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Software 19.04.2026 · Lesezeit: ca. 11 Min.

Digistore24 einbinden – vom Kaufen-Button bis zum Webhook

Sie haben ein digitales Produkt fertig – ein Ebook, einen Online-Kurs, eine Software-Lizenz oder ein Beratungspaket – und jetzt steht die Frage im Raum: Wie verkauft man das eigentlich? Einen eigenen Shop aufzusetzen bedeutet Umsatzsteuer-Management in 27 EU-Ländern, Zahlungsanbieter-Integration, Widerrufsbelehrungen, AGB, DSGVO-Prozesse und monatliche Grundgebühren. Die meisten Tutorials empfehlen dann Digistore24. Das ist richtig – aber die Empfehlung endet meistens bei „Ist ein Reseller, nimm das WordPress-Plugin.“ Wie Sie Digistore24 tatsächlich auf Ihrer Seite einbinden, welche Varianten es gibt und was hinter dem Kaufen-Button möglich wird, zeigt dieser Artikel.

Woran Sie merken, dass Digistore24 der richtige Weg ist

Typische Situationen, in denen sich ein Reseller-Modell lohnt:

Sie verkaufen zum ersten Mal ein digitales Produkt. Ein Kurs, ein Ebook, ein Template-Paket, eine Software-Lizenz. Einen eigenen Shop mit WooCommerce oder Shopware aufzubauen bedeutet Wochen Arbeit fast nur für die Infrastruktur – ohne dass der erste Euro Umsatz gemacht ist.

Sie wollen international verkaufen, aber nicht international Steuern anmelden. Wer digitale Produkte an Privatkunden in der EU verkauft, muss sich mit dem One-Stop-Shop-Verfahren und Umsatzsteuer-Abführung in 27 Ländern auseinandersetzen. Digistore24 macht das als Reseller automatisch: Als Reseller übernehmen sie die Rechnungserstellung, das Reklamationsmanagement und die korrekte Abführung der Umsatzsteuer weltweit.

Sie arbeiten mit Affiliates. Wenn Sie Ihr Produkt über Empfehler vertreiben wollen, brauchen Sie Tracking, automatische Provisionsauszahlung und ein Auszahlungssystem, das auch kleine Beträge zuverlässig an hunderte Partner verteilt. Das selbst zu bauen ist aufwendig – Digistore24 bringt das als Marktplatz mit.

Sie brauchen Ratenzahlung, Abos und Upsells. Wenn Ihr Produkt 497 € kostet, wollen viele Käufer lieber 3x 199 € zahlen. Ein laufendes Mitgliederabo mit monatlicher Abbuchung per SEPA, Kreditkarte oder PayPal selbst zu orchestrieren, ist technisch und buchhalterisch aufwendig.

Sie haben eine SaaS-Idee mit Pay-as-you-go. KI-Tools, API-Dienste und Verbrauchsmodelle brauchen Prepaid-Tokens oder nachgelagerte Abrechnung. Auch dafür gibt es bei Digistore24 eine API – mehr dazu weiter unten.

Warum „nimm das WordPress-Plugin“ nicht die ganze Antwort ist

In 9 von 10 Anleitungen steht: WordPress installieren, Digistore24-Plugin holen, Shortcode einfügen, fertig. Das funktioniert – aber es gibt drei Hürden, die oft übersehen werden:

Hürde 1: Sie nutzen nicht WordPress. Wer seine Verkaufsseite mit Webflow, Framer, einem selbst gebauten PHP-Template oder einem klassischen HTML-Baukasten betreibt, kann das Plugin nicht verwenden. Für diesen Fall gibt es die JavaScript-Einbindung, die in vielen Tutorials fehlt.

Hürde 2: Reseller-Modell hat rechtliche Folgen. Digistore24 ist nicht Ihr Zahlungsdienstleister, sondern Ihr Wiederverkäufer. Nach einem Kauf erhalten Händler von Digistore24 die vom Kunden für die Vertragsabwicklung zur Verfügung gestellten Daten. Händler erfüllen daher den Kaufvertrag selbst. Sie müssen daher keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Digistore24 abschließen. Das ist einerseits bequem – andererseits müssen Sie Digistore24 in Ihrer Datenschutzerklärung nennen und können sich nicht auf einen AV-Vertrag berufen, weil die Plattform gar nicht in Ihrem Auftrag verarbeitet, sondern im eigenen Namen verkauft.

Hürde 3: Ein Kaufen-Button ist nicht alles. Wer den Shortcode einfügt und auf Verkäufe wartet, verschenkt 80 % der Plattform. Upsells, Downsells, Warenkorb mit mehreren Produkten, Affiliate-Tracking, IPN-Webhooks zum automatischen Freischalten von Zugangsdaten – das sind die Hebel, die den Unterschied zwischen „Produkt verkaufen“ und „Funnel skalieren“ ausmachen.

Welche Einbindungs-Variante für Sie passt, hängt also davon ab, wie Ihre Seite aufgebaut ist und was Sie verkaufen wollen.

Die vier Einbindungs-Wege im Vergleich

Variante 1: Einfacher Bestell-Link

Der schnellste Weg: Sie verlinken direkt auf das Digistore24-Bestellformular Ihres Produkts. Keine Code-Integration nötig, funktioniert in jedem Baukasten, auf jeder HTML-Seite, in jedem Newsletter.

<a href="https://www.digistore24.com/product/PRODUKT-ID"
   class="kaufen-button">
   Jetzt bestellen &ndash; 49&nbsp;&euro;
</a>

Die Produkt-ID finden Sie in der Vendor-Ansicht unter Meine Produkte › Produktliste › Links. Der Käufer verlässt beim Klick Ihre Seite und landet auf dem Digistore24-Bestellformular. Simpel, aber funktional – für einzelne Produkte völlig ausreichend.

Variante 2: Warenkorb-Widget

Wenn Sie mehrere Produkte anbieten und der Kunde mehrere in einem Vorgang kaufen soll, brauchen Sie den Warenkorb. Er wird einmal eingebettet, dann reagieren Ihre Buttons automatisch.

Warenkorb-Script einmal im <head> oder vor </body> platzieren:

<script src="https://www.digistore24.com/cart/cart.js"
        data-theme="v2"></script>

Kaufen-Buttons ins Layout einbauen – wichtig: gleicher URL-Aufbau:

<a href="https://www.digistore24.com/product/PRODUKT-ID/buy">
   In den Warenkorb
</a>

Das Script erkennt den Link, fügt das Produkt in den Warenkorb-Layer ein und der Kunde bleibt auf Ihrer Seite. Zur Kasse geht es erst beim Klick auf Zur Kasse gehen. Im Bestellformular bezahlt der Kunde alles zusammen — dort sind alle ausgewählten Produkte aufgelistet, und der Kunde schließt den Kauf in einem Vorgang ab.

Dynamisch per JavaScript lässt sich der Warenkorb ebenfalls füllen – praktisch für Produktkonfiguratoren oder eigene Button-Logik:

// Produkt 123 einmal in den Warenkorb
ds24cart_add(123);

// Produkt 123 dreimal in den Warenkorb
ds24cart_add(123, 3);

Variante 3: Multi-Step-Orderbox (MSOB)

Die MSOB ist eine mehrstufige Bestellbox, die Sie direkt auf Ihrer Verkaufsseite einbauen – der Kunde durchläuft den kompletten Bestellprozess, ohne die Seite zu verlassen. Besonders wirksam bei hochpreisigen Produkten, wo jeder Seitenwechsel Konversion kostet.

Im Vendor-Account unter Konto › Bestellformulare legen Sie eine MSOB an, wechseln in den Menüpunkt Einstellungen › Code-Export und kopieren den generierten iFrame- oder JavaScript-Code auf Ihre Landingpage. Design und Ablauf werden komplett im Digistore24-Backend konfiguriert – auf Ihrer Seite landet nur ein kleiner Code-Schnipsel.

Variante 4: Upsell-Funnel mit Kaufen-Button-Widget

Der umsatzstärkste Weg. Nach dem Erstkauf landet der Käufer auf einer Upsellseite mit Zusatzangebot. Sagt er Ja, wird sofort ohne erneute Zahlungsdateneingabe abgerechnet (One-Click-Upsell).

Um Digistore24 mit Ihrer Upsellseite zu integrieren, können Sie das Digistore24-Widget Upsell Kaufen-Button verwenden. Das Widget wird als JavaScript-Snippet in Ihre Upsellseite eingebettet. Es zeigt per iFrame die rechtssicheren Kaufentscheidungs-Buttons von Digistore24 an – eine Eigenlogik mit „Kaufen / Nicht kaufen“-Buttons ist nur in Ausnahmefällen DSGVO-konform, weil die EU-Rechtskriterien für Upsellseiten sonst einen zweiten Bestätigungsschritt verlangen.

Der Upsell-Verlauf selbst wird im Conversion Cockpit des Initialprodukts eingerichtet: Welches Produkt wird angeboten, welcher Preis, welche Sales-Page, Ja-Pfad, Nein-Pfad – und für jeden Schritt kopieren Sie den passenden Code-Block in die jeweilige Upsellseite.

Checkliste: Digistore24 in 7 Schritten einbinden

1. Account anlegen und verifizieren. Bei digistore24.com ohne Grundgebühr registrieren, Steuerdaten und Bankverbindung eintragen. Ohne Verifizierung ist keine Auszahlung möglich.

2. Produkt erstellen. Unter Meine Produkte › Produkt hinzufügen. Produkttyp wählen (Mitgliederbereich, Video-Kurs, Webinar, Software, Ebook …), Sprache festlegen, Preis eingeben. Pro Sprache ein eigenes Produkt anlegen.

3. Bestellformular konfigurieren. Zahlungspläne definieren (Einmalzahlung, Rate, Abo), Zahlungsmethoden auswählen (PayPal, Klarna, Kreditkarte, SEPA, Rechnung), Zusatzfelder festlegen. Für den Kaufen-Button unter Kaufen-Button › Erweitert die EU-konforme Anzeige aktivieren.

4. Einbindungs-Variante wählen. Je nach Website-Technik: WordPress-Shortcode, JavaScript-Einbettung (Warenkorb), Bestell-Link oder Multi-Step-Orderbox. Code aus Produktliste › Links bzw. aus dem Bestellformular-Export übernehmen.

5. Dankeseite und Lieferseite vorbereiten. Die Dankeseite von Digistore24 leer lassen – dann wird die Plattform-Bestätigungsseite verwendet, auf der der Kunde seine Zugangsdaten oder den Download erhält. Für eigene Mitgliederbereiche: IPN-Webhook einrichten (siehe unten).

6. Testbestellung durchführen. Unter dem Einkaufswagen-Symbol beim Produkt das Bestellformular öffnen, als Zahlmethode Test-Pay wählen. So prüfen Sie den gesamten Ablauf, ohne echte Zahlung auszulösen. Die Option sehen nur Sie als Verkäufer, nicht Ihre Kunden.

7. IPN-Webhook aufsetzen. Unter Einstellungen › Integrationen (IPN) eine generische Webhook-Verbindung anlegen. Bei jedem Kauf sendet Digistore24 dann einen HTTP-POST an Ihren Server – perfekt, um Zugangsdaten zu erzeugen, einen Lizenzschlüssel auszuliefern oder den Kunden in Ihre Mailing-Liste einzutragen.

Wichtig für die Gebührenkalkulation: Digistore24 erhebt keine Grundgebühr; bei erfolgreichen Transaktionen liegt die Gebühr bei 1 € + 7,9 % pro Transaktion. Keine Einrichtungskosten, keine monatlichen Fixkosten – abgerechnet wird pro Verkauf. Mindestauszahlung liegt bei 50 € monatlich bzw. 200 € bei wöchentlicher Auszahlung.

Was nach dem Kaufen-Button wirklich möglich ist

Der eingebaute Button ist nur der Anfang. Die eigentliche Macht von Digistore24 liegt in der Automatisierung, die dahinter steckt.

IPN-Webhooks – der digitale Postbote. Bei jedem Kauf-Ereignis (Bezahlung, Rückgabe, Rate, Storno) ruft Digistore24 eine URL auf Ihrem Server auf und übergibt Transaktionsdaten. Typische Anwendungen: Zugang zum Mitgliederbereich automatisch freischalten, Lizenzschlüssel generieren und per E-Mail versenden, Kunden in einen spezifischen E-Mail-Tag einordnen, Google Sheets mit Verkaufsliste füllen, Rechnungs-Tool anwerfen. Für PHP gibt es fertige Receiver-Scripts (auch quelloffene Composer-Pakete wie gosuccess/digistore24-ipn mit Signatur-Validierung), für alle anderen Plattformen sind generische Webhook-Empfänger möglich.

Fertige Integrationen für gängige Tools. Unter Settings › Integrationen (IPN) › Add integration findet sich eine Liste vorkonfigurierter Systeme. Klick-Tipp, ActiveCampaign, GetResponse, Mailchimp, DigiMember, Memberspot – alle mit ein paar Klicks verknüpfbar. Für Klick-Tipp gibt es sogar eine Tag-basierte Vollintegration, die automatisch Kunden-Tags setzt je nachdem, welches Produkt gekauft, gekündigt oder zurückgegeben wurde.

API für Custom-Flows und SaaS-Modelle. Wer einen eigenen Mitgliederbereich oder ein SaaS-Produkt betreibt, kann Digistore24 über die REST-API einbinden. Mit createBuyUrl erstellen Sie Kaufabschluss-Links mit vorab befüllten Kundendaten, mit createBillingOnDemand lösen Sie nachträgliche Abrechnungen aus – klassisches Prepaid-Token-Modell für KI-Tools, API-Dienste oder Verbrauchsabrechnung. Der Kunde kauft 500 Credits, bei Restbestand unter 50 wird automatisch nachgebucht.

Affiliate-Marktplatz. Mit einem Klick machen Sie Ihr Produkt im Digistore24-Marktplatz sichtbar, legen Provisionshöhe fest und werden von bestehenden Affiliates beworben. Tracking, Cookie-Laufzeit und Provisionsauszahlung laufen automatisch. Für Produkte mit breiter Zielgruppe ein echter Hebel.

Gutscheine, Rabatte und Testphasen. Für Partner-Aktionen, Launch-Kampagnen oder Probezeiträume ohne Anfangszahlung – alles im Bestellformular konfigurierbar. Gutscheincodes lassen sich direkt an der URL vorbefüllen (?voucher=KAMPAGNE20).

Multi-Currency und Sprachen. Pro Produkt eine Sprache, aber mit Preis in Euro, US-Dollar, Schweizer Franken und weiteren Währungen. Internationale Verkaufsseiten lassen sich so mit sprach- und währungsspezifischen Landingpages paaren, ohne eine eigene Niederlassung im Zielland zu benötigen.

Was Sie selbst hinbekommen – und wo es kompliziert wird

Gut selbst machbar: Produktanlage, Bestellformular-Konfiguration, einfacher Kaufen-Button, WordPress-Plugin mit Shortcode, Warenkorb-Einbindung, Gutscheinaktionen, fertige IPN-Integration für Standard-Mail-Tools.

Hier wird es komplizierter:

Wenn Sie einen eigenen Mitgliederbereich betreiben und Zugangsdaten automatisch generieren wollen, brauchen Sie ein generisches IPN-Script auf Ihrem Server – mit Signatur-Validierung, Datenbank-Anbindung und E-Mail-Versand. Das „Standard-Beispielscript“ aus der Digistore24-Dokumentation ist ein Gerüst, aber keine fertige Lösung.

Wenn Sie die API für SaaS-Abrechnung nutzen (createBuyUrl, createBillingOnDemand), kommt neben der Integration auch das Datenmodell dazu: Token-Guthaben pro Kunde, Nachbestellungs-Regeln, Fehlerbehandlung bei gescheiterten Zahlungen, Refund-Handling. Das ist Softwareentwicklung – nicht mehr Plugin-Installation.

Wenn Sie mehrere Upsell-Stufen mit konditionaler Logik aufbauen wollen (je nach gewähltem Produkt im Erstkauf einen anderen Upsell anzeigen), muss der Funnel im Conversion Cockpit sauber konfiguriert werden. Fehler hier ruinieren die Konversion – und werden oft erst nach Wochen bemerkt.

Wenn Ihre Verkaufsseite nicht WordPress ist – z.B. eine eigene PHP-Anwendung oder ein Static-Site-Generator – müssen Warenkorb-Script und Button-Verlinkung manuell eingebaut und gestylt werden. Das Digistore24-Button-Design harmoniert nicht immer mit dem eigenen CI.

Digistore24 auf Ihrer Website einbinden lassen?

Wir richten Ihre Produkte ein, bauen Kaufen-Button oder Warenkorb in Ihr Design ein, verbinden IPN-Webhooks mit Mitgliederbereich oder Mailing-Tool und testen den Funnel – per Fernwartung. Sie sehen jeden Schritt live am Bildschirm.

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Was beim Einbinden sonst noch wichtig ist

Datenschutzerklärung ergänzen. Digistore24 muss in Ihrer Datenschutzerklärung genannt werden. eRecht24 und andere Generatoren liefern fertige Textbausteine. Ein AV-Vertrag ist wegen des Reseller-Modells nicht nötig – aber das muss in der Erklärung so auch stehen.

2-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Im Vendor-Account geht viel Geld durch – ein kompromittiertes Passwort reicht, um Bankverbindungen zu ändern oder Auszahlungen umzuleiten. 2FA in den Kontoeinstellungen ist Pflichtprogramm.

Testbestellung vor jeder Kampagne. Bevor Sie Werbung schalten: Mindestens einmal den kompletten Ablauf mit Test-Pay durchlaufen. Prüfen, ob die IPN auslöst, ob die Danke-Mail ankommt, ob der Mitgliederbereich freigeschaltet wird. Ein falsch konfiguriertes Bestellformular kostet bei einer bezahlten Kampagne mehr als jede Entwicklungszeit.

Steuernummer und Kleinunternehmerstatus prüfen. Auch wenn Digistore24 als Reseller die Umsatzsteuer an die jeweiligen Länder abführt – Ihre eigenen Einnahmen (die Auszahlung von Digistore24) müssen Sie in Ihrer Buchhaltung korrekt erfassen. Kleinunternehmer nach §19 UStG brauchen keine Umsatzsteuer auszuweisen, müssen aber die Grenzen beachten.

Rückgaberegelung bewusst setzen. Die Standardeinstellung ist 14 Tage (gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher). Längere Zeiträume (30/60/90 Tage) wirken vertrauensbildend auf Kunden, erhöhen aber die Zahl der Rückgaben. Für hochpreisige Kurse lohnt sich oft die lange Frist – für Low-Ticket-Produkte nicht.

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Häufig gestellte Fragen

Brauche ich ein Gewerbe, um Digistore24 zu nutzen?

Ja. Sie verkaufen als Vendor Produkte und erzielen Einnahmen – das ist gewerblich. Vor der ersten Auszahlung verlangt Digistore24 Steuernummer und Bankverbindung. Kleinunternehmer nach §19 UStG können sich trotzdem anmelden, müssen aber die Umsatzgrenze im Blick behalten.

Was kostet Digistore24?

Keine Grundgebühr, keine monatlichen Kosten. Pro erfolgreicher Transaktion fällt eine Gebühr von etwa 1 € plus 7,9 % vom Umsatz an. Für ein Produkt zu 49 € bleibt nach Abzug also etwa 44 €. Gegenüber einem eigenen Shop mit Stripe/PayPal wirkt das viel – wer aber Steuer-Management, Kundenbuchhaltung, Rechnungserstellung und Rechtssicherheit dagegen rechnet, steht oft besser da.

Kann ich Digistore24 mit Webflow, Framer oder meiner HTML-Seite nutzen?

Ja. Sie brauchen kein WordPress. Das Warenkorb-Script und die Kaufen-Buttons funktionieren mit jedem HTML-Baukasten, in jedem Custom-Code-Embed und auch in selbst gehosteten PHP-Seiten. Das WordPress-Plugin ist nur eine Bequemlichkeit – nicht die einzige Option.

Wie schalte ich nach dem Kauf automatisch einen Mitgliederbereich frei?

Über einen IPN-Webhook. Digistore24 ruft beim Kauf-Ereignis eine URL auf Ihrem Server auf und schickt Transaktionsdaten per HTTP-POST. Ein Script auf Ihrem Server erzeugt dann Zugangsdaten, legt einen Datenbankeintrag an und sendet die Mail. Für Standard-Systeme (DigiMember, Memberspot, Thrive Apprentice) gibt es fertige Konnektoren – für Eigenentwicklung brauchen Sie ein generisches IPN-Empfangsscript mit Signaturprüfung.

Muss ich einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag mit Digistore24 abschließen?

Nein. Digistore24 ist rechtlich Reseller, also eigener Verkäufer – nicht Auftragsverarbeiter in Ihrem Namen. Die Kundendaten bekommen Sie nach dem Kauf, um den Vertrag zu erfüllen. Ein AV-Vertrag mit Digistore24 ist deshalb nicht nötig – wohl aber mit allen anderen Drittanbietern, an die Sie die Daten weitergeben (z.B. Ihr Mail-Marketing-Tool).

Kann ich Digistore24 nachträglich auf eine andere Plattform wechseln?

Ja, aber mit Arbeit. Kundendaten und Kaufhistorie lassen sich exportieren. Bestehende Abos müssen einzeln abgewickelt werden – lassen sich nicht einfach zu einem anderen Anbieter „umziehen“, weil die SEPA-Mandate auf Digistore24 als Verkäufer laufen. Wer mit einem Reseller anfängt und später zu einem Payment-Gateway wie Stripe wechseln will, baut das Kundenverhältnis mit dem neuen System neu auf.

Gibt es Alternativen zu Digistore24?

CopeCart und elopage sind die beiden deutschen Wettbewerber im Reseller-Modell – vergleichbare Funktionen, teils niedrigere Gebühren, aber kleinerer Affiliate-Marktplatz. Für reine Zahlungsabwicklung ohne Reseller-Schutz: Stripe, Paddle (vor allem für Software/SaaS), Mollie. Wer nur auf den deutschen Markt zielt und keine internationale Steuer-Abwicklung braucht, kann auch mit WooCommerce + Stripe starten.

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