Lokalise: Software und Inhalte mit KI übersetzen lassen
Wer eine App, eine Software oder einen Onlineshop in mehreren Sprachen anbietet, verliert schnell den Überblick über Texte, Versionen und Übersetzer. Lokalise ist eine Plattform für Übersetzungsmanagement, die Entwicklung, Übersetzung und KI an einem Ort zusammenführt. Dieser Beitrag zeigt, was Lokalise kann und wie es sich in bestehende Systeme einbinden lässt.
Übersetzungsmanagement für Software, Apps und Inhalte mit KI
- LandLettland
- SitzRiga (gegründet), heute vollständig remote organisiert
- Gegründet2017
- Schnittstelleja, öffentlich dokumentiert
Was Lokalise macht
Lokalise wurde 2017 in Riga von Nick Ustinov und Petr Antropov gegründet. Die beiden hatten zuvor eine eigene App gebaut und dabei erlebt, wie mühsam die Übersetzung von Oberflächentexten ist. 2021 sammelte das Unternehmen in einer Series-B-Runde 50 Millionen US-Dollar ein, angeführt von CRV. Seit 2020 arbeitet das Team vollständig remote.
Die Plattform verwaltet alle Texte einer Software als Schlüssel mit Übersetzungen pro Sprache. Entwickler laden Sprachdateien hoch oder synchronisieren sie automatisch, Übersetzer und Prüfer arbeiten im Browser, und fertige Übersetzungen fließen zurück in den Code. KI übernimmt dabei Erstübersetzungen, bewertet deren Qualität und berücksichtigt Glossare und Kontext.
Im September 2026 stellte Lokalise mit Vantage einen Arbeitsbereich für längere Texte vor, etwa Marketing-Seiten, Rechtstexte und Support-Artikel. Er richtet sich an Teams ohne technischen Hintergrund.
Die Funktionen im Überblick
Laut Website gliedert sich das Angebot in diese Bereiche:
- KI-Übersetzung. Wählt je nach Sprachpaar und Inhalt passende Sprachmodelle aus, mit eigenen KI-Profilen auf Basis von Firmenwissen und automatischer Qualitätsbewertung.
- Automatisierte Workflows. Neue Texte werden automatisch übersetzt, geprüft und freigegeben.
- Vantage. Arbeitsbereich für lange Inhalte in Formaten wie DOCX, PPTX, HTML, Markdown und XLSX.
- Integrationen. Über 60 Anbindungen, darunter Figma, GitHub, GitLab, Jira, Contentful, Webflow und WordPress.
- Entwicklerwerkzeuge. REST-API, SDKs für Node.js, Python, Ruby und PHP, Over-the-Air-SDKs für Mobil-Apps und ein MCP-Server.
Für wen das Angebot gedacht ist
Lokalise passt zu Unternehmen, die regelmäßig Software, Apps oder Websites in mehreren Sprachen veröffentlichen. Das reicht vom Softwarehaus über Onlineshops bis zu Konzernen wie HP, Bosch oder IBM, die Lokalise als Kunden nennt. Für einen einmaligen Übersetzungsauftrag ist die Plattform eher zu umfangreich, für laufende Mehrsprachigkeit dagegen gut geeignet.
Die Schnittstelle
Lokalise bietet eine öffentlich dokumentierte REST-API für Projekte, Schlüssel, Übersetzungen und Dateien, dazu SDKs, Webhooks und OAuth 2. Der Zugang erfolgt per persönlichem API-Token aus dem eigenen Lokalise-Konto. Zur Dokumentation
Was wir mit Lokalise für Sie bauen
Wir binden Lokalise an Ihre Systeme an, damit Übersetzungen ohne Kopieren und Einfügen dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
- Automatischer Abgleich von Produkttexten zwischen Shopware oder JTL und Lokalise, inklusive Rückspielen der Übersetzungen
- Übersetzungs-Pipeline für Ihre eigene Software: neue Texte aus dem Git-Repository automatisch an Lokalise, fertige Sprachdateien zurück in den Build
- Webhook-gesteuerte Freigaben, die Ihr Team per Mail oder Chat benachrichtigen, sobald eine Sprache fertig ist
- Mehrsprachige Hilfeartikel und Newsletter aus Ihrem CMS, übersetzt über Lokalise und automatisch veröffentlicht
Mehr dazu: KI für Onlineshops, Workflow-Automation, JTL-Wawi-Schnittstelle
Quellen
Stand der Angaben: 19. Oktober 2026. Die Netzhandwerker sind kein Partner der genannten Firmen. Produkt- und Firmennamen gehören den jeweiligen Inhabern, Logos dienen nur der Kennzeichnung.