Wayve: KI-Fahrer für Autohersteller und Robotaxis aus London
Wayve ist ein britisches KI-Unternehmen, das Software für Fahrassistenz und autonomes Fahren entwickelt. Statt hochauflösender Karten und handgeschriebener Regeln nutzt Wayve ein durchgängig trainiertes Modell, das aus Kamerabildern direkt Fahrentscheidungen ableitet. Kunden sind Autohersteller und Mobilitätsanbieter. Dieser Beitrag zeigt, was Wayve anbietet und wie weit die Technik im Oktober 2026 ist.
End-to-End-KI für Fahrassistenz und autonomes Fahren
- LandVereinigtes Königreich
- SitzLondon
- Gegründet2017
- Schnittstellenein, Zugang nur über die Firma
Was Wayve macht
Wayve wurde 2017 von Alex Kendall und Amar Shah gegründet, beide damals Doktoranden für maschinelles Lernen an der University of Cambridge. Alex Kendall führt das Unternehmen als CEO, der Hauptsitz liegt in London. Wayve beschäftigt laut Wikipedia rund 1.000 Menschen und hat seit 2025 ein Forschungszentrum in Yokohama.
Der Ansatz heißt bei Wayve „Embodied AI“: Ein einziges neuronales Netz lernt das Fahren aus großen Mengen echter Fahrdaten. Die Software läuft auf Kameras und Rechnern im Fahrzeug, braucht keine hochauflösenden Karten und keine Anpassung an einzelne Städte. Nach eigenen Angaben hat Wayve so Testfahrten in über 500 Städten in Europa, Nordamerika und Japan absolviert.
Produkte, Partner und Finanzierung
Wayve lizenziert seine Fahrsoftware an Hersteller und Flottenbetreiber und liefert Werkzeuge, um sie an einzelne Fahrzeugmodelle anzupassen.
- AI Driver. Die Fahrsoftware für Assistenzsysteme der Stufe 2+ mit freihändigem Fahren bis hin zu fahrerlosen Diensten.
- Robotaxis mit Uber. Seit dem 3. September 2026 fahren in London Robotaxis mit Wayve-Software über die Uber-App, vorerst mit Sicherheitsfahrer. Weitere Städte, darunter Tokio, sind geplant.
- Autohersteller. Nissan plant ab dem Geschäftsjahr 2027 Serienfahrzeuge mit Wayve-Technik, Mercedes-Benz und Stellantis sind als Investoren und Partner eingestiegen.
- Finanzierung. 2024 eine Series C über 1,05 Milliarden US-Dollar unter Führung von SoftBank, im Februar 2026 eine Series D über rund 1,2 Milliarden US-Dollar mit Mercedes-Benz, Nissan, Stellantis, Uber, Nvidia und Microsoft.
Für wen das Angebot gedacht ist
Wayve verkauft an Autohersteller, Zulieferer und Mobilitätsplattformen. Die Technik steckt am Ende im Fahrzeug oder in einem Fahrdienst, nicht in einer Software, die ein Betrieb selbst anbinden würde. Für Unternehmen in Deutschland wird Wayve daher vor allem als Fahrgast oder Fahrzeugkäufer relevant, sobald Serienmodelle mit der Technik auf den Markt kommen. Fahrerlose Dienste bleiben von Zulassungen und Behörden abhängig.
Interessant ist Wayve trotzdem als Beispiel dafür, wie sich KI-Entwicklung verschiebt: weg von vielen einzelnen Regeln, hin zu einem großen Modell, das aus Daten lernt. Dasselbe Prinzip steckt in vielen Anwendungen, die heute auch in kleineren Unternehmen ankommen, von der Belegerkennung bis zur Sprachsteuerung.
Einordnung
Wayve entwickelt Fahrsoftware für Autohersteller und Robotaxi-Betreiber, Verträge entstehen auf Konzernebene. Für einzelne Betriebe gibt es keine Schnittstelle zum Anbinden.
Eine fertige Schnittstelle, die wir für Betriebe anbinden könnten, bietet die Firma derzeit nicht öffentlich an. Wenn Sie in diesem Bereich eine eigene Lösung brauchen, bauen wir sie als Software nach Maß.
Quellen
- Wayve, Website
- Wikipedia, Wayve
- electrive, Mercedes, Stellantis, Uber and others invest in Wayve
- The Star (Reuters), Uber and Wayve launch London's first robotaxis
Stand der Angaben: 19. Oktober 2026. Die Netzhandwerker sind kein Partner der genannten Firmen. Produkt- und Firmennamen gehören den jeweiligen Inhabern, Logos dienen nur der Kennzeichnung.