PC & Laptop09. April 2026 · 7 Min. Lesezeit

Von Windows zu Linux: Was beim Umzug wirklich schiefgeht

Die Installation von Linux Mint dauert 20 Minuten. Der eigentliche Umzug dauert einen halben Tag – mindestens. Denn das Problem ist nicht das Betriebssystem. Das Problem ist alles, was drumherum hängt.

Die offensichtlichen Dinge

Dokumente kopieren, Fotos sichern, Lesezeichen exportieren – das schaffen die meisten. Firefox und Chrome synchronisieren Lesezeichen und Passwörter automatisch. Dateien liegen auf der Festplatte und lassen sich einfach übertragen.

Die Dinge, an die niemand denkt

Drucker: Unter Windows installiert sich der Drucker meist automatisch. Unter Linux brauchen Sie den richtigen Treiber – und der ist nicht immer verfügbar. HP hat gute Linux-Unterstützung (HPLIP). Bei Canon und einigen Brother-Modellen wird es komplizierter.

Scanner: Noch schwieriger als Drucker. Das Linux-Scanner-Framework SANE unterstützt viele Geräte, aber längst nicht alle. Multifunktionsgeräte, bei denen der Drucker funktioniert, der Scanner aber nicht – das ist keine Seltenheit.

Schriftarten: Windows-Schriftarten wie Calibri, Arial und Times New Roman sind nicht in Linux enthalten. LibreOffice nutzt andere Standard-Schriften. Das bedeutet: Ihre alten Word-Dokumente sehen unter Linux anders aus – Formatierungen verschieben sich.

Netzlaufwerke: Wenn Sie auf eine Netzwerkfestplatte (NAS) oder ein Firmenlaufwerk zugreifen, muss das unter Linux neu eingerichtet werden. SMB-Freigaben funktionieren, aber die Einrichtung ist anders als unter Windows.

Cloud-Dienste: OneDrive hat keinen offiziellen Linux-Client. Google Drive funktioniert über den Dateimanager. Dropbox hat einen Linux-Client, der manchmal Probleme macht. iCloud ist unter Linux praktisch nicht nutzbar.

E-Mail-Profile: Outlook-PST-Dateien lassen sich nicht direkt in Thunderbird importieren. Die Konvertierung ist möglich, aber umständlich. IMAP-Konten sind einfacher – da liegen die Mails auf dem Server.

Spezial-Software: Steuersoftware, Buchhaltung, branchenspezifische Programme – hier liegt oft der eigentliche Showstopper. ELSTER funktioniert im Browser, aber WISO, Lexware und Co. gibt es nicht für Linux.

VPN: Wenn Sie einen Firmen-VPN nutzen, muss der unter Linux konfiguriert werden. OpenVPN und WireGuard funktionieren gut. Proprietäre VPN-Clients sind oft problematisch.

Was davon Sie selbst lösen können

Dateien kopieren und Browser synchronisieren – kein Problem. Drucker und Scanner einrichten – wenn Sie Glück haben, automatisch; wenn nicht, brauchen Sie Terminal-Befehle und Geduld.

Alles andere – Schriftarten, Netzlaufwerke, Cloud-Dienste, VPN, Spezial-Software – erfordert Linux-Erfahrung. Nicht weil es unmöglich ist, sondern weil jede Kombination aus Hardware und Software anders ist.

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Drucker, Scanner, E-Mail, Daten, Cloud – wir übernehmen den kompletten Umzug. Ab 29 €.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein kompletter Umzug?

Je nach Komplexität 2–4 Stunden. Die Installation selbst geht schnell, die Einrichtung von Drucker, E-Mail und Software braucht die meiste Zeit.

Kann ich meine Windows-Programme unter Linux nutzen?

Manche ja, über Wine oder PlayOnLinux. Aber das ist keine Garantie und erfordert oft Bastelarbeit. Für die meisten Programme gibt es native Linux-Alternativen.

Was passiert mit meinen E-Mails?

IMAP-Konten (Gmail, GMX, Outlook.com) übertragen sich problemlos. Lokale Outlook-PST-Dateien müssen konvertiert werden. Wir übernehmen das.

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30min
Kurztermin
29
Euro
Bis 30 Minuten
60min
Standardtermin
59
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Bis 60 Minuten
90min
Langtermin
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Bis 90 Minuten
+15min
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