Von der Teileliste zur Plattenaufteilung
Der Schritt zwischen Korpusmaß und Säge ist der teuerste im ganzen Ablauf und wird meistens im Kopf gemacht: Teile ableiten, Kantenstärke abziehen, auf der Platte verteilen, Verschnitt hinnehmen. Jeder dieser Schritte ist eine Rechnung, und Rechnungen gehören in ein Programm.
Wo die Zeit tatsächlich verloren geht
Nicht an der Säge. Die schneidet, was auf dem Plan steht. Verloren geht die Zeit beim Ableiten der Teile und das Geld beim Verschnitt, den niemand nachrechnet.
Was so ein Programm übernehmen kann
Nicht alles auf einmal. Sinnvoll ist der Baustein, der bei Ihnen am meisten Zeit oder Material frisst, und danach der nächste.
- Teileliste erzeugen oder einlesen — Aus Korpusmaßen nach Ihren eigenen Konstruktionsregeln ableiten, oder aus Tabelle und Zeichnung einlesen. Ihre Regeln, nicht die eines fremden Systems: Rückwand eingenutet oder aufgesetzt, Boden zwischen den Seiten oder darunter.
- Zuschnittoptimierung — Belegung der Platte mit echter Schnittfuge, Guillotineschnitt wo die Maschine es verlangt, Faserrichtung berücksichtigt. Ausbeute als Zahl je Platte und je Auftrag, nicht als Gefühl.
- Kantenlisten und Aufmaßkorrektur — Kantenstärke automatisch abziehen, je Kante und Kantentyp. Daraus die Kantenliste mit laufenden Metern je Dekor, damit Materialbedarf und Rüstfolge zusammenpassen.
- Restplattenverwaltung — Jede angeschnittene Platte mit Restmaß, Dekor und Standort. Die Optimierung greift zuerst auf Reste zu, bevor eine neue Platte vorgeschlagen wird.
- Kalkulation — Plattenanteil, Kantenband, Beschlag, Zuschnitt- und Bekantungszeit. Das ergibt einen Materialpreis, der auf dem Zuschnittplan beruht und nicht auf einem Aufschlag.
- Etiketten und Pläne — Ein Etikett je Teil mit Auftrag, Position, Maß, Dekor und Kantenbild, dazu der Zuschnittplan zum Ausdrucken. Am Stapel muss niemand mehr raten, welches Teil wohin gehört.
Beispieldarstellung einer Bedienoberfläche. Links die Belegung einer Platte mit durchgehenden Schnitten, rechts die abgeleitete Kantenliste je Dekor.
Was sich anbinden lässt
Der Zuschnittplan entsteht bei uns. Wie er zur Maschine kommt, hängt an der Maschine.
| Weg | Was möglich ist | Einschätzung |
|---|---|---|
| Plattenaufteilsäge mit Datenimport | Schnittplan im Format der Steuerung übergeben, Reihenfolge und Streifenbildung inbegriffen. | Machbar, Format je Hersteller prüfen. |
| Nesting-CNC | Ausgabe als Maschinenprogramm mit Werkzeug- und Reihenfolgeplanung statt als Sägeschnitt. | Machbar, anderer Rechenweg. |
| Hand-, Tauch- und Formatkreissäge | Plan, Schnittfolge und Etiketten zum Ausdrucken. Die Maschine bleibt unangetastet. | Machbar ohne Eingriff. |
| Warenwirtschaft oder ERP | Materialbedarf, Bestellvorschlag und Kalkulation weitergeben, statt ein zweites System aufzubauen. | Machbar, hängt am System. |
Wie wir dabei vorgehen
Vier Schritte, jeder mit einem Ergebnis, das Sie beurteilen können. Kein Vorhaben, das ein halbes Jahr im Dunkeln läuft.
Vier Rechenschritte, die heute meist im Kopf laufen. Der Rückweg schreibt Restmaße und tatsächlichen Verbrauch in die Materialverwaltung zurück.
Was diese Leistung ausdrücklich nicht ist
- – Kein CAD-Ersatz Konstruktion, Zeichnung und Visualisierung bleiben, wo sie sind. Es geht um den Schritt danach.
- – Keine Konstruktions- oder Statikprüfung Ob eine Fachbodenspannweite trägt, entscheidet Ihr Fachwissen, nicht die Aufteilung der Platte.
- – Kein Nachbau vorhandener Software und keine Umgehung von Lizenzen Vorhandene Programme werden nicht entsperrt, nicht weitergegeben und nicht nachgebildet.
- – Keine Zusage zu Maßtoleranzen Plattenformate, Quellen und Schwinden sowie die Genauigkeit der Maschine bleiben Sache des Betriebs.
- – Keine Wartung fremder Branchensoftware Wir betreuen, was wir selbst gebaut haben.
- – Kein Ortstermin Aufnahme, Entwicklung und Einrichtung laufen schriftlich und über Fernwartung.
Wann sich das rechnet und wann nicht
Die ehrliche Rechnung vorweg, damit niemand Aufwand in etwas steckt, das sich nicht trägt.
Sie schneiden regelmäßig ganze Platten zu und arbeiten mit mehreren Dekoren. Korpusmöbel mit wiederkehrenden Konstruktionsregeln. Kantenband in nennenswerten Mengen. Reste, die spürbar Geld binden. Ein Ablauf, der bei Urlaub oder Krankheit ins Stocken gerät.
Überwiegend Einzelstücke aus Massivholz ohne Plattenzuschnitt, oder ein vorhandenes Branchenprogramm, das den Zuschnitt bereits kann und nur nicht eingerichtet wurde. Dann ist die Einrichtung des Vorhandenen die günstigere Antwort.
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Dieselbe Arbeitsweise, anderer Gegenstand. Der Kern ist überall derselbe: Geometrie lesen, anordnen, rechnen, ausgeben.
Erzählen Sie uns, wie bei Ihnen aus Maßen ein Zuschnitt wird
Drei echte Aufträge genügen als Grundlage. Daraus sehen wir, wie viel Verschnitt und Rechenzeit tatsächlich anfallen und ob sich eine eigene Entwicklung trägt.
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Häufig gestellte Fragen
Ersetzt das unser CAD?
Nein. Konstruktion und Zeichnung bleiben dort, wo sie heute sind. Die Eigenentwicklung setzt danach an: aus Maßen eine Teileliste ableiten, daraus einen Zuschnittplan, daraus Kantenliste, Etiketten und Kalkulation. Genau dieser Bereich ist in vielen Betrieben Handarbeit.
Können unsere eigenen Konstruktionsregeln abgebildet werden?
Ja, und darin liegt der eigentliche Wert. Ob die Rückwand eingenutet oder aufgesetzt wird, ob der Boden zwischen den Seiten sitzt, wie viel für die Kante abgezogen wird: Das sind Ihre Regeln. Ein fertiges Programm bringt fremde Regeln mit, an die sich der Betrieb anpassen muss.
Wie viel Verschnitt spart die Optimierung?
Das hängt an Ihren Teilen und lässt sich nicht seriös vorab beziffern. Seriös ist der Vergleich an zehn Ihrer letzten Aufträge: durchrechnen und dem tatsächlichen Plattenverbrauch gegenüberstellen. Danach kennen Sie die Zahl für Ihren Betrieb.
Berücksichtigt die Aufteilung Faserrichtung und Guillotineschnitt?
Ja, beides ist einstellbar. Bei Dekoren mit Richtung wird die Drehung gesperrt, bei richtungsfreien Platten ist sie frei. Verlangt Ihre Säge durchgehende Schnitte, rechnet die Optimierung von vornherein so, statt einen Plan zu liefern, den die Maschine nicht fahren kann.
Was kostet eine solche Entwicklung?
Das hängt am Umfang, und den kennt vor der Aufnahme des Ablaufs niemand. Am Anfang steht die schriftliche Aufnahme anhand echter Aufträge, danach nennen wir den Aufwand für den ersten Baustein schriftlich.
Wem gehört das Programm am Ende?
Sie erhalten eine dauerhafte Lizenz für den Einsatz im eigenen Betrieb, dazu den Quelltext. Weiterentwicklung und Betreuung laufen als Service.