Systeme sprechen selten
dieselbe Sprache
Wir verbinden Ihre Programme, Datenbanken, Clouds, Maschinen und Online-Dienste – auch dann, wenn der Hersteller keine offizielle Schnittstelle anbietet. Von REST und Webhooks über SFTP und Datenbanken bis zu Browser-Automation und Industrie-Protokollen.
Acht Schnittstellen-Familien, die wir im Alltag nutzen
„API" ist nur das Stichwort auf der Verpackung. Dahinter steckt eine bunte Welt aus Technologien – jede mit eigenem Einsatzzweck.
REST & JSON-APIs
Die Standardsprache des Webs. Jedes moderne Programm, jeder Cloud-Dienst und fast jede Schnittstelle spricht REST. Wir holen Daten, schreiben zurück, automatisieren Abläufe.
GraphQL
Wenn Sie nur das wollen, was Sie brauchen – nicht das ganze Menu. GitHub, Shopify, Contentful und viele moderne Plattformen setzen darauf. Flexibel, präzise, schnell.
Webhooks
Die Umkehrung der API: Der fremde Dienst ruft Sie an, sobald etwas passiert. Stripe meldet Zahlungen, GitHub meldet Commits, Ihre Webseite meldet Formulare. Echtzeit ohne Polling.
SFTP & Datei-Drops
Im Mittelstand allgegenwärtig: Ein Partner legt täglich eine CSV oder XML in einem SFTP-Ordner ab, Ihr System holt sie. Unspektakulär, aber unglaublich robust – und oft die einzige Variante.
Datenbank-Zugriffe
Direkt in MySQL, PostgreSQL, MSSQL oder Oracle – mit Leserechten oder über eine Read-Replica. Oft der kürzeste Weg zu sauberen Daten, wenn das darüberliegende Programm keine API hat.
Scraping & Browser-Automation
Wenn es keine Schnittstelle gibt und auch keine geplant ist, automatisieren wir den Browser. Playwright und Puppeteer bedienen Webseiten wie ein Mensch – zuverlässig und wiederholbar.
Mail-Schnittstellen
IMAP, POP3, SMTP – E-Mail ist die heimliche Standardschnittstelle im Mittelstand. Rechnungen, Bestellbestätigungen, Fax-Gateways: Wir lesen Postfächer strukturiert aus und verarbeiten Anhänge automatisch.
Industrie & IoT
MQTT für Sensoren und Smart-Home, OPC UA für Maschinen, Modbus für Steuerungen, KNX für Gebäudetechnik. Wir binden Maschinenhalle und Serverraum an Ihre Dashboards an.
Und wenn keine offizielle Schnittstelle existiert?
Das kommt häufiger vor, als man denkt. Eine alte Branchensoftware aus den 90ern, ein Spezialprogramm vom Steuerberater, ein Online-Portal des Lieferanten ohne API – hier beginnt die eigentliche Arbeit.
Je nach Ausgangslage nutzen wir verschiedene Wege: Wir lesen Daten direkt aus der Datenbank, wir automatisieren das Login und die Navigation im Webportal, wir analysieren PDF-Exporte und strukturieren sie um, wir schreiben einen Mail-Parser, der eingehende Mails automatisch einliest, oder wir bauen eine kleine Zwischenschicht, die alte Formate in moderne umwandelt.
Diese Brücken laufen dann zuverlässig im Hintergrund – mit Monitoring, Fehlerbenachrichtigung und einer sauberen Dokumentation, damit Sie nicht abhängig von uns bleiben.
Weitere Techniken, die wir einsetzen
Neben den acht Hauptfamilien begegnen uns im Alltag regelmäßig auch diese Schnittstellen.
SOAP & XML-Webservices
Älter als REST, aber längst nicht tot. Banken, Versicherungen und viele Behörden arbeiten weiter mit SOAP. Auch ELSTER, die Finanzamts-Schnittstelle, nutzt XML-basierte Protokolle.
WebSockets & SSE
Für Live-Dashboards, Chats und Echtzeit-Datenströme. Einmal verbunden, fließen Daten in beide Richtungen – ohne dass Ihr Browser sekundlich nachfragen muss.
EDI & klassische Austauschformate
Im Handel und in der Logistik Standard: EDIFACT, IDoc, XRechnung. Wir lesen diese Formate ein, transformieren sie und sprechen Ihre Warenwirtschaft damit an.
RSS & Feeds
Vergessen, aber praktisch: Fast jedes News-Portal, jedes Blog, viele Behördenseiten bieten Feeds. Eine unterstützungsarme Variante, um automatisch über Änderungen informiert zu bleiben.
LDAP & Active Directory
Wenn Ihre Anwendung wissen soll, wer zum Unternehmen gehört und welche Rolle die Person hat. Single-Sign-On, automatische Benutzeranlage, Gruppenrechte – alles läuft über dieses Protokoll.
WebDAV, CalDAV, CardDAV
Kalender, Kontakte und Dateien über offene Protokolle. Nextcloud, Apple, Google – alle sprechen DAV. Ideal, um ohne Plattform-Zwang zu synchronisieren.
Message Queues (RabbitMQ, Kafka)
Wenn Systeme entkoppelt arbeiten sollen: System A wirft eine Nachricht in die Warteschlange, System B holt sie ab, wenn es Zeit hat. Robust, skalierbar, ausfallsicher.
MCP (Model Context Protocol)
Der neue Standard, damit KI-Agenten mit Ihren Systemen reden können. Anthropic hat ihn etabliert, immer mehr Anbieter unterstützen ihn. Wir verbinden Ihre Tools damit.
Praxis-Beispiele aus Kundenprojekten
Typische Aufgaben, die wir mit Schnittstellen-Integration gelöst haben.
Handwerksbetrieb
Lexware-Datenbank mit einem cloudbasierten Kundenportal synchronisiert. Aufträge aus dem Portal wurden über Nacht in Lexware übertragen, Rechnungsstatus lief zurück.
Landwirtschaft
Melkroboter, Stallklima-Sensoren und Futtermischwagen über MQTT an ein Grafana-Dashboard angebunden. Alle Messwerte auf einen Blick, mit Alarmen bei Abweichungen.
Steuerkanzlei
Ein Mandantenportal ohne API wurde per Browser-Automation jeden Morgen ausgelesen. Neue Belege landeten strukturiert in DATEV Unternehmen online – ohne Handarbeit.
Einzelhandel
Kassensystem, Warenwirtschaft, Amazon Seller Central und Shopware über eine zentrale Zwischenschicht verbunden. Bestände stimmen in Echtzeit über alle Kanäle.
Arztpraxis
Fax-Eingänge über Mail-Gateway automatisch auf Patientenakten verteilt. Tesseract-OCR liest den Betreff, ein Regel-System ordnet zu, der Arzt prüft nur noch.
Hausverwaltung
Mietkonten aus dem Online-Banking (FinTS/HBCI) automatisch gegen die WEG-Verwaltung abgeglichen. Offene Posten und Mahnvorschläge stehen jeden Montag im Postfach.
Online-Handel
Stripe-Webhooks in ein Lexoffice-Rechnungssystem geleitet. Kunde bezahlt – Rechnung wird automatisch erzeugt, per Mail verschickt und revisionssicher abgelegt.
Büro / Verwaltung
Outlook-Postfach wird per IMAP gelesen. Eingehende Auftragsbestätigungen werden automatisch als PDF abgelegt, die Positionen landen in einer Übersichtstabelle.
So gehen wir vor
Wir starten mit einer kurzen Bestandsaufnahme: Welche Systeme sollen reden, was soll zwischen ihnen fließen, wie oft, in welche Richtung? Aus dieser Skizze entsteht die passende Technik – nicht andersherum.
Dann bauen wir einen kleinen Prototyp, der die Kernverbindung zeigt: Ein paar Datensätze fließen, Sie sehen das Ergebnis, wir justieren nach. Erst wenn das funktioniert, härten wir die Lösung aus: Fehlerbehandlung, Wiederholungen bei Netzproblemen, Benachrichtigungen bei Ausfällen, Logs zum Nachsehen.
Am Schluss übergeben wir eine dokumentierte Lösung, die Sie verstehen und – wenn Sie wollen – selbst weiterpflegen können. Quellcode, Zugangsdaten, Architekturskizze: alles bleibt bei Ihnen.
So funktioniert's
So lösen wir Ihr Problem per Fernwartung – in vier einfachen Schritten.
Anfrage senden
Sie beschreiben Ihr Problem
Verbindung herstellen
Sicherer Zugriff auf Ihren PC
Problem beheben
Wir lösen es vor Ihren Augen
Ergebnis bestätigt
Alles läuft – und Sie wissen warum
Beschreiben Sie Ihr Anliegen
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Schnittstellen-Anbindung?
Das hängt stark vom Projekt. Eine einfache REST-Anbindung mit vorhandener Dokumentation ist oft in zwei bis vier Stunden fertig. Eine Browser-Automation für ein altes Portal ohne API kann ein bis zwei Arbeitstage brauchen. Komplexe Middleware zwischen mehreren Systemen läuft schnell in die Größenordnung von ein bis zwei Wochen. Wir rechnen immer nach Zeit –pro 30 Minuten – und geben Ihnen nach der Bestandsaufnahme einen belastbaren Rahmen.
Was ist der Unterschied zwischen API und Webhook?
Bei einer API fragen Sie aktiv nach: „Gib mir die letzten zehn Bestellungen." Bei einem Webhook meldet sich der fremde Dienst von selbst: „Achtung, neue Bestellung!" APIs sind gut, wenn Sie Daten auf Abruf brauchen. Webhooks sind ideal, wenn Sie sofort reagieren wollen, ohne ständig nachzufragen. In der Praxis kombinieren wir beides: Webhooks für Ereignisse, API-Aufrufe für Details.
Was tun, wenn der Hersteller keine API anbietet?
Dann gibt es meistens trotzdem einen Weg. Direkter Datenbankzugriff, falls erlaubt. Browser-Automation, die die Bedienung durch einen Menschen nachbildet. Mail-Parser, wenn der Dienst regelmäßig Benachrichtigungen verschickt. Export-Dateien per Cron-Job einsammeln. Wir schauen uns Ihre Situation an und wählen den robustesten Weg, der mit den Nutzungsbedingungen des Anbieters vereinbar ist.
Ist Scraping legal?
Das kommt darauf an. Öffentlich zugängliche Daten dürfen in vielen Fällen ausgelesen werden, sofern die Nutzungsbedingungen das nicht ausdrücklich verbieten und die Server nicht überlastet werden. Wenn Sie dagegen Ihre eigenen Daten aus einem Portal ziehen, bei dem Sie Kunde sind, ist das in aller Regel unproblematisch. Wir prüfen das im Einzelfall und halten uns an robots.txt, Rate-Limits und ToS.
Wie zuverlässig laufen solche Integrationen?
Eine saubere Schnittstelle läuft über Jahre ohne Wartung. Eine Browser-Automation ist empfindlicher, weil sie kaputtgeht, sobald der Anbieter sein Layout ändert. Wir bauen deshalb Monitoring ein: Wenn die Schnittstelle ausfällt oder ungewohnte Fehler liefert, kommt eine Benachrichtigung – lange bevor Sie es im Arbeitsalltag merken.
Bleibt der Code bei uns?
Ja. Quellcode, Konfigurationen, Zugangsdaten, Dokumentation – alles gehört Ihnen. Wir hinterlegen keine verdeckten Abhängigkeiten zu unseren Servern. Sie können die Lösung jederzeit selbst weiterpflegen oder an einen anderen Dienstleister übergeben. Das ist unser Grundprinzip: Eigentum statt Abhängigkeit.
Was ist mit Datenschutz?
Bei jeder Integration, die personenbezogene Daten verarbeitet, schließen wir mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Wir setzen wenn möglich auf europäische oder selbst gehostete Infrastruktur. Daten werden verschlüsselt übertragen und nicht länger gespeichert als nötig. Details klären wir vor dem Projektstart.
Können Sie auch bestehende Schnittstellen übernehmen?
Ja. Viele Unternehmen haben Integrationen, die irgendwann einmal ein Dienstleister gebaut hat – und niemand weiß mehr, wie sie funktionieren. Wir analysieren den bestehenden Stand, dokumentieren ihn und übernehmen Wartung und Weiterentwicklung. Häufig finden wir dabei auch Stellen, die sich deutlich vereinfachen lassen.
Bauen Sie auch Middleware oder nur einzelne Anbindungen?
Beides. Wenn zwei Systeme einmalig verbunden werden sollen, reicht oft eine kleine Anbindung. Wenn fünf Systeme in verschiedenen Richtungen miteinander reden müssen, bauen wir eine zentrale Zwischenschicht, die alle Transformationen, Fehlerbehandlungen und Logs übernimmt. Die Zwischenschicht macht spätere Änderungen deutlich leichter, weil Sie immer nur an einer Stelle anpassen müssen.
Unterstützen Sie auch KI-Integrationen?
Ja. Wir verbinden GPT-, Claude- oder lokale Sprachmodelle mit Ihren Datenquellen – per API, per Funktions-Aufrufe oder über das neue MCP-Protokoll. So kann eine KI auf Ihre echten Zahlen zugreifen, E-Mails beantworten oder Unterlagen vorbereiten, ohne dass Daten in fremde Systeme abfließen.