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naturwerk© × spuerwerk© – Konzept-Pilot

solsalino© – wir messen, wann das Salz fertig ist.

Eine faltbare Solar-Salzpfanne, die das Erntefenster zwischen 25,7 und 30 Grad Baumé erkennt — und damit den Unterschied zwischen Bittersalz und echtem Fleur de Sel. Sonnenlicht rein, Salz raus, Daten dazu.

Konzept-Status Mai 2026. Kein verkaufsfertiger Prototyp. Pilotpartner und Förderpartner gesucht.

solsalino© Konzept-Visualisierung: Solar-Salzpfanne mit transparenter Fresnel-Kuppel auf mediterranen Klippen, Meer im Hintergrund
Hinweis zum Konzept-Status. Diese Seite beschreibt eine technische Konzept-Skizze. Wir haben aktuell keinen gebauten Prototyp, kein verkaufsfertiges Produkt und kein bestellbares Liefer-Datum. Die hier gezeigten Bilder sind KI-Visualisierungen, die Pricing-Indikationen sind Planungs-Werte und ausdrücklich kein verbindliches Angebot. Wer eine Pilot-Partnerschaft anstrebt, kann ohne Bindung Kontakt aufnehmen. Wir melden uns, sobald ein erprobter Prototyp vorliegt — voraussichtlich Sommer 2026, der erste Blindverkostungs-Test folgt im Anschluss.

Eigentum statt Abo. Geschmack statt Glück.

„Die meisten Solar-Verdunster machen Bittersalz. solsalino© misst den Erntepunkt — das ist der Unterschied zwischen Meersalz und Fleur de Sel."

solsalino© ist eine Manufaktur-Solar-Salzpfanne mit eingebauter Sensorik. Sie funktioniert auch ohne Strom-Anschluss, auch ohne Strand-Aufenthalt, auch ohne Vorkenntnisse. Sie misst, was unter der Kuppel passiert, und sagt dem Nutzer per Push, wann er das Salz abnehmen soll. Die Sensorik ist Teil der spuerwerk©-Plattform, die mechanische Linie gehört zu naturwerk©. Beide Linien sind selbst hostbar — wer keine Cloud will, betreibt alles lokal. Eigentum statt Abo.

Das Problem: warum naive Solar-Salzgewinnung bitter schmeckt

Meerwasser ist nicht nur Natriumchlorid. Wer es einfach komplett bis zur Trockne eindampft, bekommt ein Salz-Gemisch — mit Bittersalzen, die jeder Laie sofort herausschmeckt. Echte Salinen arbeiten anders.

Meerwasser enthält in jedem Liter etwa 35 Gramm gelöste Stoffe. Davon sind etwa 77 Prozent Natriumchlorid — das wollen wir. Die restlichen 23 Prozent sind ein Cocktail aus Magnesium-, Calcium- und Kalium-Salzen, die alle einen eigenen, oft unangenehmen Geschmack mitbringen:

  • Magnesiumchlorid (MgCl2) — etwa 10 Prozent der gelösten Salze. Geschmack: bitter, scharf, leicht seifig. Wirkt hygroskopisch (das Salz wird feucht und klumpt).
  • Magnesiumsulfat (MgSO4, „Bittersalz" oder „Epsom-Salz") — etwa 5 Prozent. Geschmack: intensiv bitter. Wird in der Pharmazie als Abführmittel eingesetzt — ein ungebetener Gast im Tafel-Salz.
  • Calciumsulfat (CaSO4, Gips) — etwa 4 Prozent. Geschmack: kreidig, mehlig, neutral bis leicht alkalisch. Verschlechtert die Salz-Optik (graue Flecken im Kristall).
  • Kaliumchlorid (KCl) — etwa 2 Prozent. Geschmack: bitter-metallisch. Wird industriell als Kochsalz-Ersatz verwendet, aber pur unangenehm.
  • Calciumcarbonat (CaCO3) — geringe Anteile. Bildet beim Ausfallen einen dünnen kreidigen Belag, der die Pfanne grau-weiß werden lässt.

Wer dieses Gemisch komplett eintrocknen lässt, bekommt am Ende ein bitter-scharfes, klumpiges, kreidig-graues Salz, das in der Küche schlicht nicht funktioniert. Bei stärkerer Dosierung kann es sogar leicht abführend wirken — daher der Spitzname „Mutterlauge-Salz" in der Industrie.

Echte Solar-Salinen wie Guérande, Trapani, Sečovlje, Aigues-Mortes oder die spanischen Salinas de Janubio arbeiten mit fraktionierter Kristallisation: Sie lassen das Meerwasser durch eine Kette von Becken laufen. In den ersten Becken fallen Calciumcarbonat und Gips aus — diese werden zurückgelassen. In den späteren Kristallisations-Becken fällt reines NaCl aus, das von Hand abgeschöpft wird. Die übrig bleibende „Bittermutterlauge" wird vor der weiteren Eintrocknung abgepumpt. Genau dieses Prinzip macht solsalino© im Kleinformat — und automatisiert die Übergänge zwischen den Stufen mit Sensorik.

Die Lösung: das Erntefenster bei 25,7 bis 30 Grad Baumé

Die Baumé-Skala (Bé) misst die Dichte einer Salzlösung. Mit ihr lässt sich auf den Grad genau bestimmen, welches Salz wann ausfällt. solsalino© misst kontinuierlich, in welchem Bé-Bereich die Sole gerade liegt — und löst Aktionen aus.

Grad Baumé Konzentration Was passiert Was solsalino© tut
3,5 °Bé Meerwasser pur (3,5 % Salz) Start. Frisches Meerwasser läuft durch den Vorfilter in den Vorfäll-Kanal. App: „Auffüllen, Sonne läuft."
3,5 – 16,7 °Bé Vor-Konzentration Eisenoxid, Calciumcarbonat und Gips (CaSO4) fallen aus — diese wollen wir nicht im Salz. Sensor erkennt Phase. Bodensatz bleibt im Vorfäll-Tablett.
16,7 °Bé ~17 % gelöste Salze Gips-Ausfall ist weitgehend abgeschlossen. Klare Sole kann weiter konzentriert werden. App: „Vorfäll-Stufe abgeschlossen. Klar-Sole in Hauptpfanne umfüllen."
25,7 °Bé NaCl-Sättigung Erste NaCl-Kristalle bilden sich an der Oberfläche — das ist „Fleur de Sel". Push: „Erntefenster geöffnet. Erste Kristalle in ca. 12 Min."
26 – 29 °Bé NaCl-Hauptkristallisation Bis zu 85 % des im Wasser gelösten NaCl fällt aus. Salzhöhe in der Pfanne wächst sichtbar. App zeigt Ertrag in Gramm live. Salz wird abgeschöpft.
≥ 30 °Bé Magnesium-/Kalium-Sole MgCl2, MgSO4, KCl beginnen auszufallen — das Salz wird bitter. Alarm: „Mutterlauge-Auslauf JETZT öffnen — sonst Bittersalz."

Das nutzbare NaCl-Fenster ist nur etwa 4 Grad Baumé breit — von 25,7 bis 29,7. Das ist zu eng für Augenmaß bei wechselnder Sonne, aber genau passend für einen Sensor mit Schwellwert-Logik. Genau hier liegt der Mehrwert von solsalino© gegenüber einfachen Solar-Verdunstern, die nichts messen und am Ende alles eintrocknen.

3,5 16,7 25,7 30 40+ Grad Baumé (Sole-Dichte) CaCO3 + Gips (wegwerfen) NaCl (das wollen wir) Mg + K (Bittersalz) ERNTEFENSTER solsalino© schöpft hier ab Welches Salz fällt bei welcher Sole-Dichte aus? Ausfall-Reihenfolge
Schaubild: Fraktionierte Kristallisation aus Meerwasser. solsalino© nutzt genau das schmale Fenster zwischen 25,7 und 30 Grad Baumé.

Mechanischer Aufbau: drei Bauteile, ein Sensor, eine App

solsalino© besteht aus drei mechanischen Baugruppen: Vorfäll-Tablett, Hauptpfanne mit Fresnel-Kuppel, Sensor-Modul. Alles zusammenfaltbar. Alles ohne Werkzeug zerlegbar zur Reinigung.

Vorfäll-Tablett Edelstahl, fängt Gips ab Fresnel-Kuppel bündelt Licht, fängt Kondensat Sensor Schwarze Aluminium-Pfanne Wärmeabsorption, NaCl-Kristallisation Trinkwasser Mutterlauge-Hahn öffnen bei 30 °Bé Faltbare Edelstahl-Standfüße Querschnitt solsalino© Smart-Tier (schematisch)
Schematischer Querschnitt: Vorfäll-Tablett links, Hauptpfanne mit Fresnel-Kuppel mittig, Mutterlauge-Hahn und Kondensat-Auslauf rechts und links davon.

Vorfäll-Tablett

Edelstahl 316L, flach. Meerwasser läuft hier durch, Calciumcarbonat und Gips bleiben am Boden zurück. Nach jedem Zyklus mit Süßwasser ausspülen.

Hauptpfanne

Schwarze, eloxierte Aluminium-Pfanne. Maximale Wärmeabsorption. Kontaktflächen lebensmittelecht beschichtet. Faltbarer Griff für Mobilität.

Fresnel-Kuppel

Transparente Polymer-Kuppel mit Fresnel-Linsen-Struktur. Bündelt Sonnenlicht auf die Pfanne. Innen kondensiert reines Wasser an die Wand und läuft in die Trinkwasser-Rinne.

Sensor-Modul

Edelstahl-Sonde mit Leitfähigkeit, Temperatur und Licht-Sensor. Eingelegt in die Sole. ESP32-S3 mit BLE und WiFi, solar-gespeist über die Kuppel-Innenseite.

Mutterlauge-Hahn

Kleines Auslass-Ventil am tiefsten Punkt der Pfanne. Bei 30 °Bé manuell oder elektrisch geöffnet — die bittere Restflüssigkeit fließt ab, das Salz bleibt liegen.

Kondensat-Rinne

Umlaufende Rinne am unteren Kuppel-Rand. Sammelt das destillierte Wasser, das innen an der Kuppel kondensiert. Mündet in einen Trinkwasser-Auslass.

Companion-App

PWA, kein App-Store-Zwang. Zeigt Live-Werte, Erntefenster-Status, Tageskurve, Salz-Pass-Generator und Mineralprofil. Lokal nutzbar, kein Cloud-Zwang.

Faltbare Standfüße

Vier ausklappbare Edelstahl-Beine für Strand-, Balkon- oder Hofstellen-Einsatz. Im Falt-Zustand passt das ganze Gerät in eine Strandtasche.

Das Sensorik-Modul — spuerwerk© trifft naturwerk©

Die Sensorik kommt aus der spuerwerk©-Produktlinie der Manufaktur. Sie misst, was unter der Kuppel passiert, und schickt die Werte per BLE und WiFi an die Companion-App.

Komponente Modell (Konzept-Stand) Aufgabe Genauigkeit
EC-Sonde K10 Industrie-EC mit Graphit-Elektroden, PEEK-Körper Sole-Leitfähigkeit bis 500 mS/cm — passt für Sole von Meerwasser bis Sättigung. ±2 % vom Messwert
Temperatur PT1000 Klasse A, Edelstahl 316L Hülse, M6-Gewinde Sole-Temperatur — Pflicht für EC-Kompensation auf Referenztemperatur 25 °C. ±0,15 K im Bereich 0 – 60 °C
Licht-Sensor Adafruit TSL2591 unter der Kuppel-Innenseite Effektive Einstrahlung — keine Wetter-API-Schätzung, sondern reale Bündelung der Fresnel-Linse. Lux + IR getrennt, 188 µLux Auflösung
Füllstand Kondensat VL53L1X Time-of-Flight, kontaktlos Misst, wie viel destilliertes Wasser bereits in der Trinkwasser-Rinne steht. ±3 mm bis 4 m
Wetter-Innenraum Sensirion SHT41 unter der Kuppel Temperatur und Luftfeuchte unter der Kuppel — Eingangsgröße für das Verdunstungs-Modell. ±0,2 K, ±1,8 % rF
Optional Lab-Tier: Trübung SEN0189 IR-Streulicht Misst Trübung der Sole — Indikation für Mikroplastik und Algen-Eintrag. 0 – 3000 NTU
Steuerelektronik ESP32-S3 mit 8 MB PSRAM, BLE + WiFi Berechnet aus Rohwerten den Grad Baumé, löst Push-Benachrichtigungen aus, speichert lokal. Mess-Intervall 30 Sekunden
Stromversorgung 2-W-Solarpanel an der Kuppel + LiFePO4-Akku 18650 Autarker Betrieb. Auch bei mehrtägiger Bewölkung läuft die Sensorik weiter. Ø 30 mA Stromaufnahme bei Deep-Sleep

Eine wichtige Überlegung beim Sensorik-Modul: bei den hohen Sole-Konzentrationen im Erntefenster reichen die typischen Aquaristik-Salinitäts-Stäbe nicht aus — gesättigte NaCl-Sole hat etwa 250 mS/cm Leitfähigkeit, das übersteigt die meisten günstigen Sensoren um den Faktor 10. Deshalb setzt das Konzept auf eine industrielle EC-Sonde mit K10-Zelle, wie sie auch in der Lebensmittelverarbeitung und Aquakultur eingesetzt wird. Für das Lab-Tier ist langfristig ein induktiver Sensor mit FDA- und EHEDG-Zulassung vorgesehen — robuster, aber teurer.

Der Erntefenster-Algorithmus

Die Steuerelektronik liest alle 30 Sekunden die Sensorwerte und berechnet daraus den aktuellen Phasen-Zustand. Hier ein vereinfachter Pseudocode-Auszug, wie der Algorithmus im ESP32-S3 läuft:

# solsalino-core/erntefenster.py — Pseudocode-Auszug def messzyklus(): ec_mScm = sensor_ec_k10.read() # Leitfähigkeit in mS/cm temp_c = sensor_pt1000.read() # Sole-Temperatur sun_lux = sensor_tsl2591.read() # Einstrahlung unter Kuppel fuell_h = sensor_vl53l1x.read() # Kondensat-Höhe (mm) # 1) Temperatur-Kompensation: auf 25 Grad C normieren alpha = 0.022 # NaCl-Sole, ca. 2,2 %/K ec_25 = ec_mScm / (1 + alpha * (temp_c - 25)) # 2) EC -> Baume (empirische Kurve aus Kalibration mit Refraktometer) baume = ec_to_baume(ec_25) # 3) Zustands-Maschine if baume < 16.7: zustand = "VORKONZENTRATION" # Gips faellt aus, Vorfäll-Tablett aktiv elif 16.7 <= baume < 25.7: zustand = "AUFKONZENTRATION" # Wartet auf Sättigung elif 25.7 <= baume < 28.0: zustand = "ERNTE_FRUEH" # Fleur-de-Sel-Krusten an Oberfläche push("Erntefenster offen. Erste Kristalle in 12 Min.") elif 28.0 <= baume < 30.0: zustand = "ERNTE_HAUPT" # Hauptertrag, abschöpfen else: zustand = "STOP_BITTER" # Mutterlauge JETZT ablassen push("Mutterlauge-Hahn öffnen — sonst wird das Salz bitter!") speichere_messung(baume, temp_c, sun_lux, fuell_h, zustand) return zustand

Die Kalibrationskurve ec_to_baume() wird einmalig empirisch erstellt — mit einem optischen Refraktometer als Referenz und drei Mess-Sessions bei unterschiedlicher Sole-Konzentration. Danach hält die Kurve über den gesamten Lebenszyklus des Sensors. Bei Wartung der EC-Sonde (typischerweise alle 12 Monate) wird sie nachjustiert. Die Kurve gehört zum Auslieferungs-Standard und kann vom Nutzer nicht versehentlich gelöscht werden.

Die Companion-App — Push, Tageskurve, Salz-Pass

Die App ist eine Progressive Web App (PWA) — keine App-Store-Pflicht, keine Plattform-Bindung. Sie funktioniert auf jedem modernen Smartphone (iOS, Android) und auch im Desktop-Browser.

14:23solsalino©
Erntefenster offen
Sole-Konzentration
26,4 °Bé
Sole-Temperatur
48,2 °C
Geschätzter Ertrag heute
62 g
Restzeit bis Mutterlauge
~ 38 Min
Salz jetzt abschöpfen

Was die App live anzeigt

  • Sole-Konzentration in Grad Baumé — der eine Wert, auf den es ankommt. Farblich kodiert: blau (Aufkonzentration), grün (Erntefenster), orange (Hauptertrag), rot (Bitter-Alarm).
  • Sole-Temperatur — wichtig, weil heiße Sole schneller verdampft, aber auch schneller die Kuppel beschlägt.
  • Geschätzter Ertrag heute — modelliert aus Pfannen-Fläche, aktueller Konzentration und Resttagessonne.
  • Restzeit bis Mutterlauge-Punkt — Vorlauf-Warnung. Der Nutzer kann den Hahn vorbereitet öffnen.
  • Tageskurve — Verlauf der Konzentration über den Tag. Lässt sich exportieren als CSV oder PDF.
  • Salz-Pass-Generator — siehe nächste Sektion.

Datenschutz und Eigentum: Die App speichert Mess-Daten lokal auf dem Smartphone. Optional kann der Nutzer einen eigenen kleinen Cloud-Endpunkt eintragen — wir liefern eine PHP- oder Python-Vorlage, die auf jedem Mini-Webspace läuft. Wer den Service-Tarif bucht, kann unsere Hosting-Lösung nutzen. In beiden Fällen bleiben die Daten Eigentum des Nutzers. Standardmäßig wird nichts an uns übertragen.

Der Salz-Pass — wie ein Wein-Etikett, nur ehrlicher

Jeder Salz-Batch bekommt einen eindeutigen QR-Code. Wer ihn scannt, sieht eine persönliche Salz-Seite mit Herkunft, Erntedatum, Mess-Profil und optional Foto. Premium-Salz mit Herkunfts-Beleg.

Beispiel-QR-Code

Salz-Pass „Costa Brava, 14.05.2026"

Strand-Koordinate
41,8923° N, 3,1604° E (Cala Sa Tuna)
Wasserentnahme
14.05.2026, 07:42 Uhr lokal, Wassertemperatur 17,8 °C
Verdampfungsdauer
9 Std 18 Min reine Sonnenzeit
Maximale Sole-Konzentration
28,9 °Bé (innerhalb Erntefenster, kein Bitter-Risiko)
Geernteter Salz-Ertrag
74 g (Pfanne 0,15 m², 1,2 l Sole)
Mineral-Indikation (aus Leitfähigkeits-Kurve)
NaCl ca. 96 %, Mg-Spuren < 1,5 %, Sulfat-Spuren < 0,8 %

Der Salz-Pass öffnet einen neuen Vermarktungs-Weg für Premium-Salz: ein Sommelier, der Salz im Restaurant erklärt, hat plötzlich eine messbare Geschichte. Ein Reisender, der zwei Wochen am Mittelmeer war, bringt nicht nur ein Glas Salz mit, sondern eine dokumentierte Strand-Erfahrung. Eine Schulklasse, die in Geographie das Thema Salinen behandelt hat, kann den eigenen Klassen-Pass scannen und sehen, wann genau das eigene Salz fertig wurde. Das funktioniert ohne Hashtag, ohne Influencer und ohne Marketing-Budget — die Daten sprechen für sich.

Drei Stufen — Salz, Smart, Lab

Drei Konfigurations-Stufen, je nach Anwendungsfall. Alle Pricing-Werte sind Indikationen für die Pilotphase, kein verbindliches Angebot.

solsalino© Salz

Outdoor- und Strand-Variante
~ 89 €
Indikation Pilotphase, einmalig
  • Faltbare Aluminium-Pfanne (0,15 m²)
  • Transparente Fresnel-Kuppel
  • Vorfäll-Tablett aus Edelstahl
  • Mutterlauge-Hahn manuell
  • Kondensat-Auslauf für Trinkwasser
  • Reine Mechanik, keine Elektronik

Für alle, die selbst per Refraktometer die Sole prüfen wollen oder einfach ein robustes Strand-Salzgerät suchen. Funktioniert komplett ohne Smartphone.

Konzept-Status. Lieferung frühestens Herbst 2026.

solsalino© Salz Lab

Schul- und Forschungs-Variante
~ 449 €
Indikation Pilotphase, einmalig
  • Alles aus Salz-Smart enthalten
  • LoRa-Funk für Feldeinsatz ohne WiFi
  • Trübungs-Sensor (Mikroplastik-Indikation)
  • Optional pH-Sonde steckbar
  • Klassen-Dashboard für Schulen (lokal hostbar)
  • Datenexport für Forschungs-Programme (JSON, CSV, NetCDF)

Für MINT-Schulen, Citizen-Science-Programme, Universitäten mit Hydrologie-Schwerpunkt. Anschluss an Plastic-Pirates-Programm der Kieler Forschungswerkstatt geplant.

Konzept-Status. Förderpartnerschaft erforderlich.

Alle Werte sind Indikationen für die spätere Pilotphase und ausdrücklich kein verbindliches Angebot. Bestellungen sind aktuell nicht möglich. Eigentum statt Abo bleibt das Leitbild: Hardware gehört dem Käufer, die Software ist quelloffen dokumentiert, Daten verbleiben beim Nutzer.

Vier Schritte vom Meerwasser zum Salz

Wie der Tag mit solsalino© Smart abläuft — kein Stundenlanges Daneben-Stehen, nur drei aktive Eingriffe.

1

Befüllen

Pfanne aufstellen, Meerwasser durch den Vorfilter in das Vorfäll-Tablett laufen lassen. Etwa 1,2 Liter pro Zyklus. App startet Aufzeichnung.

2

Aufkonzentration

Wenn Sensor 16,7 °Bé meldet, Sole aus dem Vorfäll-Tablett in die Hauptpfanne umfüllen. Gips-Bodensatz bleibt im Tablett zurück.

3

Ernten

Bei 25,7 °Bé Push „Erntefenster offen". Erste Krusten von Hand mit dem Olivenholz-Spatel abnehmen. Bis 29 °Bé läuft die Haupternte.

4

Mutterlauge ablassen

Bei 30 °Bé Push „Mutterlauge jetzt". Hahn öffnen, bittere Restflüssigkeit abfließen lassen. Salz bleibt liegen, Pfanne nachtrocknen.

Story-Hook für die Vermarktung

„Sonnenlicht rein, Salz raus, Daten dazu."

Drei weitere Sätze, die unser Sub-Marken-Versprechen einfangen — für Verpackung, Etikett und Pressemappe:

„Das erste Salz mit Quelltext."

Open-Hardware-Linie, alle Pläne dokumentiert

„Made by sea, measured by you."

Export-Linie für internationale Märkte

„Salz aus Sonne und Meer, dokumentiert mit deutscher Sensorik."

naturwerk©- und spuerwerk©-Doppelmarken-Linie

Was solsalino© ausdrücklich nicht ist

Ehrliche Abgrenzung — damit niemand mit falschen Erwartungen kommt. solsalino© löst ein klar umrissenes Problem, nicht mehr und nicht weniger.

Kein Ersatz für, keine Zusage zu

  • Industrielle Salinen-Produktion (geringer Tagesertrag, ~ 50 – 80 g)
  • Zertifizierte Lebensmittel-Mess-Geräte für amtliche Qualitätskontrolle
  • Trinkwasser-Aufbereitungssystem (Kondensat ohne UV-Sterilisation)
  • Mikroplastik-Analyse nach DIN-Norm (nur Indikation, keine Labordaten)
  • Salinitäts- oder Wasserqualitäts-Analyse durch zertifizierte Labore
  • Tropen-Einsatz oder Salzwüsten-Klima (zu hohe Verdampfungsraten)
  • Spielzeug für unbegleitete Kinder (Sole hautreizend, Kuppelkanten scharf)
  • Notfall-Trinkwasser für Survival-Szenarien
  • Bestellbare Hardware im Mai 2026 (frühestens Herbst 2026 Pilotphase)
  • Gewerbliche Salz-Vermarktung ohne eigene Lebensmittel-Zulassung

Förderschienen und Forschungspartner

solsalino© ist als Manufaktur-Konzept ohne Risikokapital gedacht. Förderung läuft über vier konkrete Programme, jeweils mit institutionellem Pilotpartner als Antragsteller.

Kieler Forschungswerkstatt

EU-finanziertes Schul-Programm Plastic Pirates. solsalino© Lab als Erweiterung des bestehenden Mikroplastik-Erfassungs-Kits. Citizen-Science-Daten fließen in europäische Mikroplastik-Karte.

DBU Umweltbildung

Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Mikroprojekt-Förderung bis 75.000 € bei voller Förderung. Antragsweg: Umweltverband oder Schule als Antragsteller, Netzhandwerker als technologischer Lieferant.

Slow Food Deutschland

Konvivien-Programm für regionale Lebensmittel-Bildung. solsalino© Smart als Werkzeug für Salz-Sommelier-Schulungen und Genießer-Bildung.

BMBF Citizen Science

Wettbewerb für Bürgerwissenschaft. Mikroplastik-Indikation per Pfannen-Rückstand als forschungsnahes Werkzeug für interessierte Laien.

Aktuell sind keine Förderzusagen erteilt. Die Förderpartnerschaft wird gemeinsam mit dem jeweiligen Pilotpartner aufgesetzt, sobald ein erprobter Werkstatt-Prototyp vorliegt. Interessenten als Pilotpartner — gerne Schulen, Slow-Food-Convivien, Salinen-Museen, Foodies mit eigenem Vermarktungs-Hintergrund — können sich jetzt schon melden. Bindungsfreie Vormerkung, kein Anspruch auf Belieferung.

Brücke zu naturwerk© Treibflasche und Mikroplastik-Karte

solsalino© Lab speist sich in das gleiche Datenökosystem ein wie die naturwerk©-Treibflasche und die geplante Mikroplastik-Karte. Aus dem Salz wird Bürgerwissenschaft.

Eine bemerkenswerte Eigenschaft des Verdampfungs-Prinzips: alles, was nicht in Lösung geht und nicht verdunstet, bleibt am Pfannenboden zurück — auch Mikroplastik-Partikel aus dem Meerwasser. Wenn nach der Salz-Ernte die Pfanne mit dem Trübungs-Sensor (Lab-Tier) optisch klassifiziert wird, lässt sich aus der Rest-Trübung eine Indikation für die Mikroplastik-Belastung des Meerwassers am Schöpf-Ort ableiten.

Daraus ergibt sich ein direkter Anschluss an das parallele Treibflasche-Konzept derselben Manufaktur-Linie: dort werden die Daten von treibenden GPS-Sensorflaschen erfasst, hier von stationären Salz-Pfannen. Beide Quellen fließen in eine gemeinsame Mikroplastik-Karte — anonymisiert, mit Strand-Koordinate als räumlicher Auflösung. Citizen-Science mit greifbarem Salz-Ergebnis am Ende — anders als bei reinen Sensor-Projekten gibt es bei solsalino© etwas Anfassbares (das Salz selbst), das die Motivation für die Datenerfassung trägt.

Auch hier gilt: keine Datenweitergabe ohne ausdrückliche Einwilligung. Standardmäßig läuft alles lokal. Wer am Citizen-Science-Programm teilnimmt, bekommt einen einfachen Aktivierungs-Schalter in der App — ohne diesen Schalter werden Daten nie übertragen.

Pilotpartner werden

Wenn Sie eine Schule, ein Slow-Food-Convivium, ein Salinen-Museum, ein Universitäts-Institut oder ein Foodie-Vermarkter sind und sich vorstellen können, einen Prototyp im Herbst 2026 zu testen — melden Sie sich. Wir filtern nach Passung und Bereitschaft zur gemeinsamen Förderantrag-Stellung. Bindungsfreie Vormerkung, keine Zusage.

Pilot-Vormerkung per E-Mail

Quellen und weiterführende Literatur

  • Geertman, R.M. (2018): „Sodium Chloride Production by Solar Evaporation". In: Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology. Wiley.
  • FAO Fisheries Technical Paper: Solar Salt Production Methods, Chapter 4.5 — pond production and fractional crystallization.
  • USGS Mineral Yearbook (Salt): Methodology of solar evaporation pond systems, harvest scheduling, bitterns handling.
  • Kostick, D.S. (2002): „SALT" in USGS Mineral Commodity Summaries — fractional crystallization at 25,7 °Bé harvest point.
  • Britannica (2024): Bittern (chemistry) — composition of mother liquor after NaCl crystallization.
  • Atlas Scientific: EZO-EC Conductivity Circuit Datasheet — K10-Probe für hohe Salinitäts-Messung.
  • EU Salt Producers Association (eusalt.com): Harvesting Salt by Solar Evaporation — moderne Salinen-Praxis in Europa.
  • Plastic Pirates EU Programme: Citizen Science Mikroplastik-Erfassung in europäischen Gewässern — Anschlussweg für solsalino© Lab.

Häufig gestellte Fragen

Ist solsalino© aktuell bestellbar?

Nein. Diese Seite beschreibt eine Konzeptskizze. Es gibt aktuell weder einen verkaufsfertigen Prototyp noch eine bestellbare Hardware-Version. Die nächste Stufe ist ein Werkstatt-Prototyp im Sommer 2026 mit anschließendem Blindverkostungs-Test. Eine Pilotphase mit institutionellen Partnern (Schulen, Slow-Food-Convivien, Salinen-Museen, Forschungswerkstätten) ist für Herbst 2026 bis Frühjahr 2027 angedacht. Wer als Pilotpartner mitmachen möchte, kann ohne Bindung Kontakt aufnehmen — wir melden uns, sobald ein erprobter Prototyp vorliegt.

Was ist auf dem Hero-Bild zu sehen?

Eine KI-generierte Visualisierung — kein reales Gerät. Das Bild zeigt, wie eine spätere Prototyp-Version aussehen könnte: schwarze Aluminium-Verdampfungspfanne, transparente Kuppel mit Fresnel-Struktur, Klippen-Setup am Mittelmeer. Es existiert kein gebauter Prototyp in dieser Ausführung. Die reale Erscheinung kann erheblich abweichen — Materialien, Proportionen, Befestigung, Sensorik-Position sind noch nicht final.

Was ist das Problem mit normalem Solar-Salz?

Meerwasser enthält neben Natriumchlorid (NaCl, etwa 77 Prozent der gelösten Salze) auch Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat (Bittersalz, ein klassisches Abführmittel), Calciumsulfat (Gips) und Calciumcarbonat. Wenn Meerwasser einfach komplett bis zur Trockne eingedampft wird, kristallisieren alle diese Salze gemeinsam aus. Das Ergebnis: ein bitteres, scharfes, manchmal kreidiges Salz, das zudem hygroskopisch ist (es zieht Feuchtigkeit aus der Luft und klumpt) und bei stärkerer Dosierung leicht abführend wirken kann. Echte Solar-Salinen wie in Guérande, Trapani oder Sečovlje arbeiten mit fraktionierter Kristallisation: Sie lassen die einzelnen Salze nacheinander ausfallen und schöpfen NaCl im richtigen Konzentrations-Fenster ab. Genau das macht solsalino© automatisch.

Was ist das Erntefenster bei 25,7 bis 30 Grad Baumé?

Die Baumé-Skala (Bé) misst die Dichte einer Salzlösung. Frisches Meerwasser liegt bei etwa 3,5 Bé. Beim Verdunsten steigt der Wert. Bis etwa 16,7 Bé fallen Eisenoxid, Calciumcarbonat und Gips aus — diese Stoffe wollen wir nicht im fertigen Salz. Bei 25,7 Bé beginnt NaCl auszukristallisieren — das ist Erntestart. Bis etwa 30 Bé ernten wir reines NaCl. Über 30 Bé fallen Magnesium- und Kalium-Salze aus — der Geschmack kippt ins Bittere. Der nutzbare Bereich ist nur etwa 4 Bé breit — zu eng für Augenmaß, perfekt für einen Sensor.

Welche Sensoren sind im Konzept vorgesehen?

Im Smart-Tier ein Leitfähigkeits-Sensor (Industrie-EC-Sonde mit K10-Zelle für hohe Konzentrationen bis 500 mS/cm), Temperatur-Fühler (PT1000 Klasse A für Sole-Kompensation), UV/Licht-Sensor unter der Kuppel (TSL2591) und Ultraschall- oder Time-of-Flight-Füllstand für die Kondensat-Rinne (VL53L1X). Steuerung über ESP32-S3 mit BLE und WiFi, Stromversorgung über 2-Watt-Solarpanel an der Kuppel und LiFePO4-Akku. Im Lab-Tier zusätzlich Trübungs-Sensor (Mikroplastik-Indikation), LoRa-Funk für Feldeinsatz und optional pH-Sonde. Stand der Komponentenauswahl Mai 2026 — Änderungen während der Prototypen-Phase sind sehr wahrscheinlich.

Wie funktioniert das Erntefenster-Signal?

Der Leitfähigkeits-Sensor in der Sole liefert alle 30 Sekunden einen Messwert. Die Steuerelektronik rechnet die Leitfähigkeit über eine Kalibrationskurve in Grad Baumé um (temperaturkompensiert). Bei 25,7 Bé sendet das System eine Push-Benachrichtigung auf das gekoppelte Smartphone: „Erntefenster geöffnet. Erste Kristalle in etwa 12 Minuten." Bei 28 Bé folgt: „Haupternte jetzt." Bei 30 Bé: „Mutterlauge ablassen — sonst wird das Salz bitter." Der Nutzer muss also nicht stundenlang daneben sitzen, sondern kann erst kommen, wenn etwas zu tun ist.

Was unterscheidet solsalino© vom 30-Euro-Solar-Verdunster aus dem Versandhandel?

Drei Dinge: erstens die Vorfäll-Stufe — ein flaches Edelstahl-Tablett vor der Hauptpfanne, in dem Gips und Calciumcarbonat zurückbleiben, bevor das Meerwasser in die Salz-Pfanne läuft. Zweitens der Mutterlauge-Auslauf — ein Hahn am tiefsten Punkt der Pfanne, der bei 30 Bé geöffnet wird, damit die Magnesium-haltige Restflüssigkeit abfließt, bevor sie ebenfalls auskristallisiert. Drittens die Sensorik mit App — sie macht das Erntefenster überhaupt erst sichtbar. Ein Solar-Verdunster ohne diese drei Komponenten produziert mehrheitlich Bittersalz, das in der Küche unbrauchbar ist. solsalino© produziert echtes Fleur-de-Sel-Niveau — gemessen, nicht geraten.

Wie viel Salz produziert eine solsalino©-Einheit pro Tag?

Rechnerische Indikation auf Basis Mittelmeer-Salinität (3,8 Prozent), einer Pfanne mit etwa 0,15 Quadratmetern Verdampfungsfläche und voller mediterraner Sonneneinstrahlung im Hochsommer: rund 50 bis 80 Gramm reines NaCl pro Sonnentag. Im Frühjahr/Herbst entsprechend weniger. Eine Familie deckt damit den Eigenbedarf an Premium-Tafelsalz für besondere Speisen. Wer industrielle Mengen braucht, ist bei einer Saline in Sečovlje oder Trapani richtig. solsalino© ist ein Manufaktur-Produkt für Genießer, Forscher und Slow-Food-Praktiker — nicht für Großverbraucher.

Was wird aus der Mutterlauge?

Die abgelassene Mutterlauge enthält in konzentrierter Form Magnesiumchlorid (MgCl2), Magnesiumsulfat (MgSO4), Kaliumchlorid und Spuren von Bromiden und Iodiden. In Japan wird sie unter dem Namen „Nigari" zur Tofu-Herstellung verwendet — sie koaguliert Soja-Eiweiß. Wir empfehlen, sie nach Herkunft beschriftet in einem kleinen Glas aufzubewahren und als Beigabe zu liefern (Lab-Tier optional). Wer kein Tofu macht, kann sie sicher entsorgen — sie ist nicht giftig, nur bitter.

Was ist der Salz-Pass?

Eine Premium-Idee: Jeder Salz-Batch bekommt einen QR-Code mit Strand-Koordinate (GPS oder manuelle Eingabe), Erntedatum, Verdampfungsdauer, Wassertemperatur, gemessenes Mineralprofil (über die Leitfähigkeits-Kurve abgeleitet) und Foto. Beim Scan öffnet sich eine persönliche Salz-Seite — wie ein Wein-Etikett, nur ehrlicher, weil messtechnisch belegt. Für Privatleute ein schöner Geschenk-Hook, für Restaurants ein Marketing-Werkzeug. Im Pro-Bundle inklusive, freie Hosting-Wahl: bei uns als Service oder auf eigenem Server. Eigentum statt Abo, im Sinne der Manufaktur-Linie.

Was kostet solsalino©?

Aktuell sind nur Preis-Indikationen für die spätere Pilotphase möglich, keine bestellbaren Preise. Drei geplante Stufen: Salz-Basis (nur Mechanik, ohne Sensorik) rund 89 € als Outdoor- und Strand-Variante. Salz-Smart (mit Sensorik-Modul, BLE-App, Erntefenster-Push) rund 219 € als Premium-Variante für Foodies. Salz-Lab (mit LoRa-Funk, Trübungs-Sensor, Cloud-Anbindung für Klassen-Dashboards und Forschungs-Datenexport) rund 449 € als Schul- und Forschungs-Variante. Optional Salz-Pass-Service 19 € pro Jahr für Online-Hosting der Batch-Daten (Selbsthosting bleibt eine Option). Alle Werte können sich im Entwicklungsverlauf ändern; sie sind ausdrücklich kein verbindliches Angebot. Eigentum statt Abo bleibt das Leitbild.

Welche Förderschienen sind im Konzept vorgesehen?

Vier Förderquellen werden geprüft: Kieler Forschungswerkstatt mit dem EU-finanzierten Programm Plastic Pirates — solsalino© Lab als Erweiterung des bestehenden Schul-Kits zur Mikroplastik-Erfassung. Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Mikroprojekt-Förderung Umweltbildung bis 75.000 € bei voller Förderung. Slow Food Deutschland für die Geschmacks- und Sensorik-Linie (Förderpartner-Konzept Premium-Salz mit Herkunfts-Pass). BMBF Citizen Science Wettbewerb für die Mikroplastik-Indikation per Pfannen-Rückstand. Keine Förderzusage, kein gesicherter Antragsverlauf — die Förderpartnerschaft wird gemeinsam mit dem jeweiligen institutionellen Pilotpartner aufgesetzt.

Was kann solsalino© ausdrücklich nicht?

Es ist keine industrielle Salinen-Anlage und ersetzt keine ozeanographische Mess-Boje. Es ist nicht für Tropen-Einsatz oder Salzwüsten-Klima ausgelegt (zu hohe Verdampfungsraten ohne Steuerung). Es ist kein zertifiziertes Lebensmittel-Mess-Gerät — die Sensorik dient der Prozess-Steuerung, nicht der amtlichen Qualitätskontrolle. Es ersetzt keine Salinitäts- oder Wasserqualitäts-Analyse durch zertifizierte Labore. Es ist kein Spielzeug für unbegleitete Kinder am Strand (Kuppel kann scharfe Kanten haben, Sole-Konzentrationen sind hautreizend). Es ist kein Trinkwasser-Aufbereitungssystem — die Kondensat-Rinne liefert zwar destilliertes Wasser, aber ohne Sterilisations-Schritt und ohne Garantie auf Mineralien-Profil. Es ist ein Manufaktur-Werkzeug für die saubere Salzgewinnung — nicht mehr und nicht weniger.

Was passiert mit Mikroplastik im Meerwasser?

Spannende Beobachtung: alles, was nicht verdampft und sich nicht in Sole löst, bleibt am Pfannenboden zurück — auch Mikroplastik. Damit wird solsalino© ohne Zusatz-Aufwand zum Mikroplastik-Indikator für den Strand-Abschnitt, an dem das Wasser geschöpft wurde. Im Lab-Tier ist ein optischer Trübungs-Sensor vorgesehen, der die Pfannen-Rückstände nach dem Salz-Abnehmen klassifiziert. Anonymisierte Werte können auf eine naturwerk©-Karte für Mikroplastik-Verteilung an deutschen und europäischen Küsten einfließen — Anschluss an das laufende Treibflasche-Konzept der gleichen Manufaktur-Linie. Bürgerwissenschaft mit greifbarem Salz-Ergebnis am Ende.

Wie kann ich Pilotpartner werden?

Per E-Mail an [email protected] mit dem Betreff „solsalino© Pilotpartner" oder über das Kontaktformular auf der Startseite. Wir melden uns bei dem aktiven Entwicklungs-Schritt im Sommer 2026 mit weiteren Informationen. Bevorzugte Pilotpartner: Slow-Food-Convivien, Salinen-Museen (etwa Bad Reichenhall, Lüneburg, Schwäbisch Hall), MINT-Schulen mit Geographie- oder Chemie-Schwerpunkt, Universitäten mit Limnologie- oder Hydrologie-Programmen, Foodies mit eigenem Vermarktungs-Hintergrund. Interesse begründet keinerlei Anspruch und keine Zusage — wir filtern nach Passung zur Pilotphase, dokumentiertem Anwendungsfall und Bereitschaft zur gemeinsamen Förderantrag-Stellung.

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