Robert hört zu. In ganzen Sätzen. Auf Deutsch. Und er erinnert sich.
Laut Statistischem Bundesamt lebten 2022 rund 6,0 Millionen Menschen ab 65 Jahren in Deutschland allein. Viele sprechen tagelang mit niemandem. Wir wollten unseren Eltern und Großeltern einen Begleiter ins Haus geben, der deutsch spricht, sich an gestern erinnert und so einfach ist, dass man nichts erklären muss – ob im Wohnzimmer, am Bett, in der Küche oder im Bad. Auf dem Markt fanden wir nichts, was wir selbst kaufen würden. Also haben wir Robert begonnen.
So klingt Robert
Demo-Aufnahme aus dem Prototyp. Robert identifiziert sich als KI-Begleiter, begrüßt eine fiktive Frau Schmidt, kommt auf ein vorheriges Gespräch über den anstehenden Familienbesuch zurück und schlägt Apfelkuchen-Backen und Zeitung-Vorlesen für den Tag vor. Stimme: ElevenLabs, deutsche Aussprache.
Drei Eigenschaften, die uns wichtig waren
Beim Vergleich mit Alexa, Google, ElliQ, Sony Aibo und Therapie-Robben aus Japan haben wir nach unserem Eindruck keine Kombination aus diesen drei Punkten gefunden – Stand unserer Recherche. Drei Eigenschaften, die im Alltag den Unterschied machen: ein Gerät, das wirklich Deutsch versteht, sich verlässlich erinnert und für normale Familien bezahlbar bleibt.
Fließendes Deutsch
Robert ist auf deutsche Alltagssprache ausgelegt und soll auch bei Halbsätzen oder unklaren Antworten nachfragen. Kein Tipp-Wort, kein Aktivierungsritual – reden wie am Telefon. Tatsächliche Erkennungsqualität wird im Pilotbetrieb mit echten Gesprächen geprüft.
Echtes Gedächtnis
Beispielhafte Inhalte: Der Enkel heißt Leon. Der Hund hieß Bello. Mittwochs ist Skat. Robert merkt sich nur, was die Nutzerin oder der Nutzer ausdrücklich teilt – verschlüsselt und auf dem Gerät, nicht in einer Cloud. Was gespeichert wird, ist jederzeit einsehbar und einzeln löschbar.
Bezahlbar
Geplanter Verkaufspreis unter 800 Euro für das Gerät, plus kleine monatliche Gebühr. Therapie-Robben kosten 5.000 Euro. Sony Aibo 2.900. Wir bauen für normale Familien.
Was Robert ist – und was nicht
Damit klar ist, was Sie bekommen: Robert ist ein Sprach-Begleiter für ältere Menschen, der zuhört, sich an Gesagtes erinnert und Gesellschaft leistet. Andere Aufgaben übernimmt er nicht.
Robert ist
- Ein Gesprächspartner, der zuhört und sich erinnert
- Eine Tagesstruktur-Hilfe für selbst eingetragene Termine, Geburtstage und persönliche Erinnerungen (ohne medizinische Prüfung)
- Eine Brücke zur Familie – auf ausdrücklichen Wunsch der nutzenden Person
- Ein Vorlese-Begleiter für Zeitungsartikel und Briefe
- Eine Beschäftigung gegen lange, stille Nachmittage – Aktivierung statt Passivität
Robert ist nicht
- Ein Hausnotruf oder medizinisches Gerät
- Ein Pflegeroboter für körperliche Hilfe
- Ein Ersatz für Familie, Freunde oder Pflegekräfte
- Eine Überwachungskamera für die Wohnung
- Ein Smart-Home-Hub, der Lampen schaltet
Drei Alltagssituationen, die Robert besser macht
Konkret. Wir erfinden hier nichts. Das sind Szenen aus den Tests.
Tagesstart und Termine
Robert begrüßt Frau M. mit Namen, fragt nach der Nacht und erinnert an einen Termin, den sie selbst eingetragen hat – etwa der Friseur am Vormittag oder der Spaziergang mit der Nachbarin um zehn. Wenn keine Antwort kommt, fragt er nach 20 Minuten noch einmal nach.
Erinnerungen und Geschichten
Herr B. erzählt zum dritten Mal von seinem Werkstattbrand 1972. Robert hört zu – auch beim dritten Mal, ohne ungeduldig zu werden. Er merkt sich die Geschichte und fragt später nach Details.
Brücke zur Familie
Auf ausdrücklichen Wunsch der Nutzerin – und nur dann – kann Robert eine kurze Sprachnachricht an einen vorher freigegebenen Angehörigen senden, etwa: „Wenn Sie mögen, sage ich Ihrer Tochter Bescheid, dass es Ihnen heute gut ging." Inhalte und Empfänger legt die Nutzerin selbst fest und kann sie jederzeit zurückziehen.
Datenschutz – die Nutzerin oder der Nutzer entscheidet
Robert hört zu. Das geht nur, wenn klar ist, was mit dem Gehörten passiert. Datenschutzrechtlich entscheidet primär die Person, mit der Robert spricht – nicht automatisch die Familie. Angehörige erhalten Zugriff nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzerin oder des Nutzers oder mit dokumentierter rechtlicher Vertretungsbefugnis (z. B. Vorsorgevollmacht, gesetzliche Betreuung).
Robert ist aktuell ein Prototyp. Die technische Architektur befindet sich noch in Entwicklung. Im Prototyp können Sprach- und KI-Dienste externer Anbieter eingesetzt werden, insbesondere für Spracherkennung, Sprachmodell und Sprachausgabe. Dabei können personenbezogene Daten, Gesprächsinhalte oder technische Metadaten an Auftragsverarbeiter übermittelt werden.
Vor Pilotbetrieb und Auslieferung veröffentlichen wir eine produktspezifische Datenschutz-Information mit den tatsächlich eingesetzten Anbietern, Speicherfristen, Rechtsgrundlagen, Betroffenenrechten und Löschmöglichkeiten.
Für die Serienversion arbeiten wir an einer EU-First-Architektur: lokale Verarbeitung auf dem Gerät, Pseudonymisierung vor Cloud-Aufrufen, EU-Hosting der Sprachmodelle, sichtbare Mikrofon-LED, physischer Mikrofon-Schalter, Verschlüsselung am Gerät. Diese Aussagen gelten erst, wenn sie in der finalen Produktversion technisch umgesetzt und in einer eigenen Datenschutz-Information dokumentiert sind.
Was Robert in jeder Version verspricht: keine Weitergabe zu Werbezwecken, kein Verkauf von Daten, kein Training von KI-Modellen mit Ihren Gesprächen. Was gespeichert ist, lässt sich einsehen und löschen (Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschrecht nach Art. 15–17 DSGVO).
Robert ist ein KI-System im Sinne des EU AI Act. Beim ersten Gespräch sagt Robert klar: „Ich bin Robert, ein KI-System. Ich bin kein Mensch, kein Arzt und kein Notruf." Die endgültige Datenschutz-Information für Robert wird mit dem Pilotbetrieb veröffentlicht und liegt der Auslieferung bei.
Was kostet Robert?
Wir nennen Zahlen, sobald sie stehen. Aktuell ist die Kalkulation auf folgenden Rahmen ausgerichtet.
Plus eine kleine monatliche Gebühr für Sprache und Speicher. Finale Preise und genaue Tarifstaffelung stehen mit dem Serienstart Sommer 2026 fest.
Was Robert technisch im Bauch hat
Wir entwickeln Robert mit dem Ziel einer EU-First-Architektur: so viel wie möglich soll direkt auf dem Gerät laufen, der Rest auf europäischen Servern. Im aktuellen Prototyp werden noch verschiedene Anbieter erprobt. Welche Komponenten am Ende in der Serienversion stecken, dokumentieren wir vor Auslieferung in einer produktspezifischen Datenschutz-Information.
Sprachmodell
Im Prototyp testen wir mehrere Sprachmodelle. Für die Serienversion ist eine EU-First-Lösung geplant – etwa Anthropic Claude über europäische Cloud oder Mistral aus Frankreich. Die finale Auswahl mit Auftragsverarbeitungsverträgen wird vor Auslieferung dokumentiert.
Stimme
Robert soll mit warmer, natürlicher Stimme antworten – mit Pausen, Atem und leichter Betonung, nicht wie eine Sprachausgabe. Im Prototyp testen wir verschiedene Anbieter. Für die Serienversion ist eine geräteseitige Sprachausgabe geplant.
Verstehen
Robert soll auch leise Stimmen, Dialekt-Einsprengsel und das verstehen, was ältere Menschen meinen – nicht nur, was sie wörtlich sagen. Für die Serienversion ist eine Spracherkennung direkt auf dem Gerät geplant, damit gesprochene Worte die Wohnung nicht verlassen müssen.
Gedächtnis
Robert soll sich Namen, Geschichten und Vorlieben merken – nur, was die nutzende Person ausdrücklich teilt. Für die Serienversion ist eine geräteseitige, verschlüsselte Speicherung geplant. Was gespeichert wird, soll jederzeit einsehbar und einzeln löschbar sein.
Hardware
Geplant: robustes Gerät mit hochwertigem Mikrofon, klarem Lautsprecher, USB-C-Standard und abwischbarem Gehäuse. Sichtbares LED bei aktivem Mikrofon und physischer Mikrofon-Schalter sind feste Anforderungen an die Serienversion. Konkrete Hardware-Plattform und Update-Garantien werden vor Markteintritt festgelegt.
Datenschutz
Wir bauen Robert nach dem Prinzip Privacy by Design (Art. 25 DSGVO). Vor Markteintritt führen wir eine Datenschutz-Folgenabschätzung mit externer Beratung durch und veröffentlichen eine produktspezifische Datenschutz-Information. Aussagen zu lokaler Verarbeitung, EU-Hosting und Pseudonymisierung gelten erst dann verbindlich, wenn sie in der finalen Produktversion umgesetzt und dokumentiert sind.
Architektur und Anbieter werden bis zum Pilotbetrieb erprobt und dann fixiert. Welche Module die Serienversion enthält, kommunizieren wir vor Auslieferung in einer eigenen Datenschutz-Information.
Was Robert nicht ist
Robert ist kein Medizinprodukt, kein Hausnotruf und kein Überwachungssystem. Robert erkennt keine medizinischen Notfälle zuverlässig, alarmiert nicht automatisch Rettungsdienste und ersetzt keine Pflege, Betreuung, ärztliche Beratung oder Angehörige.
Erinnerungen an Termine oder selbst eingetragene Einnahmezeiten sind reine Alltagshilfen ohne medizinische Prüfung. Wer einen medizinischen oder pflegerischen Notfall hat, wendet sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), den Rettungsdienst (112) oder eine Pflegefachkraft.
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Produktdarstellungen sind KI-gestützte Konzeptvisualisierungen der Generation 2. Aktuelle Hardware in Entwicklung.
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