Ihre Anlage sendet bereits Daten.
Gelesen werden sie selten.
Lastgang, Wechselrichter-Portal, Kältesteuerung, vorhandene Messgeräte, alte Prüfprotokolle. Der Bestand reicht in vielen Betrieben aus, um die ersten Befunde zu finden – ohne dass jemand die Verteilung öffnet.
Vier Quellen, die fast jeder Betrieb schon hat
Erfasst wird nichts Neues. Ausgewertet wird, was ohnehin entsteht.
Lastgang
Viertelstundenwerte aus der registrierenden Leistungsmessung. Zeigt Schieflast, Leistungsspitzen, Blindarbeit und Lastprofile einzelner Betriebszeiten.
Ertragsdaten
Wechselrichter-Portale führen Erträge, Fehlerspeicher und Strangwerte mit. Ein einzelner schwächelnder String fällt in der Monatssumme nicht auf, im Vergleich sofort.
Kälte und Lüftung
Steuerungen protokollieren Temperaturen, Laufzeiten und Abtauzyklen. Eine steigende Laufzeit bei gleicher Außentemperatur ist ein Frühzeichen, das kein Alarm meldet.
Protokolle und Doku
Frühere Prüfberichte, Messprotokolle und Anlagenunterlagen. Vergleich über die Jahre zeigt Messwerte, die sich stetig in eine Richtung bewegen.
Was dabei regelmäßig sichtbar wird
Keine dieser Feststellungen braucht zusätzliche Sensorik. Sie braucht nur jemanden, der die vorhandenen Daten liest.
Schieflast zwischen den Außenleitern
Ungleich verteilte Einphasenlasten belasten den Neutralleiter und erzeugen Verluste. Im Lastgang ist die Verteilung unmittelbar sichtbar, im Betrieb bleibt sie jahrelang unbemerkt.
Leistungsspitzen mit Kostenwirkung
Bei leistungsgemessenen Anschlüssen bestimmt eine einzige Viertelstunde im Jahr den Leistungspreis. Wer weiß, welche Viertelstunde das war, kann sie beim nächsten Mal vermeiden.
Aggregate mit steigender Laufzeit
Verschmutzte Verflüssiger, schleichender Kältemittelverlust, defekte Abtauung. Die Laufzeit steigt lange bevor die Temperatur im Kühlraum kippt.
Prüffristen ohne Termin
Anlagenteile, die in keinem Verzeichnis stehen und deshalb in keiner Prüfung auftauchen. Der Abgleich zwischen Unterlagen und tatsächlichem Bestand fördert das regelmäßig zutage.
In drei Schritten
Vom Zugang bis zum ersten Bericht vergehen üblicherweise zwei bis vier Wochen.
Bestand klären
Welche Messeinrichtungen, Portale und Unterlagen existieren. Ergebnis ist eine Liste der tatsächlich verfügbaren Quellen, nicht der wünschenswerten.
Zugang einrichten
Leseberechtigung in den vorhandenen Portalen oder wiederkehrender Datenexport. Schreibrechte werden nicht benötigt und nicht angefragt.
Erste Auswertung
Rückblick über den verfügbaren Zeitraum mit Verlauf und Auffälligkeiten. Ab hier läuft der monatliche Bericht.
Laufend fortschreiben
Jeder Monat wird gegen die Vormonate gestellt. Erst der Verlauf über mehrere Perioden macht aus einem Wert eine Aussage.
Was diese Auswertung leistet und was nicht
Vorhandene Daten sind mächtig, aber sie sehen nicht alles. Die wichtigste Lücke steht rechts.
Das ist der Leistungsinhalt
- Auswertung aller verfügbaren Bestandsquellen
- Einordnung durch eine Elektrofachkraft
- Monatlicher Bericht mit Verlauf und Vergleich
- Begründete Empfehlung, wo eine Messstelle sinnvoll wäre
- Abgleich von Anlagenbestand und Prüfunterlagen
Das ist ausdrücklich nicht enthalten
- Klemmstellentemperaturen – dafür fehlt die Messstelle
- Differenzströme einzelner Abgänge
- Daten aus Anlagen ohne jede Messeinrichtung
- Rückwirkende Werte aus Zeiträumen ohne Aufzeichnung
- Bewertung des Isolationszustands ohne Messung
Welche Daten liegen bei Ihnen bereits vor?
Nennen Sie die vorhandenen Messeinrichtungen, Portale und Anschlussart. Sie bekommen eine Einschätzung, was sich daraus heute schon ablesen lässt und wo eine Lücke bleibt.
Datenquellen klärenBeschreiben Sie Ihr Anliegen
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Muss an der Anlage etwas geändert werden?
Nein. Ausgewertet wird, was bereits erfasst wird. Sie erteilen die Leseberechtigung für die vorhandenen Portale oder leiten die Datenexporte weiter, alles Übrige findet über die Fernanbindung statt. An der Installation ändert sich nichts.
Woher bekomme ich meinen Lastgang?
Betriebe mit registrierender Leistungsmessung erhalten die Viertelstundenwerte auf Anforderung vom Messstellenbetreiber oder über dessen Portal. Bei Standardlastprofil-Kunden existieren diese Werte nicht – dort führt der Weg über ein vorhandenes Messgerät oder über ergänzende Messtechnik.
Welche Portale und Schnittstellen lassen sich einbinden?
Alles, was eine Leseberechtigung oder einen Datenexport anbietet: Wechselrichter-Portale, Kältesteuerungen mit Fernzugang, Ladeinfrastruktur mit offener Schnittstelle, Energiemessgeräte mit Modbus sowie einfache Dateiexporte. Wo nur ein Bildschirmzugang ohne Datenweg existiert, sagen wir das vor Beginn.
Was kommt dabei heraus?
Ein monatlicher Bericht mit Verlauf, Auffälligkeiten und Einordnung. Typische Funde sind Schieflast zwischen den Außenleitern, wandernde Leistungsspitzen, Blindarbeit mit Kostenwirkung, Ertragsverluste einzelner Strings und Kälteaggregate mit steigender Laufzeit bei gleicher Außentemperatur.
Wie hängt das mit der Dauermessung zusammen?
Die Auswertung zeigt, wo genauer hingesehen werden sollte. Ein Abgang mit auffälliger Schieflast oder ein Aggregat mit steigender Laufzeit ist der begründete Anlass für eine zusätzliche Messstelle – und nicht eine Vermutung. Viele Anlagen brauchen danach gar keine ergänzende Messtechnik.
Wie werden die Daten behandelt?
Auf Servern in Deutschland, mit einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO. Lastgangdaten kleiner Betriebe lassen Rückschlüsse auf Anwesenheit zu, deshalb werden Speicherdauer und Löschung vorab schriftlich festgelegt.