Joomla oder Contao veraltet: Update oder Neuaufbau?
Die Website läuft seit Jahren, niemand hat sie angefasst, und jetzt meldet der Hoster: PHP-Version wird abgeschaltet. Dahinter steckt fast immer ein Redaktionssystem, das zwei oder drei Hauptversionen zurückliegt. Für Joomla und Contao stellt sich dann dieselbe Frage: Lohnt das Update noch, oder ist ein Neuaufbau der sauberere Weg? Die Antwort hängt an vier Punkten, die sich in einer Stunde klären lassen.
Wo Sie stehen
Joomla 3 erhält seit dem 17. August 2023 keine Sicherheitsupdates mehr, Joomla 4 seit dem 14. Oktober 2025. Bei Contao ist die Langzeitversion 4.13 am 14. Februar 2026 ausgelaufen. Wer heute eine dieser Versionen betreibt, hat eine Website, deren Lücken bekannt sind und offen bleiben. Dazu kommt der Unterbau: PHP 7.4 wird seit Ende 2022 nicht mehr gepflegt, und Hoster schalten alte PHP-Versionen nach und nach ab. Dann bleibt die Seite von einem Tag auf den anderen weiß.

Die vier Punkte, die entscheiden
Eine Hauptversion zurück ist ein Update. Zwei oder mehr sind eine Migration: Jede Stufe muss einzeln genommen werden, mit eigenem Risiko.
Die Gestaltung hängt an einer Vorlage. Ist sie ein Zukauf von früher ohne Nachfolger, muss sie für die neue Version ohnehin neu gebaut werden.
Galerie, Formular, Kalender, Shop: Für jede braucht es eine Version, die zur Zielversion passt. Fehlt sie bei einer zentralen Funktion, steht der Pfad.
Texte und Bilder lassen sich fast immer übernehmen. Sie sind der Wert der Seite – nicht das System, in dem sie liegen.

Wann sich das Update lohnt
Wenn die Seite eine Hauptversion zurückliegt, die Vorlage vom Hersteller gepflegt wird und alle Erweiterungen eine passende Version haben, ist das Update der richtige Weg. Von Joomla 4 auf 5 und von 5 auf 6 ist der Schritt überschaubar, ebenso innerhalb von Contao 5 von einer Langzeitversion zur nächsten. Das erledigt Ihr bisheriger Betreuer oder jemand, der das System täglich pflegt.
Wann der Neuaufbau der bessere Weg ist
Von Joomla 3 aus ist der Weg nach 6 kein Update, sondern drei Migrationen hintereinander – und schon die erste, von 3 auf 4, verlangt neue Vorlagen und neue Versionen aller Erweiterungen. Bei Contao 4.13 nach 5 ist es ähnlich: neue PHP-Mindestversion, geänderte Vorlagentechnik, Erweiterungen ohne Nachfolger. Am Ende ist fast alles neu geschrieben, nur unter dem Zwang, die alte Struktur mitzuschleppen.
| Lage | Empfehlung |
|---|---|
| Eine Hauptversion zurück, gepflegte Vorlage, Erweiterungen verfügbar | Update |
| Zwei Hauptversionen zurück, Vorlage gepflegt | abwägen |
| Joomla 3 oder Contao 4, Vorlage ohne Nachfolger | Neuaufbau |
| Seite soll ohnehin anders aussehen oder mehr können | Neuaufbau |
| Niemand im Betrieb pflegt Inhalte im System | Neuaufbau ohne Redaktionssystem |
Der letzte Fall ist häufiger, als man denkt. Viele kleine Seiten – ein Verein, eine Praxis, eine Musikschule – ändern zweimal im Jahr einen Termin. Dafür braucht es kein Redaktionssystem mit Datenbank, Anmeldeseite und monatlichen Sicherheitsupdates. Eine schlanke, handgebaute Seite ohne diesen Unterbau hat keine Anmeldeseite, die angegriffen werden kann, lädt schneller und veraltet nicht alle zwei Jahre.

Was beim Neuaufbau mitkommt
Wir übernehmen bestehende Installationen nicht in die Pflege. Wir bauen neu – mit vollständiger Datenübernahme: alle Texte, Bilder und Dateien, jede Adresse, die bei Google bekannt ist, mit dauerhafter Weiterleitung. Mehr dazu unter Website-Relaunch, Website-Umzug und Webseite erstellen lassen. Zum selben Thema bei anderen Systemen: TYPO3 am Ende und Die WordPress-Ära ist vorbei.
Quellen
endoflife.date: Joomla: Versionen und Pflegezeiträume (abgerufen 05.10.2026) · endoflife.date: Contao: Versionen und Pflegezeiträume (abgerufen 05.10.2026) · PHP: Unterstützte PHP-Versionen
Interesse?
Nennen Sie uns die Adresse Ihrer Website. Wir sagen Ihnen, welche Version dahinter läuft, was davon noch gepflegt wird und wie ein Neuaufbau mit Übernahme aller Inhalte aussähe.