naturwerk© Bienenfeind-Karte Standort-Risikofaktoren für Bienenstände orientierend kartieren
Web-Karte mit aggregiertem Risikoindikator je Bienenstand: Pestizid-Drift, Lichtbelastung, Mobilfunk, Mikroplastik, Tracht-Flächen-Quote. Zusammengeführt aus naturwerk©-Sensoren, Bundesnetzagentur, OpenStreetMap und Imker-Crowdsourcing. Mit technischer PDF-Standortakte als neutraler Kontext-Anhang für eine Verlust-Anzeige durch die zuständige Stelle.
Wenn Völker zusammenbrechen und der Kontext fehlt
Pestizid-Drift aus Nachbar-Feldern, Streulicht von Tankstellen und Sport-Anlagen, Mobilfunk-Standorte in Tracht-Reichweite, Mikroplastik-Eintrag aus Verkehr, schwindende Tracht-Flächen durch Bauleitplanung — Bienenstände sind heute einer komplexen Belastungslage ausgesetzt. Wenn Völker zusammenbrechen, fehlt fast immer eine zusammenführende Übersicht der lokalen Faktoren am eigenen Standort.
Wer Verluste anzeigt, hört oft: „Können Sie das eingrenzen?" Genau das ist der Punkt. Ohne räumlichen Kontext bleibt die Anzeige ohne Datenbasis. Mit einer aggregierten Risikoindikator-Karte wird aus „wir wissen nicht, was passiert ist" ein Datensatz mit Standort, Risikofaktoren und 30-Tage-Vorgeschichte — eine orientierende Datenbasis, die durch zuständige Veterinärämter, Sachverständige oder Versicherungen bewertet werden kann. Die Karte selbst trifft keine Schuldfeststellung gegenüber Dritten.
Was die Karte sichtbar macht
- Pestizid-Drift-Indikation aus Drift-Wächter-Mesh und Spritzalarm-PWA
- Lichtbelastungs-Indikation aus Licht-Wächter und OSM-Beleuchtung
- Mobilfunk-Standorte aus Bundesnetzagentur-Daten (öffentlich)
- Mikroplastik-Indikator aus Sammlern und Verkehrsdichte
- Tracht-Flächen-Quote aus Corine-Land-Cover und Open-Data-Landwirtschaft
- Lokales Wetter und Trachtindex aus DWD-Daten — keine personenbezogenen Verdachts-Hinweise
Vom Standort zur technischen Kontext-Akte
Bienenstand eintragen
Sie tragen Position und Beuten-Anzahl in der Web-App ein. GPS oder Karten-Pin, intern auf 25 Meter genau. Eingaben sind privat — nur für Sie sichtbar. Auf öffentlichen Karten werden Standorte zusätzlich auf 100 Meter gerundet.
Datenquellen verknüpfen
Sieben Datenebenen werden für Ihre Position aggregiert: Drift, Licht, Mobilfunk, Mikroplastik, Tracht, Wetter, Crowdsourcing. Daten-Stand und Lizenz wird je Layer angezeigt; Lücken sind transparent gekennzeichnet.
Risikoindikator berechnen
Aus den Datenebenen entsteht ein zusammenfassender Indikator mit fünf Dimensionen, je farbcodiert. Methode und Gewichtung sind in der App offen einsehbar. Indikator, kein Beweis.
Heatmap im 3-km-Radius
Die Karte zeigt nicht nur Ihren Stand, sondern den Tracht-Flugradius mit räumlich aggregierten Belastungs-Hotspots. Geeignet für Standortwahl-Diskussionen im Verein — ohne Nennung konkreter Dritter.
Push-Hinweis bei Daten-Änderung
Bei Drift-Wächter-Spitzen, Spritzalarm-Crowdsourcing-Meldungen oder neuen Bauanträgen mit Tracht-Bezug im Umkreis kommt ein Push-Hinweis ans Smartphone. Hinweis, keine amtliche Bewertung.
Technische PDF-Standortakte
Im Bedarfsfall erzeugen Sie eine neutrale PDF-Akte mit den im Umkreis verfügbaren Risikofaktoren der letzten 30 Tage. Dient als Kontext-Anhang zu einer Verlust-Anzeige bei einer zuständigen Stelle — sie nennt keine konkreten Personen, keine Betriebe und enthält keinen Rechtsvorwurf.
Pakete für Privat-Imker, Vereine und Behörden
Drei Stufen — Privat-Imker zahlen einmalig pro Jahr, Vereine bekommen flächige Lizenzen, Behörden und Forschung erhalten Datenauszüge auf Anfrage.
Privat-Imker
- 12 Monate Karten-Zugang
- Risikoindikator je Standort, jährliche Aktualisierung
- Push-Hinweis bei akuten Daten-Änderungen
- 2 technische PDF-Standortakten pro Jahr
- Anleitung für eigene Verlust-Meldungen
Vereins-Lizenz
- Vereinseigene aggregierte Heatmap (ohne Nennung Dritter)
- Monatliche Vorstands-Reports mit Trends
- Beliebige technische PDF-Standortakten für Mitglieder
- Schulungs-Webinar-Reihe für Vorstände
- Crowdsourcing-Funktion, intern und nicht öffentlich
Behörden & Forschung
- Flächiger Daten-Auszug für ein gewähltes Gebiet
- Rohdaten als CSV und GeoJSON
- Schriftliche Methoden-Dokumentation mit Gewichtungen
- Begleitete Übergabe per Video
- Folge-Update nach 12 Monaten inklusive
Pilot-Modul — Datenebenen werden im Lauf 2026 schrittweise erweitert. Aktueller Daten-Stand und Quelle sind in der Karte je Layer einsehbar. Alle Preise sind Endpreise; als Kleinunternehmer gemäß §19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Behörden- und Forschungs-Auszug zzgl. Versand des Datenträgers (sofern gewünscht). Lizenzen monatlich/jährlich kündbar — keine automatische Verlängerung ohne gesonderte Zustimmung. Selbsthosting auf Anfrage.
Standorte besprechen, passendes Paket wählen
Schreiben Sie uns kurz per E-Mail: ob ein Privat-Zugang reicht oder eine Vereinslizenz sinnvoll ist, welche Datenebenen für Sie wichtig sind und ob ein Forschungs-Auszug in Frage kommt.
Was unter der Karte liegt
Wir setzen auf öffentliche und etablierte Datenquellen sowie das Mesh aus naturwerk©-Sensoren. Die Methode ist offen dokumentiert, Daten-Stand und Lizenz werden je Layer angezeigt, Datenlücken sind transparent gekennzeichnet. Eigentum statt Abo: Ihre Standort-Daten bleiben jederzeit Ihre.
Methoden-Beschreibung und Beispiel-Daten sind quelloffen einsehbar. Wenn Sie Daten zur Karte beitragen wollen (eigene Verlust-Meldung, Spritzalarm, Tracht-Hinweis), können Sie das im Crowdsourcing-Bereich. Bitte: nur eigene Beobachtungen eintragen, keine Namen oder Daten Dritter.
| Datenebene | Quelle |
|---|---|
| Pestizid-Drift | Drift-Wächter-Mesh + Spritzalarm-PWA (naturwerk©) |
| Lichtbelastung | Licht-Wächter-Mesh + OpenStreetMap-Beleuchtung |
| Mobilfunk | Bundesnetzagentur-Standortdaten (EMF-DB, öffentlich) |
| Mikroplastik-Indikator | Mikroplastik-Sammler + Verkehrsdichte (OSM) |
| Tracht-Flächen | Corine-Land-Cover + Open-Data-Landwirtschaft |
| Wetter und Trachtindex | DWD-Open-Data |
| Bauanträge mit Tracht-Bezug | Kommunale Bauleitplanverfahren (öffentliche Auslegung) |
| Crowdsourcing-Verluste | Eigene Imker-Eingaben (intern, anonymisiert) |
Wer die Bienenfeind-Karte heute schon einsetzt
Privatimker in intensiver Lage
Bienenstand am Ortsrand mit Maisfeld in Hauptwindrichtung, Streuobstwiese neben Bundesstraße — die Karte zeigt orientierend, welche räumlichen Risikofaktoren am eigenen Standort vorliegen, und gibt eine schriftliche Datenbasis für eigene Standort-Entscheidungen.
Imkerverein-Vorstände
Mitgliederbetreuung wird konkret: Wo liegen Stände in Belastungs-Hotspots? Welche Beratung lohnt? Vorstands-Report monatlich, anonymisierte Heatmap als interne Diskussionsgrundlage — ohne Nennung konkreter Dritter.
Veterinärämter
Bei einer Verlust-Anzeige liefert die technische Standortakte den lokalen Risikofaktoren-Kontext der letzten 30 Tage. Die rechtliche und veterinärfachliche Bewertung erfolgt durch das Amt selbst.
Landwirtschaftskammern
Aufklärungsmaterial für Bestäuber-Schutz wird konkret und regional: Welche Risikofaktoren gibt es im Kammergebiet? Datenauszüge für Beratung und Veröffentlichung — ohne personenbezogene Verdachts-Hinweise.
Naturschutz und Insektenschutz-Vereine
Vorbereitung von Stellungnahmen in Bauleitplanverfahren, Argumentationshilfe für Insektenschutz-Zonen, Begleitung von Pilot-Projekten in Schutzgebieten.
Forschung und Bildungs-Einrichtungen
Bachelor- und Master-Arbeiten zu Bestäuber-Belastung, Schul-Bienenstöcke mit Pausenhof-Kontext, Citizen-Science-Projekte mit kleinem Budget.
Daten gehören dem Imker
Standortdaten der Bienenstände, Verlust-Meldungen und Akten werden verschlüsselt auf einem Server in Deutschland (Hetzner Falkenstein) verarbeitet. Da wir Zwecke und Methode (z. B. Score-Berechnung, Layer-Auswahl) selbst bestimmen, sind wir für diese Verarbeitung Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO; bei reinen Speicher- und Übermittlungs-Diensten verarbeiten wir gemäß Art. 28 DSGVO als Auftragsverarbeiter. Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschrechte (Art. 15–17 DSGVO) gelten jederzeit.
Ihre Bienenstände sind privat. Andere Imker sehen Ihren Standort nur, wenn Sie ihn explizit freigeben. In der Vereins-Lizenz sehen Vorstände aggregierte Karten ohne direkten Personenbezug. In der öffentlich sichtbaren Karte werden nur räumliche Risiko-Heatmaps gezeigt — keine Bienenstände und keine Identifizierung Dritter; Standorte sind auf 100 Meter gerundet. Crowdsourcing-Meldungen sollen ausschließlich eigene Beobachtungen enthalten, keine personenbezogenen Daten Dritter (Namen, Hofbezeichnungen, Kennzeichen, Spritzgeräte-Zuordnung).
Was wir vermeiden
- Keine Bilder, keine Beuten-Fotos, keine Imker-Personen-Daten ohne Einwilligung
- Keine Weitergabe von Standortdaten ohne Konsens
- Keine Werbe-Cookies, keine Tracking-Pixel im Karten-Dashboard
- Crowdsourcing-Meldungen privat per Default, nur eigene Beobachtungen
- Keine Verkettung mit anderen Imker- oder Betriebs-Datenbanken
- Keine Nennung konkreter Personen oder Betriebe in Karte, Indikator oder PDF-Akte
Vom ersten Kontakt bis zur ersten Standortakte
Standort-Beschreibung
Per E-Mail beschreiben Sie Ihre Stand-Situation, gewünschtes Paket und welche Datenebenen am wichtigsten sind. Wir empfehlen Privat oder Vereins-Lizenz.
Zugang einrichten
Sie erhalten Zugangsdaten zur Web-App. Karten-Tour beim ersten Login, Eingabe Ihrer Stände in 5 Minuten.
Datenebenen aktivieren
Pro Stand wählen Sie aktive Datenebenen. Standardmäßig sind alle aktiv. Push-Schwellwerte werden gemeinsam eingestellt.
Erste Risiko-Aktualisierung
Innerhalb von 24 Stunden ist Ihr erster Risikoindikator aktiv. Sie sehen die Heatmap im 3-km-Radius je Stand.
Begleitung im Alltag
Push-Hinweise, monatliche Übersicht. Bei Vereinslizenz: Vorstands-Report. Bei Privat: Stiller Modus möglich.
Akte im Bedarfsfall
Bei Verlust erzeugen Sie eine technische PDF-Standortakte mit den letzten 30 Tagen Risikofaktoren. Sie liefert räumlichen Kontext, keinen Schuldvorwurf — die Bewertung trifft die zuständige Stelle.
Teil der naturwerk©-Initiative
Die Bienenfeind-Karte ist eines von mehreren Bürger-Tech-Modulen unter der Marke naturwerk© — der Manufaktur-Linie der Netzhandwerker für bezahlbare Sensorik gegen Umweltbelastung. Weitere Module: Drift-Wächter mit spuerwerk©-Sensorik gegen Pestizid-Drift, Lärm-Wächter, Licht-Wächter, Spritzalarm-PWA für Crowdsourcing, Pestizid-Scanner als Werkstatt-Service, Gülle-Wächter für Ammoniak und H₂S, Mikroplastik-Sammler.
„Wir machen Belastungen messbar — sachlich, dokumentiert und nachvollziehbar."
Alle naturwerk©-Module ansehen →Manifest
In Deutschland gibt es kein flächendeckendes staatliches Pestizid-Luft-Monitoring. Beim Gülle-Ammoniak existieren Grenzwerte, aber kaum lokale Messstellen. Lichtverschmutzung wird bundesweit kaum erfasst. Verlässliche Daten kommen oft aus NGO- oder Hochschul-Studien — sie zeigen seit Jahren, dass deutsche Atemluft, Böden und Gewässer mit Stoffen belastet sein können, die nicht systematisch lokal gemessen werden.
naturwerk© bringt private Messwerkzeuge und Karten-Indikatoren in Bürgerhand. Hardware, die einer kauft und besitzt. Software, die jeder selbst hosten kann. Karten-Services, die offen dokumentiert sind. Damit jede Initiative, jeder Imker, jede Gemeinde, jede Familie am Ortsrand eine eigene Datenbasis hat — als Hinweise, die im Rahmen einer Beschwerde, einer Pressearbeit oder eines anwaltlichen Schreibens vorgelegt werden können. Die rechtliche Bewertung trifft immer die zuständige Stelle.
„Wir machen Belastungen messbar — sachlich, dokumentiert und nachvollziehbar."Beschreiben Sie Ihr Problem
Wir melden uns bei Ihnen und finden eine Lösung.
Häufig gestellte Fragen
Was zeigt die Bienenfeind-Karte konkret?
Für jede Standort-Position eines Bienenstandes wird ein aggregierter Risikoindikator in fünf Dimensionen berechnet: Pestizid-Drift-Indikation aus Drift-Wächter-Mesh und gemeldeten Spritzalarm-Ereignissen, Lichtbelastungsindikation aus Licht-Wächter-Daten und OpenStreetMap-Beleuchtung, Mobilfunk-Belastungsindikation aus Bundesnetzagentur-Standortdaten, Mikroplastik-Indikation aus Sammlern und Verkehrsdichte sowie Trachtflächen-Quoten aus Corine-Land-Cover. Daraus ergibt sich ein zusammenfassender Indikator je Standort und eine Heatmap im Umkreis von 3 Kilometern. Die Karte und der Indikator nennen ausdrücklich keine konkreten Personen, Betriebe, Höfe oder Firmen als „Verursacher" — sie aggregieren nur räumliche Belastungs-Signale aus offenen Datenquellen.
Wo kommen die Daten her?
Sieben Quellen werden zusammengeführt: Drift-Wächter-Mesh und Spritzalarm-PWA der naturwerk-Initiative für Pestizid-Vorfälle, Licht-Wächter-Mesh für Lux-Werte und Spektrum, Bundesnetzagentur-Standortdaten für Mobilfunk, OpenStreetMap für Verkehrs- und Beleuchtungs-Infrastruktur, Corine-Land-Cover und Open-Data-Landwirtschaft für Tracht-Flächen, DWD für Wetter- und Klima-Kontext sowie Imker-Crowdsourcing für eigene Verlust-Meldungen (anonymisiert, nicht öffentlich). Datenstand, Lizenz und Quelle sind in der Karte je Layer einsehbar. Datenlücken werden ausdrücklich gekennzeichnet.
Was ist im Privat-Imker-Zugang für 49 € einmalig enthalten?
Sie bekommen einen 12-Monats-Zugang zur Web-Karte für bis zu drei Bienenstände, jährlich aktualisierten Risikoindikator je Standort, monatlichen Push-Hinweis bei signifikanten Änderungen der Datenlage (z. B. Drift-Wächter-Spitzen im Umkreis, neue Mobilfunk-Standorte aus BNetzA-Daten), zwei technische PDF-Standortakten pro Jahr für eine eigene Verlust-Anzeige sowie Anleitung für Eigenmeldungen. Verlängerung um 12 Monate für 29 €.
Was leistet die Vereins-Lizenz für 199 € jährlich?
Imkervereine erhalten Zugang für bis zu 50 Bienenstände in einem zusammenhängenden Gebiet, eine vereinseigene aggregierte Heatmap mit Standort-Übersicht (ohne Nennung konkreter Dritter), monatliche Vorstands-Reports mit Trend-Analysen, beliebige technische PDF-Standortakten für Mitglieder, eine Schulungs-Webinar-Reihe für Vorstände sowie eine Crowdsourcing-Funktion für interne Verlust-Meldungen (intern, nicht öffentlich). Die Lizenz läuft 12 Monate und verlängert sich nicht automatisch ohne gesonderte Zustimmung.
Wie funktioniert das Behörden- und Forschungs-Paket für 999 € einmalig?
Veterinärämter, Landwirtschaftskammern, Universitäten und Forschungs-Verbünde bekommen einen flächigen Daten-Auszug für ein gewähltes Gebiet (bis 200 Quadratkilometer), Rohdaten als CSV und GeoJSON, eine schriftliche Methoden-Dokumentation mit Gewichtungen und Datenstand, eine begleitete Übergabe per Video und ein Folge-Update nach 12 Monaten. Geeignet für Stellungnahmen, Bachelor- und Master-Arbeiten oder Programm-Begleitung. Der Datenauszug enthält keine personenbezogenen Verdachts-Hinweise und nennt keine konkreten Betriebe als Verursacher.
Ist die Risikobewertung wissenschaftlich abgesichert?
Die Methode ist offen dokumentiert: Daten-Aggregation, Gewichtung, Zeit-Skalierung. Der Indikator ist ausdrücklich ein Indikator, kein Beweis und kein Gutachten. Datenlücken sind transparent gekennzeichnet. Für eine gerichtsfeste oder verwaltungsrechtliche Schadensbewertung verweisen wir an Fachgutachter und Sachverständige; unsere Akte kann dort nur als orientierender Kontext-Anhang genutzt werden. Wir liefern technische Übersichten und keine Rechtsberatung.
Können andere Imker meinen Standort sehen?
Standardmäßig nein. Bienenstände sind im Privat-Zugang ausschließlich für den Eigentümer sichtbar. In der Vereins-Lizenz sehen Vorstände aggregierte Karten ohne direkten Personenbezug; Mitglieder können einander Standorte explizit freigeben. In der öffentlich sichtbaren Karte zeigen wir keine Bienenstände — nur Risiko-Heatmaps der Umgebung, ohne Identifizierung von Dritten. Standorte werden auf öffentlichen Karten zusätzlich auf 100 Meter gerundet.
Wo liegen die Daten und wie ist der Datenschutz geregelt?
Standortdaten der Bienenstände, Verlust-Meldungen und technische Standortakten werden verschlüsselt auf einem Server in Deutschland (Hetzner Falkenstein) verarbeitet. Da wir Zwecke und Methode (z. B. Score-Berechnung, Layer-Auswahl) selbst bestimmen, sind wir für diese Verarbeitung Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO; bei reinen Speicher- und Übermittlungs-Diensten verarbeiten wir gemäß Art. 28 DSGVO als Auftragsverarbeiter. Standortdaten lassen sich jederzeit löschen (Auskunfts-, Berichtigungs-, Löschrecht nach Art. 15–17 DSGVO). Open-Data-Quellen werden mit Stand und Lizenz angegeben. Crowdsourcing-Meldungen sind privat per Default und sollen ausschließlich eigene Beobachtungen enthalten — bitte keine personenbezogenen Daten Dritter (Namen, Hofbezeichnungen, Kennzeichen) eintragen.
Bekomme ich Push-Hinweise bei akuten Risiken?
Ja. Bei Drift-Wächter-Spitzen im 3-km-Umkreis Ihres Stands kommt ein Push-Hinweis ans Smartphone, ebenso bei Spritzalarm-PWA-Meldungen, neuen Mobilfunk-Standorten aus BNetzA-Daten und Bauanträgen mit Auswirkung auf Tracht-Flächen. Schwellwerte und Zeitfenster lassen sich individuell anpassen. Hinweise sind Orientierungspunkte, keine amtlich verbindlichen Bewertungen.
Hilft die Karte bei einer konkreten Verlust-Anzeige?
Sie hilft als Kontext-Lieferant. Bei einem Bienenstock-Verlust erzeugt die Karte eine technische Standortakte mit den im Umkreis verfügbaren Risikofaktoren der letzten 30 Tage: aggregierte Pestizid-Drift-Indikation aus dem Sensor-Mesh, Wetter-Bedingungen, Spritzalarm-Crowdsourcing, Mobilfunk- und Tracht-Daten. Diese Akte ist eine neutrale Risikofaktoren-Übersicht — sie nennt keine Personen, keine konkreten Betriebe, keinen „Schuldigen" und enthält keinen Rechtsvorwurf. Sie kann zur Vorlage bei Veterinäramt, Anwalt oder Versicherung als Anlass-Anhang dienen. Eine veterinärmedizinische Diagnose und eine Wirkstoff-Analyse einer toten Biene ersetzt sie ausdrücklich nicht.
Was kann die Bienenfeind-Karte ausdrücklich NICHT?
Sie ist kein Gutachten. Sie ersetzt keine Veterinärmedizinerin, keine Wirkstoff-Analyse einer toten Biene, keinen Schadensgutachter, keine amtliche Bewertung und keine Rechtsberatung. Sie identifiziert keine konkreten Personen oder Betriebe als Verursacher. Wenn Datenquellen lückenhaft sind, ist auch der Indikator lückenhaft (transparent gekennzeichnet). Was sie kann: räumliche Risikofaktoren bündeln und sichtbar machen, sodass Sie und Ihr Verein eine orientierende Faktenbasis für Diskussion, Standortwahl und ggf. eine Verlust-Anzeige durch eine zuständige Stelle haben.
Für wen ist das Modul besonders sinnvoll?
Privatimker mit Bienenständen in landwirtschaftlich intensiver Lage, Imker mit Streuobstwiese in Verkehrsnähe, Vorstände von Imkervereinen mit Mitglieder-Stand-Übersichts-Bedarf, Naturschutz-Ortsgruppen mit Insektenschutz-Schwerpunkt, Veterinärämter zur orientierenden Plausibilisierung von Verlust-Anzeigen, Landwirtschaftskammern für Aufklärungs-Material, Forschungs-Projekte zur Bestäuber-Belastung sowie Eltern-Beiräte und Schulen mit Schul-Bienenstöcken auf dem Gelände.