DNS-Fehler: „Website nicht erreichbar“ – warum es selten am Browser liegt
Sie tippen eine Adresse ein und Chrome sagt: „Diese Website ist nicht erreichbar – ERR_NAME_NOT_RESOLVED.“ Die ersten Tipps im Internet: DNS-Cache leeren, Router neustarten. Manchmal hilft das. Oft genug nicht – weil das Problem nicht bei Ihnen liegt, sondern an der Domain-Konfiguration, beim Hoster oder beim Internetanbieter.
Was DNS überhaupt ist – und warum es so oft Probleme macht
DNS (Domain Name System) ist das Telefonbuch des Internets. Wenn Sie „google.de“ eintippen, fragt Ihr Computer einen DNS-Server: „Welche IP-Adresse gehört zu diesem Namen?“ Der DNS-Server antwortet, und Ihr Browser verbindet sich mit der richtigen Adresse.
Wenn irgendetwas in dieser Kette nicht funktioniert – Ihr DNS-Server antwortet nicht, die Domain hat keinen gültigen DNS-Eintrag, oder Ihr Internetanbieter blockiert die Auflösung – sehen Sie nur eine Fehlermeldung. Das Tückische: Die Fehlermeldung sieht immer gleich aus, egal welches Glied in der Kette gebrochen ist.
Warum DNS-Cache leeren meistens nicht reicht
Der DNS-Cache ist ein lokaler Zwischenspeicher. Ihn zu leeren hilft genau dann, wenn Ihr Computer eine veraltete Zuordnung gespeichert hat – zum Beispiel nach einem Serverwechsel. In allen anderen Fällen ändert es nichts:
DNS-Server Ihres Anbieters hat eine Störung: Wenn der DNS-Server Ihres Internetanbieters ausfällt oder langsam ist, kann Ihr Computer keine Adressen auflösen – egal wie oft Sie den Cache leeren. Manchmal betrifft die Störung nur bestimmte Domains.
Domain abgelaufen oder falsch konfiguriert: Wenn Sie Website-Betreiber sind und Ihre Domain nicht verlängert wurde, die DNS-Einträge falsch sind oder der Nameserver nicht erreichbar ist, ist Ihre Website für alle Besucher nicht erreichbar. Das Problem liegt dann nicht beim Besucher, sondern bei der Domain-Konfiguration.
DNS-Einträge nach einem Umzug: Nach einem Hoster-Wechsel müssen die DNS-Einträge aktualisiert werden. Bis die neuen Einträge weltweit verteilt sind (DNS-Propagation), kann es 24–48 Stunden dauern. In dieser Zeit sehen manche Besucher die alte Seite, manche die neue, und manche einen Fehler.
Firewall oder Router blockiert DNS: Manche Firewalls und Router filtern DNS-Anfragen – aus Sicherheitsgründen oder durch eine Fehlkonfiguration. Das äußert sich darin, dass bestimmte Websites plötzlich nicht mehr erreichbar sind, obwohl die Internetverbindung funktioniert.
Malware hat den DNS umgeleitet: Bestimmte Schadsoftware ändert die DNS-Einstellungen auf Ihrem Computer oder Router und leitet Anfragen über manipulierte Server. Das kann dazu führen, dass Seiten nicht mehr erreichbar sind oder auf gefälschte Versionen umgeleitet werden.
Was wirklich zu tun ist – die vollständige Checkliste
Für Besucher einer Website:
1. Adresse prüfen – Tippfehler sind die häufigste Ursache für DNS-Fehler.
2. Andere Websites testen – funktioniert nur eine Seite nicht, oder alle? Wenn alle nicht gehen, liegt das Problem bei Ihrem Internet oder DNS-Server.
3. Anderen DNS-Server einstellen – Google (8.8.8.8) oder Cloudflare (1.1.1.1) als DNS-Server in den Netzwerkeinstellungen eintragen. Wenn die Seite damit lädt, war der DNS-Server Ihres Anbieters das Problem.
4. DNS-Cache leeren – Eingabeaufforderung → ipconfig /flushdns. Hilft bei veralteten Einträgen nach einem Serverwechsel.
5. Router neustarten – trennen Sie den Router für 30 Sekunden vom Strom. Das leert auch seinen DNS-Cache.
Für Website-Betreiber:
6. Domain-Status prüfen – ist die Domain noch aktiv? Wurde sie verlängert? Die meisten Registrare zeigen den Status im Dashboard.
7. DNS-Einträge prüfen – zeigt der A-Record auf die richtige Server-IP? Sind die Nameserver korrekt eingetragen? Tools wie „DNS Checker“ zeigen die weltweite Propagation.
8. SSL-Zertifikat prüfen – ein abgelaufenes Zertifikat verursacht zwar eine andere Fehlermeldung, kann aber in Kombination mit DNS-Problemen auftreten.
Wann Sie das selbst schaffen – und wann nicht
DNS-Server wechseln und Router neustarten – das schafft jeder mit einer kurzen Anleitung. Wenn damit das Problem gelöst ist, war es ein temporäres Problem des Internetanbieters.
Schwieriger wird es für Website-Betreiber: DNS-Einträge korrekt setzen, Nameserver überprüfen, Propagation abwarten, die richtige IP-Adresse zuordnen – das sind Aufgaben, bei denen ein Fehler die Website tagelang unerreichbar machen kann. Besonders nach einem Hoster-Wechsel passieren hier die meisten Fehler.
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Erstens: Stellen Sie Ihren DNS-Server auf einen zuverlässigen Anbieter wie Cloudflare (1.1.1.1) oder Google (8.8.8.8). Die DNS-Server der Internetanbieter sind häufig langsamer und fallen öfter aus.
Zweitens: Wenn Sie eine Website betreiben – aktivieren Sie die automatische Verlängerung Ihrer Domain. Mehr Websites gehen durch vergessene Domain-Verlängerungen offline als durch Hackerangriffe.
Drittens: Nach jedem Hoster- oder Serverwechsel die DNS-Einträge prüfen und die Propagation abwarten, bevor Sie die alte Umgebung abschalten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet ERR_NAME_NOT_RESOLVED?
Der Browser konnte den Domainnamen nicht in eine IP-Adresse umwandeln. Das kann an einem DNS-Server-Ausfall, einer falschen Domain-Konfiguration oder einem lokalen Netzwerkproblem liegen.
Kann eine abgelaufene Domain den Fehler verursachen?
Ja, und das ist eine der häufigsten Ursachen für Website-Betreiber. Wenn die Domain nicht rechtzeitig verlängert wird, werden die DNS-Einträge deaktiviert und die Website ist für niemanden mehr erreichbar.
Kann das per Fernwartung behoben werden?
Ja. Wir prüfen DNS-Einträge, Domain-Status und Server-Konfiguration und machen Ihre Website wieder erreichbar. Bei Netzwerkproblemen auf Ihrem PC stellen wir den DNS-Server korrekt ein.
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