Prüfpflichten sind selten das Problem.
Der Überblick ist es.
Anlagenverzeichnis, Fristen mit Vorlauf, geordnete Protokollablage und die Auswertung dessen, was in den alten Prüfberichten längst steht. Geführt von einer Elektrofachkraft, gepflegt über die Fernanbindung.
Vier Bestandteile
Kein Ordnersystem, sondern eine geführte Übersicht, die jederzeit vorzeigbar ist.
Anlagenverzeichnis
Vollständige Aufnahme der prüfpflichtigen Anlagen und Betriebsmittel, mit Standort, Zuordnung und Prüfgrundlage. Der häufigste Befund am Anfang: der Bestand ist größer als die Liste.
Fristen mit Vorlauf
Kalender über alle Fristen, Meldung mit ausreichendem Vorlauf statt am Fälligkeitstag. Damit die Beauftragung nicht selbst zum Engpass wird.
Protokollablage
Alle Prüf- und Messprotokolle geordnet an einer Stelle, auffindbar nach Anlage und Datum. Vorzeigbar, ohne dass jemand drei Ordner durchsucht.
Auswertung der Historie
Vergleich der Berichte über die Jahre: wiederkehrende Mängel, Messwerte mit Richtung, Anlagenteile ohne jede Prüfhistorie.
Was dabei regelmäßig zutage tritt
Nicht aus einer Messung, sondern aus dem Abgleich von Unterlagen, die längst im Haus sind.
Anlagenteile ohne Prüfhistorie
Erweiterungen, Umbauten und Provisorien, die in keiner Liste stehen und deshalb bei keiner Prüfung mitlaufen. Sie fallen erst auf, wenn Bestand und Verzeichnis nebeneinander liegen.
Mängel, die jedes Mal wiederkommen
Derselbe Befund über drei Prüfungen hinweg bedeutet, dass er nie abgestellt wurde. In der Einzelbetrachtung wirkt er wie ein Randpunkt, in der Reihe wie ein offener Punkt.
Messwerte mit Richtung
Ein Isolationswert, der über mehrere Prüfungen sinkt, bleibt lange innerhalb der Vorgaben. Erst die Reihe zeigt, dass er sich einem Grenzwert nähert.
Fristen ohne Zuständigkeit
Termine, die nur im Kalender einer einzelnen Person stehen. Bei Urlaub, Wechsel oder Krankheit verschwinden sie geräuschlos.
Was geschuldet wird und was nicht
Die Verantwortung für die Anlage bleibt beim Betreiber. Diese Leistung ordnet und bereitet vor, sie tritt an keine Stelle.
Das ist der Leistungsinhalt
- Führung von Verzeichnis, Fristen und Ablage
- Auswertung vorhandener Prüf- und Messprotokolle
- Vorbereitung anstehender Prüftermine
- Nachverfolgung offener Mängel bis zur Erledigung
- Zuarbeit zur Gefährdungsbeurteilung
Das ist ausdrücklich nicht enthalten
- Übernahme der Verantwortung als Elektrofachkraft
- Durchführung von Prüfungen oder Messungen an der Anlage
- Begehungen, Abnahmen oder Anlagenbesichtigungen
- Erstellung und Inkraftsetzung der Gefährdungsbeurteilung
- Unterweisung von Beschäftigten
Wie vollständig ist Ihr Anlagenverzeichnis?
Nennen Sie Standorte, Anlagenarten und den Stand der vorhandenen Unterlagen. Sie bekommen eine Einschätzung, wie groß die Lücke zwischen Bestand und Dokumentation vermutlich ist.
Bestand sichtenBeschreiben Sie Ihr Anliegen
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir prüfen die Anfrage und melden uns per E-Mail mit dem nächsten Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Ist das die Übernahme der Verantwortung als verantwortliche Elektrofachkraft?
Nein, und das ist eine bewusste Abgrenzung. Die Verantwortung für die Anlage bleibt beim Betreiber und bei der von ihm bestellten Elektrofachkraft. Wir führen den organisatorischen Teil: Verzeichnis, Fristen, Ablage, Auswertung, Vorbereitung. Wer die Verantwortung für eine Anlage trägt, muss sie kennen – und Anlagenkenntnis entsteht nicht am Bildschirm.
Was genau wird geführt?
Ein Verzeichnis der prüfpflichtigen Anlagen und Betriebsmittel, ein Fristenkalender mit Vorlauf, eine geordnete Ablage aller Prüf- und Messprotokolle sowie die Auswertung dieser Protokolle über die Jahre. Dazu die Vorbereitung anstehender Prüfungen und die Nachverfolgung offener Mängel bis zur Erledigung.
Warum bringt die Auswertung alter Prüfberichte etwas?
Weil Prüfberichte üblicherweise abgeheftet und nie wieder gelesen werden. Im Vergleich über mehrere Prüfungen zeigt sich, welche Mängel jedes Mal wieder auftauchen, welche Messwerte sich stetig in eine Richtung bewegen und welche Anlagenteile nie geprüft wurden, weil sie in keinem Verzeichnis stehen.
Wer führt die Prüfungen selbst durch?
Ein prüfender Betrieb vor Ort. Wir bereiten den Termin vor, stellen Verzeichnis und Vorgeschichte bereit, nehmen das Ergebnis auf und verfolgen offene Punkte nach. Die Prüfung selbst und die Messungen an der Anlage sind nicht Teil dieser Leistung.
Wie hängt das mit der Gefährdungsbeurteilung zusammen?
Wir liefern Zuarbeit: Anlagenbestand, Prüfhistorie, wiederkehrende Befunde, Messdaten aus der laufenden Überwachung. Erstellt und in Kraft gesetzt wird die Gefährdungsbeurteilung vom Betreiber, gemeinsam mit den dafür bestellten Personen.
Lohnt sich das ohne laufende Messung?
Ja. Viele Betriebe haben kein Problem mit der Prüfung, sondern mit dem Überblick: kein vollständiges Verzeichnis, Fristen im Kalender einer einzelnen Person, Protokolle in drei Ordnern und einem Postfach. Das lässt sich unabhängig von jeder Sensorik in Ordnung bringen.