Website nicht erreichbar? DNS-Fehler, 403, 404 und 500 richtig eingrenzen
Wenn eine Website nicht erreichbar ist, zählt zuerst die Trennung: DNS-Fehler wie ERR_NAME_NOT_RESOLVED entstehen, bevor der Server erreicht wird. HTTP-Fehler wie 403, 404, 500, 502, 503 oder 504 kommen vom Server, der Anwendung oder der Infrastruktur davor. Erst wenn klar ist, welche Fehlerklasse vorliegt, lohnt sich der passende Fix.
Update 5. Mai 2026 — DENIC-Störung bei.de-Domains
Am Abend des 5. Mai gab es eine großflächige Störung bei der DENIC, der zentralen Verwaltung für.de-Domains. Insbesondere DNSSEC-signierte Domains ließen sich stundenweise nicht mehr korrekt auflösen — Millionen deutscher Websites waren nicht erreichbar, obwohl die Server der einzelnen Anbieter in Ordnung waren. Wenn Sie diesen Artikel wegen so einer Welle gefunden haben: Die unten beschriebenen Schritte helfen bei lokalen DNS-Problemen — bei einer Störung der DENIC-Infrastruktur bleibt nur abwarten, oder vorübergehend einen alternativen DNS-Resolver verwenden (Quad9: 9.9.9.9, Cloudflare: 1.1.1.1).
Schnelldiagnose
Eine einzelne Website nicht erreichbar? Prüfen Sie Domain-Schreibweise, Website auf dem Handy und einen anderen DNS-Server. Sind alle Seiten betroffen, liegt das Problem eher am Router, Anbieter-DNS oder Gerät.
Für Chrome-Fehler wie ERR_NAME_NOT_RESOLVED oder DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN gilt: Cache leeren ist erst Schritt vier. Bei 403/404/500/502/503/504 prüfen Sie stattdessen Weiterleitung, Datei, PHP, Server-Logs, Firewall und Hoster-Status.
Was DNS überhaupt ist – und warum es so oft Probleme macht
DNS (Domain Name System) ist das Telefonbuch des Internets. Wenn Sie „google.de" eintippen, fragt Ihr Computer einen DNS-Server: „Welche IP-Adresse gehört zu diesem Namen?" Der DNS-Server antwortet, und Ihr Browser verbindet sich mit der richtigen Adresse.
Wenn irgendetwas in dieser Kette nicht funktioniert – Ihr DNS-Server antwortet nicht, die Domain hat keinen gültigen DNS-Eintrag, oder Ihr Internetanbieter blockiert die Auflösung – sehen Sie nur eine Fehlermeldung. Das Tückische: Die Fehlermeldung sieht immer gleich aus, egal welches Glied in der Kette gebrochen ist.
Website muss heute wieder erreichbar sein?
Wir prüfen DNS-Einträge, Nameserver und Domain-Konfiguration per Fernwartung.
Warum DNS-Cache leeren meistens nicht reicht
Der DNS-Cache ist ein lokaler Zwischenspeicher. Ihn zu leeren hilft genau dann, wenn Ihr Computer eine veraltete Zuordnung gespeichert hat – zum Beispiel nach einem Serverwechsel. In allen anderen Fällen ändert es nichts:
DNS-Server Ihres Anbieters hat eine Störung: Wenn der DNS-Server Ihres Internetanbieters ausfällt oder langsam ist, kann Ihr Computer keine Adressen auflösen – egal wie oft Sie den Cache leeren. Manchmal betrifft die Störung nur bestimmte Domains.
Domain abgelaufen oder falsch konfiguriert: Wenn Sie Website-Betreiber sind und Ihre Domain nicht verlängert wurde, die DNS-Einträge falsch sind oder der Nameserver nicht erreichbar ist, ist Ihre Website für alle Besucher nicht erreichbar. Das Problem liegt dann nicht beim Besucher, sondern bei der Domain-Konfiguration.
DNS-Einträge nach einem Umzug: Nach einem Hoster-Wechsel müssen die DNS-Einträge aktualisiert werden. Bis die neuen Einträge weltweit verteilt sind (DNS-Propagation), kann es 24–48 Stunden dauern. In dieser Zeit sehen manche Besucher die alte Seite, manche die neue, und manche einen Fehler.
Firewall oder Router blockiert DNS: Manche Firewalls und Router filtern DNS-Anfragen – aus Sicherheitsgründen oder durch eine Fehlkonfiguration. Das äußert sich darin, dass bestimmte Websites plötzlich nicht mehr erreichbar sind, obwohl die Internetverbindung funktioniert.
Malware hat den DNS umgeleitet: Bestimmte Schadsoftware ändert die DNS-Einstellungen auf Ihrem Computer oder Router und leitet Anfragen über manipulierte Server. Das kann dazu führen, dass Seiten nicht mehr erreichbar sind oder auf gefälschte Versionen umgeleitet werden.
Was wirklich zu tun ist – die vollständige Checkliste
Für Besucher einer Website:
1. Adresse prüfen – Tippfehler sind die häufigste Ursache für DNS-Fehler.
2. Andere Websites testen – funktioniert nur eine Seite nicht, oder alle? Wenn alle nicht gehen, liegt das Problem bei Ihrem Internet oder DNS-Server.
3. Anderen DNS-Server einstellen – Google (8.8.8.8) oder Cloudflare (1.1.1.1) als DNS-Server in den Netzwerkeinstellungen eintragen. Wenn die Seite damit lädt, war der DNS-Server Ihres Anbieters das Problem.
4. DNS-Cache leeren – Eingabeaufforderung → ipconfig /flushdns. Hilft bei veralteten Einträgen nach einem Serverwechsel.
5. Router neustarten – trennen Sie den Router für 30 Sekunden vom Strom. Das leert auch seinen DNS-Cache.
Für Website-Betreiber:
6. Domain-Status prüfen – ist die Domain noch aktiv? Wurde sie verlängert? Die meisten Registrare zeigen den Status im Dashboard.
7. DNS-Einträge prüfen – zeigt der A-Record auf die richtige Server-IP? Sind die Nameserver korrekt eingetragen? Tools wie „DNS Checker" zeigen die weltweite Propagation.
8. SSL-Zertifikat prüfen – ein abgelaufenes Zertifikat verursacht zwar eine andere Fehlermeldung, kann aber in Kombination mit DNS-Problemen auftreten.
Wann Sie das selbst schaffen – und wann nicht
DNS-Server wechseln und Router neustarten – das schafft jeder mit einer kurzen Anleitung. Wenn damit das Problem gelöst ist, war es ein temporäres Problem des Internetanbieters.
Schwieriger wird es für Website-Betreiber: DNS-Einträge korrekt setzen, Nameserver überprüfen, Propagation abwarten, die richtige IP-Adresse zuordnen – das sind Aufgaben, bei denen ein Fehler die Website tagelang unerreichbar machen kann. Besonders nach einem Hoster-Wechsel passieren hier die meisten Fehler.
DNS-Problem? Wir machen Ihre Website wieder erreichbar.
DNS-Einträge prüfen, Domain-Konfiguration korrigieren, Erreichbarkeit sicherstellen – per Fernwartung.
Jetzt Website retten lassenSo verhindern Sie DNS-Probleme
Erstens: Stellen Sie Ihren DNS-Server auf einen zuverlässigen Anbieter wie Cloudflare (1.1.1.1) oder Google (8.8.8.8). Die DNS-Server der Internetanbieter sind häufig langsamer und fallen öfter aus.
Zweitens: Wenn Sie eine Website betreiben – aktivieren Sie die automatische Verlängerung Ihrer Domain. Mehr Websites gehen durch vergessene Domain-Verlängerungen offline als durch Hackerangriffe.
Drittens: Nach jedem Hoster- oder Serverwechsel die DNS-Einträge prüfen und die Propagation abwarten, bevor Sie die alte Umgebung abschalten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet ERR_NAME_NOT_RESOLVED?
Der Browser konnte den Domainnamen nicht in eine IP-Adresse umwandeln. Das kann an einem DNS-Server-Ausfall, einer falschen Domain-Konfiguration oder einem lokalen Netzwerkproblem liegen.
Was bedeutet DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN?
Chrome findet für die Domain keinen gültigen DNS-Eintrag. Das passiert bei Tippfehlern, abgelaufenen Domains, falschen Nameservern oder frisch geänderten DNS-Einträgen, die noch nicht überall verteilt sind.
Kann eine abgelaufene Domain den Fehler verursachen?
Ja, und das ist eine der häufigsten Ursachen für Website-Betreiber. Wenn die Domain nicht rechtzeitig verlängert wird, werden die DNS-Einträge deaktiviert und die Website ist für niemanden mehr erreichbar.
Kann das per Fernwartung behoben werden?
Ja. Wir prüfen DNS-Einträge, Domain-Status und Server-Konfiguration und machen Ihre Website wieder erreichbar. Bei Netzwerkproblemen auf Ihrem PC stellen wir den DNS-Server korrekt ein.
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Sicherheits-Praxis
Was bei Website nicht erreichbar? DNS-Fehler & 403/404/500 prüfen zusätzlich zählt
Bei Sicherheits- und Zertifikatsthemen reicht ein einzelner Hinweis selten aus. Entscheidend ist, ob Ursache, Risiko und nächster Schritt klar getrennt sind. So erkennen Sie schneller, ob es um ein lokales Gerät, den Browser, DNS, Hosting, Mailserver oder eine echte Sicherheitslücke geht.
- Fehlermeldung exakt notieren und Browser, Gerät, Datum sowie betroffene Domain festhalten.
- Zertifikat, DNS, Weiterleitungen und Mailserver getrennt prüfen, statt alles als Browserproblem zu behandeln.
- Nach der Reparatur einen zweiten Test auf Mobilgerät und Desktop ausführen, damit Warnungen nicht nur lokal verschwinden.