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PC & Laptop09. April 2026 · 7 Min. Lesezeit

Linux Mint statt Windows: Lohnt sich der Umstieg?

Windows 10 bekommt keine Sicherheitsupdates mehr, Windows 11 läuft nicht auf Ihrem PC, und ein neuer Rechner ist teuer. Linux Mint wird oft als die beste Alternative genannt. Aber stimmt das wirklich – und für wen?

Was Linux Mint ist – und was nicht

Linux Mint ist ein Betriebssystem, das auf Ubuntu basiert und speziell für Windows-Umsteiger entwickelt wurde. Die Oberfläche sieht Windows ähnlich: Startmenü unten links, Taskleiste, Dateimanager, Systemeinstellungen – alles an vertrauten Stellen.

Was Linux Mint nicht ist: ein Spielzeug für Bastler. Es ist ein vollwertiges Betriebssystem mit Browser, Office-Paket, E-Mail-Programm und Media Player – alles vorinstalliert, alles funktionsfähig ab dem ersten Start.

Für wen sich der Umstieg lohnt

Wenn Sie Ihren PC hauptsächlich für diese Dinge nutzen, ist Linux Mint eine echte Alternative:

Internet und E-Mail: Firefox und Thunderbird laufen unter Linux genauso wie unter Windows. Chrome gibt es ebenfalls.

Office-Arbeit: LibreOffice öffnet Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien. Für den Privatgebrauch reicht das in den meisten Fällen.

Fotos und Videos: Fotos sortieren, bearbeiten und ansehen funktioniert problemlos. Auch YouTube, Netflix und andere Streaming-Dienste laufen im Browser.

Online-Banking: Funktioniert im Browser – und ist unter Linux sogar sicherer als unter Windows, weil es deutlich weniger Schadsoftware gibt.

Wo die Grenzen liegen

Es gibt Bereiche, in denen Linux an seine Grenzen stößt. Das sollten Sie wissen, bevor Sie umsteigen:

Spezial-Software: Manche Programme gibt es nur für Windows. Dazu gehören bestimmte Buchhaltungsprogramme, Steuersoftware (WISO, Taxman) und branchenspezifische Anwendungen. ELSTER funktioniert allerdings im Browser.

Gaming: Viele Spiele laufen mittlerweile auch unter Linux (dank Steam und Proton). Aber nicht alle – und die Einrichtung ist manchmal umständlich.

Hardware-Kompatibilität: Die meisten Geräte funktionieren. Aber einzelne WLAN-Chips, Scanner und Spezialdrucker können Probleme machen. Das muss man vorher prüfen.

Microsoft Office: Das „echte" Office läuft nicht. Microsoft 365 funktioniert im Browser, aber die Desktop-Apps gibt es nicht für Linux.

Was beim Umstieg wirklich passiert

Auf dem Papier klingt ein Linux-Umstieg einfach: USB-Stick erstellen, booten, installieren, fertig. In der Praxis sieht es anders aus.

Sie müssen vorher klären: Welche Daten sollen übernommen werden? Funktioniert der Drucker? Gibt es für jede Software eine Alternative? Was passiert mit Ihren E-Mail-Konten? Wie funktioniert das Backup?

Nach der Installation kommen die Details: WLAN-Treiber, die nicht automatisch erkannt werden. Schriftarten, die in LibreOffice anders aussehen. Netzlaufwerke, die neu eingebunden werden müssen. Cloud-Dienste, die konfiguriert werden wollen.

Das sind alles lösbare Probleme. Aber es sind eben doch mehr als „USB-Stick rein, fertig".

Wann Sie es selbst schaffen – und wann nicht

Wenn Sie schon einmal Windows neu installiert haben, trauen Sie sich vermutlich auch Linux Mint zu. Die Installation selbst ist sogar einfacher als bei Windows.

Schwieriger wird es bei den Details danach: Drucker einrichten, Scanner-Treiber finden, E-Mail-Konten konfigurieren, Netzlaufwerke einbinden. Das sind die Punkte, an denen die meisten Hängenbleiben – nicht weil es unmöglich ist, sondern weil es für jeden PC anders ist.

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Die Alternative: Dual-Boot

Wenn Sie sich nicht sicher sind, gibt es einen Mittelweg: Dual-Boot. Dabei installieren Sie Linux neben Windows auf derselben Festplatte. Bei jedem Start wählen Sie, welches System Sie nutzen möchten.

So können Sie Linux in Ruhe ausprobieren, ohne Windows aufzugeben. Und wenn Sie merken, dass Sie Windows nicht mehr brauchen, löschen Sie es später.

Häufig gestellte Fragen

Ist Linux wirklich sicherer als Windows?

Ja. Linux hat einen deutlich geringeren Marktanteil auf dem Desktop, was es für Angreifer weniger attraktiv macht. Gleichzeitig ist das Berechtigungssystem strenger – Schadsoftware kann sich nicht so leicht einnisten wie unter Windows.

Verliere ich meine Daten beim Umstieg?

Nicht wenn Sie es richtig machen. Vor dem Umstieg sichern wir alle Ihre Daten. Bei einer Dual-Boot-Installation bleibt Windows samt Daten erhalten.

Kann ich WhatsApp und andere Apps unter Linux nutzen?

WhatsApp Web funktioniert im Browser. Für viele andere Apps gibt es Linux-Versionen oder Web-Alternativen. Signal, Telegram und Zoom gibt es nativ für Linux.

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