Homepage-Baukasten oder KI – was heute wirklich die bessere Wahl ist
Sie lesen im Netz einen Vergleich von Homepage-Baukästen und denken sich: „Brauche ich das eigentlich noch – jetzt wo es Claude, ChatGPT und Codex gibt?“ Die ehrliche Antwort: Wir selbst betreiben netzhandwerker.de vollständig ohne Baukasten. Ob das auch für Sie der richtige Weg ist, hängt an drei Fragen, die in den üblichen Vergleichstabellen meist unter den Tisch fallen.
Woran Sie merken, dass sich die Frage lohnt
Ihr laufender Baukasten-Vertrag steht vor der Verlängerung. 18 Euro pro Monat für Ionos, 17 für Wix, 25 für Shopify – in Summe sind das schnell 200 bis 400 Euro pro Jahr, Jahr für Jahr. Bei mehreren Seiten oder Shops wird daraus schnell ein vierstelliger Betrag – ohne dass die Seite sich inhaltlich weiterentwickelt.
Sie möchten eine Funktion, die der Baukasten nicht vorsieht. Ein Buchungskalender mit eigener Logik, eine Preisberechnung für Ihre Branche, ein Kundenportal mit Login – und plötzlich landen Sie in einer Plugin-Suche, bei der jedes Add-On weitere 10 bis 30 Euro im Monat kostet.
Ihre Website sieht aus wie alle anderen in Ihrer Branche. Wer Vorlagen nutzt, landet oft in derselben Bildsprache wie der Mitbewerber drei Orte weiter. Das fällt Ihnen selbst zuerst auf – und kurz darauf auch Ihren Kunden.
Sie haben ein konkretes Angebot, das genau so nirgendwo in ein Template passt. Freie Berufe, Nischen-Dienstleister, regionale Spezialisten – je spezifischer das Geschäft, desto stärker zwängt ein Baukasten die eigene Darstellung in vorgegebene Bahnen.
Warum Homepage-Baukästen 20 Jahre lang die richtige Antwort waren
Bevor wir die Baukasten-Idee kritisch hinterfragen, gehört ein ehrlicher Blick zurück dazu. Baukästen wie Wix (2006), Squarespace (2003) oder Jimdo (2007) sind nicht aus Zufall zu Milliardenunternehmen geworden. Sie haben ein reales Problem sauber gelöst:
Der klassische Weg zur Website war zu teuer und zu technisch. Eigenes HTML programmieren, einen Webspace mieten, Domain einrichten, FTP-Upload, SSL-Zertifikat – all das war vor 20 Jahren eine Hürde, die nur Techniker überwinden konnten. Wer eine Website wollte, musste entweder selbst programmieren oder eine Agentur beauftragen. Eine eigene Homepage kostete mehrere tausend Euro aufwärts.
Baukästen haben diese Hürde für Millionen Nutzer weggeräumt. Drag-and-Drop statt HTML, Klicken statt FTP, Vorlagen statt Grafiker. Für den Friseur, das Café, den Yogalehrer war das eine echte Befreiung. Eine Baukasten-Seite war oft besser als gar keine Seite – und das galt lange.
Das gilt übrigens für bestimmte Anwendungsfälle bis heute. Wer einen Online-Shop mit Kreditkartenabwicklung, Lagerverwaltung und Steuer-Automatik braucht, ist bei Shopify nach wie vor hervorragend aufgehoben – den Funktionsumfang selbst nachzubauen, wäre selbst mit KI-Unterstützung Monate an Arbeit.
Was sich mit KI wirklich geändert hat
Seit 2023 hat sich das Spielfeld grundlegend verschoben – und zwar nicht dort, wo die meisten Vergleichsartikel es verorten. Die Baukasten-Anbieter werben damit, dass sie jetzt auch KI eingebaut haben (Wix Blueprint, Squarespace AI, Shopify Magic). Die eigentliche Veränderung findet aber auf einer Ebene darunter statt:
KI-Assistenten wie Claude oder Codex schreiben heute Code, der früher Fachleute gebraucht hat. Ein kompletter Blog-Artikel mit FAQ-Schema, Breadcrumb, OpenGraph-Tags und responsivem Layout ist in 10 bis 20 Minuten generiert – nicht in einer Oberfläche zum Klicken, sondern als fertiger, maßgeschneiderter Code, der genau das tut, was Sie möchten.
Die technische Einstiegshürde ist an einer anderen Stelle gefallen. Nicht mehr bei der Frage „Wie klicke ich mir eine Seite zusammen?“ – sondern bei der Frage „Wie beschreibe ich, was ich haben möchte?“. Wer mit einer KI umgehen kann, hat plötzlich Zugriff auf das volle Spektrum dessen, was früher nur Entwicklerinnen und Entwicklern vorbehalten war.
Der Baukasten war eine Antwort auf fehlende Technik-Kenntnisse. Die KI ist eine Antwort auf dasselbe Problem – aber ohne den Preis dafür, sich in die Schablonen eines Anbieters zwängen zu müssen. Anders gesagt: KI ist der neue Baukasten, nur ohne die Wände.
Die drei unsichtbaren Kosten von Homepage-Baukästen
Vergleichsartikel schauen meist nur auf den monatlichen Tarif. Die wirklichen Kosten entstehen aber woanders:
1. Der Lock-In. Eine Wix-Seite lässt sich nicht zu Squarespace umziehen. Eine Squarespace-Seite nicht zu Ionos. Wer nach drei Jahren die Plattform wechseln möchte, beginnt praktisch bei null. Die Inhalte müssen händisch kopiert werden, die Struktur neu gebaut, das Design neu gestaltet. Alle SEO-Arbeit, die in die alte URL-Struktur geflossen ist, muss abgefangen werden – mit 301-Weiterleitungen, die viele Baukästen gar nicht in der nötigen Tiefe erlauben.
2. Die Feature-Treppe. Der Einstiegstarif ist selten der, mit dem man wirklich arbeitet. Eigene Domain? Nächster Tarif. Mehr als 10 Unterseiten? Nächster Tarif. Online-Shop? Nächster Tarif. E-Mail-Marketing? Eigenes Produkt, extra Abrechnung. Wer bei Ionos mit 1 Euro im Monat einsteigt, zahlt ab Monat 13 realistisch 18 Euro – und für fast jede zusätzliche Funktion kommen 5 bis 15 Euro obendrauf.
3. Der Individualitäts-Verlust. Jedes Template wurde tausendfach verwendet. Besonders bei Friseuren, Restaurants, Steuerberatern und Handwerksbetrieben landen am Ende viele bei denselben drei Vorlagen. Die Seite sieht professionell aus – aber genau wie die Seite der Konkurrenz eine Straße weiter. Differenzierung durch Design wird damit schwer bis unmöglich.
Dazu kommt ein Punkt, der selten offen ausgesprochen wird: Ihre Daten, Ihre Kundenliste, Ihre Seiten-Struktur – all das liegt auf fremden Servern. Ändert der Anbieter die Geschäftsbedingungen, erhöht die Preise oder stellt das Produkt ein (siehe Jimdo Dolphin, siehe Google Sites, siehe dutzende andere eingestellte Dienste), haben Sie wenig in der Hand.
Was eine KI-gebaute Website wirklich kostet
Wir bauen netzhandwerker.de mit reinem PHP auf dem Webspace eines deutschen Hosters – ohne jedes Baukasten-System. Die laufenden Kosten aufgeschlüsselt:
Webhosting bei All-Inkl (PremiumPlus-Tarif, inkl. Domain): ca. 9,95 Euro pro Monat. Darin sind unlimitierte E-Mail-Postfächer, SSL-Zertifikat, tägliche Backups und genug Rechenleistung für auch größere Seiten enthalten.
KI-Assistent (Claude Pro oder ähnlich): ca. 20 Euro pro Monat – deckt den Alltag einer mittelgroßen Seite ab.
Entwicklungszeit: Einmalig – der Aufbau einer soliden 10-Seiten-Präsenz ist mit KI-Unterstützung in 2 bis 4 Arbeitstagen möglich. Wer das nicht selbst macht, kann die Arbeit einmalig vergeben; danach liegen Quellcode, Inhalte und Struktur bei Ihnen.
Zum Vergleich: Eine Wix- oder Squarespace-Seite mit Shop und E-Mail-Marketing bewegt sich realistisch bei 35 bis 60 Euro pro Monat. Bei Shopify landen ernsthafte Shops inklusive Apps schnell bei 100 bis 300 Euro monatlich.
Entscheidender aber als die Summe: Die eigene Seite gehört Ihnen. Keine Abo-Kündigungsgefahr, keine Preiserhöhung, keine fremden Geschäftsbedingungen.
Wann ein Baukasten trotzdem die richtige Wahl ist
Wir wollen niemanden vom Baukasten wegreden, bei dem das Werkzeug zur Aufgabe passt. Es gibt Fälle, in denen Wix, Squarespace oder Shopify nach wie vor die bessere Entscheidung sind:
Sie möchten einen klassischen Online-Shop mit hunderten Produkten. Shopify nimmt Ihnen die Zahlungsabwicklung, Steuerberechnung, Lagerverwaltung und SCA-konforme Kreditkartenverarbeitung komplett ab. Das selbst aufzusetzen, wäre auch mit KI-Hilfe sehr aufwendig – und riskant, wenn ein Fehler zu falschen Steuern oder Zahlungsausfällen führt.
Sie wollen keinerlei Berührung mit Technik. Auch mit KI bleibt ein Grundverständnis von Dateien, Hosting und Deployment hilfreich. Wer das definitiv nicht will und lieber eine fertige Oberfläche zum Klicken bekommt, ist bei Ionos MyWebsite (deutscher Support, DSGVO-konform) gut aufgehoben.
Die Seite soll eine reine Visitenkarte sein und wird kaum weiterentwickelt. Für eine statische „Hier-sind-wir-und-so-erreichen-Sie-uns“-Präsenz ohne Wachstumsabsicht lohnt der Aufwand einer eigenen Lösung nur bedingt.
Wir bauen Ihre Website – mit KI, ohne Abo-Falle
Wir erstellen Ihre Seite mit KI-Unterstützung, hosten sie auf deutschem Webspace und übergeben Ihnen alles zur weiteren Nutzung. Sie zahlen keine monatliche Software-Miete, sind nicht an eine Plattform gebunden und haben eine Seite, die nur Ihnen gehört. Wir beraten per Fernwartung zur passenden Lösung für Ihren Fall.
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Was bleibt: die Arbeit, die niemand automatisiert
Ein wichtiger Punkt zum Schluss, damit hier keine falsche Erwartung entsteht: KI macht die Website-Erstellung nicht zu einem reinen Knopfdruck. Claude oder Codex schreiben sauberen Code – aber sie wissen nicht, welchen Code sie schreiben sollen. Diese Entscheidungen liegen weiterhin bei Ihnen oder bei jemandem, der Sie begleitet:
Was ist die Kernaussage der Seite? Welches Problem lösen Sie, für wen? Was soll ein Besucher auf der Startseite innerhalb von drei Sekunden verstehen? Das ist keine technische Frage, sondern eine strategische.
Welche Struktur passt zu Ihrem Geschäft? Sind Ihre Kunden am Preis interessiert, an Referenzen oder an einer persönlichen Vorstellung? Wo landet der Besucher, wenn er Kontakt aufnimmt?
Rechtliches und Technisches im Hintergrund. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Consent, DSGVO-konformes Hosting, tägliche Backups, Monitoring, SSL-Zertifikate, E-Mail-Zustellbarkeit mit korrekten SPF-/DKIM-/DMARC-Einträgen. All das muss jemand konfigurieren – und im Zweifel reparieren, wenn etwas nicht mehr funktioniert.
Genau hier liegt auch unser eigener Arbeitsschwerpunkt. Wir bauen Websites mit KI, weil es schneller, individueller und langfristig günstiger ist – aber die Verantwortung für das Endergebnis tragen nach wie vor Menschen.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich mit Claude oder ChatGPT meine Website komplett selbst bauen?
Technisch ja, wenn Sie ein Grundverständnis für Dateien und Webhosting mitbringen. Die KI schreibt den Code und erklärt jeden Schritt. Die Herausforderung liegt bei Entscheidungen: Struktur, Inhalte, Rechtliches, Zustellbarkeit der Formulare. Wer diese Fragen selbst beantwortet, kommt gut allein zurecht. Wer dabei Unterstützung möchte, holt sich gezielt Beratung.
Ist eine KI-gebaute Website genauso sicher wie eine Baukasten-Seite?
Die Sicherheit hängt weniger am Entstehungsweg als an der laufenden Pflege. Baukästen übernehmen Updates automatisch – das ist ihr Vorteil. Eine eigene Seite bei einem professionellen Hoster wie All-Inkl oder Hetzner kommt automatisch mit SSL, Backups und Server-Sicherheit. Wird die Seite regelmäßig gepflegt, ist sie genauso sicher – oder sicherer, weil weniger fremder Code im Spiel ist.
Wie lange dauert es, eine KI-gebaute Website zu erstellen?
Für eine solide 5- bis 10-seitige Präsenz mit Impressum, Datenschutz, Kontaktformular und Responsive-Design: 1 bis 3 Tage, wenn Inhalte und Bilder bereitliegen. Für eine größere Seite mit Blog, Filter-Logik und mehreren Services eher 1 bis 2 Wochen – vergleichbar mit dem Aufwand bei einer sauber aufgesetzten Baukasten-Seite.
Was passiert, wenn ich später Änderungen an der Seite machen möchte?
Kleine Textänderungen können Sie mit etwas Einarbeitung selbst machen – die KI begleitet jeden Schritt. Größere Umbauten (neue Seite, neues Feature, Layout-Anpassung) gehen mit einem klaren Auftrag an uns oder an einen anderen Dienstleister Ihrer Wahl. Da der Quellcode Ihnen gehört, sind Sie an niemanden gebunden.
Was ist mit Online-Shops – brauche ich da nicht Shopify?
Für einen ernsthaften Online-Shop mit hunderten Produkten, Kreditkartenzahlung und Steuer-Automatik bleibt Shopify die saubere Wahl. Für überschaubare Shops (bis etwa 30 Produkte, Rechnung und PayPal als Zahlungsart) lohnt sich auch eine eigene Lösung – sie spart je nach Umsatz schnell hunderte Euro pro Jahr an Transaktionsgebühren und App-Abos.
Warum betreibt netzhandwerker.de keine Baukasten-Seite?
Weil wir für unsere Seite Dinge brauchen, die kein Baukasten in der Tiefe vorsieht: individuelle Service-Seiten, ein selbst entwickeltes Rechnungssystem, ein KI-Telefonassistent, eigene Schema.org-Markups für SEO und eine sehr eigene Bildsprache. Das alles geht auf eigenem Hosting schneller und sauberer – und wir wollen das Know-how selbst beherrschen, um es auch Kunden anbieten zu können.