Schnittfuge und Einstiche kosten Geld
Beim Wasserstrahl und beim Plasma rechnet sich der Zuschnitt anders als beim Laser: die Fuge ist breit und hängt von Material, Dicke und Qualitätsstufe ab, jeder Einstich kostet Zeit und Verschleiß, und bei Edelstahl entscheidet der Verschnitt über die Marge. Genau diese Größen lassen sich rechnen, statt sie zu schätzen.
Wo die Zeit tatsächlich verloren geht
Nicht an der Anlage. Die schneidet, was das Programm vorgibt. Verloren geht das Geld im Verschnitt, in den Einstichen und in einer Kalkulation, die die Qualitätsstufe nicht kennt.
Was so ein Programm übernehmen kann
Nicht alles auf einmal. Sinnvoll ist der Baustein, der bei Ihnen am meisten Material oder Zeit frisst, und danach der nächste.
- Dateieingang und Konturprüfung — DXF und DWG einlesen, Profile aus STEP ableiten, Einheiten festlegen, doppelte Linien entfernen, offene Konturen schließen, Innen- und Außenkonturen sicher trennen. Fehler werden benannt, bevor Material verbraucht wird.
- Verschachtelung mit echter Fuge — Anordnung auf der Tafel mit der tatsächlichen Fugenbreite je Material und Dicke, mit Mindeststeg, Drehung nach Werkstoffvorgabe und Gemeinsamschnitt, wo er zulässig ist. Ausbeute als Zahl je Tafel.
- Einstichplanung — Anzahl, Lage und Art der Einstiche festlegen, An- und Abfahrwege setzen, Einstiche aus dem Bauteil heraus verlegen. Bei dicken Blechen ist das der wirksamste Hebel für Zeit und Verschleiß.
- Kalkulation je Qualitätsstufe — Schnittzeit aus Konturlänge, Materialdicke und gewählter Schnittqualität, dazu Abrasiv oder Gas, Verschleißteile, Einstiche, Rüsten und Materialanteil. Der Preis folgt der Qualitätsstufe, statt sie einzuebnen.
- Restblechverwaltung — Jede angeschnittene Tafel mit Restgeometrie, Werkstoff, Dicke, Charge und Standort. Die Verschachtelung greift zuerst auf Reste zu, bevor eine neue Tafel vorgeschlagen wird.
- Programm und Auftragsbuch — Erzeugung des Maschinenprogramms mit Schnittreihenfolge und Parametern aus einer gepflegten Tabelle. Dazu das Auftragsbuch mit Zeiten, Verbrauch und Ausschuss je Auftrag.
Beispieldarstellung einer Bedienoberfläche. Die Punkte markieren geplante Einstiche, rechts die Aufteilung der Kosten auf Material, Schnittzeit und Verbrauch.
Was sich anbinden lässt
Die Antwort hängt an der Steuerung. Was in Ihrem Fall geht, prüfen wir vor jeder Zusage.
| Weg | Was möglich ist | Einschätzung |
|---|---|---|
| Anlagen mit dokumentiertem G-Code | Programm erzeugen, prüfen und übertragen, Parameter je Werkstoff aus der Tabelle. | Machbar. Der übliche Fall. |
| Anlagen mit Herstellersteuerung | Übergabe der verschachtelten Geometrie als Datei, die Steuerung bleibt unangetastet. | Machbar ohne Eingriff. |
| Plasma mit Höhenregelung | Programm und Verschachtelung ja, die Regelung selbst bleibt Sache der Anlage. | Machbar, ohne Eingriff in die Regelung. |
| Fasenschneiden und 3D-Bearbeitung | Mehrachsige Bahnplanung ist ein eigenes Fachgebiet mit eigener Software. | Nicht Gegenstand. |
Wie wir dabei vorgehen
Vier Schritte, jeder mit einem Ergebnis, das Sie beurteilen können. Kein Vorhaben, das ein halbes Jahr im Dunkeln läuft.
Der Rückweg schärft die Kennwerte: gemessene Schnittzeiten und der tatsächliche Verbrauch korrigieren die Tabelle je Werkstoff und Qualitätsstufe.
Was diese Leistung ausdrücklich nicht ist
- – Keine Zusage zu Schnittparametern Druck, Abrasivmenge, Vorschub und Düsenstand bleiben Ihr Erfahrungswissen. Das Programm rechnet mit Ihren Werten, es gibt keine eigenen vor.
- – Kein CAM-Ersatz für Fasen und mehrachsige Bearbeitung Dafür gibt es Fachsoftware, und die zu ersetzen wäre kein sinnvolles Ziel.
- – Keine Aussage zu Kantenqualität und Toleranz Konizität, Rauheit und Maßhaltigkeit hängen an Anlage, Werkstoff und Parametern.
- – Kein Nachbau vorhandener Software und keine Umgehung von Lizenzen Vorhandene Programme werden nicht entsperrt, nicht weitergegeben und nicht nachgebildet.
- – Keine Wartung fremder Maschinensoftware Wir betreuen, was wir selbst gebaut haben.
- – Kein Ortstermin Aufnahme, Entwicklung und Einrichtung laufen schriftlich und über Fernwartung.
Wann sich das rechnet und wann nicht
Die ehrliche Rechnung vorweg, damit niemand Aufwand in etwas steckt, das sich nicht trägt.
Sie schneiden teure Werkstoffe und rechnen viele Angebote. Serien mit vielen Bohrungen und Innenkonturen. Mehrere Qualitätsstufen im Programm. Restbleche, die spürbar Geld binden. Der Eindruck, dass die Kalkulation bei dicken Blechen nicht mehr passt.
Gelegentliche Einzelteile aus dünnem Blech mit wenigen Konturen und einer Qualitätsstufe. Dann ist der Zeitgewinn kleiner als der Aufwand, und wir sagen Ihnen das im ersten Schritt.
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Häufig gestellte Fragen
Warum reicht eine Verschachtelung wie beim Laser nicht?
Weil die Fuge deutlich breiter ist und mit Material und Dicke stark schwankt. Wer mit einer festen kleinen Fuge rechnet, erzeugt bei dicken Blechen Teile, die zu klein werden oder ineinanderlaufen. Dazu kommen die Einstiche, die beim Laser kaum ins Gewicht fallen und beim Wasserstrahl einen erheblichen Anteil der Zeit ausmachen.
Kann das Programm Gemeinsamschnitt?
Ja, wo er zulässig ist. Er spart Zeit und Material erheblich, hat aber Grenzen bei Maßhaltigkeit und bei Teilen, die sich beim Freischneiden bewegen. Deshalb ist er je Werkstoff und Teilgeometrie einstellbar und nicht pauschal aktiv.
Woher kommen die Schnittzeiten für die Kalkulation?
Aus Ihren eigenen Werten. Hinterlegt wird eine Tabelle je Werkstoff, Dicke und Qualitätsstufe, entweder aus den Angaben Ihres Anlagenherstellers oder aus gemessenen Zeiten. Sobald tatsächliche Laufzeiten zurückgemeldet werden, schärft sich die Rechnung von selbst.
Gilt das auch für Plasma?
Ja, mit anderen Kennwerten. Fuge, Anlauf, Verschleißteile und die Höhenregelung unterscheiden sich, der Rechenweg ist derselbe. Häufig lohnt es sich, beide Verfahren in einem Programm zu führen und die Entscheidung, welches Teil auf welche Anlage geht, mit rechnen zu lassen.
Was kostet eine solche Entwicklung?
Das hängt am Umfang, und den kennt vor der Aufnahme des Ablaufs niemand. Am Anfang steht die schriftliche Aufnahme anhand echter Aufträge, danach nennen wir den Aufwand für den ersten Baustein schriftlich.
Wem gehört das Programm am Ende?
Sie erhalten eine dauerhafte Lizenz für den Einsatz im eigenen Betrieb, dazu den Quelltext. Weiterentwicklung und Betreuung laufen als Service.