PC & Laptop09. April 2026 · 5 Min. Lesezeit

Dual-Boot: Windows und Linux parallel nutzen

Sie möchten Linux ausprobieren, aber Windows nicht aufgeben? Mit einem Dual-Boot-System haben Sie beides: Bei jedem Start wählen Sie, welches Betriebssystem Sie nutzen möchten.

Wie Dual-Boot funktioniert

Die Festplatte wird in Partitionen aufgeteilt: Eine für Windows, eine für Linux. Der Bootloader GRUB zeigt beim Start ein Menü, in dem Sie das System wählen. Beide Systeme sind voneinander unabhängig.

Linux kann auf die Windows-Partition zugreifen (Dateien lesen und kopieren). Umgekehrt kann Windows die Linux-Partition nicht ohne Zusatzsoftware lesen.

Was vorher passieren muss

Backup: Bevor Partitionen verändert werden, sichern Sie alle Daten. Kein Backup, kein Dual-Boot – das ist nicht verhandelbar.

Windows verkleinern: Die Windows-Partition muss verkleinert werden, um Platz für Linux zu schaffen. Das geht über die Windows-Datenträgerverwaltung oder den Linux-Installer.

UEFI und Secure Boot: Moderne PCs starten über UEFI statt BIOS. Linux Mint unterstützt Secure Boot, aber manchmal muss es im BIOS angepasst werden.

BitLocker: Wenn Windows mit BitLocker verschlüsselt ist, müssen Sie den Recovery-Key bereithalten. Nach Änderungen an den Partitionen fragt BitLocker danach.

Typische Fallstricke

Windows-Updates zerstören GRUB: Manche Windows-Updates überschreiben den Bootloader. Dann startet nur noch Windows. GRUB lässt sich reparieren, aber das erfordert einen USB-Stick und Terminal-Befehle.

Falsche Partition gelöscht: Beim Einrichten die falsche Partition erwischt = Datenverlust. Deshalb ist ein Backup unverzichtbar.

Uhrzeitkonflikt: Windows und Linux interpretieren die Hardware-Uhr unterschiedlich. Das führt dazu, dass die Uhrzeit in Windows nach jedem Linux-Start falsch ist. Lösbar, aber nervig wenn man es nicht weiß.

Wann Dual-Boot die richtige Wahl ist

Dual-Boot ist ideal, wenn Sie Linux testen möchten ohne Windows aufzugeben. Oder wenn Sie eine Windows-Software brauchen, die es für Linux nicht gibt (z.B. Steuersoftware).

Wenn Sie Linux langfristig als Hauptsystem nutzen wollen, ist eine reine Linux-Installation die bessere Wahl – weniger Komplexität, mehr Festplattenspeicher.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Speicherplatz braucht Linux?

Mindestens 50 GB für Linux Mint. Komfortabel sind 100+ GB. Der Rest kann für Windows bleiben.

Wird mein PC durch Dual-Boot langsamer?

Nein. Es läuft immer nur ein System gleichzeitig. Die Geschwindigkeit ist identisch zu einer Einzel-Installation.

Kann ich später Windows oder Linux entfernen?

Ja. Wenn Sie sich für eins entscheiden, kann das andere gelöscht werden. Die Partition wird dann freigegeben.

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