Gelege schützen mit Belegen
Wissen, was an der Brutfläche passiert
Kiebitz, Brachvogel und Rebhuhn brüten am Boden, und viele Gelege gehen verloren, ohne dass jemand weiß, warum. Wir bauen Überwachung für Brutflächen: Kameras an Gelegen, Kontrolle der Schutzzäune und eine Auswertung, die zeigt, wo Schutz wirkt.
Vier Fragen, die sich jede Saison stellen und selten beantwortet werden.
Gelege weg, Ursache offen
War es ein Beutegreifer, eine Überfahrt, Nässe oder Störung durch Menschen? Ohne Aufzeichnung bleibt jede Antwort eine Vermutung.
Zaun ohne Strom
Ein Elektrozaun schützt nur, solange er Spannung hat. Ein Kurzschluss durch Bewuchs fällt oft erst beim nächsten Rundgang auf.
Maßnahmen ohne Nachweis
Schutzzäune, Vernässung, Absprachen mit Bewirtschaftern: Ob sie wirken, lässt sich ohne Daten weder belegen noch verbessern.
Zu wenige Menschen für zu viele Flächen
Ehrenamtliche können nicht jeden Tag jede Fläche kontrollieren. Technik füllt die Lücke zwischen den Rundgängen.
Was wir bauen
Eine Überwachung, die Brutflächen, Zäune und Beobachtungen verbindet.
Gelegekameras
Unauffällige Kameras am Gelege mit automatischer Erkennung von Besuchen und Störungen.
Zaunwächter
Messgerät am Elektrozaun meldet sinkende Spannung, bevor der Schutz ausfällt.
Brutflächen-Karte
Gelege, Zäune und Kameras auf einer Karte, mit Status je Fläche und Verlauf über die Saison.
Saisonauswertung
Schlupferfolg, Verlustursachen und Wirkung der Maßnahmen, aufbereitet für Bericht und Förderstelle.
So läuft es ab
Vor der Brutsaison vorbereitet, in der Saison ohne Zusatzaufwand.
Vor der Saison
Flächen, Zäune und Ziele klären, Geräte zusammenstellen und vorkonfigurieren.
Versand und Aufbau
Geräte kommen einsatzbereit. Die Anleitung zeigt Abstand und Ausrichtung am Gelege.
Während der Brut
Meldungen bei Zaunausfall und erfassten Störungen. Aufnahmen werden automatisch sortiert.
Nach der Saison
Auswertung der Verluste und Maßnahmen als Grundlage für die nächste Saison.
Warum Bodenbrüter besondere Aufmerksamkeit brauchen
Bodenbrüter legen ihre Eier offen in eine Mulde auf Acker oder Wiese. Viele dieser Arten sind in Deutschland stark zurückgegangen. Verluste entstehen durch Bewirtschaftung, Trockenheit, Störung und Beutegreifer, und der Anteil der einzelnen Ursachen unterscheidet sich von Fläche zu Fläche.
Genau deshalb helfen pauschale Antworten wenig. Wer weiß, was auf der eigenen Fläche passiert, kann entscheiden, ob ein Zaun, eine Vernässung, eine Absprache mit dem Bewirtschafter oder eine andere Maßnahme den größten Unterschied macht.
Daten statt Vermutung
Gelegekameras zeigen, wer ein Nest besucht und wann ein Gelege verloren geht. Über eine Saison entsteht daraus ein Bild der tatsächlichen Verlustursachen. Diese Belege sind die Grundlage, um Maßnahmen gezielt einzusetzen und gegenüber Behörden, Förderstellen und Bewirtschaftern zu begründen.
Der Zaun als Schwachstelle
Elektrozäune gehören zu den verbreiteten Schutzmaßnahmen. Ihre Wirkung hängt an der Spannung, und die fällt durch nassen Bewuchs, Beschädigung oder leere Akkus unbemerkt ab. Ein Zaunwächter macht aus dem stillen Ausfall eine Meldung.
Was wir machen und was nicht
Das machen wir
- Gelegekameras mit automatischer Erkennung
- Zaunwächter mit Meldung bei Spannungsabfall
- Brutflächen-Karte mit Status und Verlauf
- Saisonauswertung für Bericht und Förderstelle
- Betreuung per Fernwartung während der Saison
Das machen wir nicht
- Keine Suche oder Markierung von Gelegen im Gelände
- Kein Aufbau von Zäunen
- Keine naturschutzfachliche Beratung zu Maßnahmen
- Keine jagdlichen Maßnahmen und keine Empfehlungen dazu
Weiterführend
Aus dem Bereich Umwelt
Beschreiben Sie Ihr Anliegen
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Stört eine Kamera am Gelege nicht die Vögel?
Kameras werden in Abstand und getarnt aufgestellt, ohne Geräusch und ohne sichtbares Licht. Das Aufstellen selbst sollte außerhalb sensibler Phasen und nach fachlicher Absprache erfolgen.
Brauche ich eine Genehmigung?
Das hängt vom Schutzgebiet und der Art ab. Die Klärung mit der zuständigen Naturschutzbehörde liegt bei Ihnen, wir liefern die technischen Angaben dazu.
Welche Zäune können überwacht werden?
Die üblichen Weide- und Schutzzäune mit Litze oder Netz. Das Messgerät wird am Zaun angeschlossen und läuft mit Solarmodul.
Wie schnell kommt eine Meldung?
Je nach Übertragung innerhalb weniger Minuten. Die Meldung geht an die Personen, die Sie festlegen.
Können mehrere Flächen verwaltet werden?
Ja. Karte und Auswertung sind für viele Flächen und mehrere Betreuungsgruppen ausgelegt.
Was kostet es?
Festpreis nach Sichtung. Der Aufwand hängt an der Zahl der Flächen, Kameras und Zäune.