Aiva: Wie die KI aus Luxemburg Musik für Videos und Spiele komponiert
Aiva Technologies aus Luxemburg entwickelt seit 2016 eine KI, die Musik komponiert. Die Software richtet sich an Videoproduzenten, Spieleentwickler, Agenturen und alle, die Hintergrundmusik brauchen, ohne einen Komponisten zu beauftragen. Wir erklären, was Aiva anbietet und für wen sich das lohnt.
KI-Software, die Musik in über 250 Stilen komponiert
- LandLuxemburg
- SitzLuxemburg
- Gegründet2016
- Schnittstellenein, Zugang nur über die Firma
Was Aiva macht
Aiva steht für „Artificial Intelligence Virtual Artist“. Hinter dem Namen steht die Aiva Technologies SARL mit Sitz in Luxemburg. Das Unternehmen trainiert KI-Modelle auf Musik und lässt sie daraus neue Stücke komponieren, zum Beispiel für Filme, Werbespots, Spiele oder Social-Media-Videos.
Nach Angaben des Herstellers erzeugt Aiva Stücke in mehr als 250 Stilen innerhalb von Sekunden. Sie wählen einen Stil, eine Stimmung und eine Länge, die Software liefert einen Entwurf. Den können Sie im integrierten Editor weiter bearbeiten: Instrumente tauschen, Abschnitte verändern, Tempo anpassen. Wer eigene Vorlagen hat, lädt Audio- oder MIDI-Dateien als Einfluss hoch und lässt Aiva in diese Richtung komponieren.
Die Funktionen und Tarife im Überblick
Aiva läuft im Browser und als Desktop-Anwendung. Die Tarife unterscheiden sich vor allem bei Downloads, Stücklänge und Nutzungsrechten. Die folgenden Angaben stammen laut Preisliste, Stand Oktober 2026, von der Website des Herstellers.
- Eigene Stilmodelle. Sie trainieren aus eigenen Vorlagen ein Stilmodell, das zu Ihrer Marke oder Ihrem Spiel passt.
- Editor. Generierte Stücke lassen sich im Programm nachbearbeiten und in mehreren Formaten exportieren, darunter MP3 und MIDI, im Pro-Tarif zusätzlich WAV.
- Einstiegstarif. Ohne Gebühr, nur für nicht kommerzielle Nutzung mit Namensnennung, drei Downloads im Monat. Das Urheberrecht bleibt bei Aiva.
- Standard. 11 Euro im Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung, 15 Downloads im Monat, eingeschränkte Monetarisierung auf YouTube, Twitch, TikTok und Instagram. Das Urheberrecht bleibt bei Aiva.
- Pro. 33 Euro im Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung, 300 Downloads im Monat, volle Monetarisierung. Das Urheberrecht an den Stücken liegt beim Nutzer.
Für wen das Angebot gedacht ist
Aiva passt zu Content-Teams, Agenturen, Spieleentwicklern und Videoproduzenten, die regelmäßig Hintergrundmusik brauchen. Für einen Imagefilm, einen Produktclip oder eine Warteschleifenmusik kann ein KI-Stück ausreichen, wenn kein individuelles Sounddesign gefragt ist.
Wichtig für Betriebe ist die Rechtefrage. Nur im Pro-Tarif liegt das Urheberrecht beim Nutzer. Wer Musik in Werbung, auf Messen oder in eigenen Produkten einsetzt, sollte deshalb den passenden Tarif wählen und die Lizenzbedingungen vor dem Einsatz lesen. Schulen, Studierende und Unternehmen erhalten laut Website eigene Angebote auf Anfrage.
Eine öffentlich dokumentierte Schnittstelle für Entwickler bietet Aiva nach unserer Recherche nicht an. Die Software ist auf die direkte Nutzung durch Kreative ausgelegt. Wenn Sie KI-Musik oder KI-Videos in automatisierte Abläufe einbinden möchten, finden Sie unter KI-Videos und KI-Bilder Ansätze, die wir für Betriebe umsetzen.
Einordnung
Aiva ist ein Werkzeug zur direkten Nutzung durch Kreative und bietet keine offene Schnittstelle, an die wir eine Lösung für Ihren Betrieb anbinden könnten. Sinnvoll ist es für Teams, die selbst Musik für Videos, Spiele oder Werbung erstellen.
Eine fertige Schnittstelle, die wir für Betriebe anbinden könnten, bietet die Firma derzeit nicht öffentlich an. Wenn Sie in diesem Bereich eine eigene Lösung brauchen, bauen wir sie als Software nach Maß.
Quellen
- Aiva, Website mit Funktionen und Tarifen
- Silicon Luxembourg, Bericht über Aiva Technologies
- CB Insights, Firmenprofil Aiva Technologies
Stand der Angaben: 19. Oktober 2026. Die Netzhandwerker sind kein Partner der genannten Firmen. Produkt- und Firmennamen gehören den jeweiligen Inhabern, Logos dienen nur der Kennzeichnung.