Cloud-Speicher im Vergleich 2026 – wer bietet was und zu welchem Preis
Fotos auf dem Handy, Dokumente auf dem Laptop, Downloads auf dem Tablet – und nirgendwo eine gemeinsame Ablage. Cloud-Speicher löst dieses Problem: Alle Geräte greifen auf dieselben Dateien zu, automatisch synchronisiert. Aber welcher Anbieter ist der richtige? Google, Apple, Microsoft, Dropbox – alle bieten Speicher im Basis-Tarif an. Doch die Unterschiede bei Preis, Speichergröße, Datenschutz und Kompatibilität sind erheblich. Dieser Vergleich zeigt, was die großen Anbieter wirklich bieten – und wo die Haken sind.
Speicher ohne Aufpreis – was die Anbieter in der Grundversion bieten
Jeder große Cloud-Dienst bietet einen Basis-Tarif ohne monatliche Kosten. Die Größe des Speichers variiert allerdings enorm:
| Anbieter | Speicher ohne Aufpreis | Besonderheit |
|---|---|---|
| Google Drive | 15 GB | Geteilt mit Gmail und Google Fotos |
| MEGA | 20 GB | Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ab Werk |
| pCloud | 10 GB | Lifetime-Tarife verfügbar (Einmalzahlung) |
| Microsoft OneDrive | 5 GB | In Windows 10/11 fest integriert |
| Apple iCloud | 5 GB | iPhone-Backup zählt mit |
| Dropbox | 2 GB | Praktisch unbrauchbar ohne Bezahl-Abo |
Klarer Gewinner im Basis-Tarif: Google Drive mit 15 GB – das ist drei- bis siebenmal so viel wie bei Apple, Microsoft oder Dropbox. Allerdings teilen sich Gmail, Google Drive und Google Fotos diesen Speicher. Wer viele Fotos in Originalqualität sichert und große E-Mail-Anhänge hat, stoßt trotzdem an Grenzen.
MEGA bietet mit 20 GB noch mehr – inklusive Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Der Haken: monatliche Transfer-Limits beim Download, die bei intensiver Nutzung stören können.
Die großen Player im Detail
Google Drive / Google One
Der Allrounder. Google Drive funktioniert auf jedem Gerät – Windows, Mac, Android, iPhone, Chromebook, Linux (via Browser). Die Integration mit Google Docs, Sheets, Gmail und Google Fotos ist nahtlos. Wer ein Android-Handy nutzt, hat Google Drive bereits eingerichtet.
Preise: 100 GB für 1,99 €/Monat, 200 GB für 2,99 €/Monat, 2 TB für 9,99 €/Monat. Das 2-TB-Abo lässt sich mit bis zu 5 Familienmitgliedern teilen – das macht effektiv 2 € pro Person für 2 TB gemeinsamen Speicher.
Stärken: Bester Basis-Tarif (15 GB), plattformübergreifend, starke Suchfunktion (auch in Dokumenten und Bildern), KI-Features seit 2025 (Zusammenfassungen, Fragen an Dokumente).
Schwächen: Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – Google kann Ihre Dateien theoretisch lesen. Wer sensible Daten speichert, sollte zusätzlich lokal verschlüsseln.
Microsoft OneDrive
Die Windows-Lösung. OneDrive ist in Windows 10 und 11 fest eingebaut – der Ordner erscheint automatisch im Datei-Explorer. Für alle, die mit Word, Excel und PowerPoint arbeiten, ist die Integration unschlagbar: Dokumente speichern sich automatisch in der Cloud.
Preise: 100 GB für 2 €/Monat. Aber hier wird es interessant: Microsoft 365 Personal (7 €/Monat, 69 €/Jahr) enthält 1 TB OneDrive-Speicher plus die komplette Office-Suite (Word, Excel, PowerPoint, Outlook). Microsoft 365 Family (10 €/Monat, 99 €/Jahr) bietet 1 TB pro Person für bis zu 6 Nutzer.
Stärken: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn Sie Office ohnehin brauchen. Personal Vault (geschützter Bereich mit zusätzlicher Authentifizierung). Perfekte Windows-Integration.
Schwächen: Nur 5 GB im Basis-Tarif. Auf Mac und Linux eingeschränkt. Windows 11 aktiviert OneDrive-Backup teilweise automatisch – das führt bei vielen Nutzern zu Verwirrung, wenn Dateien plötzlich „verschwinden“ (sie liegen in der Cloud statt lokal). Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Apple iCloud
Die Apple-Welt. Für iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer funktioniert iCloud völlig unsichtbar: Fotos, Kontakte, Notizen, Passwörter – alles synchronisiert automatisch. iCloud-Backup sichert das komplette iPhone über Nacht.
Preise (iCloud+): 50 GB für 0,99 €/Monat, 200 GB für 2,99 €/Monat, 2 TB für 9,99 €/Monat, 6 TB für 29,99 €/Monat, 12 TB für 59,99 €/Monat.
Stärken: Nahtlose Integration in Apple-Geräte. iCloud+ enthält zusätzlich Private Relay (VPN-ähnlich), E-Mail-Aliase und HomeKit Secure Video. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Passwörter und Gesundheitsdaten (erweiterter Schutz aktivierbar).
Schwächen: Nur 5 GB im Basis-Tarif – und das iPhone-Backup allein belegt oft 3–4 GB. Auf Windows stark eingeschränkt, auf Android praktisch nicht nutzbar. Apple weist darauf hin, dass DSGVO-Konformität für Unternehmen nicht garantiert ist. Starkes Ökosystem-Lock-in: Wer zu Android wechselt, muss alles migrieren.
Dropbox
Der Synchronisierungs-Profi. Dropbox war 2008 der Pionier des Cloud-Speichers und ist bis heute der zuverlässigste Dienst, wenn es um Datei-Synchronisierung geht. Dateien erscheinen auf allen Geräten innerhalb von Sekunden – schneller als bei der Konkurrenz.
Preise: Plus (2 TB) für 9,99 €/Monat. Kein Zwischenschritt – nach den 2 GB im Basis-Tarif geht es direkt auf 2 TB.
Stärken: Beste Sync-Geschwindigkeit am Markt. LAN-Sync (Geräte im selben Netzwerk synchronisieren direkt, ohne Umweg über das Internet). Plattformübergreifend (Windows, Mac, Linux, iOS, Android). Starke Versionierung – Dateien lassen sich 30–180 Tage zurücksetzen.
Schwächen: Nur 2 GB im Basis-Tarif – in 2026 nicht einmal für ein paar Fotos ausreichend. Teurer als Google und Microsoft für vergleichbaren Speicher. Hoher CPU-Verbrauch bei der Synchronisierung. Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Standard-Tarif.
MEGA
Der Datenschutz-Favorit. MEGA verschlüsselt alle Dateien clientseitig (Ende-zu-Ende) – und zwar schon im Basis-Tarif. Das bedeutet: Selbst MEGA kann Ihre Dateien nicht lesen. Gegründet in Neuseeland, Server in der EU und Neuseeland.
Preise: Pro Lite (400 GB) ab ca. 4,99 €/Monat, Pro I (2 TB) ab ca. 9,99 €/Monat, Pro II (8 TB) ab ca. 19,99 €/Monat.
Stärken: 20 GB im Basis-Tarif mit voller Verschlüsselung. Gute Apps für alle Plattformen. Bis zu 8 TB Speicher möglich.
Schwächen: Monatliche Transfer-Limits (Download-Bandbreite). Die Web-Oberfläche ist langsamer als bei Google oder Dropbox. Keine Office-Integration – zum gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten brauchen Sie zusätzliche Tools.
pCloud
Der Lifetime-Spezialist. pCloud bietet als einer der wenigen Anbieter Lifetime-Tarife an: einmal zahlen, für immer nutzen. Sitz in der Schweiz, Server in Luxemburg (EU-Option wählbar).
Preise: 500 GB ab ca. 4,99 €/Monat oder ca. 199 € einmalig (Lifetime). 2 TB ab ca. 9,99 €/Monat oder ca. 399 € einmalig (Lifetime). Verschlüsselung (pCloud Crypto) kostet zusätzlich ~4 €/Monat oder ~125 € Lifetime.
Stärken: Lifetime-Tarife rechnen sich bereits nach 3–4 Jahren. EU-Serverstandort wählbar. Guter Media-Player (Musik und Videos direkt aus der Cloud abspielen).
Schwächen: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur als Zusatz-Option (nicht im Basispreis). Langsamere Up- und Download-Geschwindigkeiten als Google oder Dropbox. Lifetime-Risiko: Falls der Anbieter eingestellt wird, ist das Geld weg.
Der große Preis-Vergleich: Was kostet 2 TB?
| Anbieter | Preis/Monat | Preis/Jahr | Inklusive |
|---|---|---|---|
| Microsoft 365 Family* | 10 € | 99 € | 6×1 TB + Office für 6 Personen |
| Google One | 9,99 € | 99,99 € | 2 TB, teilbar mit 5 Personen |
| Apple iCloud+ | 9,99 € | ~120 € | 2 TB + Private Relay + Mail-Aliase |
| Dropbox Plus | 9,99 € | ~120 € | 2 TB, beste Sync-Geschwindigkeit |
| MEGA Pro I | ~9,99 € | ~100 € | 2 TB, Ende-zu-Ende-verschlüsselt |
| pCloud (Lifetime) | – | ~399 € einmalig | 2 TB, kein Abo, EU-Server |
* Microsoft 365 Family bietet zwar 6×1 TB statt 1×2 TB, ist aber beim Gesamtspeicher (6 TB) zum niedrigsten Preis der klare Preis-Leistungs-Sieger.
Welcher Dienst passt zu wem?
Sie nutzen Windows + Office? → Microsoft OneDrive mit Microsoft 365. Sie bekommen Office + 1 TB Speicher für 7 €/Monat – das ist effektiv günstiger als Office und Speicher getrennt zu kaufen.
Sie nutzen iPhone, iPad, Mac? → Apple iCloud. Die Synchronisierung funktioniert am besten innerhalb des Apple-Ökosystems. 50 GB für 0,99 €/Monat reichen für die meisten iPhone-Nutzer als Einstieg. Aber: Wenn auch ein Windows-PC oder Android-Gerät im Spiel ist, wird es umständlich.
Sie nutzen einen Mix aus Geräten? → Google Drive. Funktioniert überall gleich gut – Android, iPhone, Windows, Mac, Chromebook, Browser. Die 15 GB im Basis-Tarif reichen für den Einstieg.
Sie brauchen maximale Datei-Sync-Zuverlässigkeit? → Dropbox. Wenn Sie beruflich auf sekundengenaue Synchronisierung über mehrere Geräte angewiesen sind, ist Dropbox nach wie vor der Goldstandard.
Datenschutz hat Priorität? → MEGA oder pCloud mit Crypto. MEGA verschlüsselt ab Werk. Bei pCloud ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein Zusatz-Feature, dafür bietet pCloud Lifetime-Tarife und EU-Serverstandort.
Sie wollen kein Abo? → pCloud Lifetime. Einmalig 199–399 € und der Speicher gehört Ihnen. Rechnet sich nach 3–4 Jahren gegenüber monatlichen Abos.
Worauf die meisten nicht achten
Datenschutz und DSGVO: Google, Microsoft, Apple und Dropbox sind US-Unternehmen. Ihre Daten unterliegen potenziell dem US CLOUD Act, auch wenn die Server in der EU stehen. Für private Fotos ist das in der Regel kein Problem. Für Unternehmensdaten oder sensible Dokumente sollten Sie einen Anbieter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder EU-Standort wählen – oder Ihre Daten vor dem Upload selbst verschlüsseln (z.B. mit Cryptomator).
Was passiert, wenn Sie nicht mehr zahlen? Bei Google und Microsoft werden Ihre Dateien nicht gelöscht, aber neue Uploads blockiert. Sie haben typisch 30–90 Tage, um Daten herunterzuladen oder das Abo zu verlängern. Dropbox stuft auf den Basis-Tarif zurück und stoppt die Synchronisierung älterer Dateien. Bei pCloud Lifetime passiert nichts – der Speicher bleibt.
Geteilter Speicher vs. getrennter Speicher: Google One teilt 2 TB zwischen bis zu 5 Familienmitgliedern – aber alle nutzen denselben Pool. Microsoft 365 Family gibt jeder Person eigene 1 TB. Für Familien ist das Microsoft-Modell meist besser, weil niemand dem anderen den Speicher „wegnimmt“.
Fotos-Speicher: Google Fotos, iCloud Fotos und OneDrive bieten alle automatischen Foto-Upload vom Smartphone. Aber: Google Fotos zählt seit 2021 alle Fotos zum Speicherkontingent (vorher waren komprimierte Fotos unbegrenzt). Bei iCloud belegt das iPhone-Backup zusätzlich Speicher.
Offlinezugriff: Alle großen Anbieter erlauben es, einzelne Dateien oder Ordner für Offlinezugriff zu markieren. Aber: Auf Smartphones und Tablets müssen Sie das aktiv einrichten – sonst sind Ihre Dateien nur bei Internetverbindung verfügbar.
Wann Sie es selbst schaffen – und wann nicht
Einen Cloud-Dienst einrichten und ein paar Dateien hochladen – das schafft jeder. Schwieriger wird es bei:
Migration zwischen Anbietern: Von iCloud zu Google Drive oder umgekehrt wechseln bedeutet: Fotos exportieren, Dokumente übertragen, Freigaben neu einrichten, Apps umkonfigurieren. Das ist bei 50 GB nervig, bei 500 GB ein Ganztages-Projekt.
Automatische Backups einrichten: Die Synchronisierung einzelner Ordner auf PC und Smartphone korrekt einrichten, ohne dass Dateien doppelt gespeichert werden oder versehentlich gelöscht werden.
OneDrive „aufräumen“: Viele Windows-11-Nutzer haben unbewusst ein aktives OneDrive-Backup – und wundern sich, warum der Desktop leer ist oder Dateien verschwinden. Das richtig einzustellen erfordert Verständnis der OneDrive-Sync-Logik.
Familien-Speicher verwalten: Google One Family, Microsoft 365 Family oder iCloud-Familienfreigabe einrichten, Kinder-Konten anlegen, Speicher zuweisen – das ist in jedem System etwas anders gelöst und selten intuitiv.
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Häufig gestellte Fragen
Welcher Cloud-Speicher ist am günstigsten?
Für Einzelpersonen bietet Google One mit 100 GB für 1,99 €/Monat das beste Einstiegsangebot. Für Familien ist Microsoft 365 Family (6 Personen × 1 TB + Office für 99 €/Jahr) unschlagbar. Wer kein Abo möchte, fährt mit pCloud Lifetime am günstigsten – ab ca. 199 € einmalig für 500 GB.
Sind meine Daten in der Cloud sicher?
Alle großen Anbieter verschlüsseln Daten bei der Übertragung und auf den Servern. Aber: Google, Microsoft, Apple und Dropbox halten die Schlüssel – sie können Ihre Daten theoretisch lesen. Für echte Vertraulichkeit brauchen Sie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (MEGA ab Werk, pCloud als Zusatz) oder verschlüsseln Dateien vor dem Upload selbst.
Kann ich Cloud-Speicher auf PC, Tablet und Handy gleichzeitig nutzen?
Ja, das ist der Hauptzweck. Alle hier genannten Dienste bieten Apps für Windows, Mac, iOS und Android. Änderungen auf einem Gerät erscheinen innerhalb von Sekunden auf allen anderen – vorausgesetzt, es besteht eine Internetverbindung.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich das Abo kündige?
Bei den meisten Anbietern werden Ihre Dateien nicht sofort gelöscht. Google und Microsoft blockieren neue Uploads, geben aber 30–90 Tage Zeit zum Herunterladen. Dropbox stuft auf den Basis-Tarif zurück und stoppt die Synchronisierung. Bei pCloud Lifetime gibt es kein Abo – der Speicher bleibt bestehen.
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