KI für Schulen
KI für Schulen — auf Ihren Servern, ohne Datenabfluss.
Ein eigenes Sprachmodell für Schüler und Lehrkräfte. Die Daten verlassen die Schule nicht. Einmal angeschafft, dauerhaft genutzt — Eigentum statt Abo. Wir liefern Hardware, installieren das Modell, schulen das Kollegium und liefern alle Datenschutz-Dokumente mit.
Warum überhaupt ein eigener KI-Server in der Schule?
Schüler nutzen KI-Werkzeuge sowieso — nur eben heimlich auf dem Pausenhof mit privatem Smartphone und ungeprüften US-Diensten. Die Frage ist nicht, ob KI in der Schule ankommt, sondern unter welchen Bedingungen sie ankommt. Eine eigene, lokale Lösung beantwortet drei Fragen, die sich jede Schulleitung und jeder Schulträger stellen muss.
Datenschutz
Bei jeder Anfrage an einen US-Anbieter verlässt der Schüler-Text das Schulgebäude, wird ausgewertet und gegebenenfalls zum Training verwendet. Die Datenschutzkonferenz hat dazu klare Orientierungshilfen veröffentlicht. Lokal heisst: kein Token verlässt das Schulnetz.
Kostenkontrolle
Cloud-KI-Abos kosten pro Schüler und Monat — bei 500 Schülern jedes Jahr neu im fünfstelligen Bereich. Ein einmal angeschaffter Schul-Server amortisiert sich nach dem ersten Jahr und läuft danach jahrelang weiter.
Pädagogische Hoheit
Auf dem Schul-Server legen Sie fest, was die KI darf: Fertige Lösungen ja oder nein? Welche Fächer? Welche Klassen? Welche Filter? Bei einem US-Cloud-Modell sind diese Regeln immer Verhandlungssache mit dem Anbieter.
Wie das System im Schulnetz aufgebaut ist
Der Schul-Server steht im Verteilerraum wie jeder andere Schulserver auch. Schüler-Endgeräte (Tablet, Klassenraum-PC, eigenes Notebook im WLAN) rufen eine Web-Oberfläche im Schulnetz auf. Die Anfrage geht zum Schul-Server, das Modell rechnet lokal, die Antwort kommt zurück. Nichts davon verlässt das Schulgebäude.
Architektur-Skizze: Schulnetz mit Schul-Server, Klassenräumen, IT-Raum und Lehrer-Admin. Keine Pfeile ins Internet — das ist der Punkt.
Für wen passt das — und für wen nicht
Eine lokale Schul-KI ist keine Wunderwaffe. Sie passt zu Schulen, die einen klaren Bildungsauftrag mit einem klaren Datenschutz-Anspruch verbinden und die bereit sind, das Kollegium mitzunehmen.
Passt zu Ihrer Schule, wenn
- Sie eine weiterführende Schule, Berufsschule oder Grundschule mit mindestens 150 Schülern sind
- Sie bereits ein Schulnetz mit Server-Infrastruktur betreiben (IServ, MNSpro, LogoDIDACT, Univention oder eigene Lösung)
- Sie KI in den Unterricht einbinden möchten, ohne dass Schüler-Eingaben in US-Datenbanken landen
- Sie eine eigene Datenschutz-Folgenabschätzung brauchen, die zur DSK-Orientierungshilfe und zur KMK-Empfehlung passt
- Sie mehrere Lehrkräfte haben, die das Werkzeug fachdidaktisch erproben wollen
- Ihr Schulträger sich an den einmaligen Anschaffungskosten beteiligt und planbare Folgekosten will
Passt nicht, wenn
- Sie eine Einzelpersonen-Praxis oder einen Kinderladen mit unter 50 Nutzern führen — dafür ist das Überdimensioniert
- Sie kein eigenes Schulnetz haben und nur reine Cloud-Lösungen einsetzen dürfen
- Sie eine KI suchen, die fertige Hausaufgaben-Lösungen produziert — das ist nicht unsere Zielsetzung
- Sie ein lehrplan-zertifiziertes Schulbuch-System ersetzen wollen — das ist nicht der Anspruch eines Sprachmodells
- Sie eine sehr kleine Hardware-Aufstellung haben (Standard-Server-Schrank nötig)
- Sie keine Lehrkraft im Haus haben, die das Werkzeug in den Unterricht trägt — ohne persönliche Pädagogik-Verantwortung wird das System nicht angenommen
Pakete und Preise
Festpreise. Sie wissen vorher, was Sie zahlen. Eigentum, wo es Sinn macht, Service, wo er gebraucht wird.
Klassen-Modul
einmalig, ein Klassensatz Endgeräte am vorhandenen Schul-Server
- Anbindung an vorhandene Schul-Hardware
- Web-Oberfläche für bis zu 35 Schüler
- Schülerfilter und Klassen-Modus
- Lehrer-Admin für eine Klasse
- Schulungs-Unterlagen für drei Lehrkräfte
- Datenschutz-Folgenabschätzung
- 3 Monate Wartung inklusive
Schul-Server
einmalig, eigenständige KI-Hardware für die ganze Schule
- Eigener Schul-Server (Mini-PC, lautlos, Verteilerschrank-tauglich)
- Lokales Sprachmodell vorinstalliert
- Web-Oberfläche für bis zu 500 Schüler
- Vollständiges Lehrer-Admin-Panel
- Klassen- und Schülerfilter pro Stunde
- Schulungs-Unterlagen fürs ganze Kollegium
- Eltern-Information als PDF
- Vollständige Datenschutz-Doku
- 12 Monate Wartung inklusive
Schulträger-Komplett
für mehrere Schulen eines Trägers
- Zentrale KI-Hardware im Rechenzentrum des Schulträgers
- Mandantenfähig pro Schule
- Schulträger-Admin-Konsole
- Lehrer-Admin pro Schule
- Mengen-Rabatt ab fünf Schulen
- Schulträger-DSGVO-Paket
- Rahmenvertrag
- Wartung pro Standort
Wartung optional
pro Standort, monatlich kündbar nach 12 Monaten
- Modell-Updates jedes Quartal
- Sicherheits-Patches innerhalb 14 Tagen
- Fernwartung im verschlüsselten Tunnel
- Hardware-Austausch innerhalb zwei Werktagen
- Lehrer-Support per E-Mail
- Jährlicher Datenschutz-Check
Preise und Vertragsbedingungen
Alle Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäss §19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Hardware-Lieferung erfolgt versichert per Spedition, Installation komplett remote über den Schul-Verwaltungs-Zugang.
Klassen-Modul 990 € einmalig. Schul-Server 2.490 € einmalig. Schulträger-Komplettpaket nach Angebot, ab fünf Standorten Mengenrabatt. Wartung 49 € pro Monat pro Standort, frei kündbar nach dem zwölften Monat. Zusätzliche Leistungen (Datenmigration, Anbindung an externe Quellen, Spezial-Modelle) werden vorab schriftlich angeboten und erst nach Ihrer Freigabe berechnet.
Was wir konkret für Ihre Schule installieren
Acht Bausteine, aus denen sich die Lösung für Ihre Schule zusammensetzt. Jeder Baustein ist im Schul-Server-Paket enthalten und wird in der Installations-Woche von uns aufgesetzt.
Hardware-Auswahl und -Beschaffung
Wir wählen die passende Schul-Hardware für Ihre Schulgrösse aus — meist ein kleiner Mini-PC mit Grafik-Beschleuniger, der lautlos im Verteilerschrank läuft. Für grosse Schulen ab 800 Schülern kommt ein 19-Zoll-Rackgerät in Frage. Beschaffung und Lieferung übernehmen wir, Sie zahlen den Festpreis. Wir verbauen ausschliesslich neuwertige Markengeräte mit fünf Jahren Hersteller-Garantie.
Installation des lokalen Sprachmodells
Auf der Schul-Hardware installieren wir ein deutschsprach-starkes Open-Weight-Modell. Welches Modell genau, hängt von Hardware-Budget und Fachschwerpunkt ab — alle eingesetzten Modelle stammen aus offenen Modellfamilien europäischer oder asiatischer Herkunft, deren Gewichte vollständig auf dem Schul-Server liegen. Keine API-Anfragen, keine Anmeldung beim Hersteller.
Web-Oberfläche für Schüler und Lehrkräfte
Wir installieren eine schlanke Web-Oberfläche, die im Schul-Browser unter einer schul-internen Adresse erreichbar ist. Anmeldung mit Schul-Account (LDAP- oder OIDC-Anbindung an IServ, Univention oder das vorhandene Identitäts-System). Mobil- und Tablet-tauglich, Tastatur-Bedienung für ältere Schüler, vereinfachter Modus mit grossen Buttons für Grundschule.
Lehrer-Admin-Panel
Die Lehrkraft sieht in ihrem Admin-Panel die Klassenliste, kann pro Stunde den Modus festlegen (Klassen-Modus mit Lern-Schritten oder Frei-Modus mit vollen Antworten), Sperr-Wörter und Themen-Filter setzen und eine anonymisierte Nutzungs-Statistik einsehen. Beispiel: Welche Schüler haben in der heutigen Doppelstunde die KI überhaupt benutzt, in welchen Bereichen (Aufgabentext, Recherche, Korrektur)?
Schülerfilter und Themen-Sperren
Pro Klasse oder pro Jahrgangsstufe konfigurierbar: Welche Themen darf die KI bearbeiten, welche werden mit einer freundlichen Hinweis-Seite blockiert? Wir liefern voreingestellte Filter für Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Plus einen Sicher-Modus für jugendgefährdende Inhalte, der automatisch greift — nicht abstellbar für Schüler-Accounts.
Lehrer-Schulungs-Unterlagen pro Fach
Druckfertige Unterlagen für Ihr Kollegium: ein 60-seitiges Handbuch, ein didaktisches Beispielheft pro Hauptfach (Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte, Biologie, Physik, Chemie, Religion, Kunst) mit jeweils drei fertigen Beispielstunden, ein Lehrer-FAQ mit den 30 häufigsten Fragen und eine Sammlung verbotener Einsatzbereiche (Klassenarbeiten korrigieren, Eltern-Briefe verfassen ohne Prüfung, Diagnose-Berichte).
Datenschutz-Dokumente
Wir liefern fertig formuliert: Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO, Eintrag ins Verarbeitungsverzeichnis, Schul-Vereinbarung mit dem Schulträger, Eltern-Einwilligungserklärung in zwei Sprachen (Deutsch und einfache Sprache), Schüler-Information ab Sekundarstufe I. Alle Dokumente stimmen mit der DSK-Orientierungshilfe zu KI-Systemen und mit der aktuellen KMK-Empfehlung zur KI in Schulen überein.
12 Monate Wartung im Schul-Server-Paket
Im ersten Jahr inklusive: Quartals-Updates des Sprachmodells (sobald eine bessere Version verfügbar ist), Sicherheits-Patches für Schul-Server-Betriebssystem, Fernwartung durch verschlüsselten Tunnel (auf Anforderung der Schulleitung, nicht jederzeit), Hardware-Austausch innerhalb zwei Werktagen bei Defekt, E-Mail-Support für Lehrkräfte. Nach den 12 Monaten optional 49 € pro Monat oder Eigen-Betrieb durch die Schule.
Wie die Schul-KI in den Fächern wirkt
Damit eine Schul-KI im Alltag ankommt, muss sie pro Fach etwas Konkretes leisten. Wir liefern fertige Beispielstunden für jedes Hauptfach mit. Hier zeigen wir, wie der Einsatz konkret aussieht — nicht als Marketing-Versprechen, sondern als Beschreibung dessen, was Lehrkräfte in den Pilot-Schulen tatsächlich tun.
Deutsch — Schreib-Coach
Im Klassen-Modus wird die Schul-KI zum Schreib-Coach, der die Lernschritte sichtbar macht. Eine Schülerin gibt einen ersten Aufsatz-Entwurf ein, die KI antwortet nicht mit einem fertigen besseren Text, sondern mit drei Rückfragen: „Was ist die Hauptaussage in deinem ersten Absatz? Welche zwei Belege stützen sie? An welcher Stelle könntest du noch ein Beispiel einbauen?“ Die Schülerin überarbeitet, die KI gibt eine zweite Runde Rückmeldung — immer fragend, nicht lösend.
Im Frei-Modus, der ab der Oberstufe sinnvoll wird, schreibt die KI Mustertexte auf Anfrage und zeigt rhetorische Mittel. Die Lehrkraft entscheidet pro Stunde, welcher Modus angemessen ist. Ein typischer Stunden-Verlauf: ersten 20 Minuten Klassen-Modus zur eigenen Textproduktion, letzten 25 Minuten Frei-Modus zur Analyse eines KI-Mustertextes im Vergleich zum eigenen.
Mathematik — Aufgaben-Coach
Im Klassen-Modus gibt die Schul-KI keine fertigen Rechenwege aus. Ein Schüler kopiert eine Aufgabe ein, die KI antwortet mit der Frage: „Welche Rechenoperation kommt in der Aufgabe vor? Welche Grössen sind bekannt, welche gesucht?“ Steckt der Schüler trotzdem fest, kommt eine kleine Teil-Hilfe: ein einzelner Hinweis auf den nächsten Schritt, niemals die Komplett-Lösung.
In der Oberstufe, im Frei-Modus, löst die KI auf Wunsch komplette Aufgaben durch — mit allen Zwischenschritten. Schüler lernen, einen mathematischen Beweis schrittweise zu lesen und auf eigene Fälle zu übertragen. Die Lehrkraft prüft im Admin-Panel, ob das in der Klasse als Lern-Werkzeug oder als Abkürzungs-Versuch genutzt wird.
Englisch — Sprach-Sparring
Hier zeigt die lokale KI ihre Stärke besonders: Schüler chatten in Englisch über ein selbst gewähltes Thema (Lieblings-Serie, nächstes Wochenend-Vorhaben, ein politisches Thema in der Oberstufe). Die KI antwortet im Niveau, das der Schüler vorgibt — A2 für die Siebte, B2 für die Zehnte, C1 für die Q2. Korrekturen kommen subtil, indem die KI eine bessere Formulierung verwendet und wahlweise erklärt, warum.
Die KI weist nicht auf jeden Fehler hin — das würde den Redefluss bremsen. Ein konfigurierbarer Fehler-Filter sortiert: bei groben Verständnis-Fehlern wird unterbrochen, bei kleineren Grammatik-Patzern erst am Schluss zusammengefasst. Lehrkräfte beobachten in den Pilot-Schulen, dass leise Schüler im Chat schneller losschreiben als im Klassengespräch.
Geschichte — Quellenarbeit
Geschichte ist das Fach, in dem die Schul-KI ihre wichtigste Lektion vermittelt: dass KI-Antworten Quellen-kritisch geprüft werden müssen. Die Schülergruppe bekommt eine historische These („Der Westfälische Frieden hat das moderne Staatensystem begründet“) und lässt die KI Argumente dafür und dagegen sammeln. Die Klasse arbeitet dann mit Original-Quellen aus dem Schulbuch, vergleicht und bewertet die KI-Antwort.
Im Schul-Server liegt zusätzlich eine Retrieval-Schicht mit dem schulinternen Geschichtsbuch-Material, sodass die KI bei Bedarf auf das im Unterricht verwendete Lehrwerk verweisen kann. Schüler lernen so, KI-Antworten gegen das Lehrwerk zu prüfen — eine zentrale Kompetenz, die der KMK-Empfehlung von 2024 ausdrücklich entspricht.
Naturwissenschaften — Experiment-Vorbereitung
Vor jedem Schul-Experiment kann die Schülergruppe die KI fragen: „Was erwarten wir, wenn wir Eisenpulver und Schwefel erhitzen? Warum?“ Die KI gibt eine Vorhersage und nennt die zugrunde liegenden chemischen Regeln. Nach dem Experiment wird die Vorhersage mit dem Beobachteten verglichen — Abweichungen werden mit der KI besprochen, dann mit der Lehrkraft.
Im Physik-Unterricht der Oberstufe rechnet die KI komplexere Aufgaben mit, zeigt Formel-Herleitungen Schritt für Schritt und erklärt, wo eine Näherung sinnvoll ist und wo nicht. Für die Biologie ist die KI besonders nützlich beim Strukturieren von Versuchsprotokollen — Schüler diktieren ihre Beobachtungen, die KI hilft beim Ordnen und Verschriftlichen.
Gesellschaftswissenschaften — Argumente abwägen
Sozialkunde und Politik leben von kontroversen Positionen. Hier lässt die Lehrkraft die KI bewusst zwei gegensätzliche Standpunkte ausarbeiten — Schüler bekommen die Aufgabe, beide Positionen zu prüfen, Schwächen zu finden und eine begründete eigene Position zu entwickeln. Die KI ist hier nicht Quelle der Wahrheit, sondern Sparringspartner für die eigene Urteilsbildung.
Für aktuelle politische Themen gibt es eine wichtige Einschränkung: Das lokale Modell hat einen Stichtag, das Wissen ist nicht tagesaktuell. Wir konfigurieren die Schul-KI so, dass sie das selbst sagt: „Mein Wissensstand reicht bis Dezember 2024 — für tagesaktuelle Themen prüfe bitte aktuelle Quellen.“ Das ist pädagogisch wertvoll — Schüler lernen die Grenze der KI von Anfang an mit.
Religion und Ethik — Werte-Gespräche
Religion und Ethik sind Fächer, in denen es nicht um richtige Antworten geht, sondern um das Abwägen verschiedener Perspektiven. Die Schul-KI eignet sich dafür als Frage-Generator: Sie liefert Dilemmata, Beispiel-Fälle und Gegen-Positionen aus christlicher, jüdischer, islamischer, buddhistischer und humanistischer Tradition. Schüler arbeiten in Kleingruppen daran, eigene Positionen zu entwickeln.
Eine Lehrerin in einem Pilot-Standort beschreibt: „Vorher habe ich versucht, im Lehrer-Heft passende Dilemma-Geschichten zu finden — das hat oft eine Stunde Vorbereitung gekostet. Mit der Schul-KI bekomme ich in zwei Minuten fünf Geschichten zu meinem Thema und wähle die beste aus.“ Wichtig: Die KI sagt nicht, was richtig oder falsch ist — das bleibt Sache der Lehrkraft und der Klasse.
Kunst, Musik und Sport — Theorie-Anteile
In den musisch-praktischen Fächern ersetzt die KI nichts — sie unterstützt nur in den Theorie-Anteilen. Kunstgeschichts-Recherchen, Notenkundliche Erklärungen, Regelwerke einer Sportart, Trainingslehre: Hier ist die KI ein schnelles Nachschlagewerk. Praktische Arbeit am Werkstück, am Instrument, am Sportgerät bleibt vollständig analog.
Für Bildbeschreibungen in Kunstgeschichte ist die Schul-KI besonders interessant: Schüler beschreiben ein Werk in eigenen Worten, die KI vergleicht mit einer fachlichen Beschreibung und gibt Hinweise, welche Aspekte noch fehlen. Hier zeigt die KI Gleiches wie ein erfahrener Kunsterzieher — nur eben jederzeit verfügbar für eine ganze Klasse parallel.
So läuft die Einführung an Ihrer Schule
Vom Auftrag bis zum ersten Schul-Einsatz vergehen typischerweise vier bis sechs Wochen. Wir liefern in vier klaren Schritten, jeder Schritt wird schriftlich abgenommen, bevor der nächste beginnt.
Standort-Aufnahme
Wir nehmen schriftlich auf: Schülerzahl, vorhandenes Schulnetz (IServ, MNSpro, LogoDIDACT, Univention), Server-Raum-Bedingungen, Strom, Netzwerk-Anschluss, Wunsch-Fächer, Anzahl beteiligter Lehrkräfte. Daraus entsteht ein verbindliches Angebot mit Festpreis.
Hardware-Lieferung
Wir kaufen, vorinstallieren und versenden die Schul-Hardware per Spedition. Lieferung an die Schul-Adresse, Auspacken übernimmt der Hausmeister oder Ihr IT-Beauftragter. Anschluss-Anleitung liegt bei, Verkabelung dauert etwa eine halbe Stunde.
Remote-Einrichtung
Sobald die Hardware im Schulnetz steckt, übernehmen wir per verschlüsseltem Tunnel: Modell-Konfiguration, Schul-Identitäts-Anbindung, Web-Oberfläche einrichten, Schülerfilter setzen, Lehrer-Accounts anlegen. Sie testen mit zwei Lehrkräften in einer Pilot-Klasse.
Schul-Einsatz und Übergabe
Wir liefern Schulungs-Unterlagen, Datenschutz-Dokumente, Eltern-Informationen und Schüler-Hinweise. Sie führen die KI in einer Konferenz beim Kollegium ein, danach im Unterricht. Ab diesem Zeitpunkt läuft das System produktiv, wir bleiben im Wartungs-Hintergrund.
Mockup: Was die Lehrkraft im Admin-Panel sieht
Das Lehrer-Admin-Panel ist die Schaltzentrale jeder Lehrkraft. Pro Stunde lässt sich der Modus festlegen, pro Klasse die anonymisierte Nutzung einsehen. Keine Schülerprofile, keine Klick-Aufzeichnungen, nur Statistik-Aggregate.
Mockup: Lehrer-Admin mit Modus-Umschalter und Klassen-Nutzung. Keine Schülerprofile, nur anonymisierte Statistik-Aggregate.
Was wir leisten — und was wir bewusst nicht leisten
Wir liefern Werkzeug, Hardware und Methodik. Was wir nicht liefern: didaktische Allheilmittel, Klassenarbeits-Korrektur-Automaten oder eine Schüler-Bewertung per Algorithmus. Diese Trennung ist wichtig, damit klar ist, wofür Sie zahlen und wofür nicht.
Wir liefern
- Hardware-Auswahl, Beschaffung und Lieferung
- Installation des lokalen Sprachmodells
- Web-Oberfläche für Schüler und Lehrkräfte
- Lehrer-Admin-Panel mit Modus-Steuerung
- Schülerfilter und Themen-Sperren
- Schulungs-Unterlagen je Hauptfach
- Datenschutz-Folgenabschätzung und Vorlagen
- 12 Monate Wartung, optional Fortführung
- Fernwartung im verschlüsselten Tunnel
Wir leisten nicht
- Keine fertigen Hausaufgaben-Lösungen für Schüler — dafür ist die KI nicht gedacht
- Keine automatische Klassenarbeits-Korrektur — das bleibt pädagogische Aufgabe
- Keine Schüler-Profilbildung oder Lern-Verlaufs-Analytik pro Person
- Keine Bewertung von Schüler-Texten mit Noten
- Keine Anbindung an US-Cloud-Modelle — widerspricht dem Schutzgedanken
- Keine fachdidaktische Inhaltsentwicklung — das machen Ihre Lehrkräfte
- Keine ersetzende Schüler-Sprechstunde durch KI
Für Sonderfälle empfehlen wir gezielt weiter
Wenn Sie eine IServ-Migration vor sich haben: Sprechen Sie mit dem regionalen IServ-Partner-Netzwerk. Wir liefern die KI-Schicht obendrauf, der grundlegende Schul-Server-Wechsel ist ein eigenes Projekt.
Wenn Sie von MNSpro auf eine andere Schul-Server-Loesung umstellen: Wenden Sie sich an einen MNSpro-Partner für die Migration. Wir docken danach mit der KI an.
Wenn Sie eine Förderschule sind und ein angepasstes Konzept brauchen: Die LWL-Schulberatung (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) oder die Beratung Ihres Schulamtes hat tragfähige Konzepte für KI in der Förderschul-Praxis. Wir setzen die technische Seite um, das pädagogische Konzept entwickeln Sie mit der Schulberatung.
Methodik — wie wir vorgehen
Statt Tool-Liste lesen Sie hier, nach welchen Kategorien wir arbeiten. Welche konkreten Komponenten zum Einsatz kommen, hängt von Schulgrösse, Hardware-Budget und Fachschwerpunkt ab. Das Vorgehen ist immer dasselbe.
Unsere Werkzeug-Kategorien
Was Lehrkräfte in den Pilot-Standorten berichten
Wir haben die Schul-KI in mehreren Pilot-Standorten in Westfalen und Niedersachsen eingerichtet. Die nachfolgenden Beobachtungen stammen aus Gesprächen mit Lehrkräften an Realschulen, Gymnasien und einer Gesamtschule — die Namen nennen wir auf direkte Anfrage gerne, in den Standorten gelten unterschiedliche Vereinbarungen zur Öffentlichkeits-Nennung.
Beobachtung 1 — Stille Schüler werden hoerbar
Die durchgehende Rückmeldung aus allen Pilot-Standorten: Schüler, die im mündlichen Unterricht eher passiv sind, beteiligen sich im Chat mit der Schul-KI deutlich aktiver. Eine Deutschlehrerin: „Bei mir produziert ein Junge, den ich seit drei Jahren kämpfend kenne, am Ende der Doppelstunde einen vollständigen Aufsatz mit sieben Überarbeitungsrunden. Ohne die KI wären das drei Sätze geworden.“ Erklärungsversuch der Pädagogen: Im Chat-Format fällt der Vergleich mit den lauten Mitschülern weg.
Beobachtung 2 — Lehrkräfte sparen Vorbereitungszeit
Differenzierungs-Material für mehrere Niveaustufen in einer Klasse ist klassisch zeitaufwändig in der Vorbereitung. Lehrkräfte aus den Pilot-Standorten berichten, dass die KI das in 15 Minuten erledigt, wofür vorher zwei Schulstunden Vorbereitung nötig waren — vorausgesetzt, die Lehrkraft prüft jedes Material vor dem Einsatz. Die Prüfung ist Pflicht: Sprachmodelle können auch bei einfachen Aufgaben Fehler machen.
Beobachtung 3 — Anfangsbegeisterung legt sich
In den ersten zwei Wochen nutzen Schüler die Schul-KI übermässig oft, manchmal auch unsinnig. Nach drei bis vier Wochen normalisiert sich die Nutzung auf das, was tatsächlich hilfreich ist. Die anfangs hohe Anzahl an Anfragen pro Tag (über 200 pro Klasse) fällt typischerweise auf 60 bis 90 ab. Lehrkräfte berichten, dass nach der Anfangs-Euphorie ein realistischer und produktiver Einsatz einkehrt.
Beobachtung 4 — Kollegium teilt sich in drei Gruppen
Erfahrungswert aus den Lehrer-Konferenzen: Ein Drittel des Kollegiums springt sofort an, baut die KI in die nächste Stunde ein und probiert frei aus. Ein Drittel beobachtet, wartet ab, will Beispiele und Best-Practices sehen. Ein Drittel ist skeptisch, äussert berechtigte Sorgen um Hausaufgaben-Betrug und Lehrerautorität. Alle drei Haltungen sind legitim. Erfolgreiche Einführung heisst: die Erste-Gruppe früh gewinnen, die Zweite mit Beispielen versorgen, die Dritte ernst nehmen und einbinden.
Beobachtung 5 — Eltern fragen viel weniger als erwartet
Vor dem ersten Eltern-Brief gab es in allen Pilot-Standorten die Sorge, ob die KI-Einführung Wellen schlägt. Tatsächlich gingen pro Elternbrief im Schnitt zwei bis drei Rückfragen ein — meist zu Datenschutz und zur Frage, ob die Schüler jetzt überhaupt noch eigene Arbeit leisten. Beide Fragen beantwortete der Schul-Server selbst: Daten verlassen das Schulgebäude nicht, und der Klassen-Modus lässt keine fertigen Lösungen zu.
Beobachtung 6 — Klassenarbeiten müssen umgestellt werden
Eine harte Wahrheit aus allen Pilot-Standorten: Hausaufsatz-Aufgaben in der Form „Schreibe zu Hause eine Erörterung zum Thema X“ funktionieren nicht mehr verlässlich, weil zu Hause private KI-Werkzeuge greifbar sind. Klassenarbeiten verschieben sich tendenziell in die Schule, in mündliche Prüfungen und in Präsentationen. Die Schul-KI selbst ändert daran nichts — sie macht das Problem nur sichtbar, das sowieso schon da war.
Hardware-Details — was im Schul-Server steckt
Viele Schulleitungen fragen, was für ein Gerät da eigentlich angeschafft wird. Hier die ehrliche Antwort, ohne übertrieben technische Spezifikation. Der Schul-Server ist robuster als ein typischer Schul-PC, aber kein Hochleistungs-Rechenzentrum.
Schul-Server „klein“ (bis 250 Schüler)
Kompakter Mini-PC im Format einer Lunchbox, lässt sich auf dem Verteilerschrank-Boden oder einem Regalbrett aufstellen. Stromverbrauch im Schulalltag etwa 80 bis 120 Watt — das ist weniger als ein normaler Schul-PC im Leerlauf.
- Aktuelle CPU mit acht oder zwölf Kernen
- 32 GB Arbeitsspeicher
- 1 TB schnelle SSD für Modell und Logs
- Eine Grafik-Beschleunigung mit mindestens 12 GB Video-Speicher
- Doppelte 2,5-Gigabit-Netzwerk-Schnittstelle
- Lüfter laufen leise (unter 30 dB im Schulalltag)
Schul-Server „groß“ (250 bis 800 Schüler)
19-Zoll-Rack-Gerät für den Server-Schrank der Schule, falls vorhanden — alternativ als Tower-Server lieferbar. Stromverbrauch im Spitzenbetrieb (mehrere Klassen gleichzeitig) etwa 250 bis 350 Watt, im Pausenbetrieb fast nichts.
- Server-CPU mit 16 bis 24 Kernen
- 64 oder 128 GB Arbeitsspeicher mit ECC-Fehlerkorrektur
- Doppelte SSD im RAID-1 (Spiegelung) gegen Festplatten-Ausfall
- Eine bis zwei Grafik-Beschleunigungen mit 24 GB Video-Speicher
- 10-Gigabit-Netzwerk-Anbindung
- Redundantes Netzteil, von der Schul-USV gespeist
Was passiert mit der Hardware nach drei Jahren?
Die Hardware ist auf eine Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren ausgelegt. Sprachmodelle entwickeln sich schneller — nach drei Jahren ist meist ein deutlich besseres Modell verfügbar, das auf der bestehenden Hardware allerdings nicht immer läuft. Für diesen Fall bieten wir zwei Wege an: Entweder die Hardware bleibt, das Modell wird auf die nächsthoehere Variante umgestellt, die noch passt — oder die Hardware wird im Rahmen einer Upgrade-Vereinbarung gegen ein neueres Gerät getauscht (typische Kosten: 40 bis 60 Prozent der ursprünglichen Anschaffung).
Wichtig: Die alte Hardware bleibt einsatzfähig. Schulen können sie etwa als zweiten Server für Lehrkraft-Tests aufstellen, sie an einen anderen Standort des Schulträgers weitergeben oder im Informatik-Unterricht als Lehr-Objekt nutzen. Eigentum bleibt Eigentum — das ist der zentrale Unterschied zu einem Cloud-Abo, das nach Kündigung nichts hinterlässt.
Für Schulträger — mehrere Schulen gleichzeitig
Schulträger mit mehreren Standorten (Kreis, Kommune, kirchlicher Träger, freier Träger) haben gegenüber Einzel-Schulen einen Vorteil: Eine zentrale KI-Infrastruktur lässt sich pro Schule mandantenfähig aufteilen, mit eigenem Branding pro Standort und gemeinsamem Wartungsvertrag. Wir liefern dafür einen eigenen Aufbau.
Zentrale Hardware beim Schulträger
Ein grösserer Server im Rechenzentrum oder Verwaltungsgebäude des Schulträgers, der mehrere Schulen gleichzeitig versorgt. Verbindung zu den Schulen über das vorhandene Glasfaser-Netz. Pro Schule ein eigener Mandanten-Bereich mit eigener Lehrer-Verwaltung.
Schulträger-Admin-Konsole
Das Schulamt sieht in einer eigenen Konsole, wie die KI in den Schulen genutzt wird (anonymisiert, pro Standort), kann zentrale Filter-Regeln vorgeben und Vorlagen für alle Schulen ausrollen. Jede Schule behält ihre eigene Lehrer-Hoheit.
Rahmenvertrag mit Mengen-Rabatt
Ab fünf Schulen Mengen-Rabatt auf die Wartung. Ab zehn Schulen zusätzlich Reduktion der Einrichtungs-Pauschale. Vertragsformen abgestimmt auf Vergabe-Vorschriften der öffentlichen Hand — auf Wunsch nach UVgO oder VgV.
Schulträger-Datenschutzpaket
Eine zentrale Datenschutz-Folgenabschätzung für alle Schulen des Trägers, abgestimmt mit dem Schulträger-DSB. Eine Vorlage für das Verarbeitungsverzeichnis pro Schule. Eine zentrale Eltern-Information mit Schulträger-Logo.
Schulungs-Programm für alle Lehrkräfte
Wir liefern Schulungs-Pakete, die der Schulträger an die Lehrkräfte aller Schulen ausgeben kann. Selbstlern-Material mit Beispielen pro Fach, ein FAQ-Heft und eine Sammlung mit fertigen Stunden-Beispielen. Skalierbar auf 100, 500 oder über 1.000 Lehrkräfte.
Förderprogramme einbinden
Bundesweit gibt es Förder-Programme für digitale Bildungs-Infrastruktur (DigitalPakt-Folge, Landes-Initiativen). Wir liefern die technische Beschreibung in der Form, die in Förderanträgen gefragt ist — geeignet für Kreis-, Kommunal- und Landes-Mittel. Den Antrag stellt der Schulträger selbst.
Rechtsrahmen — AI-Act, DSGVO und Landes-Schulrecht
KI in Schulen berührt mehrere Regelungsebenen gleichzeitig. Wir liefern keine Rechtsberatung — wir liefern eine Umsetzung, die die einschlägigen Vorgaben technisch und dokumentarisch abdeckt. Die finale rechtliche Bewertung übernehmen Schulleitung, Schulträger und Datenschutzbeauftragter.
Was die DSGVO verlangt
Personenbezogene Schüler-Daten (Klassenarbeits-Texte, Hausaufgaben-Eingaben, Schüler-Namen) sind besonders schützenswert, weil Minderjährige betroffen sind. Eine Übermittlung an einen US-Anbieter ist nur unter sehr eng gefassten Bedingungen zulässig (Schrems II, EU-US Data Privacy Framework). Eine lokale Lösung umgeht diesen Konflikt vollständig: Es findet keine Übermittlung statt.
- Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO: liefern wir mit
- Verarbeitungsverzeichnis-Eintrag: liefern wir mit
- Eltern-Einwilligung: Vorlage liefern wir mit, Schule passt an
- Schüler-Information ab Sek I: Vorlage liefern wir mit
- Auftragsverarbeitung: entfällt — wir verarbeiten keine Schüler-Daten, wir warten nur die Hardware
Was der AI-Act verlangt
Die EU-KI-Verordnung (AI-Act, Verordnung 2024/1689) stuft KI-Systeme im Bildungsbereich in die Risiko-Kategorie „Hochrisiko“ ein, wenn sie zur Zulassung oder Bewertung von Schülern eingesetzt werden. Reine Lern-Unterstützung ohne Bewertungs-Funktion fällt nicht in diese Kategorie. Unsere Schul-KI ist ausdrücklich Lern-Werkzeug ohne Bewertungs-Funktion — die Note vergibt weiterhin die Lehrkraft.
- Keine automatische Bewertung von Schüler-Leistungen durch das System
- Transparenz-Hinweis im Schüler-Interface: „Du sprichst mit einer KI“
- Aufzeichnung von Modell-Version und Konfiguration für technische Dokumentation
- Lehrkraft-Hoheit über Modus und Filter pro Stunde
Was das Landes-Schulrecht verlangt
Jedes Bundesland regelt KI in Schulen leicht unterschiedlich. Die KMK hat im Oktober 2024 eine bundesweite Empfehlung herausgegeben, die in fast allen Ländern als Rahmen gilt. Hinzu kommen landes-spezifische Umsetzungen — in NRW über Logineo NRW, in Bayern über die Bayern-Cloud-Schule, in Bremen über itslearning, in den anderen Ländern jeweils über ihre Landes-Schulserver. Unsere Lösung ist neben diesen Landes-Strukturen einsetzbar — sie ersetzt sie nicht, sie ergänzt sie um die KI-Schicht.
Schul-Server anfragen
Eine konkrete Anfrage für Ihre Schule braucht etwa zehn Minuten. Wir antworten innerhalb eines Werktags mit einer Standort-Aufnahme-Liste und einem groben Lieferplan. Sie entscheiden danach, ob Sie weitergehen oder nicht.
Anfrage senden Pakete ansehenVergleich — lokale Schul-KI gegenüber Cloud-KI-Abo
Der Markt bietet aktuell zwei Wege: eine lokale Installation auf eigener Schul-Hardware oder ein Abo bei einem grossen Cloud-Anbieter. Beide Wege haben Berechtigungen, beide haben Schwächen. Wir empfehlen den lokalen Weg für alle Schulen, die personenbezogene Schüler-Daten verarbeiten — und das ist im Grunde jede Schule. Der Cloud-Weg ist gerechtfertigt nur dort, wo eine reine Anonymisierungs-Architektur greift und keine persönliche Daten ins System fliessen.
| Kriterium | Lokale Schul-KI | Cloud-KI-Abo |
|---|---|---|
| Datenfluss | Bleibt im Schulgebäude, kein Token verlässt das Schulnetz | Jede Anfrage geht an US-Anbieter, Inhalt wird ausgewertet |
| DSGVO-Aufwand | Datenschutz-Folgenabschätzung machbar, Auftragsverarbeitung entfällt | Drittland-Transfer, EU-US Data Privacy Framework, AVV nötig |
| Anschaffung | 2.490 € einmalig für Schul-Server | Keine, dafuer laufende Gebühr ab Tag 1 |
| Laufende Kosten | 49 €/Monat optional (588 €/Jahr), nach 12 Monaten kündbar | 8 bis 12 € pro Schüler und Monat, fortlaufend |
| 3-Jahre-Gesamtkosten 500 Schüler | ca. 4.250 € (mit Wartung) | ca. 180.000 € (10 €/Schüler/Monat) |
| Internet-Bandbreite | Nicht nötig — läuft im Schulnetz | Hohe Bandbreite nötig, Fällt das DSL aus, fällt die KI aus |
| Lehrer-Kontrolle | Voll — Klassen-Modus, Filter, Sperren pro Stunde | Eingeschränkt — Anbieter setzt Rahmen |
| Modell-Aktualität | Quartals-Updates durch Wartung, Sie entscheiden | Immer aktuell, aber Anbieter entscheidet |
| Eigentum | Hardware, Software und Modell bleiben in der Schule | Nach Kündigung bleibt nichts |
| Plötzliche Preiserhöhung | Ausgeschlossen — Hardware ist da, Modell ist da | Realistisch — Marktpreise haben sich 2023-2025 verdoppelt |
| Schlüssel zum Abschalten | Liegt bei der Schule | Liegt beim US-Anbieter |
Der Vergleich ist nicht ausgewogen, das geben wir zu. Es gibt einen Fall, in dem das Cloud-Abo gewinnt: Wenn eine Schule sehr klein ist (unter 100 Schülern), keine eigene Server-Infrastruktur unterhält und nur einen begrenzten Versuch starten möchte. Dann ist die einmalige Anschaffung von 2.490 Euro pro absolutem Schüler zu teuer im Verhältnis. Für alle Schulen ab 150 Schülern und mit einem überhaupt funktionierenden Schulnetz ist die lokale Variante wirtschaftlich, datenschutzrechtlich und pädagogisch überlegen.
Häufige Bedenken aus der Schul-Praxis
In jedem Beratungsgespräch mit Schulleitung, Lehrer-Konferenz oder Schulträger-Mitarbeitern kommen ungefähr die gleichen sechs Bedenken auf. Wir haben sie systematisch beantwortet — nicht weil wir diese Sorgen nicht ernst nehmen, sondern weil sie wichtig sind und ernst geprüft gehören.
„Wir überfordern unser Kollegium“
Antwort: Die Schul-KI muss nicht von 80 Lehrkräften ab Tag eins genutzt werden. Wir empfehlen einen Pilot mit drei bis fünf interessierten Lehrkräften über ein Halbjahr. Diese Gruppe sammelt Erfahrung, baut Beispielstunden auf und trägt es im Kollegium vor. Danach kommen weitere Lehrkräfte freiwillig dazu — im zweiten Schuljahr meist eine substanzielle Zweier-Mehrheit, im dritten Jahr fast alle.
Niemand wird gezwungen. Lehrkräfte, die die KI nicht einsetzen wollen, unterrichten ihre Klassen weiter wie bisher — die KI ist Werkzeug, kein Pflicht-System.
„Schüler verlernen das eigene Denken“
Antwort: Das hängt vollständig vom Einsatz ab. Eine KI, die im Klassen-Modus läuft und mit Rückfragen statt fertigen Antworten antwortet, verlangt aktives Denken — eher mehr als weniger als das klassische Lehrer-Frage-Antwort-Schema, in dem ein Schüler oft passiv bleibt. Die KI, die im Frei-Modus fertige Lösungen ausgibt, kann tatsächlich das eigene Denken aushöhlen — deshalb gibt es den Modus-Schalter.
Wichtiger als das Werkzeug ist die Aufgabenstellung der Lehrkraft. Eine gute Aufgabe verlangt eigene Bewertung, eigene Auswahl, eigene Begründung. Diese kann eine KI nicht ersetzen — sie kann höchstens als Sparringspartner dienen.
„Hausaufgaben sind nicht mehr ehrlich“
Antwort: Das stimmt — und es stimmte schon vor der Schul-KI. Wer heute eine Hausaufgabe in Form von „Schreib zu Hause eine Erörterung über X“ aufgibt, muss damit rechnen, dass private KI-Werkzeuge im Spiel sind. Die Lösung ist nicht, KI aus der Schule fernzuhalten — die Lösung ist, Aufgabenformate zu ändern. In der Schule schreiben, mündlich prüfen, Aufgaben verlangen, die eigene Erfahrung einbeziehen.
Die schulinterne KI hat hier sogar einen Vorteil: Sie protokolliert anonymisiert, welche Themen im Unterricht intensiv bearbeitet wurden. Lehrkräfte können daraus ableiten, wo Schüler tatsächlich verstanden haben und wo nur die KI gearbeitet hat.
„Eltern werden klagen“
Antwort: In den Pilot-Standorten gab es bislang keine Klagen. Die typischen Sorgen der Eltern sind Datenschutz und Hausaufgaben-Ehrlichkeit — beide werden in der Eltern-Information transparent beantwortet. Die Tatsache, dass die KI lokal läuft und keine Schüler-Daten an US-Anbieter gehen, entkräftet 95 Prozent der Datenschutz-Bedenken sofort.
Eltern haben das Recht, die Nutzung der KI durch ihr Kind zu untersagen — und im Admin-Panel lässt sich genau das pro Schüler einstellen. In den Pilot-Standorten machen davon im Schnitt zwei bis drei Prozent der Eltern Gebrauch.
„Die Hardware geht kaputt und wir stehen ohne KI da“
Antwort: Hardware-Ausfälle kommen vor, statistisch alle drei bis fünf Jahre. Im Wartungsvertrag enthalten ist der Hardware-Austausch innerhalb zwei Werktagen — in der Praxis meist innerhalb eines Werktags. Für diese zwei Tage bleibt die KI ausgefallen, der restliche Schulbetrieb (Schulnetz, IServ, Lernplattform) läuft normal weiter.
Schulen, denen das zu riskant ist, können optional eine zweite Schul-Hardware als Bereitschafts-Gerät anschaffen (490 € einmalig für ein kleineres Reserve-Gerät, das im Notfall manuell aktiviert wird). In der Praxis nutzen weniger als zehn Prozent unserer Standorte diese Option.
„In drei Jahren ist das alles überholt“
Antwort: Sprachmodelle entwickeln sich rasant, das stimmt. Was sich aber nicht so schnell ändert: das Prinzip, dass Schüler-Daten nicht in US-Datenbanken gehören, dass Lehrkräfte Hoheit über das Werkzeug brauchen und dass Schulen Eigentum statt Abo bevorzugen. Diese Prinzipien gelten auch in fünf Jahren. Die Hardware bleibt funktionsfähig, das Modell wird im Wartungs-Rhythmus aktualisiert — und in drei Jahren werden die Modelle viel kleiner und schneller sein als heute, was die Schul-KI eher leistungsfähiger als veralteter macht.
Wenn nach drei bis fünf Jahren eine echte Hardware-Erneuerung nötig wird, wechseln Schulen das Gerät für einen Bruchteil der ursprünglichen Kosten. In der Cloud-Welt hätten Sie in diesen drei Jahren bereits ein Vielfaches an Gebühren gezahlt — ohne danach etwas in der Hand zu haben.
Quellen und Bezugsdokumente
Die folgenden Dokumente, Empfehlungen und Verordnungen bilden den Rahmen, in dem wir die Schul-KI installieren. Wir empfehlen, die Originale zu kennen — nicht weil wir müssten, sondern weil eine eigene Lektüre die fundierteste Grundlage ist.
Bundesweite Orientierung der Kultusministerkonferenz für den schulischen Einsatz von KI — Rahmen für alle Bundesländer.
kmk.org — KI in der SchuleDatenschutzkonferenz von Bund und Ländern: Pflichten und Prüfkriterien für KI-Systeme bei der Verarbeitung personenbezogener Daten.
datenschutzkonferenz-online.deBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Sicherheits-Aspekte beim Einsatz generativer KI in Organisationen, mit Bezug auf Bildungseinrichtungen.
bsi.bund.de — KIEuropäische Verordnung über künstliche Intelligenz, in Kraft seit 1. August 2024, mit gestuftem Geltungsbeginn. Bildungs-KI ist in Anhang III gelistet.
eur-lex.europa.eu/AI-ActBildungsplattform des Freistaats Bayern für alle bayerischen Schulen — unsere KI-Schicht ist daneben einsetzbar.
km.bayern.de — ByCSLandes-Schulserver für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen — unsere Lösung ergänzt Logineo um eine lokale KI-Schicht.
logineo.nrw.deBildungsplattform der Freien Hansestadt Bremen für alle bremischen Schulen. Vergleichbar mit den Landes-Plattformen in NRW und Bayern.
bildung.bremen.deAllgemeine Datenschutz-Grundverordnung, geltend in allen EU-Mitgliedstaaten. Grundlage für den Umgang mit personenbezogenen Schüler-Daten.
eur-lex.europa.eu/DSGVOGlossar — was die wichtigsten Begriffe bedeuten
Wer mit dem Schulträger, dem Datenschutzbeauftragten oder der Schulkonferenz über KI spricht, braucht ein paar Begriffe parat. Wir liefern sie in klarer Sprache, ohne Marketing-Jargon und ohne Überfachlichkeit.
Sprachmodell
Ein maschinelles Modell, das menschliche Sprache versteht und in menschlicher Sprache antwortet. Wird auf grossen Text-Mengen vortrainiert und gibt Antworten als Wahrscheinlichkeits-Vorhersage des nächsten Wortes aus.
Lokales Modell
Ein Sprachmodell, dessen Gewichte vollständig auf dem Schul-Server liegen. Eingaben werden nicht an einen externen Anbieter geschickt. Gegensatz: Cloud-Modell, bei dem jede Anfrage zum Hersteller-Rechenzentrum reist.
Open-Weight-Modell
Ein Sprachmodell, dessen vortrainierte Gewichte unter einer Lizenz veröffentlicht wurden, sodass es auf eigener Hardware betrieben werden darf. Nicht zu verwechseln mit „Open Source“ — der Trainings-Code ist bei den meisten Open-Weight-Modellen nicht veröffentlicht.
Inference
Der Vorgang, bei dem ein bereits trainiertes Sprachmodell zur Beantwortung einer Anfrage verwendet wird. In unserem Schul-Setup läuft die Inference vollständig auf der Schul-Hardware — daher der Begriff Inference-Server für das Programm, das die Anfragen entgegennimmt.
Retrieval
Verfahren, bei dem das Modell vor der Antwort auf eine Wissens-Datenbank zugreift und passende Dokumente einbezieht. In der Schul-KI nutzen wir Retrieval für schul-eigene Inhalte: Schulprogramm, Hausordnung, Klassenarbeits-Sammlung.
Token
Eine Einheit, in der das Modell Sprache verarbeitet. Ein deutsches Wort entspricht etwa ein bis drei Token. Für Schulen relevant: Cloud-Anbieter rechnen Kosten pro Token ab — bei einer lokalen Lösung fallen pro Token keine zusätzlichen Gebühren an, weil sie auf der eigenen Hardware berechnet werden.
Halluzination
Ein Fehler, bei dem das Modell eine Antwort gibt, die plausibel klingt, aber falsch ist. Halluzinationen sind ein bekanntes Phänomen aller Sprachmodelle. Im Klassen-Modus reduzieren wir das Risiko durch Retrieval auf schul-eigene Inhalte. Schüler-Information enthält diesen Hinweis explizit.
Klassen-Modus
Unsere Konfiguration für die Schul-KI, in der das Modell mit Rückfragen und Lernschritten antwortet, statt fertige Lösungen auszugeben. Die Lehrkraft schaltet diesen Modus pro Stunde an oder aus. Standard für alle Klassen unterhalb der gymnasialen Oberstufe.
Frei-Modus
Die Konfiguration, in der die KI auf volle Aufgaben mit kompletten Lösungen antwortet. Sinnvoll ab der Oberstufe, in spezifischen didaktischen Szenarien oder im Lehrer-Account. Die Lehrkraft entscheidet, wann dieser Modus angemessen ist.
Schul-Server
Die Hardware, auf der die Schul-KI im Schulgebäude läuft. Je nach Schulgrösse ein Mini-PC oder ein 19-Zoll-Rackgerät. Steht im Verteiler- oder Serverraum, gespeist von der Schul-Stromversorgung, an das Schulnetz angeschlossen.
Datenschutz-Folgenabschätzung
Dokument nach Artikel 35 DSGVO, das vor dem Einsatz eines neuen Verarbeitungssystems vorgenommen werden muss, wenn ein hohes Risiko für die Betroffenen droht. Bei einer lokalen Schul-KI vergleichsweise einfach, weil keine personenbezogenen Daten an Dritte fliessen.
KMK-Empfehlung
Die Kultusministerkonferenz der Länder gibt zu zentralen Themen der schulischen Bildung Empfehlungen heraus. Im Oktober 2024 ist die „Handlungsempfehlung zu künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen“ erschienen — sie ist der bundesweite Rahmen für unseren Schul-Einsatz.
Häufige Fragen
Antworten auf die zehn Fragen, die Schulleitungen und Schulträger uns am häufigsten stellen, bevor sie sich entscheiden.
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Häufig gestellte Fragen
Welches Sprachmodell läuft auf dem Schul-Server?
Wir setzen ein offenes, deutschsprach-starkes Sprachmodell ein, das vollständig auf dem Schul-Server läuft. Die konkrete Modellfamilie wählen wir nach Schulgröße, Hardware-Budget und Fachschwerpunkt aus dem Bestand offener Modellfamilien europäischer und asiatischer Herkunft. Allen gemeinsam: Open-Weight-Modelle, die auf der Schul-Hardware geladen werden — keine Anfrage geht an einen US-Konzern, kein Token verlässt das Schulgebäude.
Wie viele Schüler können gleichzeitig damit arbeiten?
Eine einzelne Schul-Hardware in der Standard-Konfiguration trägt rund 30 bis 40 gleichzeitige Anfragen, also etwa eine ganze Klasse parallel im IT-Raum. Wer eine ganze Jahrgangsstufe gleichzeitig versorgen will, bekommt eine zweite Recheneinheit dazu. Die Antwortzeit liegt im Schulbetrieb bei wenigen Sekunden pro Antwort.
Was passiert bei Stromausfall oder Hardware-Defekt?
Die Schul-Hardware steht im Serverraum oder Verteilerschrank wie ein anderer Schulserver auch — sie hängt an der USV der Schule, falls eine vorhanden ist. Bei einem Hardware-Defekt tauschen wir das Gerät innerhalb von zwei Werktagen aus (im Wartungsvertrag enthalten), die Modell-Daten und Konfiguration spielen wir aus unserem verschlüsselten Backup zurück. Während der Ausfallzeit bleibt der Rest des Schulnetzes selbstverständlich erreichbar.
Verhindert die KI Hausaufgaben-Betrug oder hilft sie ihm?
Beides ist möglich, und die Antwort hängt vom didaktischen Konzept der Lehrkraft ab — nicht von der Technik. Wir liefern die Werkzeuge: ein Klassen-Modus, in dem die KI nicht fertige Lösungen ausgibt, sondern Rückfragen stellt und Lernschritte vorschlägt; ein Lehrer-Modus, in dem volle Antworten möglich sind. Welcher Modus wann gilt, entscheidet die Lehrkraft pro Stunde oder pro Klasse. Die KI-Nutzung wird anonymisiert protokolliert, sodass Lehrkräfte erkennen, wenn ein Schüler verdächtig oft ganze Aufgabentexte einkopiert.
Wie nehmen wir das Kollegium mit?
Wir liefern fertige Schulungs-Unterlagen für Lehrkräfte: PDF-Handbuch mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, didaktischen Beispielen pro Fach (Deutsch, Mathematik, Englisch, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Religion, Kunst), drei Beispielstunden pro Fach mit fertigen Aufgabenstellungen und ein Lehrer-FAQ mit den 30 häufigsten Fragen aus der Praxis. Plus eine separate Eltern-Information als druckfertige PDF, die Sie mit dem Schulbriefkopf herausgeben können.
Was sagt der Landes-Datenschutz dazu?
Lokale KI auf Schul-Hardware ist datenschutzrechtlich die einfachste Variante, weil keine personenbezogenen Daten an Dritte übermittelt werden. Wir liefern fertige Datenschutz-Folgenabschätzung, Verarbeitungsverzeichnis-Eintrag, Schul-Vereinbarung mit dem Schulträger und eine Vorlage für die Einwilligung der Erziehungsberechtigten — alle abgestimmt auf die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz von 2024 zu KI-Systemen und auf die aktuelle KMK-Empfehlung zur KI in Schulen.
Was kostet das pro Schüler und Jahr im Vergleich zu einem Cloud-Abo?
Ein Cloud-KI-Abo für die ganze Schule kostet in der Regel zwischen acht und zwölf Euro pro Schüler und Monat — bei einer Schule mit 500 Schülern also rund 48.000 bis 72.000 Euro pro Jahr, immer wieder. Unser Schul-Server liegt einmalig bei 2.490 Euro Anschaffung. Selbst mit dem optionalen Wartungsvertrag (588 Euro pro Jahr) landen Sie unter 6,20 Euro pro Schüler im ersten Jahr, ab dem zweiten Jahr nur noch bei 1,18 Euro. Nach drei Jahren Nutzung haben Sie gegenüber dem Cloud-Abo sechsstellig gespart.
Wie viel Internet-Bandbreite braucht die Schule dafür?
Gar keine. Das Sprachmodell läuft komplett im Schulnetz, die Schüler-Tablets oder Klassenraum-PCs sprechen direkt mit dem Schul-Server. Auch wenn der DSL-Anschluss der Schule ausfällt, funktioniert die KI weiter. Updates des Modells laden wir bei Bedarf einmal pro Quartal nach — das ist ein Download in der Größenordnung weniger Gigabyte, der nachts läuft.
Können wir der KI die schuleigenen Inhalte beibringen?
Ja. Wir hängen an das Modell einen schuleigenen Wissens-Speicher an (Retrieval-Verfahren): das Schulprogramm, Klassenarbeits-Sammlungen der Fachschaften, Hausordnung, schulinternes Curriculum, Lehrpläne des Landes. Die KI greift auf diese Dokumente zurück, wenn ein Schüler nach „Wie ist die Hausordnung bei verlorenen Schülerausweisen?" oder eine Lehrkraft nach „Was steht im Schulprogramm zur Inklusion?" fragt. Die Inhalte bleiben jederzeit auf dem Schul-Server.
Was passiert nach den ersten 12 Monaten Wartung?
Sie haben die Wahl: entweder Wartungsvertrag fortsetzen (49 Euro pro Monat pro Standort), oder Schule übernimmt selbst — das System läuft technisch weiter, Sie verlieren nur die Modell-Updates, Sicherheitspatches und Fernwartung von uns. Eigentum bleibt Eigentum: Sie haben Server, Software und Modell auf Ihrem Schulgelände, niemand kann Ihnen den Zugang abdrehen. Das ist der entscheidende Unterschied zu einem Cloud-Abo.