Backup und Wiederherstellung
Wir prüfen, dass es funktioniert.
Die meisten Backups laufen jahrelang, ohne dass jemand sie testet. Im Notfall stellt sich heraus: die letzte Sicherung ist leer, verschlüsselt oder veraltet. Wir richten Backup ein, überwachen es täglich und stellen quartalsweise eine Datei wieder her, damit Sie wissen: es funktioniert wirklich.
Backup ist nicht das Problem. Wiederherstellung ist es.
In fast jeder Firma läuft irgendeine Form von Backup. Eine externe Festplatte, ein NAS im Schrank, ein Cloud-Dienst, eine USB-Festplatte die jeden Freitag an den Rechner gesteckt wird. Solange nichts passiert, wirkt das beruhigend. Niemand fragt, ob die Sicherung der letzten drei Monate überhaupt noch lesbar ist. Niemand prüft, ob das Programm noch läuft. Niemand erinnert sich, wer das damals eingerichtet hat.
Der ernste Fall sieht anders aus. Ein Verschlüsselungstrojaner verschlüsselt nicht nur die Daten auf dem Rechner, sondern auch die angeschlossene Backup-Festplatte mit. Eine NAS-Festplatte stirbt unbemerkt seit Monaten, niemand hat die Statusmail gelesen oder die LEDs angeschaut. Der Cloud-Speicher ist voll, neue Sicherungen werden stillschweigend abgelehnt, der Postausgang füllt sich mit Fehlermeldungen die niemand öffnet. Ein Mitarbeiter hat versehentlich den Backup-Ordner verschoben oder gelöscht. Die Sicherung läuft zwar, aber niemand kann sich an das Verschlüsselungspasswort von vor drei Jahren erinnern, und der frühere IT-Dienstleister ist nicht mehr erreichbar.
Wir kennen das aus der Fernwartung: Kunde meldet sich nach dem Datenverlust und glaubt, das Backup von vor zwei Tagen sei da. Bei der Prüfung stellt sich heraus, die letzte funktionierende Sicherung ist neun Monate alt. Die Patientenakten der letzten neun Monate sind weg, die Buchhaltung des laufenden Quartals ist weg, die Mandantenkorrespondenz ist weg. Der Kunde hatte ein Backup. Er hatte nur kein funktionierendes Backup.
Backup ist kein Produkt, das man kauft und im Regal stehen lässt. Backup ist ein laufender Prozess. Er muss eingerichtet werden, er muss überwacht werden, er muss regelmäßig auf die Probe gestellt werden, sonst stirbt er leise und niemand merkt es bis zum Ernstfall. Genau das ist der Unterschied zwischen einem einmaligen Verkauf einer Cloud-Lizenz und einem echten Backup-Service.
Wir richten Sicherung ein, überwachen sie täglich automatisiert, berichten monatlich schriftlich und stellen quartalsweise eine echte Datei wieder her. So wissen Sie, dass im Ernstfall wirklich etwas zurückkommt — und nicht nur eine Bestätigungsmail aus dem Jahr 2024.
Die 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus
Die 3-2-1-Regel ist seit Jahren der gemeinsame Nenner aller seriösen Backup-Konzepte. Sie ist keine Erfindung, sondern eine Lektion aus echten Datenverlust-Fällen, übersetzt in einen Merksatz, der sich jeder Geschäftsführer einprägen kann.
Drei Kopien: Sie haben Ihre Originaldaten plus zwei zusätzliche Sicherungen. Eine reicht nicht, weil sie zur gleichen Zeit kaputt gehen kann wie das Original — etwa wenn ein Trojaner beide verschlüsselt oder ein Wasserschaden beide Geräte trifft.
Zwei Medien: Die Sicherungen liegen auf zwei verschiedenen Arten von Datenträgern. Eine HDD und eine SSD, ein NAS und ein Cloud-Speicher, eine externe Festplatte und ein Magnetband. Wenn ein Hersteller eine Serienproduktion mit Defekt ausliefert, betrifft das nicht beide Medien gleichzeitig.
Eine außer Haus: Mindestens eine Sicherung verlässt physisch oder logisch Ihre Räume. Das schützt vor Einbruch, Feuer, Wasserschaden und Diebstahl. In der Praxis ist das heute fast immer ein verschlüsseltes Cloud-Backup, manchmal ergänzt durch eine Festplatte im Bankschließfach für besonders kritische Daten.
Wir setzen die 3-2-1-Regel pro Kunde konkret um und dokumentieren sie schriftlich. Sie bekommen ein Blatt Papier, auf dem steht: welche Daten, auf welchen Geräten, in welchem Rhythmus, mit welchem Passwort, an welchen Orten. Wenn Sie morgen den Dienstleister wechseln, geben Sie das Blatt weiter und der nächste IT-Partner versteht das System in fünf Minuten.
Was wir für Sie einrichten und betreuen
Acht Bausteine, die zusammen einen verlässlichen Backup-Service ergeben. Sie buchen nicht einzelne Module, sondern das passende Paket — die Bausteine sind enthalten.
Backup-Strategie definieren
Wir schauen mit Ihnen, welche Daten geschäftskritisch sind und welche nicht. Ein Buchhaltungssystem braucht ein anderes Backup-Konzept als der Fotoordner der Weihnachtsfeier. Wir definieren Aufbewahrungszeiträume, Wiederherstellungsziele und die passende Frequenz. Das Ergebnis ist ein schriftliches Konzept, das die 3-2-1-Regel auf Ihre Situation übersetzt.
Backup-Software einrichten
Wir wählen für Ihren Fall die passende Lösung: Veeam Agent für Windows-Arbeitsplätze, Acronis für gemischte Umgebungen, Restic oder Duplicati für Server und technische Setups, NAS-eigene Backup-Funktionen wie Synology Hyper Backup wenn die Hardware das hergibt. Pro Fall begründet und schriftlich erklärt, damit Sie nachvollziehen können, warum wir uns für diese Software entschieden haben.
Verschlüsselung aktivieren
Backups werden verschlüsselt, bevor sie das Haus verlassen. Wir nutzen AES-256 als Standard. Das Passwort wird Ihnen schriftlich übergeben und sollte an einem sicheren Ort getrennt vom System aufbewahrt werden, idealerweise in einem Passwort-Manager und zusätzlich auf Papier im Tresor. Ohne das Passwort kann niemand die Daten lesen, auch wir nicht.
Microsoft-365-Backup
Microsoft sichert die Verfügbarkeit der Plattform, aber nicht Ihre Daten. Wenn Sie oder ein Mitarbeiter eine Mail oder ein Dokument dauerhaft löscht, ist es nach 30 bis 93 Tagen weg. Bei Ransomware in OneDrive oder SharePoint werden die Schadensdateien einfach synchronisiert. Wir richten ein eigenständiges Backup für Outlook, OneDrive, SharePoint und Teams ein, das auch dann noch lesbar ist, wenn Ihr Microsoft-Konto gesperrt oder gelöscht wurde.
Tägliche Überwachung
Unser Watchdog auf einem deutschen Server in Frankfurt prüft jeden Backup-Job. Bei Erfolg passiert nichts und Ihr Postfach bleibt ruhig. Bei Fehler oder ausbleibender Meldung bekommen wir und Sie automatisch eine Mail mit Klartext-Beschreibung. Stille Backup-Ausfälle wie früher gibt es nicht mehr. Dasselbe System überwacht auch unsere eigenen Dienste, das Verfahren ist im Alltag erprobt.
Monatlicher Status-Bericht
Sie bekommen jeden Monatsersten ein PDF per Mail. Inhalt: Anzahl der gelaufenen Backup-Jobs, Anzahl der Fehler, belegter Speicher mit Trend über die letzten Monate, Datum der ältesten und jüngsten Sicherung, Ergebnis des Restore-Tests des Quartals. Klar lesbar auch für nicht-technische Geschäftsführer. Steuerberater fragen gelegentlich danach, weil sie für GoBD-Prüfungen einen Nachweis brauchen.
Quartalsweiser Restore-Test
Wir holen vierteljährlich eine echte Datei aus dem Backup zurück und prüfen, dass sie lesbar ist. Das machen nur die wenigsten Dienstleister, weil es Aufwand bedeutet und nichts verkauft. Aber genau dieser Test ist der Unterschied zwischen einem Backup, das aussieht als würde es funktionieren, und einem Backup, das im Ernstfall wirklich liefert. Sie bekommen das Protokoll des Tests im Monatsbericht.
Notfall-Wiederherstellung
Wenn es ernst wird: Reaktion innerhalb von vier Stunden während unserer Servicezeit, Wiederherstellung priorisiert nach Ihren wichtigsten Daten. Wir starten per Fernwartung an Ihrem System, prüfen den Zustand, wählen die jüngste saubere Sicherung und holen die Daten Stück für Stück zurück. Sie bekommen während des Vorgangs regelmäßig Statusmeldungen, damit Sie Ihre Mitarbeiter und Kunden informieren können.
Ransomware: warum Verschlüsselung Pflicht ist
Verschlüsselungstrojaner sind die häufigste Ursache für katastrophalen Datenverlust in kleinen und mittleren Betrieben. Sie kommen über Mail-Anhänge, infizierte Webseiten, kompromittierte Fernwartungs-Software oder über einen Mitarbeiter, der ein USB-Gerät anschließt, das im Parkhaus lag.
Sobald die Schadsoftware aktiv ist, sucht sie systematisch alle erreichbaren Laufwerke und verschlüsselt sie. Erreichbar heißt: das C-Laufwerk, die Netzwerkfreigaben, die angeschlossene USB-Festplatte, das NAS im selben Netzwerk, der Cloud-Speicher der sich automatisch synchronisiert. Wer sein Backup auf eine Festplatte am gleichen Rechner schreibt und sie dort stecken lässt, hat im Ransomware-Fall kein Backup mehr — er hat eine zweite verschlüsselte Kopie.
Was wirklich schützt: Backups, die nach dem Schreiben nicht mehr veränderbar sind. Das nennt man immutable oder write-once. Cloud-Speicher mit Versionierung, NAS mit Snapshot-Funktion, optische Medien wie M-DISC, Magnetbänder die ausgeworfen werden. Eine Sicherung, die der Trojaner nicht überschreiben kann, weil das Speichermedium das technisch nicht zulässt.
Wir richten Ihre Backups so ein, dass mindestens eine Kopie pro Tag in einen Bereich geht, der nicht überschreibbar ist. Bei pCloud nutzen wir die Versionierung, bei Synology die unveränderbaren Snapshots, bei besonders kritischen Daten brennen wir auf M-DISC. Im Ransomware-Fall können wir auf den Stand von vorgestern, vorletzter Woche oder vorletztem Monat zurückgehen, je nachdem wann die Infektion stattfand.
Pakete: Lizenz plus Service
Setup einmalig, Service monatlich. Die Konfiguration, alle Skripte und eine schriftliche Anleitung gehören Ihnen ab dem Setup. Den laufenden Betrieb übernehmen wir. Selbsthosten bleibt jederzeit eine Option, wenn Sie irgendwann ohne uns weitermachen wollen.
Wir nennen das Lizenz plus Service, weil es genau das ist: Sie zahlen einmal für die Einrichtung, die Ihnen dauerhaft gehört, und monatlich für die Überwachung, den Bericht und den Restore-Test. Kein Abo-Zwang auf die Software, keine Lock-in-Falle.
Einzelplatz
Für Solo-Selbstständige, Heimbüro, ein bis zwei Geräte
- 1 Gerät, bis 500 GB
- Cloud-Backup (pCloud oder Hetzner)
- Tägliche Überwachung
- Monatlicher Bericht
- Quartalsweiser Restore-Test
Praxis / Kanzlei
Bis drei Arbeitsplätze plus NAS, lokales und Cloud-Backup
- 3 Geräte + 1 NAS, bis 2 TB
- Lokales Backup auf NAS
- Cloud-Backup verschlüsselt
- Microsoft-365-Backup inklusive
- Monatlicher PDF-Bericht
- Quartalsweiser Restore-Test
Mittelstand
Bis zehn Arbeitsplätze, Server, mehrere Standorte
- Bis 10 Geräte, Server-Backup
- Lokal + Cloud + Offsite
- Microsoft 365 für Teams
- Notfallhandbuch schriftlich
- Monatlicher Bericht
- Quartalsweiser Restore-Test
Notfall-Wiederherstellung
Datenverlust eingetreten? Reaktion innerhalb von vier Stunden in der Servicezeit, Wiederherstellung priorisiert nach Ihren wichtigsten Daten.pro Vorfall (Erstdiagnose), weiterer Aufwand nach Stundensatz. Kunden mit aktivem Backup-Service haben Vorrang.
Die Pakete sind Richtwerte für die typischen Fälle, die wir sehen. Wenn Ihr Setup ungewöhnlich ist — zum Beispiel ein Praxisverbund mit fünf Standorten oder eine Werbeagentur mit Foto-Archiven im zweistelligen Terabyte-Bereich — rechnen wir individuell. Senden Sie uns die Eckdaten per Mail, wir kommen mit einem schriftlichen Angebot zurück.
Die monatliche Servicegebühr deckt Überwachung, Bericht und Restore-Test. Die Kosten für den Cloud-Speicher selbst (pCloud, Hetzner Storage Box oder ähnlich) sind nicht enthalten — Sie schließen den Vertrag direkt mit dem Anbieter ab, sodass die Daten Ihnen gehören und nicht uns.
Cloud-Speicher: pCloud aus der Schweiz
Für die Cloud-Komponente Ihres Backups empfehlen wir pCloud. Schweizer Datenschutz, EU-Server in Luxemburg, Lifetime-Tarife ohne Abo-Falle und echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wir richten ein, Sie behalten die Lizenz dauerhaft.
pCloud sitzt in der Schweiz, betreibt EU-Server in Luxemburg und unterliegt damit weder dem US Cloud Act noch problematischen Datentransfers in Drittstaaten. Für Praxen, Kanzleien und alle, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, ist das ein praktischer Datenschutz-Vorteil gegenüber den großen US-Anbietern.
pCloud Lifetime – einmal zahlen, für immer behalten
500 GB ab ca. 199 € oder 2 TB ab ca. 399 € einmalig. Rechnet sich nach 3 bis 4 Jahren gegenüber monatlichen Anbietern. Inklusive EU-Serverstandort Luxemburg. Wir empfehlen Lifetime, weil es im laufenden Betrieb am wenigsten Verwaltungsaufwand erzeugt — einmal eingerichtet, kein Vertragsende, keine Preiserhöhung.
pCloud Business – Team-Backup mit zentraler Verwaltung
1 TB pro Nutzer, gemeinsame Ordner, Zugriffsrechte und zentrale Abrechnung. Für Praxen, Kanzleien und kleine Teams. Der Vorteil gegenüber Lifetime: zentrale Verwaltung, klare Rollen, Audit-Logs. Wenn ein Mitarbeiter geht, wechseln Sie die Zugangsdaten und die Daten bleiben im Unternehmen.
pCloud Crypto – Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Clientseitige Verschlüsselung, nur Sie haben den Schlüssel. Nicht einmal pCloud selbst kann Ihre verschlüsselten Dateien lesen. Für besonders sensible Mandanten- und Patientendaten, für berufsrechtliche Schweigepflicht-Fälle und für alles, was unter eine erhöhte Vertraulichkeit fällt.
Backup-Hardware: was wir empfehlen
Lokales Backup auf eigene Hardware ist die zweite Säule neben der Cloud. Diese Geräte haben sich in der Praxis bewährt. Wir konfigurieren sie für Sie und übernehmen die laufende Überwachung.
Wenn Sie die Hardware lieber selbst beschaffen wollen: kein Problem. Die Empfehlungen sind Affiliate-Links zu Amazon, aber Sie können dieselben Geräte natürlich bei jedem anderen Händler kaufen. Was zählt, ist dass die Hardware zum Konzept passt — die Konfiguration übernehmen wir unabhängig davon, wo Sie sie gekauft haben.
Synology NAS
Netzwerk-Speicher mit eigener Backup-Software, Verschlüsselung und Snapshot-Funktion. Das Rückgrat für lokales Backup in Praxis und Büro. Mit zwei oder mehr Festplatten redundant betrieben, sodass ein Festplattendefekt nicht zum Datenverlust führt. Synology Hyper Backup integriert direkt mit pCloud, was die Cloud-Komponente besonders einfach macht.
NAS bei AmazonExterne Backup-Festplatte
Für Einzelplatz-Backups oder als zweite Kopie außer Haus. USB 3.0, ab 2 TB, einfach und robust. Im Praxis-Alltag oft genutzt als wöchentliche Rotation: zwei Festplatten, eine im Tresor, eine am Rechner, wöchentlich getauscht. Das ist Low-Tech, aber im Ransomware-Fall ein verlässlicher Notnagel.
Festplatten ansehenSamsung T7 Shield SSD
Externe SSD, schnell, stoßfest, gut für mobile Backups und Notebooks unterwegs. Zwei Terabyte als Standard-Größe. Wir nutzen sie selbst für Reise-Backups und bei Außenterminen. Vorteil gegenüber HDD: keine beweglichen Teile, weniger anfällig für Stürze, deutlich schneller bei vielen kleinen Dateien.
SSD ansehenToshiba MG10 Enterprise HDD
Große HDD für NAS-Bestückung: 18 Terabyte, ausgelegt für Dauerbetrieb. Wenn Sie viele Daten archivieren müssen — Foto-Archive, CAD-Projekte, Video-Material, lange Aufbewahrungsfristen in regulierten Branchen. Mit fünf Jahren Herstellergarantie und einer Auslegung auf 550 Terabyte pro Jahr.
HDD ansehenM-DISC Archiv-Medium
Optisches Langzeit-Archiv für die wirklich unverzichtbaren Dokumente. Bis zu 100 Jahre lesbar, immun gegen Verschlüsselungstrojaner. Wir nutzen M-DISC für Jahresabschlüsse, Verträge und alles, was im Worst Case die Existenz der Firma sichert. Eine Disc kostet wenige Euro, der Brenner einmalig etwa hundert.
M-DISC ansehenAPC USV mit Lithium-Akku
Unterbrechungsfreie Stromversorgung schützt NAS und Server bei Stromausfall vor Datenverlust. Lithium-Akkus halten zehn Jahre, die alten Blei-Akkus mussten alle drei Jahre getauscht werden. Wir empfehlen USV überall dort, wo ein Backup während des Schreibvorgangs durch einen Stromausfall korrumpiert werden könnte — das ist häufiger als man denkt.
USV ansehenWas wir nicht versprechen
Backup ist eine Versicherung gegen Datenverlust, keine Garantie. Wir können viele Szenarien abdecken, aber nicht alle. Wir nennen die Grenzen lieber vorher als hinterher.
Keine Echtzeit-Wiederherstellung. Ein Backup-Service ist kein Hochverfügbarkeits-Cluster. Wenn Sie Datenverlust haben und uns anrufen, beginnt die Wiederherstellung — sie ist nicht in Sekunden vorbei. Je nach Datenmenge dauert das Stunden bis Tage. Für Echtzeit-Anforderungen braucht es Replikation, Failover-Cluster und georedundante Datacenter, das ist ein eigenes Thema mit eigenem Preisschild.
Kein Schutz vor Bedienfehlern, die sofort wiederholt werden. Wenn Sie eine Datei löschen und gleichzeitig der Backup-Job läuft, kann es passieren, dass die Löschung in der jüngsten Sicherung schon sichtbar ist. Deshalb halten wir mehrere Generationen vor: tägliche, wöchentliche und monatliche Sicherungen, mit unterschiedlichen Aufbewahrungszeiten.
Kein Schutz vor Insider-Sabotage durch Administratoren. Wer Zugang zum Backup-System hat, kann es manipulieren. Wir bauen Mehr-Augen-Prinzipien ein, wo sinnvoll, aber 100-prozentige Sicherheit gegen einen entschlossenen Mitarbeiter mit Admin-Rechten gibt es nicht. Hier helfen Zugriffsprotokolle, getrennte Konten und regelmäßige Audits.
Keine Wiederherstellung von verlorenen Verschlüsselungspasswörtern. Wenn Sie das Passwort verlieren und keine Kopie haben, sind die Backups unbrauchbar. Das ist kein Bug, das ist die Funktionsweise sicherer Verschlüsselung. Wir empfehlen, das Passwort mehrfach getrennt zu verwahren — Passwort-Manager, Papier im Tresor, optional eine versiegelte Kopie bei uns.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Notfall-Wiederherstellung?
Erstdiagnosepro Vorfall. Der weitere Aufwand wird nach Stundensatz abgerechnet, abhängig von Datenmenge und Schwere des Schadens. Kunden mit aktivem Backup-Service haben Vorrang und garantierte Reaktionszeit von vier Stunden in der Servicezeit. Bei einem Verschlüsselungstrojaner-Befall mit mehreren Terabyte Daten rechnen Sie mit einem Tag bis einer Woche Wiederherstellungsaufwand, plus die Zeit für die saubere Neuaufsetzung der betroffenen Systeme.
Brauchen wir Microsoft-365-Backup wirklich? Microsoft sichert doch alles.
Microsoft sichert die Verfügbarkeit der Plattform, nicht Ihre Daten. Wenn Sie oder ein Mitarbeiter eine Mail oder Datei dauerhaft löscht, ist sie nach 30 bis 93 Tagen weg. Bei Ransomware in OneDrive oder SharePoint werden die Schadensdateien synchronisiert. Microsoft selbst empfiehlt im Service-Vertrag ein eigenes Backup. Wer das nachliest, findet in den Microsoft-Dokumenten den klaren Hinweis, dass die Verantwortung für Datensicherung beim Kunden liegt — nicht bei Microsoft.
Welche Backup-Software empfehlen Sie?
Das hängt vom Fall. Für Windows-Einzelplätze und kleine Teams nutzen wir gerne Veeam Agent oder Acronis. Für Linux-Server und technische Setups Restic oder Duplicati. NAS-Geräte bringen oft eigene Backup-Lösungen mit, die wir konfigurieren. Wir wählen nicht nach Marke, sondern nach Anforderung. In diesem Beratungsbereich haben wir keine Provisions-Vereinbarungen mit Backup-Software-Herstellern.
Wer hat das Verschlüsselungspasswort?
Sie. Das Verschlüsselungspasswort wird Ihnen schriftlich übergeben und sollte an einem sicheren Ort getrennt vom System aufbewahrt werden, idealerweise in einem Passwort-Manager und zusätzlich auf Papier im Tresor. Wir halten optional eine versiegelte Kopie für den Notfall vor, wenn Sie das wünschen. Diese Kopie liegt physisch getrennt vom Backup-System, sodass ein Angreifer beides erbeuten müsste.
Wie funktioniert die tägliche Überwachung?
Ihr Backup-System meldet täglich an unseren Watchdog. Bei Erfolg passiert nichts. Bei Fehler oder ausbleibender Meldung bekommen wir und Sie automatisch eine Mail. Dasselbe System überwacht auch unsere eigenen Dienste, das Verfahren ist im Alltag erprobt. Wir haben einen lückenlosen Pulse-Mechanismus: nicht nur Fehler melden, sondern auch Schweigen melden. Ein Backup-System, das nicht mehr antwortet, ist genauso verdächtig wie eines, das Fehler liefert.
Was steht im monatlichen Bericht?
PDF mit Anzahl der gelaufenen Backup-Jobs, Anzahl der Fehler, belegter Speicher mit Trend, Datum der ältesten und jüngsten Sicherung, Ergebnis des Restore-Tests des Quartals, falls einer fiel. Klar lesbar auch für nicht-technische Geschäftsführer. Steuerberater fragen gelegentlich danach, weil sie für GoBD-Prüfungen einen Nachweis brauchen, dass die digitalen Belege ordnungsgemäß gesichert werden.
Können wir das Backup selbst betreiben?
Ja. Die Konfiguration, alle Skripte und eine schriftliche Anleitung gehören Ihnen ab dem Setup. Wenn Sie den Service später kündigen oder selbst übernehmen wollen, behalten Sie alles. Sie zahlen monatlich für die Überwachung, den Bericht und den Restore-Test, nicht für die Nutzung der Software. Das ist bewusst so gebaut: wir verkaufen kein Lock-in, sondern eine laufende Dienstleistung, die Sie jederzeit beenden können, ohne die Daten zu verlieren.
Was, wenn unser Backup-Anbieter aussteigt?
Backups werden so eingerichtet, dass sie portabel bleiben. Verschlüsselte Dateien können Sie mit dem Passwort auf jedem anderen Speicher wiederherstellen. Wir vermeiden bewusst proprietäre Formate, die nur mit einer bestimmten Software lesbar sind. Wenn pCloud morgen verschwindet, können Sie die verschlüsselten Backup-Pakete auf jeden anderen S3-kompatiblen Speicher migrieren — wir helfen dabei, das ist Teil des Services.
Wie oft wird gesichert?
Standardmäßig täglich, in der Regel nachts zwischen 02:00 und 05:00 Uhr, wenn keine Mitarbeiter am System arbeiten. Bei besonders kritischen Daten — etwa Buchhaltungssystemen in der Steuerkanzlei — richten wir mehrere Sicherungen pro Tag ein. Wir halten die täglichen Sicherungen für 14 Tage vor, wöchentliche für drei Monate, monatliche für zwei Jahre. Längere Aufbewahrungszeiten sind möglich und in regulierten Branchen oft nötig.
Was passiert, wenn die Internetleitung ausfällt?
Lokale Backups (NAS, externe Festplatte) laufen weiter, weil sie das Internet nicht brauchen. Cloud-Backups warten, bis die Leitung wiederkommt, und holen den Rückstand automatisch nach. Unser Watchdog meldet sich, wenn länger als zwei Tage keine Cloud-Sicherung mehr gelaufen ist — sodass Sie es spätestens dann wissen und ein USB-Modem als Behelf einsetzen können.
Können Sie auch unsere Server sichern, nicht nur Arbeitsplätze?
Ja. Server-Backup ist im Mittelstand-Paket enthalten und in den kleineren Paketen als Erweiterung möglich. Wir sichern Windows Server, Linux Server, virtuelle Maschinen (Hyper-V, VMware, Proxmox) und Datenbanken (MS SQL, MySQL, PostgreSQL). Bei Datenbanken kommt es auf konsistente Sicherungen an, das geht nicht mit einem einfachen Datei-Backup, sondern braucht datenbankspezifische Werkzeuge.
Was, wenn wir den Service kündigen wollen?
Monatliche Kündigung zum Monatsende. Sie behalten die Konfiguration, die Skripte und die schriftliche Anleitung. Die Backups selbst liegen ohnehin in Ihrem Cloud-Vertrag, nicht bei uns. Wir übergeben sauber an Sie oder einen Nachfolge-Dienstleister, mit einem Übergabe-Dokument, das den aktuellen Stand beschreibt.
