Von Windows zu Linux: Was beim Umzug wirklich schiefgeht
Die Installation von Linux Mint dauert 20 Minuten. Der eigentliche Umzug dauert einen halben Tag – mindestens. Denn das Problem ist nicht das Betriebssystem. Das Problem ist alles, was drumherum hängt.
Die offensichtlichen Dinge
Dokumente kopieren, Fotos sichern, Lesezeichen exportieren – das schaffen die meisten. Firefox und Chrome synchronisieren Lesezeichen und Passwörter automatisch. Dateien liegen auf der Festplatte und lassen sich einfach übertragen.
Die Dinge, an die niemand denkt
Drucker: Unter Windows installiert sich der Drucker meist automatisch. Unter Linux brauchen Sie den richtigen Treiber – und der ist nicht immer verfügbar. HP hat gute Linux-Unterstützung (HPLIP). Bei Canon und einigen Brother-Modellen wird es komplizierter.
Scanner: Noch schwieriger als Drucker. Das Linux-Scanner-Framework SANE unterstützt viele Geräte, aber längst nicht alle. Multifunktionsgeräte, bei denen der Drucker funktioniert, der Scanner aber nicht – das ist keine Seltenheit.
Schriftarten: Windows-Schriftarten wie Calibri, Arial und Times New Roman sind nicht in Linux enthalten. LibreOffice nutzt andere Standard-Schriften. Das bedeutet: Ihre alten Word-Dokumente sehen unter Linux anders aus – Formatierungen verschieben sich.
Netzlaufwerke: Wenn Sie auf eine Netzwerkfestplatte (NAS) oder ein Firmenlaufwerk zugreifen, muss das unter Linux neu eingerichtet werden. SMB-Freigaben funktionieren, aber die Einrichtung ist anders als unter Windows.
Cloud-Dienste: OneDrive hat keinen offiziellen Linux-Client. Google Drive funktioniert über den Dateimanager. Dropbox hat einen Linux-Client, der manchmal Probleme macht. iCloud ist unter Linux praktisch nicht nutzbar.
E-Mail-Profile: Outlook-PST-Dateien lassen sich nicht direkt in Thunderbird importieren. Die Konvertierung ist möglich, aber umständlich. IMAP-Konten sind einfacher – da liegen die Mails auf dem Server.
Spezial-Software: Steuersoftware, Buchhaltung, branchenspezifische Programme – hier liegt oft der eigentliche Showstopper. ELSTER funktioniert im Browser, aber WISO, Lexware und Co. gibt es nicht für Linux.
VPN: Wenn Sie einen Firmen-VPN nutzen, muss der unter Linux konfiguriert werden. OpenVPN und WireGuard funktionieren gut. Proprietäre VPN-Clients sind oft problematisch.
Was davon Sie selbst lösen können
Dateien kopieren und Browser synchronisieren – kein Problem. Drucker und Scanner einrichten – wenn Sie Glück haben, automatisch; wenn nicht, brauchen Sie Terminal-Befehle und Geduld.
Alles andere – Schriftarten, Netzlaufwerke, Cloud-Dienste, VPN, Spezial-Software – erfordert Linux-Erfahrung. Nicht weil es unmöglich ist, sondern weil jede Kombination aus Hardware und Software anders ist.
Linux-Umzug geplant? Wir denken an alles.
Drucker, Scanner, E-Mail, Daten, Cloud – wir übernehmen den kompletten Umzug. Ab 29 €.
Jetzt umziehen lassenHäufig gestellte Fragen
Wie lange dauert ein kompletter Umzug?
Je nach Komplexität 2–4 Stunden. Die Installation selbst geht schnell, die Einrichtung von Drucker, E-Mail und Software braucht die meiste Zeit.
Kann ich meine Windows-Programme unter Linux nutzen?
Manche ja, über Wine oder PlayOnLinux. Aber das ist keine Garantie und erfordert oft Bastelarbeit. Für die meisten Programme gibt es native Linux-Alternativen.
Was passiert mit meinen E-Mails?
IMAP-Konten (Gmail, GMX, Outlook.com) übertragen sich problemlos. Lokale Outlook-PST-Dateien müssen konvertiert werden. Wir übernehmen das.
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