Linux Mint einrichten: Die ersten 10 Schritte nach der Installation
Linux Mint ist installiert, der Desktop erscheint – und jetzt? Die Installation ist nur der Anfang. Damit Ihr System sicher, stabil und alltagstauglich wird, sind noch einige Schritte nötig.
Warum die Installation allein nicht reicht
Linux Mint ist nach der Installation grundlegend funktionsfähig. Aber „funktionsfähig“ heißt noch nicht „fertig eingerichtet“. Es fehlen Updates, Multimedia-Codecs, Treiber für Ihre Hardware, ein Backup-System und die Software, die Sie täglich brauchen.
Die 10 Schritte im Überblick
1. System-Updates installieren: Der Update-Manager zeigt sofort dutzende verfügbare Updates. Installieren Sie alle – das sind Sicherheitspatches und Fehlerbehebungen.
2. Multimedia-Codecs einrichten: Ohne Codecs spielen Videos und bestimmte Audio-Formate nicht ab. Im Willkommens-Dialog von Linux Mint können Sie diese mit einem Klick nachinstallieren.
3. Treiber prüfen: Öffnen Sie den „Treiber-Manager“. Hier sehen Sie, ob für Ihre Grafikkarte oder Ihren WLAN-Chip proprietäre Treiber verfügbar sind. Diese verbessern oft Leistung und Stabilität erheblich.
4. Firewall aktivieren: Linux Mint hat eine Firewall (ufw), aber die ist standardmäßig deaktiviert. Aktivieren Sie sie über die „Firewall-Konfiguration“ in den Systemeinstellungen.
5. Timeshift einrichten: Timeshift erstellt System-Snapshots. Wenn nach einem Update etwas kaputtgeht, können Sie in Minuten zum vorherigen Zustand zurückkehren. Richten Sie automatische wöchentliche Snapshots ein.
6. Drucker und Scanner installieren: Öffnen Sie die Druckereinstellungen und fügen Sie Ihren Drucker hinzu. Bei Netzwerkdruckern funktioniert das oft automatisch. Bei USB-Druckern brauchen Sie manchmal zusätzliche Treiber-Pakete.
7. E-Mail-Konto einrichten: Thunderbird ist vorinstalliert. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein – bei den meisten Anbietern (Gmail, GMX, Web.de) werden die Einstellungen automatisch erkannt.
8. Schriftarten nachinstallieren: Wenn Sie Word-Dokumente öffnen möchten, die unter Windows erstellt wurden, installieren Sie die Microsoft-Core-Fonts: sudo apt install ttf-mscorefonts-installer. Das verbessert die Kompatibilität erheblich.
9. Software installieren: Über den Software-Manager finden Sie tausende Programme. Chrome, VLC, GIMP, Spotify – alles lässt sich mit wenigen Klicks installieren.
10. Datensicherung einrichten: Neben Timeshift für das System brauchen Sie ein Backup für Ihre persönlichen Dateien. Déjà Dup (vorinstalliert) sichert Dokumente, Fotos und Musik auf eine externe Festplatte oder in die Cloud.
Wann es kompliziert wird
Die ersten fünf Schritte schafft jeder – das sind Klicks in grafischen Programmen. Ab Schritt 6 hängt es von Ihrer Hardware ab. Wenn der Drucker automatisch erkannt wird: Glück gehabt. Wenn nicht, beginnt die Suche nach Treibern, PPD-Dateien und CUPS-Konfigurationen.
Und dann sind da die Dinge, die in keiner Top-10-Liste stehen: Netzlaufwerke einbinden, Cloud-Dienste konfigurieren, Samba-Freigaben einrichten, VPN für die Arbeit aufsetzen. Jeder dieser Punkte kann eine Stunde dauern – oder fünf Minuten. Das hängt von Ihrer konkreten Situation ab.
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Muss ich das Terminal benutzen?
Für die Grundeinrichtung nicht. Updates, Software und Treiber lassen sich grafisch installieren. Für manche Feinheiten (Schriftarten, Drucker-Treiber) ist das Terminal aber schneller und manchmal der einzige Weg.
Wie oft muss ich Linux updaten?
Der Update-Manager zeigt neue Updates etwa wöchentlich an. Anders als bei Windows gibt es keine Zwangs-Neustarts. Sie entscheiden, wann Sie updaten.
Was ist Timeshift und brauche ich das?
Timeshift ist wie die Systemwiederherstellung von Windows – nur besser. Es erstellt Snapshots des gesamten Systems. Wenn ein Update Probleme macht, setzen Sie das System in Minuten zurück. Ja, Sie brauchen das.
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