Initiativen-Set auf Anfrage

Acht Sammler-Stationen für flächige orientierende Abdeckung in einer Bürgerinitiative oder einem Naturschutz-Projekt, 40 Filter-Membranen, vollständige Mikroskop-Befundung aller Filter, Datenakten je Standort sowie ein zusammenfassender Bericht mit Karten-Visualisierung der erkannten Partikel-Hotspots. Ergänzt um eine Pressemappe-Vorlage und eine technische Einordnung — keine Rechtsberatung, keine Vertretung, keine Prüfung individueller Rechtsansprüche.

Ist die Datenakte bei Behörden tatsächlich verwertbar?

Wir liefern eine PDF-Akte mit Sammelort (GPS), Sammeldauer, Wetter-Bedingungen, Partikelzahl je Größenklasse, Mikroskop-Foto-Beleg und Nile-Red-Polymer-Hinweis (Screening). Diese Akte ist als Anlass-Anhang zur Beschwerde beim Umweltamt, der Wasser-Aufsicht oder zur Vorlage bei einem Anwalt gedacht — als orientierender Anhalt, nicht als Beweis. Eine spezifische Polymer-Bestimmung auf Stoff-Ebene wird durch akkreditierte Labore mit FTIR oder Pyrolyse-GC geleistet, die wir auf Wunsch vermitteln (typische Mehrkosten 80 bis auf Anfrage pro Probe je nach Verfahren). Eine Garantie für den Behördenausgang gibt es nicht; die rechtliche Bewertung erfolgt ausschließlich durch die zuständige Stelle. Wir liefern technische Datenakten und keine Rechtsberatung.

Wie zuverlässig ist das Verfahren?

Die manuelle Mikroskop-Befundung mit Nile-Red-Färbung wird in der Forschung als Screening-Methode beschrieben und liefert Zähl- und Größenklassen-Daten — keine Polymer-Identifikation und keinen quantitativen Luft-Konzentrations-Wert. Sie eignet sich für Trend-Aussagen, Hotspot-Hinweise und Projekt-Arbeit, nicht für gerichtsverwertbare Quantifizierung. Genauigkeit hängt von Standort, Sammeldauer, Filter-Handling und Kontaminations-Vermeidung. Wir geben in jeder Akte den Konfidenz-Bereich an und benennen die Grenzen offen.

Wo liegen die Daten und wie ist der Datenschutz geregelt?

Standortdaten der Probenahme, Mikroskop-Fotos und Datenakten werden auf einem Server in Deutschland (Hetzner Falkenstein) verarbeitet. Da wir Zwecke und Methode (Befundungs-Workflow, Reporting) selbst bestimmen, sind wir Verantwortlicher i.S.v. Art. 4 Nr. 7 DSGVO; bei reinen Speicher- und Übermittlungs-Diensten verarbeiten wir gemäß Art. 28 DSGVO als Auftragsverarbeiter. Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschrechte (Art. 15–17 DSGVO) gelten jederzeit. Filter-Proben werden nach 6 Monaten in der Manufaktur ordnungsgemäß als Sondermüll entsorgt; auf Wunsch geben wir Filter zurück. Foto-Belege sind ausschließlich Mikroskop-Aufnahmen ohne Personen-Bezug. Standorte werden auf öffentlichen Karten auf 100 Meter gerundet.

Wo sollte ein Sammler aufgestellt werden?

Aerosol-Sammler ideal in 1,5 bis 2 Meter Höhe an einer freistehenden Außenposition (Fenster-Außensims, Balkon, Garten, Schulhof) ohne direkte Spritzer-Quelle. Regen-Sammler an einer Position mit unverbautem Himmel über mindestens 60 Grad Sichtkegel. Wasser-Sammler im Stillwasser oder schwach fließenden Bereich, fixiert mit Stab. Wir liefern in jedem Set einen Standort-Leitfaden und prüfen Ihre Position vor dem Einsatz per Foto.

Wie lange dauert ein Probenahme-Zyklus?

Aerosol-Sammler: 24 Stunden je Filter, idealerweise mehrere Wiederholungen über zwei Wochen für ein orientierendes Bild. Regen-Sammler: ein einzelnes Niederschlags-Ereignis (3 bis 12 Stunden) genügt für eine Probe; mehrere Ereignisse zeigen Trends. Wasser-Sammler: 7 bis 14 Tage Standzeit für Anreicherung im Filter. Gesamtdauer vom Aufstellen bis zur fertigen Datenakte: typischerweise 4 bis 6 Wochen, weil Versand und Auswertung Zeit brauchen.

Was kann der Mikroplastik-Sammler ausdrücklich NICHT?

Er liefert keine Echtzeit-Werte, keine quantitative Luft-Konzentrationsaussage in Partikeln pro Kubikmeter, keine Polymer-Identifikation auf Stoff-Ebene (das macht das akkreditierte Labor mit FTIR oder Pyrolyse-GC), keine Partikel kleiner als 50 µm zuverlässig, keine Aussagen zu chemischen Additiven (Weichmacher, Flammschutz). Er ist ein Screening-Werkzeug für Citizen-Science — kein Ersatz für ein akkreditiertes Umweltlabor, keine amtliche Messung, keine Rechtsberatung. Was er kann: Mikroplastik-Partikel an einem Standort orientierend sichtbar machen und in eine strukturierte Datenform bringen, mit der weiter gearbeitet werden kann.

Für wen ist das Modul besonders sinnvoll?

Anwohner an Industrieflächen mit Verdacht auf Reifenabrieb oder Bauschutt-Stäube, Schulen für Projektwochen zu Umwelt-Sensorik (Klassen 7 bis 12), Naturschutz-Vereine zur Belastungs-Dokumentation in Schutzgebieten, Imkervereine bei Verdacht auf Belastung der Tracht-Pflanzen, Anwohner an viel befahrenen Straßen, Bürgerinitiativen vor Bauleitplanverfahren mit Umweltargumenten, Eltern-Beiräte zur orientierenden Bewertung von Schulhof-Standorten sowie Forschungs- und Citizen-Science-Projekte mit kleinem Budget.

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