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Fernwartung sauber einrichten – mit dem Werkzeug, das zu Ihnen passt

TeamViewer, AnyDesk, RustDesk, ISL Online und sieben weitere Werkzeuge im direkten Vergleich. Wir wählen für Sie aus, richten ein, dokumentieren und schulen. Auf Wunsch komplett auf eigenem Server – DSGVO-fest.

  • 11 Werkzeuge, aktueller Stand 2026
  • DSGVO-Bewertung pro Anbieter
  • Self-Hosting auf eigenem Server möglich
  • Einrichtung, Schulung, Doku in einem Schritt
IT-Techniker am Schreibtisch mit zwei Monitoren und einer aktiven Fernwartungs-Sitzung

Was Fernwartung wirklich bedeutet

Wenn Sie sich nicht jeden Tag mit dem Thema beschäftigen müssen, ist das alles zunächst Werkzeug-Salat. Hier die Kurzfassung.

Wie funktioniert Fernwartung in einem Satz?

Sie installieren ein kleines Programm auf Ihrem Rechner. Wir bekommen eine ID und ein einmaliges Passwort von Ihnen, sehen Ihren Bildschirm und können auf Wunsch die Maus mitbewegen – Sie sehen jeden Klick mit und können die Sitzung jederzeit beenden.

Der Unterschied zwischen den Werkzeugen liegt in drei Punkten: Wo läuft der Vermittlungs-Server (Deutschland, USA, eigener Server)? Was kostet die professionelle Nutzung? Und welche Schutzmechanismen sind eingebaut – Zwei-Faktor, Sitzungs-Aufzeichnung, Whitelisting, automatische Sperre nach Sitzungsende.

Für die rein private Nutzung reicht oft die abgespeckte Frei-Variante. Für ein Unternehmen, das täglich Kundendaten verarbeitet, sieht das Bild anders aus – dort wird schnell klar, dass die Wahl des Werkzeugs eine Datenschutz-Entscheidung ist.

Wir richten Ihre Fernwartung ein – nicht nur das Werkzeug

Eine Fernwartung ist erst dann praxistauglich, wenn Sie wissen, wer wann zugreifen darf, was protokolliert wird und wie Sie eine Sitzung sauber beenden. Diese vier Bausteine gehören für uns dazu:

01

Werkzeug-Auswahl

Wir prüfen Ihren Bedarf – Anzahl Geräte, Branche, vorhandene Datenschutz-Richtlinien – und empfehlen passend.

02

Sicheres Setup

Zwei-Faktor, eindeutige IDs, Whitelisting, Sitzungs-Protokoll. Auf Wunsch eigener Vermittler-Server.

03

Mitarbeiter-Schulung

20 Minuten reichen meist. Wir zeigen Ihrem Team, wie Sitzung starten und beenden – ohne Fachjargon.

04

Schriftliche Doku

Sie bekommen ein PDF mit allem Wichtigen: Zugangsdaten getrennt vom Werkzeug, Notfall-Plan, Ansprechpartner.

11 Werkzeuge im Direktvergleich – Stand April 2026

Anbieter-Sitz, DSGVO-Bewertung und Self-Hosting-Möglichkeit auf einen Blick. Konditionen klären wir individuell im Beratungs-Gespräch.

Werkzeug Anbieter-Sitz Lizenz-Modell DSGVO Self-Hosting Plattformen
AnyDeskSolo / Standard / Advanced Stuttgart, Deutschland Abo, mehrere Tarif-Stufen DSGVO-tauglich nur Ultimate (auf Anfrage) Win, Mac, Linux, iOS, Android
TeamViewerRemote Access / Business / Premium / Corporate Göppingen, Deutschland Abo, vier Tarif-Stufen DSGVO-tauglich Tensor on-Premise (Enterprise) Win, Mac, Linux, iOS, Android, Browser
RustDeskOSS / Pro Hongkong (Code Open Source) OSS Self-Host oder Pro-Lizenz bei Self-Host vollständig möglich Win, Mac, Linux, iOS, Android, Web
ISL OnlineISL Light Ljubljana, Slowenien (EU) Pay-per-Use oder Server-Lizenz DSGVO-tauglich Server Lizenz lokal möglich Win, Mac, Linux, iOS, Android, Browser
Iperius RemotePersonal / Business Pisa, Italien (EU) Abo, Personal oder Business DSGVO-tauglich nein Win, Mac, Android, iOS
SupremoSolo / Business Italien (Nanosystems) Abo, Solo oder Business DSGVO-tauglich nein Win, Mac, iOS, Android
SplashtopSolo / Pro / Performance San Jose, USA Abo, drei Tarif-Stufen heikel (Cloud Act) nein Win, Mac, Linux, iOS, Android, Web
ConnectWise ScreenConnectOne / Standard / Premium Tampa, USA Abo, drei Tarif-Stufen heikel (Cloud Act) ja (On-Prem möglich) Win, Mac, Linux, iOS, Android
Zoho AssistStandard / Pro Chennai, Indien Abo, Standard oder Pro heikel (Drittland) nein Win, Mac, Linux, iOS, Android, Browser
Chrome Remote DesktopGoogle Mountain View, USA ohne Profi-Modell nicht empfohlen nein Win, Mac, Linux, Browser, Android
Microsoft Remote DesktopRDP / Remote Hilfe Redmond, USA (Bordmittel) in Windows Pro enthalten je nach Konfiguration ja (läuft im eigenen Netz) Win (Pro/Enterprise) als Host

Hinweis: Werkzeuge wie TeamViewer und AnyDesk staffeln pro zusätzlicher gleichzeitiger Sitzung. Die individuell passende Lizenz-Stufe besprechen wir im Beratungs-Gespräch.

DSGVO-Ampel: Welcher Anbieter wo steht

Diese Bewertung berücksichtigt drei Faktoren: Sitz des Anbieters, ob Daten in Drittländer übertragen werden, und ob ein Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) verfügbar ist. Sie ersetzt keine Rechtsberatung, gibt aber eine schnelle Orientierung.

Bewertungs-Skala: rot (kritisch) – gelb (mit Vertrag möglich) – grün (unproblematisch)

Markierung zeigt unsere Einschätzung pro Anbieter. Quelle: aktuelle Datenschutz-Erklärungen und AVV-Angebote der Hersteller, Stand April 2026.

Werkzeug
Sitz
Bewertung
Begründung
AnyDesk
DE
Stuttgart-basiert, ISO 27001, AVV nach Art. 28 DSGVO direkt verfügbar.
TeamViewer
DE
Göppingen, ISO 27001, BSI-zertifiziert. Sicherheits-Vorfall 2016 (Endkunden-Konten) heute Geschichte.
RustDesk (selbst gehostet)
eigener Server
Daten verlassen Ihre Infrastruktur nicht. Höchste Kontrollstufe – setzt eigene Server-Wartung voraus.
ISL Online
SI (EU)
Slowenischer Anbieter, Server in der EU. Server-Lizenz für komplette Inhouse-Lösung möglich.
Iperius Remote
IT (EU)
Italienischer Anbieter, Cloud-Server in der EU, AVV verfügbar. Reine Cloud, kein Self-Hosting.
Supremo
IT (EU)
Italien, EU-Server, schlankes Werkzeug ohne Installation, AVV auf Anfrage.
Microsoft Remote Desktop (im LAN)
eigenes Netz
Bordmittel von Windows Pro. Solange Sie nur im eigenen Netz oder über VPN zugreifen, verlässt nichts Ihre Infrastruktur.
ConnectWise ScreenConnect
US
US-Anbieter unter Cloud Act. On-Premises-Variante kann Risiko entschärfen, AVV-Verhandlung nötig.
Splashtop
US
US-Anbieter, Server in den USA. Mit AVV und transparenter Risiko-Abwägung möglich, aber nicht erste Wahl bei sensiblen Daten.
Zoho Assist
IN
Drittland Indien, EU-Region wählbar (Server in Amsterdam), AVV vorhanden. Trotzdem sorgfältige Prüfung nötig.
Chrome Remote Desktop
US
Bequem, aber Google liefert keinen klaren AVV speziell für Remote-Sitzungen. Für Geschäftsbetrieb mit Kundendaten ungeeignet.

Vier Werkzeuge im Detail – die Empfehlungen

Aus der vollständigen Liste fallen vier Werkzeuge heraus, die wir am häufigsten einrichten. Jedes hat einen klaren Anwendungsbereich – und einen Punkt, an dem es nicht mehr passt.

AnyDesk

Stuttgart · ISO 27001 · seit 2014
Lizenz-Modell: Solo, Standard, Advanced, Ultimate jährliche Abrechnung, Ultimate auf Anfrage

Schnell, schlank, in Deutschland gemacht. Die Software ist erstaunlich klein (rund 4 MB) und läuft selbst über schwache Verbindungen flüssig. Für 80 Prozent unserer Kunden ist das die erste Wahl, wenn es schnell gehen soll.

  • Schnellste Übertragung im Test
  • Anbieter-Sitz Stuttgart, AVV direkt verfügbar
  • Auch ohne Installation nutzbar (Portable-Version)
  • Self-Hosting nur im obersten Ultimate-Tarif
  • Spürbare Sprünge im Leistungs-Umfang zwischen den Tarifen
Einzelpersonen, kleine Teams, alle die schnell starten wollen.

TeamViewer

Göppingen · BSI-zertifiziert · seit 2005
Lizenz-Modell: Remote Access, Business, Premium, Corporate Tensor on-Premises für Enterprise auf Anfrage

Der Marktführer mit der größten Verbreitung. Wer Kunden international betreut, profitiert davon, dass TeamViewer fast überall schon vorinstalliert ist. Funktionsumfang ist riesig – Augmented-Reality-Unterstützung, IoT-Geräte, Mobile Device Management.

  • Höchste Kompatibilität, BSI-zertifiziert
  • Tensor on-Premises für Konzerne verfügbar
  • Sehr gute mobile Apps inkl. iOS-Bildschirmsteuerung
  • Komplexes Lizenz-Modell mit zahlreichen Add-ons
  • Aggressive Erkennung „kommerzielle Nutzung" auch bei Privatpersonen
Mittelständische Unternehmen, Außendienst, internationale Kunden-Betreuung.

RustDesk

Open Source · 113.000+ GitHub-Sterne
Lizenz-Modell: OSS Self-Host oder Pro Pro-Varianten: Individual und Basic/Customized

Die Open-Source-Antwort auf die kommerziellen Anbieter. Sie betreiben den Vermittlungs-Server selbst – ein kleiner Linux-Server in Deutschland genügt. Die Daten verlassen Ihre Kontrolle nie.

  • Volle Datenhoheit – keine fremden Server
  • Quellcode öffentlich überprüfbar
  • Skaliert ohne Lizenz-Aufpreise
  • Erst-Einrichtung dauert 2–3 Stunden Arbeit
  • Komfort-Funktionen (Adressbuch, 2FA-Konsole) nur in Pro-Lizenz
Kanzleien, Praxen, Steuerberater, alle mit hohem Datenschutz-Anspruch.

ISL Online

Ljubljana · EU-Server · seit 2003
Lizenz-Modell: ISL Light Pay-per-Use Server-Lizenz für komplette Inhouse-Variante als Einmal-Lizenz

Der oft übersehene EU-Mitspieler. Slowenischer Anbieter mit Servern ausschließlich in Europa, sehr funktionsreich, professionell ausgerichtet. Wenn Sie einen Anbieter aus der EU wollen, ohne gleich Open Source einzusetzen, ist das die Antwort.

  • EU-Anbieter, keine US-Cloud-Berührung
  • Server-Lizenz für komplette On-Premises-Lösung
  • Pay-per-Use-Modell (zahlt nur, wer wirklich verbindet)
  • Marktanteil deutlich kleiner als TeamViewer/AnyDesk
  • Oberfläche wirkt etwas älter
Behörden, kommunale Unternehmen, alle mit klarer EU-Vorgabe.

Welches Werkzeug passt zu Ihnen?

Drei Fragen führen meist zur richtigen Wahl. Diese Entscheidungs-Hilfe ist eine Faustregel – im Beratungs-Gespräch klären wir die Details.

Schnell-Entscheidung in drei Schritten

START Frage 1: Wie sensibel sind die Kundendaten? Personen-, Gesundheits-, Finanzdaten Berufsgeheimnis · Kanzlei-Mandant sehr sensibel normal Self-Hosting empfehlenswert RustDesk auf eigenem Server oder ISL Online Server-Lizenz Daten verlassen Ihre Infrastruktur nie Frage 2: Anzahl Geräte? 1–3 Geräte für Privat / Solo 10+ Geräte für ein Team 1–3 10+ Empfehlung: AnyDesk Solo Solo-Lizenz – einfacher Start Stuttgart, AVV, ISO 27001 TeamViewer Business / Premium größere Teams + intl. Wir richten ein: RustDesk + Hetzner-Server Setup einmalig Die Faustregel ersetzt keine individuelle Beratung – im Erstgespräch klären wir Ihre Lage in 15 Minuten.

So läuft eine Fernwartung praktisch ab

Damit das Thema fassbar wird – hier der typische Verlauf einer Sitzung in fünf Schritten. So sieht es aus, wenn wir bei Ihnen aufschalten.

1 Sie rufen an 02562 187 99 13 oder Termin online 2 Werkzeug starten Sie laden eine kleine Datei herunter 3 ID + Passwort Sie nennen am Telefon 9-stellige Sitzungs-ID 4 Wir lösen Sie sehen jeden Klick Sitzungs-Protokoll läuft 5 Saubere Trennung Sitzungs-ID verfällt automatisch nach 5 Min Sie haben jederzeit die volle Kontrolle. Mit einem Klick auf das X beenden Sie die Sitzung sofort – auch mitten im Schritt 4. Die meisten Probleme sind in 15 bis 30 Minuten erledigt.

Fernwartung über das Internet, im LAN oder per VPN

Fernwartung ist nicht gleich Fernwartung – je nach Standort des Helfers und der Empfindlichkeit der Daten gibt es drei sinnvolle Verbindungs-Wege. Wir richten alle drei sauber ein.

A

Über das offene Internet

Standard-Weg für Einzel-Sitzungen. Die Verbindung läuft über den Vermittlungs-Server des Herstellers (TeamViewer-Cloud, AnyDesk-Cloud) Ende-zu-Ende verschlüsselt mit AES-256. Sie sind in zwei Minuten verbunden, ohne Konfiguration am Router.

B

Über einen VPN-Tunnel

Wir bauen zuerst einen verschlüsselten Tunnel ins lokale Netz auf, dann erst die Bildschirm-Sitzung. Dadurch sehen wir auch Server, Drucker, NAS, Firewall – nicht nur einen Arbeitsplatz. Für die Netzwerk-Fernwartung ist das der saubere Weg.

C

Auf eigenem Vermittler-Server

Die Hersteller-Cloud wird durch Ihren eigenen Server ersetzt (RustDesk Self-Hosted, ISL-Server-Lizenz, TeamViewer Tensor). Verbindungs-Daten verlassen Ihre Infrastruktur nie. Empfohlen bei Berufsgeheimnis und sehr sensiblen Daten.

D

Microsoft Remote Desktop im LAN

Wenn nur intern zugegriffen wird (Heim-Büro im selben Netz, Filiale per VPN angebunden), reicht das Windows-Bordmittel RDP. Keine Cloud, im Windows-Pro-Lizenzumfang enthalten, dafür ohne Komfort-Funktionen wie Sitzungs-Aufzeichnung.

Fernwartung ohne Installation – wann das die richtige Wahl ist

Manchmal soll auf dem Ziel-Rechner nichts dauerhaft installiert werden: Firmen-Laptops mit Software-Sperre, einmalige Hilfe für einen entfernten Kollegen, ein Kassen-System im Verkaufs-Raum. Dafür gibt es Werkzeuge, die als einmal ausgeführte Datei arbeiten.

Drei praxistaugliche Werkzeuge für die Einmal-Sitzung

TeamViewer QuickSupport: Sie laden eine 4 MB große Datei herunter, starten sie per Doppelklick, übermitteln uns ID und Passwort. Nach Sitzungs-Ende einfach die Datei löschen – nichts bleibt auf dem Rechner zurück, keine Registry-Einträge, keine Dienste.

AnyDesk Portable: Funktioniert identisch und ist mit rund 4 MB ebenfalls schlank. Vorteil: Bei sehr schwachen Internet-Verbindungen oft stabiler als die Konkurrenz, weil AnyDesk mit weniger Bandbreite auskommt.

ISL Light Web-Start: Lädt direkt aus dem Browser, ohne Datei-Speicherung. Praktisch bei sehr strikten Software-Richtlinien, weil keine ausführbare Datei den Datei-Wächter passieren muss.

Fernwartung aufzeichnen und dokumentieren – Pflicht oder Kür?

Für Berufsgeheimnis-Träger – Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Banken – ist die Sitzungs-Dokumentation faktisch Pflicht. Für alle anderen ist sie der Unterschied zwischen „lief irgendwie" und „wir wissen, was gemacht wurde".

1

Sitzungs-Video

TeamViewer, AnyDesk, ISL Online und ScreenConnect zeichnen die komplette Sitzung als Video auf. Wir aktivieren das standardmäßig und speichern die Datei verschlüsselt 30 Tage.

2

Sitzungs-Protokoll

PDF mit Datum, Uhrzeit, Dauer, beteiligten Personen, durchgeführten Schritten und Ergebnis. Geht nach jeder Sitzung per E-Mail an Sie.

3

Änderungs-Inventar

Welche Datei wurde wie geändert, welche Software installiert oder entfernt, welche Einstellung umgestellt. So lassen sich Schritte später zurückverfolgen.

4

Aufbewahrungs-Fristen

Wir stimmen mit Ihnen ab: 30 Tage, 6 Monate, 10 Jahre? Bei steuerlich relevanten Geräten gelten andere Fristen als bei einem Marketing-Laptop.

Was wir bei einer Fernwartungs-Einrichtung übernehmen

Acht konkrete Punkte, die zu jedem Auftrag gehören. Sie bekommen eine Lösung, die nicht nur funktioniert, sondern auch dann funktioniert, wenn Ihr Stamm-Mitarbeiter mal krank ist.

1

Werkzeug-Auswahl

15-Minuten-Gespräch zu Branche, Datenarten, Geräte-Anzahl, vorhandenen Verträgen.

2

Lizenz-Beschaffung

Wir kaufen die Lizenz auf Ihren Namen. Sie bleiben Eigentümer.

3

Sicheres Setup

Zwei-Faktor, Whitelisting, Sitzungs-Aufzeichnung. Auf Wunsch eigener Vermittler-Server.

4

AVV-Abschluss

Wir holen den Auftragsverarbeitungs-Vertrag beim Hersteller und legen ihn unterschrift­bereit hin.

5

Roll-out auf Geräte

Installation auf Ihren Rechnern, einheitliche Konfiguration, Inventar-Liste.

6

Mitarbeiter-Schulung

Eine Stunde vor Ort oder per Video. Drei Use-Cases: Sitzung starten, beenden, Notfall-Trennung.

7

Schriftliche Doku

PDF mit Zugängen (separat), Notfall-Plan, Ansprechpartner. Aktualisierung bei Änderungen.

8

Wartung auf Wunsch

Updates prüfen, Lizenzen verlängern, Sicherheits-Vorfälle beobachten – fortlaufend.

So funktioniert's

So lösen wir Ihr Problem per Fernwartung – in vier einfachen Schritten.

Anfrage senden

Sie beschreiben Ihr Problem

Verbindung herstellen

Sicherer Zugriff auf Ihren PC

Problem beheben

Wir lösen es vor Ihren Augen

Ergebnis bestätigt

Alles läuft – und Sie wissen warum

Beschreiben Sie Ihr Anliegen

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.

Häufig gestellte Fragen

Sehen Sie auch dann meinen Bildschirm, wenn ich nicht zustimme?

Nein. Bei jeder professionellen Fernwartungs-Software muss eine Sitzung explizit gestartet werden – meist durch eine ID und ein einmaliges Passwort, das Sie uns mitteilen. Sobald Sie die Sitzung beenden (mit einem Klick auf das X), endet auch unser Zugriff. Bei Werkzeugen mit dauerhaftem Zugriff (unbeaufsichtigte Wartung) gibt es zusätzlich die Pflicht, dass Sie diesen Zugriff einmal aktiv eingerichtet haben.

Wie läuft eine Fernwartungs-Sitzung bei Ihnen ab?

Im Erstgespräch klären wir Ihr Anliegen und den Scope: Welches Werkzeug nutzen Sie, welche Daten liegen auf dem Gerät, welche Schutzstufe ist nötig. Danach senden wir Ihnen ein schriftliches Angebot. Während der Sitzung sehen Sie jeden Klick mit, das Sitzungs-Protokoll läuft mit, und nach Abschluss bekommen Sie ein PDF-Protokoll per Mail mit Was-wurde-gemacht, Was-wurde-geändert und Was-empfehlen-wir-noch. Typische Probleme (Outlook-Reparatur, Drucker-Einrichtung, Software-Installation, Erst-Diagnose) sind in 15 bis 30 Minuten erledigt.

Welches Werkzeug empfehlen Sie für Privatpersonen?

Für gelegentliche Hilfe ist die abgespeckte Frei-Variante von TeamViewer oder AnyDesk meist ausreichend. Wenn Sie regelmäßig zwischen mehreren eigenen Geräten wechseln (Laptop, Heim-PC, Eltern-PC) und mehr Komfort wollen, ist AnyDesk Solo eine saubere Lösung. Für reine Selbst-Hilfe (eigene Rechner) reicht oft Microsoft Remote Desktop in Windows Pro.

Ist TeamViewer wirklich noch sicher?

Ja, mit Einschränkung. Den Sicherheits-Vorfall von 2016 (gestohlene Endkunden-Konten) hat TeamViewer aufgearbeitet, das Unternehmen ist heute BSI-zertifiziert und ISO 27001 konform. Wir empfehlen aber, Zwei-Faktor-Authentifizierung verbindlich einzuschalten, eindeutig benannte Geräte zu pflegen und Sitzungs-Aufzeichnung zu aktivieren. Ohne diese drei Schritte ist kein Werkzeug wirklich sicher – egal welcher Hersteller.

Kann ich Fernwartung komplett auf eigenem Server betreiben?

Ja. Mit RustDesk OSS richten wir Ihnen einen eigenen Vermittler-Server ein, üblicherweise auf einem kleinen Linux-Server in einem deutschen Rechenzentrum (Hetzner, IONOS, STACKIT). Sie tragen die laufenden Server-Kosten plus unsere einmalige Einrichtung. Vorteil: Die Verbindungs-Daten verlassen Ihre Kontrolle nie. Auch ISL Online und TeamViewer Tensor bieten On-Premises-Varianten – Konditionen klären wir auf Anfrage.

Was passiert mit Daten, die ich während einer Fernwartung übertrage?

Bei seriösen Werkzeugen werden Bildschirm-Inhalte und Tastatur-Eingaben Ende-zu-Ende verschlüsselt, üblicherweise mit AES-256. Die Datei-Übertragung läuft über denselben Tunnel. Was wo zwischen-gespeichert wird, hängt vom Anbieter ab – TeamViewer, AnyDesk und ISL Online speichern Sitzungs-Daten in Europa, US-Anbieter wie Splashtop und ScreenConnect in den USA. Für sehr sensible Daten ist der Self-Hosting-Weg deshalb oft die sauberste Lösung.

Brauche ich für eine professionelle Fernwartung einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV)?

Sobald wir auf Geräte zugreifen, auf denen personenbezogene Daten Ihrer Kunden, Mitarbeiter oder Patienten liegen, ja. Den AVV mit uns als Dienstleister haben wir vorbereitet (Vorlage nach Artikel 28 DSGVO, sechs Seiten). Zusätzlich brauchen Sie einen AVV mit dem Hersteller des Fernwartungs-Werkzeugs – den holen wir beim Hersteller ein und legen ihn Ihnen unterschrift-bereit hin.

Funktioniert Fernwartung auch über schlechte Verbindungen?

Erstaunlich gut. AnyDesk und RustDesk arbeiten effizient mit nur wenigen Hundert Kilobit pro Sekunde – das reicht für eine flüssige Sitzung. Bei sehr schlechten Mobilfunk-Verbindungen senken wir die Bildschirm-Qualität auf Schwarz-Weiß und reduzieren die Bildrate. Eine reine Datei-Übertragung läuft auch dann noch zuverlässig.

Was, wenn der Stamm-IT-Mitarbeiter unerreichbar ist?

Genau dafür schreiben wir die schriftliche Dokumentation. Darin steht, wer mit welcher Lizenz auf welche Geräte zugreifen kann, wie eine Sitzung im Notfall beendet wird und welcher externe Ansprechpartner zur Verfügung steht. Wenn Sie unsere Wartung dazu buchen, sind wir der Notfall-Ansprechpartner – erreichbar montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

Kann ich später vom einen Werkzeug zu einem anderen wechseln?

Ja, der Wechsel ist möglich, kostet aber Aufwand. Sie haben in jedem Werkzeug ein Adressbuch mit Geräten und Zugangsdaten – diese müssen sauber migriert werden. Plan: Lizenz für 30 Tage parallel laufen lassen, neues Werkzeug auf allen Geräten installieren, Mitarbeiter schulen, dann altes abschalten. Für eine 25-Geräte-Umgebung kalkulieren wir typischerweise einen halben Arbeitstag.

Funktioniert Fernwartung auch auf Smartphones und Tablets?

Ja, mit Einschränkungen. iOS lässt aus Datenschutz-Gründen nur Bildschirm-Anzeige zu, keine Steuerung – für eine Anleitung „klicken Sie hier" reicht das aber. Android ist je nach Hersteller komplett steuerbar (Samsung mit Knox, Lenovo, Huawei) oder nur anzeig-bar. TeamViewer und AnyDesk haben hier den größten Funktionsumfang. Bei Android-Geräten in Firmen-Verwaltung (MDM) ist die Steuerung meist möglich.

Brauche ich überhaupt ein bezahltes Werkzeug, wenn ich nur ab und zu Hilfe brauche?

Nein. Für gelegentliche Selbst-Hilfe oder Familien-Support reicht die abgespeckte Frei-Variante – TeamViewer und AnyDesk erlauben das ausdrücklich für private Nutzung. Sobald Sie aber im geschäftlichen Kontext arbeiten (auch als Freiberufler oder Kleinunternehmer), verlangen die Hersteller eine kommerzielle Lizenz. Bei sehr seltener Nutzung kann eine Pay-per-Use-Lizenz wie ISL Online (pro Jahr ohne monatliche Mindestgebühr) das passendere Modell sein als ein laufendes Abo.

Was unterscheidet eine Fernwartungs-Software von einem Fernwartungs-Dienst?

Eine Fernwartungs-Software ist das reine Werkzeug (TeamViewer, AnyDesk, RustDesk, ISL Online). Sie laden es herunter, installieren es, kümmern sich selbst um Lizenz, Updates, Sicherheits-Einstellungen, AVV und Mitarbeiter-Schulung. Ein Fernwartungs-Dienst ist die Kombination aus Werkzeug + Mensch: Ein Dienstleister wählt das passende Werkzeug aus, richtet es sicher ein, übernimmt die Datenschutz-Dokumentation und ist im Problemfall ansprechbar. Bei uns ist beides eine Leistung – die Software-Auswahl ist Teil der Beratung.

Geht Fernwartung über das Internet sicher – oder braucht es zwingend ein VPN?

Eine seriöse Fernwartungs-Software arbeitet auch über das offene Internet sicher: Die Sitzung wird Ende-zu-Ende verschlüsselt (üblicherweise AES-256), nur Bildschirm-Daten und Tastatur-Eingaben passieren den Tunnel. Ein zusätzliches VPN ist trotzdem in zwei Fällen sinnvoll: Wenn die Fernwartung dauerhaft (unbeaufsichtigt) eingerichtet ist und Sie das Risiko eines kompromittierten Servers des Herstellers ausschließen wollen, oder wenn Sie auf interne Ressourcen jenseits des einen Rechners zugreifen müssen. Für die Einzel-Sitzung „mal eben helfen" reicht das Werkzeug allein.

Gibt es eine Fernwartung ohne Installation auf dem Kunden-Rechner?

Ja. TeamViewer QuickSupport, AnyDesk Portable und ISL Light Web-Start laufen als einmalig ausgeführte Datei ohne Installation – nach Sitzungs-Ende bleibt nichts auf dem Rechner zurück. Das ist die richtige Wahl, wenn Sie jemandem einmalig helfen wollen oder wenn auf dem Ziel-Rechner keine Software-Installation erlaubt ist (Firmen-Laptop, Kiosk-System). Für regelmäßige unbeaufsichtigte Wartung empfehlen wir aber die volle Installation, weil sie stabilere Verbindungen und sicherere Konfigurations-Optionen erlaubt.

Wie lässt sich eine Fernwartung sauber aufzeichnen und dokumentieren?

Aufzeichnen: TeamViewer, AnyDesk, ISL Online und ScreenConnect bringen eine Sitzungs-Aufzeichnung als Funktion mit – wir schalten sie bei der Einrichtung standardmäßig an. Die Video-Datei wird lokal beim Helfer gespeichert und bei uns nach 30 Tagen automatisch gelöscht (so es Ihre Aufbewahrungsfrist erlaubt). Dokumentieren: Zusätzlich legen wir ein Sitzungs-Protokoll an (Datum, Uhrzeit, Dauer, beteiligte Personen, durchgeführte Schritte, Ergebnis) und schicken es als PDF per Mail. Pflicht-Inhalt ist das bei Berufsgeheimnis-Trägern (Ärzte, Kanzleien, Steuerberater) – nice-to-have für alle anderen, weil es Folge-Fragen erleichtert.

Fernwartung im Netzwerk: Was kommt zur reinen Bildschirm-Sitzung dazu?

Eine Fernwartung im Netzwerk-Sinn schließt ein, dass wir nicht nur auf einen einzelnen Arbeitsplatz schauen, sondern auch Server, Drucker, Switch, Firewall oder NAS untersuchen können. Dafür reicht das reine Bildschirm-Werkzeug nicht – wir verbinden uns über VPN ins lokale Netz und nutzen dann SSH, RDP oder die Web-Oberfläche des Geräts. Wir richten den Zugang nach dem Prinzip „so wenig Rechte wie nötig" ein: kein dauerhafter Vollzugriff, sondern zeitlich begrenzte Service-Tunnel mit Sitzungs-Protokoll.

Fernwartung-Datenschutz: Was verlangt die DSGVO konkret?

Drei Pflichten gleichzeitig: Erstens ein Auftragsverarbeitungs-Vertrag nach Artikel 28 DSGVO mit dem Software-Hersteller (bei US-Anbietern zusätzlich SCC-Klauseln). Zweitens ein AVV mit dem Dienstleister, der die Fernwartung durchführt – also auch mit uns. Drittens eine Information an Ihre Betroffenen, dass und durch wen Fernwartung erfolgt; bei Mitarbeiter-Geräten gehört das in die Betriebs-Vereinbarung. Praktisch heißt das: Verschlüsselung, Sitzungs-Protokoll, eindeutige Identifikation der zugreifenden Person, klar definierte Aufbewahrungs-Fristen für Aufzeichnungen.

Welche Fernwartungs-Software unterstützt einen offenen Quellcode – und warum ist das relevant?

RustDesk ist die bekannteste Open-Source-Fernwartung (über 113.000 GitHub-Sterne) und für viele Datenschutz-Beauftragte die erste Wahl, weil der Code öffentlich überprüfbar ist und Sie den Vermittlungs-Server selbst betreiben können. Relevant ist das, wenn Sie nicht nur dem Anbieter, sondern auch dem Bereitstellungs-Weg vertrauen müssen – bei Berufsgeheimnis-Trägern, kommunalen Einrichtungen oder Forschungs-Projekten. Alternative: MeshCentral, ebenfalls Open Source, technisch reifer im Bereich Geräte-Management, aber komplexer in der Erst-Einrichtung.

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